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Bundesbank-Weidmann: Erneut klare Kante, Geldschwemme frühestmöglich beenden!

Bundesbank-Chef Jens Weidmann lässt nicht locker. In einer gestrigen Rede kam er mal wieder auf die Geldpolitik der EZB zu sprechen und sagte erneut ganz offen, dass er kein Freund…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Bundesbank-Chef Jens Weidmann lässt nicht locker. In einer gestrigen Rede kam er mal wieder auf die Geldpolitik der EZB zu sprechen und sagte erneut ganz offen, dass er kein Freund der aktuellen Geldpolitik sei. Darüber hinaus dürfe sie nicht zu einer „Dauertherapie“ werden. Sie müsse beendet werden, wenn die Inflation auf ein Niveau unter, aber nahe zwei Prozent komme. Nach mehr als 1 Billion Euro Geldschwemme und inzwischen sogar Negativzinsen liegt die Inflation in der Eurozone bei 0,5%. Und auch auf dieses Niveau hat sich sich mühevoll Monat für Monat vorgearbeitet.

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Bundesbank-Chef Jens Weidmann. Foto: Deutsche Bundesbank

Laut Weidmann werde die Inflation nach und nach ansteigen, womit er sich auf die Inflationsprognosen der EZB bezieht. Also dauert es noch ein klein wenig, irgendwann wohl bis Ende nächsten Jahres vielleicht? Weidmann erwähnt immer wieder in den letzten Monaten, dass man schnellstmöglich wegkommen müsse von dieser Geldpolitik, so auch gestern wieder. Er wirkt wie der einsame Rufer in der Wüste, umgeben von Notenbank-Präsidenten der anderen Eurozonen-Mitglieder, die größtenteils glücklich zu sein scheinen mit der aktuellen Geldschwemme. Schließlich finanziert man so entspannt die Neuverschuldung vieler Länder, auch wenn man das natürlich nirgendwo offiziell zu hören bekommt.

Kurzfristig, so sagte Weidmann, sei eine expansive Geldpolitik weiterhin notwendig um Preisstabilität zu gewährleisten. Damit meint er, dass sich die Inflation erstmal von der 0 weg entfernen soll, denn auch Deflation gefährdet ja die Preisstabilität. Aber immer wieder lässt Weidmann durchblicken: Bitte bitte bitte, so schnell wie möglich Schluss machen mit diesen Negativzinsen und dieser Geldschwemme. Es wird wohl noch, so darf man es vermuten, ein volles quälendes Jahr dauern, bis man über 1,5% Inflation in der Eurozone sprechen kann, wenn überhaupt. Die Geldschwemme soll ja im März 2017 auslaufen – mal schauen, ob die EZB diese Maßnahme verlängert. Hier zwei interessante Ausschnitte aus Weidmann´s gestriger Rede.


Seit geraumer Zeit ist der Inflationsdruck im Euro-Raum daran gemessen zu schwach und das liegt nicht nur am Ölpreisrückgang. Auch die Kerninflation – also die Teuerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel – liegt mit knapp 1 % deutlich unterhalb des angestrebten Werts von unter, aber nahe 2 %. Das deutet darauf hin, dass der binnenwirtschaftliche Preisdruck ebenfalls gering ist, wir allerdings auch einen signifikanten Sicherheitsabstand zu den von manchen befürchteten deflationären Entwicklungen haben, die ja ursprünglich zur Begründung der unkonventionellen Maßnahmen herangezogen wurden.

Die EZB-Prognose für den Euro-Raum sagt im Übrigen einen allmählichen Anstieg der Inflationsrate voraus. Am Ende des Prognosehorizonts dürfte also grosso modo wieder eine Rate von unter, aber nahe 2 % erreicht werden.

Um Preisstabilität zu gewährleisten, ist also eine expansive Geldpolitik weiterhin notwendig. Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass die steigenden Inflationsraten ohnehin zu einer weiteren Senkung des realen Kurzfristzinses führen und damit zu einer spürbaren zusätzlichen geldpolitischen Lockerung. Und über die Vehemenz des geldpolitischen Handelns kann man durchaus geteilter Meinung sein.


und…


Wie Sie wissen, habe ich gerade den Ankauf von Staatsanleihen von Anfang an skeptisch gesehen. Dabei halte ich das Instrument nicht per se für verwerflich, unter den besonderen Bedingungen einer Währungsunion mit nationaler Verantwortung in der Fiskal- und Wirtschaftspolitik aber für sehr problematisch.

Deswegen ist es auch entscheidend, dass das aktuelle Staatsanleihekaufprogramm (PSPP) zum einen im Wesentlichen keine Verlustteilung vorsieht und keine Gemeinschaftshaftung für Staatsschulden durch die Hintertür einführt. Zum anderen muss es gewisse Einschränkungen und rote Linien beachten, die einen ausreichenden Abstand zur monetären Staatfinanzierung sicherstellen sollen.

