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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, S&P 500, Gold- & Ölpreis

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Mario Steinrücken über die aktuelle Lage an der Börse

Die Börse hat auch in der letzten Handelswoche verrückt gespielt. Die veröffentlichten Quartalszahlen von Google, Amazon & Co. haben die Börse weiter angefeuert. Doch am Donnerstag hat sich das Blatt gewendet und die Verkäufer haben die Kontrolle übernommen. Die Börse steht nun am Scheideweg. Steht uns nun der zweite Teil des Börsencrash 2020 bevor, auch im Dax?

Börse aktuell Teil 1: Dax – Fehlausbruch & Verkaufswelle

Der markante Widerstand im Dax im Bereich um 11.000 Punkte hat in der zurückliegenden Handelswoche eine wichtige Rolle gespielt. Denn der Ausbruch des deutschen Leitindex über dieses Niveau hätte eigentlich weitere Käufer anziehen müssen. Allerdings sind die Käufer ausgeblieben und stattdessen haben die Verkäufer das Ruder übernommen. Und genau das hätte nicht passieren dürfen. Denn nach dem Ausbruch über einen markanten Widerstand, sollte direkt weiterer Kaufdruck entstehen. Gegenbewegungen verlaufen in einem Trend eher flach. Doch die Abwärtsbewegung ist als dynamisch einzustufen. Damit ist ein Fehlausbruch wahrscheinlich.

Dax Chart

Wie es jetzt im Dax weitergeht

Nach einem Fehlausbruch kommt es an der Börse häufig zu einer schnellen Gegenbewegung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass in solchen Fällen der vorherige Trend beendet ist. Entsprechend gibt es zwei wahrscheinliche Szenarien für den weiteren Verlauf. Mein favorisiertes Szenario ist ein schneller Kursrutsch in Richtung der 10.000-Punkte-Marke. Dort kann es zu einer kurzfristigen Stabilisierung kommen. Eine weiterführende Abwärtsbewegung bis 9.000 und 8.200 Punkte ist durchaus möglich. Im alternativen Szenario ist eher mit einer breiten Seitwärtsbewegung an der Börse zu rechnen.

Börse aktuell Teil 2: S&P 500 – Sell in May?

An der Börse gibt es Weisheiten, die oft statistisch gestützt werden. „Sell in May and Go Away“ ist so eine Weisheit. Statistisch gesehen ist der Zeitraum von Mai bis Oktober weniger stark als der, von November bis April. Allerdings hat sich diese Weisheit zuletzt nur in drei von zehn Fällen bewahrheitet. Dennoch ist nach dem zuletzt starken Anstieg der Börsen eine Abkühlung angebracht.

Parallelen zum letzten Jahr

Im Jahr 2019 notierte der S&P 500 auf dem gleichen Niveau wie jetzt. Im letzten Jahr startete Anfang Mai eine Abwärtsbewegung um knapp 8 Prozent bzw. 232 Punkte. Das Verlaufstief bei 2.729 Punkten wurde nach einem Monat am 03. Juni 2019 erreicht. Aktuell ist der S&P 500 in zwei Tagen bereits um 148 Punkte gefallen. Die Amplitude ist also deutlich höher, was auch zu einem größeren Kursrutsch führen könnte. Mein Kursziel für die nächste Woche liegt im Bereich 2.707 – 2.736 Punkten. Dort befindet sich eine kurzfristig entscheidende Unterstützung. Wird diese gebrochen, dürfte es um weitere 300 Punkte abwärts gehen.

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – Ausbruch in Sicht

Der Goldpreis bewegt sich in einer kurzfristig fortgeschrittenen Seitwärtsbewegung. Die „Make or Brake“ Unterstützung zwischen 1.675 und 1.700 USD hat bislang weiter standgehalten. Sollte diese Marke unterschritten werden, liegt der nächste Halt zwischen 1.555 und 1.580 USD. Sehen wir hingegen einen Anstieg auf 1.740 USD, rechne ich mit zunehmendem Kaufdruck. Dann besteht eine reelle Chance, dass der Goldpreis die 1.800er Hürde überwindet und bis 1.900 USD ansteigt.

Börse aktuell Teil 4: Ölpreis – die Nervosität lässt kaum nach

Nach einem Einbruch von über 40 Prozent hat sich der Ölpreis innerhalb einer Handelswoche glatt verdoppelt. Was früher undenkbar war, wird heute in atemberaubender Geschwindigkeit abgearbeitet. Es besteht weiterhin eine charttechnische Unterstützung zwischen 10,00 und 12,00 USD. Zuletzt wurde auch der Widerstand zwischen 17,20 und 18,40 USD überschritten, und damit zur Unterstützung. Diese wurde am 1. Mai bestätigt, was zu einem weiteren Anstieg des Ölpreises bis 22,00 USD führen könnte. Für die nächsten Wochen sehe ich den Ölpreis in einer breiten Range zwischen 10,00 und 28,40 USD – was eine Spanne!

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Statisti

    2. Mai 2020 12:44 at 12:44

    Aber bitte Ihre Aussage der SELL in May Statistik stimmt so nicht, das haben wir schon früher einmal hundertfach diskutiert.Also der DAX hat seit dem Jahr 2000 bis 2018 jedes Jahr nach einem Hoch zwischen Mai u.Juni bis zum November eine grössere Korrektur gemacht.
    Bitte googeln. Godemode Trader , „Die grosse Sell in May Statistik“ Man darf das mit dem Datum nicht zu eng sehen, Tatsache ist ,dass im Frühlinng/Sommer bis Herbst jedesmal eine Korrektur anfiel.

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Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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