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Coronavirus: Erholungsszenarios – und ein Schreckensszenario!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Noch hat die Verbreitung des Coronavirus in Europa ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, schon spekulieren Ökonomen darüber, ob die Wirtschaft einen V/L- oder U-förmigen Erholungsverlauf nehmen wird. Hier die verschiedeneren Szenarios mit ihren Grundannahmen und deren Folgen, wie sie von verschiedenen Analysten skizziert werden.

Coronavirus und die Folgen: Was spricht für ein V?

Voraussetzung für eine V-förmige Erholung der Wirtschaft ist das rasche Überschreiten des Höhepunkts der Infektionen mit dem Coronavirus. Mathematisch dargestellt an einer Glockenkurve, bei der die Zahl der Neuinfektionen geringer sein muss, als die Anzahl der gesundeten Menschen. Wenn man den Zahlen aus China Glauben schenken kann, so ist dies dort schon seit mehreren Tagen/iWochen der Fall. Bei insgesamt 80.500 gemeldeten Fällen, über 3000 Toten und über 55.700 als gesund gemeldete Patienten, ergäbe sich derzeit nur noch die Zahl von unter 24.000 akuten Erkrankungen. Die Meldungen über Neuinfizierungen in China liegen täglich nur noch im niedrigen dreistelligen Bereich. Anders sieht es anderen Ländern aus. Hier steigen die Fallzahlen immer weiter an, besonders in Südkorea, dem Iran und Italien. Für die Weltwirtschaft und die Börsen geht es natürlich um große Wirtschaftsnationen wie den USA, Japan oder Deutschland. Sollten dort die Infektionszahlen anschwellen, wäre eine V-förmige Erholung Makulatur.

Damit sich die Wirtschaft in diesem optimistischen Szenario rasch erholen kann, müsste es bereits noch im Monat März zu dem Hochpunkt an Neuinfektionen durch das Coronavirus kommen. Die Konjunktur würde in vielen Länder ihren Dämpfer im ersten Quartal erleben, aber schon im Frühjahr sollte es zu Aufholeffekten kommen. Die bisherigen Börsenabschläge scheinen diese Sichtweise zu widerspiegeln, während sich die Stimmen aus der Industrie derer mehren, die infolge der Stilllegung zahreicher Lieferketten nicht mit mehr dieser V-förmigen Entwicklung rechnen.

Coronavirus und die Folgen: Wann wird es ein U?

Bei diesem Szenario sollte der Höhepunkt der Infektionswelle mit dem Coronavirus in den westlichen Staaten erst in den Frühjahrsmonaten April oder Mai erreicht werden.

Damit würde die Störung der Lieferketten, die Einbrüche in der Luftfahrt, dem Tourismus sowie beim Konsum in manchen Ländern das Auftreten einer technischen Rezession nicht mehr vermeidbar machen. Allen voran im Exportland Deutschland, welches es besonders in seinen Schlüsselindustrien Automobil und Maschinenbau treffen würde sowie als reisefreudiges Volk in seiner Tourismusbranche. Was den Aktienmarkt betrifft, so dürfte es nochmals eine Stufe tiefer gehen, vor allem, wenn die Berichtssaison für das erste Quartal mit einer Kaskade an negativen Gewinn- und Umsatzwarnungen die Börsianer verunsichern wird.

Der Dax sollte bei einer weiteren Ausweitung der Infektionskette mit dem Coronavirus mindestens in den Bärenmarkt-Bereich mit einem Minus von 20 Prozent (plus) abtauchen. So auch das aktuelle Basisszenario einer Studie der Deutschen Bank.

Das Damoklesschwert: Ein L.

Sollte sich die Verbreitung des Coronavirus noch über die Sommermonate oder gar länger hinziehen, wäre es wohl nicht mehr mit einer Schrumpfung der Wirtschaft über zwei Quartale getan. Denn je länger es dauert, bis der Hochpunkt der Glockenkurve erreicht ist, desto gravierender müssen die wirtschaftlichen Verluste sein.