Und nicht nur in der Geldpolitik gehört zum Wesen einer roten Linie aber, dass sie nicht hinausgeschoben wird, wenn man sich ihr nähert, sondern dass sie ihre Bindungswirkung auch entfaltet.

Klar ist auch, dass die expansive Geldpolitik keine Dauertherapie werden darf. Sie ist zu beenden, wenn eine nachhaltige Annäherung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 % auf mittlere Sicht erkennbar ist.

Ich sehe übrigens auch keine Rechtfertigung für ein gezieltes Überschießen der Inflationsrate als Ausgleich für die niedrige Inflation der vergangenen Jahre. Vielmehr erinnert mich dieser Vorschlag ein bisschen an den alten Statistikerwitz: „Wenn der Jäger am Hasen einmal links und einmal rechts vorbeischießt, ist der Hase im Durchschnitt tot.“

Zur Strecke gebracht ist er damit natürlich noch nicht.

Dabei will ich gar nicht ausschließen, dass man in der Theorie den geldpolitischen Hasen auch auf diese Weise erlegen kann. Fachleute sprechen von Preisniveausteuerung. Mit der geltenden geldpolitischen Strategie des EZB-Rates wäre das Vorgehen aber nicht vereinbar. Gerade im derzeitigen Umfeld könnte ein Strategiewechsel der Glaubwürdigkeit der Geldpolitik massiven Schaden zufügen.

Die Therapie einer ultra-lockeren Geldpolitik darf im Übrigen schon deswegen nicht länger als erforderlich fortgeführt werden, weil die Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen zunehmen, während die erwünschten Wirkungen mit der Zeit eher nachlassen.

Und zu den Nebenwirkungen gehört eben auch die nachlassende Profitabilität des Bankensektors, was den Aufbau von zusätzlichem Eigenkapital erschweren, Finanzstabilitätsrisiken schaffen und letztlich auch die Wirksamkeit der Geldpolitik schmälern kann. Denn Banken ohne Eigenkapitalreserven können keine zusätzlichen Kredite vergeben.



Quelle: Deutsche Bundesbank

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    11. November 2016 15:56 at 15:56

    Hallo FMW-Redaktion.Lohnt es sich euerer Meinung nach noch die Folge 6125 der Finanzsoap GNSN(Guter Notenbanker,schlechter Notenbanker) zu kommentieren?Ich meine,nein&nochmals nein!Der Jens mag ja ein netter Kerl sein, aber ähnlich seines Namensvetters,des Mallejens, interessiert es keinen Notenbankkeiler ,was er so von sich gibt&warum er keinen Erfolg hat,trotz grösster Bemühungen.Platz Jens!

    • Avatar

      gerd

      11. November 2016 16:57 at 16:57

      Der erinnert mich an die ewig leeren Drohungen vom Horsti in Bayern. Einer wird ausgeguckt, um nach außen für die Bürger den Besorgten zu mimen. Die sind dann beruhigt und alles bleibt so, wie es ist.

      Herr Bosbach muss auch ständig dafür herhalten. Viele finden ihn gut, (ich auch) und denken sogleich, siehste, doch ne tolle Partei die CDU. Was die für gut Leute hat. Und wir merken nicht, dass das seine von Frau Merkel ihm zugewiesene Rolle ist, in dem minderwertigen Theaterstück.

  2. Avatar

    gerd

    11. November 2016 17:02 at 17:02

    “ Damit meint er, dass sich die Inflation erstmal von der 0 weg entfernen soll, denn auch D e f l a t i o n gefährdet ja die Preisstabilität.“

    Mit 100%ig der selben Argumention ließe sich dann aber auch begründen, dass die EZB eine Zielmarke von -0,2% anstrebt, weil ja auch Inflation die Preisstabilität gefährdet und der Wert sich erstmal von der 0 entfernen soll.

    Und das wäre mir persönlich sehr viel lieber.

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      11. November 2016 17:55 at 17:55

      Die Übertragung der immensen Staatsschulden auf die Steuerzahler funktioniert halt nicht bei Pluszinsen und niedriger Inflation!Deshalb haben ja der Duce,der Rolliwolle&die europäischen Finanziers,den momentanen Status Quo beschlossen.Mit Minuszinsen und grösser min.2% Inflation,geht das sehr viel einfacher.Die Schuldnerstaaten kann ich sehr gut verstehen.Warum aber „Meine Volksvertreter“,welche geschworen haben, Schaden von mir &meinem Deutschen Volk fernzuhalten,mich dermassen schändlich verraten,ist für mich nicht nachvollziehbar!Auch Sie werden 2017 ratlos dastehen&feststellen:Wie konnte das passieren?AfD=27,8%!Sehr viele,morgens um 5 aufstehende Leute,könnten Ihnen dabei helfen!Nur es interessiert sich keine Politsau für die Prekären!Talkshowmässig ja,aber auch nicht wirklich.Und so werden Sie geholfen,im September 2017!

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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