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Bundesbank: Wirtschaft könnte schon dieses Quartal Vorkrisenniveau erreichen

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Die Bundesbank hat vor wenigen Minuten ihren Monatsbericht für Juli veröffentlicht. Darin spricht sie davon, dass die deutsche Wirtschaft sich zuletzt kräftig erholt habe. Die Wirtschaftsleistung habe im zweiten Quartal wohl wieder kräftig zugelegt. Man gehe davon aus, dass die deutsche Wirtschaft damit den herben Rückschlag, den sie im Winterquartal aufgrund der umfassenden Pandemie-Schutzmaßnahmen erlitten hatte, in etwa wettmachen konnte. Insbesondere der Dienstleistungssektor habe zu der kräftigen Erholung der Wirtschaft beigetragen. Hier hätten die im Zuge der gesunkenen Corona-Inzidenz ermöglichten Lockerungen der Einschränkungsmaßnahmen ab Mai zu deutlich stärkerer Aktivität geführt.

VW und Daimler glänzen – Engpässe belasten laut Bundesbank aber die gesamte Industrie und die Baubranche

Volkswagen und Daimler haben in den letzten Tagen vorab ihre Zahlen für die letzten 3 Monate veröffentlicht. Man glänzt mit besser als gedachten Gewinnen, und die Lieferengpässe waren noch kein Problem. Aber die könnten für das 3. Quartal anstehen, wie man aus den Aussagen dieser Konzerne heraushört. Die Bundesbank sagt mit Blick auf die Gesamtwirtschaft heute, dass anhaltende Lieferengpässe bei Vorprodukten die Industrieproduktion gebremst haben. Sie habe sich im Mittel der Monate April und Mai saison- und kalenderbereinigt um 0,75 Prozent gegenüber dem Winterquartal verringert.

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Insbesondere in der Autoindustrie sei es deshalb laut Bundesbank zu erheblichen Einbußen bei der Fertigung gekommen. Hier habe der Rückgang beträchtliche 9,5 Prozent betragen. Trotz Materialknappheiten in der Baubranche habe die Bauproduktion im Vergleich zum Winterquartal kräftig zulegen können. Aber sofern es mit Blick auf die Pandemie zu keinen nennenswerten Rückschlägen kommt und die Lieferengpässe in der Industrie zumindest schrittweise nachlassen, dürfte das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo laut Meinung der Bundesbank im Sommerquartal noch stärker ausfallen. Dann könnte das reale Bruttoinlandsprodukt schon im dritten Vierteljahr sein Vorkrisenniveau wieder erreichen.

Kurzarbeit geht kontinuierlich zurück

Im Winter konnten Beschäftigung und Arbeitslosigkeit laut aktueller Bundesbank-Aussage durch den massiven Einsatz des Instruments der Kurzarbeit stabilisiert werden. Das ifo-Institut meldete für Juni einen kräftigen Sprung nach unten von 2,3 auf 1,5 Millionen Kurzarbeiter. Mit den weiteren Lockerungsschritten im Mai und Juni dürfte der Einsatz des Instruments Kurzarbeit nochmal erheblich zurückgegangen sein, so sagt es aktuell auch die Bundesbank. Die Erwerbstätigkeit sei im Mai wie schon in den beiden Vormonaten nur wenig gewachsen. Die Fachleute gingen aber davon aus, dass sich das Tempo des Beschäftigungsaufbaus in den kommenden Monaten deutlich verstärken werde.



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