Es käme zu einer richtigen Rezession – und damit zu einem abrupten Ende des elfjährigen Aufschwungs diesseits und jenseits des Atlantiks. Der monatelange Einbruch in den Volkswirtschaften und die langwierigen Prophylaxemaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus würden den Dienstleistungs- und Konsumsektor extrem hart treffen. Mit dem Konsum würde auch die Stütze der letzten Jahre, insbesondere in der US-Ökonomie, wegbrechen.

Ein Einbruch des Dax von 40 bis 50 Prozent wäre bei diesem Szenario eine zwangsläufige Folge. Das läge auch im Bereich des Durchschnitts der bisherigen fünf Rezessionen in Deutschland seit der Ölkrise in den 1970-er Jahren. Bei einer derartig langen Beschäftigung mit der Bekämpfung des Coronavirus käme es zwar zu gewaltigen Hilfsmaßnahmen von Politik und Notenbanken, die aber angesichts der Verunsicherung von Wirtschaft und Verbrauchern erst einmal ohne spürbare Auswirkung blieben. Mit einem weltweiten niedrigen Zinsniveau, welches es in der Wirtschaftsgeschichte noch niemals gegeben hat.

Insgesamt betrachtet, scheinen die Aktienmärkte weder das U- noch das L-Szenario für wahrscheinlich zu halten. Bereits die nächsten Tage und Wochen werden es zeigen, ob sich der bisher optimistische Blick auf die Zukunft durch die Märkte sich in der Ausbreitung der Infektionszahlen auch an der berühmten Glockenkurve ablesen lässt.

Fazit

Ökonomen bewegen sich wieder auf dem Gebiet der Weissagung, nämlich Prognosen zu erstellen, für die es eigentlich keine Modelle gibt – in einem „Zero-Validity-Environment“. Da ist zum einen das unberechenbare Coronavirus, welches sich global extrem verbreiten kann, je nach dem Gesundheitsystem, welches in den betroffenen Ländern existiert.

Was aber ebenso nicht einschätzbar ist, ist der psychologische Effekt der Krise durch das Coronavirus. Wie stark und wie irrational reagieren Konsumenten, Anleger und Wirtschaftslenker auf eine Bedrohung, die allein schon durch die Medienberichterstattung über einzelne Fälle eine Blockade von Wirtschaftsleistungen verursachen kann? Wie stark die Irrationalität zuschlagen kann, sieht man schon am Verhalten von Menschen, die in Deutschland Hundert Euro für zum Teil wenig effektive Mundschutzmasken auf den Tisch legen und Lebensmittelvorräte anlegen. Wirtschaft ist zu mindestens 50 Prozent Psychologie, sagte einst der Vater der Marktwirtschaft, Ludwig Ehrhard. Im Falle der Pandemie durch das Coronavirus dürfte diese entscheidende Determinante noch deutlich höher liegen.

Drei Szenarien für die Folgen des Coronavirus

48 Kommentare

48 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    6. März 2020 09:39 at 09:39

    Besten Dank für den Überblick.
    Ja die Zahlen aus China…
    In der Global Times China, dem Parteiorgan, steht heute zu lesen: Ab Ende März keine Neuinfektionen mehr!
    Da gibt es offenbar einen 5-Jahresplan der Kommunisten.
    Ferner zehntausende Wunderheilungen, als ob ein Jesus in Wuhan walten würde oder zumindest Petrus.
    50 Prozent Geheilte – man vergleiche mal den Prozentsatz mit ALLEN anderen Ländern dieser Erde.
    Kinners, ich will net unken und lamentieren.
    Aber Angaben aus China muss man EXTREM kritisch würdigen.
    Das ist ein kommunistischer Staat wie einst DDR und Co.
    Also, Leute:
    Wunschdenken aus!
    Hirn einschalten!

