Folgen Sie uns

Aktien

Apple-Quartalszahlen: Erwartungen getroffen, Service-Marge 62,8% – UPDATE 22:40 Uhr

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Der Umsatz liegt bei 84,3 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 88,29/erwartet 84).

Der Gewinn liegt bei 4,18 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,89/erwartet 4,17).

Ab diesem Quartal veröffentlicht Apple keine Absatzzahlen mehr für seine Produkte.

Die Aktie notiert nachbörslich in einer ersten Reaktion mit +2,5%.

UPDATE 22:40 Uhr:

Trotz fehlender Absatzzahlen hat Apple aber den Dollar-Umsatz für alle verkauften iPhones veröffentlicht. Der liegt mit 51,93 Milliarden Dollar mehr als 10 Milliarden Dollar unter dem Vorjahresquartal. Das ist ein heftigr Rückgang.

Gesamt-Marge wie erwartet 38%.

Apple veröffentlicht zum ersten Mal Marge für das Service-Geschäft. Bombastisch mit 62,8%. Wird dies das neue Zugpferd der Firma? (Apple Music, iTunes etc) Der Umsatz steigt um 28% auf 10,9 Milliarden Dollar.

Der Umsatz in China ist im Jahresvergleich um 27% rückläufig.

Cash-Berg ist um 3% auf 245 Milliarden Dollar gestiegen.

Der Ausblick für das laufende Quartal im Wortlaut (wichtig ist hier, dass der Umsatz vor einem Jahr bei 61 Milliarden Dollar lag):

revenue between $55 billion and $59 billion
gross margin between 37 percent and 38 percent
operating expenses between $8.5 billion and $8.6 billion
other income/(expense) of $300 million
tax rate of approximately 17 percent

Auch wenn die iPhones enttäuschen, so kann man die Gesamtlage von Apple auch anders sehen. Die Argumente von Tim Cook sind nachvollziehbar. Hier im Wortlaut:

“While it was disappointing to miss our revenue guidance, we manage Apple for the long term, and this quarter’s results demonstrate that the underlying strength of our business runs deep and wide,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Our active installed base of devices reached an all-time high of 1.4 billion in the first quarter, growing in each of our geographic segments. That’s a great testament to the satisfaction and loyalty of our customers, and it’s driving our Services business to new records thanks to our large and fast-growing ecosystem.”

“We generated very strong operating cash flow of $26.7 billion during the December quarter and set an all-time EPS record of $4.18,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “We returned over $13 billion to our investors during the quarter through dividends and share repurchases. Our net cash balance was $130 billion at the end of the quarter, and we continue to target a net cash neutral position over time.”

Apple-Quartalszahlen - iPhone Beispielbild
iPhone. Gregory Varnum CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Warnsignal

    29. Januar 2019 22:56 at 22:56

    Am Beispiel von Apple sieht man sehr deutlich den verzerrten Fokus der Wallstreet auf die EPS, die nur gestiegen sind wegen exorbitanter Aktienrückkäufe. Die betriebswirtschaftlich relevante Kennzahl Net Income ist genau so rückläufig wie der Umsatz (Gewinn und Umsatz bei Apple fallen). Die Produktumsätze sind zudem um ein vielfaches mehr rückläufig als die Serviceumsätze steigen. Aber alles ganz toll bei Apple!

  2. Avatar

    Michael

    29. Januar 2019 23:08 at 23:08

    That’s a great testament to the satisfaction and loyalty of our customers, and it’s driving our Services business to new records thanks to our large and fast-growing ecosystem.
    Ökosystem? Zufriedenheit und Loyalität?
    Oder einfach Abhängigkeit, Hilflosigkeit und Monopolstellung? Wir werden sehen!

    Anbei eine augenzwinkernde und sehenswerte Dokumentation zur Basis und Entstehung der sensationellen FAANG-Konzerne:
    https://www.nationalgeographic.com/tv/valley-of-the-boom/

  3. Avatar

    Gixxer

    29. Januar 2019 23:45 at 23:45

    „Trotz fehlender Absatzzahlen hat Apple aber den Dollar-Umsatz für alle verkauften iPhones veröffentlicht. Der liegt mit 51,93 Milliarden Dollar mehr als 10 Milliarden Dollar unter dem Vorjahresquartal.“
    Wenn man bedenkt, dass die IPhones teurer wurden, der Umsatz aber so heftig fiel, ist vollkommen klar, warum keine Verkaufszahlen mehr genannt werden. Die waren wohl miserabel!

  4. Avatar

    Rebecca Wille

    30. Januar 2019 00:36 at 00:36

    Abhaken!

    Nach 5x iPhone und iPad: NIX MEHR!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage