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Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Markus

    3. Juni 2020 19:04 at 19:04

    Bitcoin ist als Alternative zu Notenbankgeld entwickelt und erdacht worden. Er ist auf 21Mio Btc gedeckelt .Nicht wie die anderen Notenbank Coins , die genauso inflationär wie Gedrucktes oder Giralgeld geschaffen werden. Btc ist Freiheit — be your own Bank !!!

  2. Avatar

    BrettonWood

    4. Juni 2020 06:14 at 06:14

    Also die Gründe bleiben für Bitcoin natürlich genau die gleichen wie heute im Vergleich zum Digitalen Yuan:
    – keine Einzelne Kontrollinstanz
    – keine Unlimitierte Schöpfung zu Lasten vieler und Gunsten weniger
    – schon heute definiertes Martkangebot für die nächsten 100 Jahre

    All diese Gründe welche Leute heute zum Bitcoin führen (neben Fomo & Spekulation) bleiben erhalten und eine neue Währung wie Beschrieben stellt in keinerweise eine Konkurrenz dar….nicht mal für die Fomos und Spekulanten, den hier gibts weder was zu verpassen noch zum Spekulieren….insofern mag man dem eine grosse Nitzung durch Zwang aufdrücken, es ist aber kein Konkurrent und warum Bitcoin dann noch vestehen sollte sind die gleichen Gründe wie heute, von meinen Einnahmen sehe ich ja auch heute kaum 10% Physisch…Siw kommen digital rein und gehen digital raus….daher ost so etwas ja nicht mal eine Innovation…..die einzige Innovation ist das ich auch Geld Bankenunabhängig digital aifbewahren könnte….das gibts in Afrika mit Hilfsgeldern schon sehr lange und ist auch keine Innovation mehr….

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    Flo

    4. Juni 2020 10:48 at 10:48

    Opt Out, Buy Bitcoin!

  4. Avatar

    William Thomas Riker

    4. Juni 2020 19:00 at 19:00

    Schlecht verfasst. Bitcoin hat fundamental sehr besondere Eigenschaften, hat einen intrinsischen Wert und ist sicher vor Inflation. Es gibt bereits genug digitale Währungen, siehe z. B. Paypal…das hat überhaupt nichts mit dem Kurs von Bitcoin zutun! Im Gegenteil; Digitale Währungen bringen die Menschen schneller zu Bitcoin, also kann Bitcoin auf diese chinesische Digitalwährung sogar hoffen!

    • Avatar

      worf2

      4. Juni 2020 21:32 at 21:32

      Bitte klären Sie mich (und andere mit gleichem Unwissensstand) doch darüber auf, worin der intrisische Wert einer Cryptowährung liegen soll. Man kann damit weder etwas herstellen wie mit Metallen noch stellt es ein geistiges Eigentum im Sinne eines Patentes dar – bitte nicht mit dem verbrauchten Strom argumentieren!
      Hier ist der FIAT-Faktor eher noch größer als bei Notenbank-Geld und was soll man mit etwas anfangen, das zwingend eine digitale Umgebung voraussetzt. Intrinsicch ist der angefachte Hype, besonders im Vorfeld der Einführung von entsprechenden Futures an der CME.
      Einen Intrinsischen Wert haben die „Schätze der Erde“, mit denen sich eine Zivilisation erschaffen lässt, von Metallen über Energieträger bis zu Nahrung liefernden Pflanzen, aber bitteschön doch kein digitaler Quark, gleichgültig von welchem Emittenten.

      • Avatar

        Flo

        5. Juni 2020 10:30 at 10:30

        Sie sprechen hier von Bitcoin und nicht „einer“ Kryptowährung. Es gibt hier eklatante Unteschiede.

        Prinzipiell besitzen Kryptos genau wie FIAT Währungen keinen intrinsichen Wert. Der Wert wird durch das bestimmt was Angebot und Nachfrage ermitteln bzw. durch den „Glaube“ der Marktteilnehmer.
        Doch nur weil kein intrinsischer Wert besteht heißt das nicht, dass das jeweilige Gut auch wertlos ist.

        Bitcoin besitzt einen enormen Wert durch die Unabhängigkeit von staatlichen Insitutionen ebenso durch die seit über einem Jahrzent gewährleistete Sicherheit des Netzwerks.
        Niemand behauptet mehr Bitcoin würde Bargeld ersetzen, das hat sich als vollkommen falsch erwiesen.

        Schauen wir uns eine weitere Kryptowährung an so sehen wir evtl. das wirtschaftliche Potential das sich entfalten könnte – Ethereum, eine Smart Contract Plattform – ein dezentraler „Supercomputer“ auf dem sich dezentrale Apps entwickeln und ausführen lassen die ebenfalls sicher vor Zensur oder dem Eingriff staatlicher Institutionen sind.