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    sabine

    6. März 2020 10:00 at 10:00

    Gestern kam bei uns (Nord-Oberbayern) die Mülle. Mit Atemschutzmaske, nicht nur Mundschutz.
    Ob das die Idee des Mannes selbst war oder von oben angeordnet, weiß ich nicht.
    Mein Arzt sagt vor ein paar Tagen, 134 Tote in Deutschland wegen Influenza. Keine Hysterie- oder Schutzvorrichtungen dagegen bekannt.

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      Macwoiferl

      6. März 2020 10:19 at 10:19

      Abwarten.
      Influenza: Massenimpfungen?
      Unterschied: Influenza bekannt und Impfstoff. Corona mutiert hingegen gerade.
      Und ja, bei der Müllabfuhr Atemschutz ist net verkehrt.

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        Lausi

        6. März 2020 14:46 at 14:46

        Ich finde Müllmänner sollten jetzt mit Ganzkörperschutzanzügen ausgestattet werden. Die armen Kerle sind ja mindestens genauso gefährdet wie Krankenhauspersonal.

  3. Avatar

    Macwoiferl

    6. März 2020 10:04 at 10:04

    Leider vergessen, aber dennoch zu empfehlen:
    Auf Zerohedge stehen zwei sehr gut recherchierte Beiträge:
    Chinas Fabrikbeauftragte lassen Lichter brennen, Lüftungen laufen und Computer weiterschnurren.
    Das soll den Stromverbrauch ankurbeln und „hohe Produktion“ nach außen signalisieren.
    Also, auch wenn es nicht so schön ist für eure Portfolios:
    Jubelmeldungen aus dem Kommunismus sind: Jubelmeldungen aus dem Kommunismus.

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      sabine

      7. März 2020 19:42 at 19:42

      Danke für die Info.
      Ist halt nur eine kurzfristige Hilfe, irgendwann ist der Sozialismus platt. Wie immer. (DDR, Polen, Zimbabwe, Venezuela, UDSSR, Kuba…)

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    Kritisch on fire

    6. März 2020 10:32 at 10:32

    Wenn der Bericht chinesischer Virologen stimmt, na dann sollte man sich auf eine massive Pandemie mit einem unkontolierbaren Virusstamm vorbereiten. Vielleicht zeigt uns ja die Natur (oder doch aus Menschenhand geschaffene Ursachen) die Grenzen für Fehlentwicklungen auf und rückt wieder alles ins rechte Licht.
    https://www.epochtimes.de/china/studie-coronavirus-bereits-seit-januar-mutiert-a3176812.html?newsticker=1

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    BrettonWood

    6. März 2020 10:35 at 10:35

    Während das Cornonavirus für Junge unbedenklich ist, verteilen Sie es mit einer Mortalitätsrate von 15-20% bei den alten haben wir hier eine sehr trügerische Situation, die Weltbevölkerung leidet an überalterung es gibt viele alte Leute und viele Arbeitsplätze hängen an diesen alten Leute, die Spanische Grippe hatte eine Mortalität von 1% was 20 Mio Tote waren, wen wir hier von 2-3% ausgehen über die ganze Bevölkerung und eine Duechseuchung von 50-70% haben, wird dies zu Miollionen von Toten führen.

    Zwischenzeitlich geht man gar nicht mehr davon aus das man das Virus aufhalten werden kann, sondern es geht alleine darum die Ausbreitung zu VERZÖGERN damir die Spitalbetten für die schweren Fälle ausreichen, daher ist es schlicht unmöglich das wir den Höhepunkt in diesem Monat sehen werden, das Ei steht nicht sondern es wird zum liegen gebracht damit werden NICHt weniger Infektionen oder Tote folgen, sondern Wie werden verteilt.

    Wer gestern das Auslandjpurnal im ARD gesehen hat, sieht was China alles gemacht hat, in Peking sind die meisten Läden nach wie vor zu& es werden von allen Leuten BEWEGUNGSPROFILE erstellt, jedesmal wenn
    Man eimem Checkpoint durchgeht, muss man sich mit Apps anscannen Passnummer & Telefonnummer abgeben und Fieber messen, China hat ganz erhebliche Massnahmen ergriffen die mir bis heute in Europa umvorstellbar erscheinen.

