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Coeure (EZB) deutet große Bazooka an

Mna kennt sich in Notenbanker-Kreisen, und so hat wohl SNB-Chef Jordan von Mario Draghi oder anderen EZB-Mitgliedern(natürlich inoffiziell) erfahren, was in Sachen QE der EZB zu erwarten ist. Da das Ganze wohl eine Nummer zu groß ist für eine Notenbank, deren Bilanzsumme in Relation zum BIP gigantisch gross ist, hat man in Bern die Reissleine gezogen – und dammit ein Experiment als gescheitert erklärt. Damit stellt sich dann die Frage, wie andere Notenbanken mit ihrer Anbindung an den Euro umgehen, so im Fall der Dänischen Krone und der Tschechischen Krone.

Schon kurz nach der EZB-Entscheidung hat Goldman Sachs wohl den richtigen Schluss gezogen mit der Annahme, dass der Schritt der Schweizer darauf hindeute, dass das Volumen der Staatsanleihekäufe groß sein müsse, wenn die SNB nun im Vorfeld kapituliert. Und diese Annahme scheint sich nun durch vor wenigen Minuten getätigte Aussagen des EZB-Direktoriumsmitglieds Coeure zu bestätigen: um effizient zu sein, so Couere, müssten die quantitativen Massnahmen der EZB sehr gross sein. Das bedeutet: Coeure bereitet die Märkte auf eine grosse Bazooka vor. Das Basisszenario, so Coeure weiter, sei der Kauf von Staatsanleihen. Viel deutlicher kann man nicht werden (vor allem als Notenbanker!)..

Die Märkte sind nun in froher Erwartung – was den Dax stützt, der sich trotz der fortgesetzten Schwäche der US-Indizes weiter erstaunlich stark präsentiert. Die Frage ist nur was passiert, wenn die gute Nachricht dann eintrifft: denn die Erwartung ist jetzt sehr hoch, vielleicht etwas zu hoch. Es ist daher wahrscheinlich, dass wir nach der EZB-Sitzung am kommenden Donenrstag trubulente Tage vor uns haben werden..



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3 Kommentare

  1. Die Tschechische Krone ist nicht fest an den Euro gebunden, sondern floatet frei. Die Dänische Krone jedoch bewegt sich in sehr engen Bandbreiten um ca. 7,45 DKK/EUR. Gleiches gilt übrigens für die Bulgarische Lewa und die Kroatische Kuna, gewissermaßen eine Quasi-Euroeinführung durch die Hintertür – und pures Gift für beide Volkswirtschaften, wie man leider seit einigen Jahren feststellen kann !!

  2. Das Vokabular der Notenbankster nähert sich auch immer mehr der Zeit um ’45 an.Damals wurden die siegbringenden Wunderwaffen auch immer grösser&zerstörungswütiger.Merke:Wer klar denkt,der sricht auch klar!

  3. Laß die ruhig mal machen, was , meiner Meinung nach, schon bald passieren wird sieht man sehr schön am BUX und SMI.

    Und der Nikkei geht auch schon in die richtige Richtung. Ich meine im Gegensatz zu Japan ist Russland geradezu eine solide Großbank.

    In eigener Sache ,ich habe mit meinen Puts(Heute) nur an rund 60 Punkten verdient.

    Im Überigem bin ich dafür das Morgen die Börse auf hat, so könnte der DAX bereits am Samstag sein Jahreshoch erreichen.

    Und an Draghi,auch wenn er das nicht liest, was sind schon 1000Mrd. Anleihekäufe, ich bin für 5000 Mrd.
    auch wenn weder die 1000 noch die 5000 real existieren. In diesem Sinne nächste Woche PUTs, nach dem 22. natürlich.

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