        Decentralized Finance (DeFi) ist der im Moment am stärksten wachsende Zweig davon, aber auch im Supply Chain Management, dem Gaming Bereich und etlichen anderen Bereichen stehen etliche Entwicklerteams ziemlich am Anfang der Entwicklung.

        Genauso die sog. „Tokenisation“, die im Moment noch sehr unwirklich wirkt aber meiner Meinung nach in Zukunft eine riesige Rolle spielen wird. Hier lässt sich jedes beliebige Asset, egal ob real oder imaginär, in beliebig viele Teilstücke stückeln und dann entsprechend Rechte daran vergeben die wiederum auf der Blockchain gespeichert werden.
        So ist es möglich bspw. 1/1000 eines Picasso Gemäldes zu erwerben oder ein Bruchstück eines Gebäudes, Teilrechte an Musik, Patente, you name it. So werden Kleinstanlegern vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet.

        Von demher sind Kryptos vieles, aber mit Sicherheit kein digitaler Quark, sondern eine neue Infrastruktur für Web 4.0

    • Avatar

      Jean-Luc Picard

      4. Juni 2020 22:41 at 22:41

      @Nr. 1
      hier muss ich meinem Sicherheitsoffizier zustimmen. Ein außerirdischer Befall durch ein Alien-Virus oder eine unirdische telepathische Beeinflussung Ihres Geistes ist nicht auszuschließen. Bitte begeben Sie sich unmittelbar zu Dr. Beverly Crusher auf die Krankenstation. Nach einem umfassenden medizinischen Scan konsultieren Sie bitte Ihre Ehefrau Counselor Troy, um Ihre intrinsische Integrität sicherzustellen.
      Bis dahin werden die Commander Data und Geordi La Forge Ihre Aufgaben übernehmen. Ich wünsche Ihnen nur das Beste.

      Energie!

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Marc Friedrich

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Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

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Gestern Abend gab es ein Ereignis für den Bitcoin, das es zuletzt 2016 gab. Das Halving. Im Bitcoin-Netzwerk wurden insgesamt 630.000 sogenannte Blöcke generiert. Es gibt die sogenannten Miner. Dies sind ganz normale Menschen wie Du und Ich, die mit ihrem Computer oder zusammengeschalteten Computern durch reine Rechenleistung neue Bitcoin-Datenblöcke erzeugen. Dafür werden diese Miner belohnt, in dem ihnen neue Bitcoins (BTC) zugeteilt werden. Sozusagen eine Entlohnung für geleistete Arbeit. Die Gesamtanzahl des Bitcoin ist mathematisch auf 21 Millionen Stück festgelegt.

Belohnung der Bitcoin-Miner wird halbiert

Damit diese Menge nicht all zu schnell erreicht wird, gibt es das Halving. Das Halving beschreibt die Halbierung der Belohnungsmenge für die Miner. Wurden sie anfangs noch mit 50 Bitcoins belohnt, waren es zuletzt 12,5. Seite heute Nacht sind es nur noch 6,25 Bitcoins. Es wird also weniger attraktiv für die Miner die weltweit bekannteste Kryptowährung zu erzeugen, was die Vermehrung bis zur Maximalmenge verlangsamen sollte? Die Halbierung der „Belohnung“ ist fest im Bitcoin-Code verankert. Sie geschieht immer dann, wenn wieder 210.000 neue Blöcke erzeugt wurden.

Dieses Szenario der möglichen geringeren Aktivität der Neu-Schürfung dieser Kryptowährung könnte den Bitcoin für Spekulanten und Anleger auf der Suche nach Alternativen für ihre persönliche Geldanlage attraktiver machen (Bitcoin kaufen mit Coincierge). Denn begrenzte Güter wie Gold und auch der mathematisch begrenzte BTC sind attraktiv. Alles was in seiner Menge begrenzt ist wie zum Beispiel Sportwagen, die in limitierter Menge hergestellt werden, können deutlich im Preis steigen. Und zwar immer dann, wenn es viele Nachfrager nach diesem bestimmten Anlagegut gibt. Je mehr Nachfrager bei nicht oder nur langsam wachsender Angebotsmenge, desto höher der Preis.

Stark steigender Kurs?

Und was hat der Bitcoin von gestern auf heute gemacht? Der Kurs notierte gestern (ganz grob gesagt) um die Niveaus von 8.700 Dollar herum, und heute auch (aktuell 8.724 Dollar). Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Bitcoin in US-Dollar seit dem Jahr 2012. Auch das Krypto-Branchenportal BTC-Echo titelt heute „Nach dem Halving – Warten auf die Explosion“. Ganz kurzfristig in den ersten Stunden nach dem Halving bleibt die Kursexplosion aus. Aber das Szenario, dass durch die hier beschriebenen Änderungen diese bekannteste aller Kryptowährungen attraktiver wird, könnte den Kurs immer noch beflügeln. Erst in Tagen, oder Wochen, oder Monaten? Man sollte diesen Markt im Blick behalten.

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