    Das schlimme ist das diese Personen die sich eben gar nicht krank fühlen ansteckend sind und damit eine Ausbreitung unaufhaltsam sein wird, es wird eine harte Zeit auf uns zukommen, und dabei geht es nicht um Panik. Für uns Jungen, so hart das klingt ist dieses Virus eine Erlösung, weder die Renten noch die Gwsundheitskosten der Zukunft sind auch nur Ansatzweise finanziert, werden nun 20% der über 80 Jährigen & noch ein paar der 65-80
    Jährigen dahingerafft ist das eine riesige Entlastung sowohl der Renten als auch der Gesundheitssysteme….so hart das klingt aber ich als 36 Jähriger finde das überhaupt nicht schlimm….es sichert mir das ich auch nal noch eine Rente bekommen könnte….alte Leute kosten die Gesellschaft Hauptsächlich, das Leben ist nicht unendlich (und wenn man mich persönlich fragt ist auch nicht jedes Leben lebenswert) es ist mal gut das die Natue wieder selektiert, Das gut auch der umwelt gut, den jeder der weniger auf diesem Planeten Rummrenmt verursachr kein CO2 austoss und keien Umeeltverschmutzung mehr…es ist brutal aber Schlussendlich wird Corona mehr lösen als es Probleme verursacht….

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      Petkov

      6. März 2020 22:51 at 22:51

      Uns Jungen gehört die Zukunft. Und ob sie gut oder schlecht sein wird, hängt davon ab, wie viel Weisheit wir uns von den Alten angeeignet haben. Jeden Tag, den wir sie länger bei uns haben, bereichert unser Leben. Man muss nur die Ohren offen halten. Nicht Schweigen ist Gold, sondern Zuhören.

      Und mach dir keine Sorgen. Nicht die Alten werden deine Rente „auffressen“. Und deren Abwesenheit wird den Klimawandel nicht umkehren. Für beides bist du zuständig. Verneige dich vor denen, drehe dich um und meistere das Leben noch besser als sie. Mach sie stolz, damit sie irgendwann in Frieden gehen können. Wenn ein Virus deine Probleme löst, dann ist die Lösung krank.

      Und wenn du dir Sorgen um deine Rente und deine Krankenversicherungsbeiträge machst, denke lieber an die Millionen meist männlichen, kulturfremden Migranten mit der zweifelhaften Eignung, sich in einer christlichen, liberalen, hochmechanisierten und digitalisierten, postindustriellen Gesellschaft zurechtzufinden oder gar einen positiven Beitrag zu leisten.

      An alle Alten: bleibt gesund, passt auf euch auf. Und auch auf uns.
      An alle Jungen: reißt euch zusammen. Wer das Problem in der Vergangenheit sucht, übersieht die Lösung in der Gegenwart.

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        Andreas.M.

        7. März 2020 11:39 at 11:39

        @Petkov,
        Danke für deine Antwort an Brettonwood.
        Mir hat es nämlich die Sprache verschlagen.

        • Avatar

          Stina

          8. März 2020 00:28 at 00:28

          @Andreas M.
          Bei Petkov und diesem Thema sollte man vorsichtig sein, am Ende verschlägt es einem die Sprache noch viel mehr. Schau einfach weiter unten 🤮

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        #wirJungenehrenOmaforFuture

        7. März 2020 18:22 at 18:22

        Christlich dem Papier nach. Liberal nach Lippenbekenntnissen. Hochmechanisiert ok. Digitalisiert im hinteren Drittel weltweit. Ein prinzipiell schöner Kommentar mit einem dummen Absatz, der alles konterkariert und unglaubwürdig macht.

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          Petkov

          7. März 2020 21:08 at 21:08

          Genau dieser Absatz macht ihn glaubwürdig, weil ich NICHT sage: Hey, Zeitgenosse Brettonwood, deine Sorgen sind dumm oder falsch oder machen dich zu einem Monster etc…
          Denn klar ist unsere Rente nicht sicher, klar wird die Steuerlast zwangsläufig weiter steigen müssen… Aber dafür die Alten, die den heutigen Wohlstand mitgestaltet haben, „loswerden“ zu wollen, gehört sich nicht.

          Natürlich tragen die Migranten aus Afrika und Nahost auch keine Schuld daran. Aber der entsetzlich dumme „Migrationsplan“, den die heuchlerische Politik ausgeheckt hat, passt nicht zu den genannten Rahmenbedingungen, wird gnadenlos scheitern und die Ängste von Brettonwood & Co. noch mehr verstärken. Und spätestens dann zurecht. Und hier anzusetzen wäre viel sinnvoller und fairer als bei den „Alten“.

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      Lossless

      7. März 2020 13:55 at 13:55

      @Brettonwood

      Ihre Worte sind unverschämt und gehören auf das schärfste kritisiert. Meine Güte, wie leichtfertig Sie hier über Menschen urteilen die den Wohlstand in diesem Land erwirtschaftet haben. Mit Fleiß, Mühe und Entbehrungen.

      Unsere Aufgabe ist es, diese Menschen zu beschützen und ihr Geleistetes zu behüten. Mit Verlaub, ich bitte Sie, Ihren Text noch einmal zu überdenken!

      In diesem Sinne,

      Lossless

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      leftutti

      7. März 2020 14:08 at 14:08

      Der Zynismus von Brettonwood ist völlig daneben und erinnert ein wenig an den Film „Soylent Green“, der im Jahr 2022 spielt, also in nicht allzu ferner Zukunft. Mögliche Folgen exzessiver Nutzung endlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung und Überbevölkerung werden in einem Zukunftsszenario thematisiert. Es ist das radikale Bild des sich selbst verzehrenden Wahnsinns kapitalistischer Produktionsweise. Die notwendigen Folgen der Verdinglichung von „Menschenmaterial“ bis hin zur Selbst-Vernichtung(Wikipedia).

      Das Problem von den Alten in Richtung von Migranten zu verlagern, macht die Sache dabei keinen Deut besser, da auch hier nur Schuldzuweisungen innerhalb verschiedener Gesellschaftsgruppen gesucht und verlagert werden. Doch liegen die Ursachen der genannten Probleme, die Wurzeln alles Übels nicht vielmehr in den übergeordneten Strukturen, im jahrzehntelangen völligen Versagen von Politik, Wirtschaft und Notenbanken? Und in der rigorosen und skrupellosen Ausbeutung des Planeten und großen Teilen der Weltbevölkerung zugunsten einiger Weniger, im Streben nach verantwortungsloser Gewinnmaximierung zu jedem Preis? In einem fehlgeleiteten Bildungs- und Wertesystem, welches erst den Boden für ein derart schräges Denken bereitet?

      So wie SUVs und ungebremste Reiselust den Klimawandel nicht stoppen werden, sind Nullzinsen und Geldfluten gleichermaßen für weltbeherrschende Konzerngiganten, als auch für nutzlose und unproduktive Zombiefirmen ein denkbar ungeeignetes Mittel zur Förderung der Altersvorsorge. So wie exzessiver Konsumwahn von Billigstgütern, Geiz-ist-Geil-Mentalität und Wegwerfgesellschaften nicht zur Lösung von Umweltproblemen und Vermeidung von Plastik-Kontinenten beitragen, sind unverschämt überteuerte Medikamente, Luftverschmutzung, Fast-Food und Zivilisationskrankheiten wenig förderlich zur Eindämmung der Gesundheitskosten (die gesellschaftlichen Kosten, die alleine nur durch die negativen Auswirkungen des Verkehrs auf die menschliche Gesundheit verursacht werden, summieren sich in Deutschland laut ICCT-Berechnungen auf etwa 100 Milliarden Euro).

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        Petkov

        7. März 2020 17:31 at 17:31

        Leftutti, Ich gebe den Migranten keine Schuld für gar nichts, ich kenne ihre Lage wesentlich besser als die meisten Einheimischen und kann deswegen gut einschätzen, wie groß ihre Chancen in der aktuellen Gesellschaft, mit der aktuellen Politik in der aktuellen Entwicklungsstufe der Industrie, mit den aktuellen Strukturen des Sozialstaates etc. sind. Dazu kommen noch Faktoren wie momentane Bevölkerungsdichte und Wohnraumsituation, Bildungsstand der Migranten, aktuelle Bildungsqualität in Deutschland (oje, oje), Vereinbarkeit der (religiösen und sozialen) Weltanschauungen, die deutsche „Integrationskraft“ und Vorstellungen von Integration usw. Und das Allerwichtigste: die schiere Anzahl, die eine kritische Grenze schon lange überschritten hat.

        Fazit: sieht nicht gut aus und zwar für beide Seiten. Natürlich trägt die Politik daran die Hauptschuld, aber aus der Richtung ist keine Hoffnung in Sicht, vielmehr wird es zunehmend schlimmer.

        Die Leidtragenden werden im Grunde alle sein und mit zunehmenden Problemen werden Meinungen und Einstellungen wie von Brettonwood Hochkonjunktur haben und sich auf neue Zielgruppen übertragen. Der Verstand kann Hunger, Angst und Wut nicht bremsen.

        Natürlich ist es unsere menschliche Pflicht zu helfen und zu beschützen. Aber die aktuelle „Strategie“ in Deutschland bietet leider keine Lösungen, sondern schafft neue Probleme – große und leider dauerhafte.

        • Avatar

          leftutti

          7. März 2020 20:51 at 20:51

          @Petkov, ich weiß schon lange und bewundere immer wieder, dass du den objektiven Überblick über Gesamt-Deutschland hast. Mehr als jeder Einheimische, mehr als jeder Migrant. Das Allwissen über Chancen, Entwicklungsstufen, Strukturen und gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Wenn nicht du, wer dann? Ich bedauere es sehr, solltest du dich wegen einer Randbemerkung, eines kleinen unkontrollierten gedanklichen Ausfluges, eines Nebensatzes, aufgrund eines vermutlichen Tippfehlers in einer gehetzten Zeit wie heute angesprochen fühlen: Und wenn du dir Sorgen um deine Rente und deine Krankenversicherungsbeiträge machst, denke lieber an die Millionen meist männlichen, kulturfremden Migranten mit der zweifelhaften Eignung…

          Der Verstand kann Hunger, Angst und Wut nicht bremsen. Noch nicht einmal dumme Kommentare in pseudo-wütendenden Gesellschaften kann er bremsen, denen Angst und Hunger völlig fremd sind. Zum Glück sehe ich gerade in der Kommentarhierarchie, dass meine Kritik Hand in Hand und lediglich ergänzend zu deiner an die Entgleisung von Brettonwood, dem neutralen Schweizer, gerichtet war.

          • Avatar

            Petkov

            7. März 2020 23:01 at 23:01

            In meiner Heimatgesellschaft ist aber weder Hunger noch Angst fremd, Lefttutti, mein linksrum Löcher bohrender Freund. Auf Forschungsschiffen in netter Gesellschaft.
            Freut mich, dass du mich bewunderst. Kann dir nicht schaden.

          • Avatar

            Petkov

            7. März 2020 23:30 at 23:30

            Achso, der Brettonwood ist ein Schweizer? Danke, Lefttutti. Guter Hinweis. Hm, dann wundern mich seine Aussagen umso mehr.
            @Brettonwood: lass uns mal unbeschadet alt werden und dann rollen wir das Thema noch mal aus. 🙂 Fürs erste reicht’s aber jetzt, glaube ich.

            @Lefttutti: ich teile deine Einsichten nicht und finde, dass sie überholt sind. Aber ich weiß, dass sie Teil der gesunden Vielfalt sind, die jede Gesellschaft zum gesicherten Fortbestand braucht.

            Von da her: nichts für Ungut und… Bleib gesund. Und alle anderen bitte auch.

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    Quintus

    6. März 2020 10:36 at 10:36

    Lebensmittelvorräte anlegen?
    Bei uns werden Tütensuppen und Klopapier gekauft als gäbe es kein Morgen mehr….

    „Ist der Verstand erst mal im Arsch, braucht’s umso mehr Klopapier“……mehr fällt mir dazu nicht mehr ein…

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    Lausi

    6. März 2020 15:03 at 15:03

    „I am so hot“ hat in Zeiten des Corona-Virus ja eine ganz andere Bedeutung bekommen!

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    md

    7. März 2020 18:50 at 18:50

    wenn ich mir die meinungen und ansichten der vorredner durchlese merke ich wie sich konisch alles zuspitzt. am ende haben wir das gleiche resultat wie vor 60-70 jahren. die langsame entstehung einer neuen spezies von nationalsozialisten werden dann auf der suche nach schuldigen oder überflüssigen mensxhen auf der welt jagd machen. alle alten oder migranten sind unerwünscht und werden mit einem symbol markiert usw usw.
    nein nein, wir dürfen uns nicht verrückt machen. wir dürfen nicht zu monster mutieren und lebende schuldige menschen suchen. wir müssen klaren kopf behalten. dieses thema der überbevölkerung unserer erde hatten wir sxhon paarmal hier diskutiert.
    die überbevölkerung, der industrielle fortschritt, der entwicklungsfortschritt usw ist doch im instinkt jedes einzelnen menschen für ein besseres, gesünderes, usw. leben in seinen genen.
    das solch eine situation auf die erde irgendwann zukommen musste war doch bestimmt jedem klar.
    die frage aller fragen ist was tun. wäre es nicht sinnvoller wie die chinesen eine 1 kind politik für die nächsten zb 50 jahre. oder jedem mann und jeder frau ohne kind, welche sich kastrieren lässt bekommt von einem weltfond einen betrag x zum guten leben. ich meine gerade in solchen ländern wie indien oder china welche zusammen ca 3 milliarden ca ~40% der weltbevölkerung beherbergen, würden mensxhen diesen deal eingehen. somit hätte man auch kein schlechtes gewissen.

    gerade diese 2 länder sind in der pflicht etwas zu tun. der rest der welt ist eher in einer gesunden einwohnerzahlstruktur. und wir deutsche sxhon mal garnicht weil wir mit unserer allwissenden aufklärung alles dafür tun um weniger kinder zu bekommen. :)

    das wichtigste – damit wir nicht zu monster werden ist gottesfurcht. also der glaube an gott ist für ein gesundes denken das wichtigste.

    gott stehe uns bei.
    vg md
    und noch etwas:
    ich habe gelesen das die strucktur der natinalsozialisten aus 80% sozialisten und 20% nationalisten bestand.
    macht die aktuelle entwicklung in unserem land nicht nachdenklich. zb. ramelow stimmt für afd vize ? was geht ab in germany

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      Petkov

      7. März 2020 20:27 at 20:27

      Hallo MD, finde Ihren Kommentar ausgesprochen gut und zielführend. Wir teilen mehrere Ansichten. Darf ich Sie bitte auf meine Antwort an Lefttutti aufmerksam machen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass ich Jagd auf Migranten mache.

      Ich behaupte lediglich, dass die deutsche Politik aus eigennützigem Populismus diesen Millionen Migranten und auch der eigenen Bevölkerung Hoffnungen und Versprechungen macht, die niemals eingehalten werden können. Dies wird zwangsläufig zu großen Enttäuschungswellen für alle Seiten führen. Im ersten Schritt nur. Im zweiten zu Wut, Aggression, schlimmer Gewalt. Siehe Frankreich u. ä.

      Da ich nicht an die Fähigkeit der deutschen Politik glaube, funktionierende Strukturen für eine erfolgreiche Integration zu schaffen, halte ich tatsächlich eine Einschränkung der Migration für erforderlich, um zukünftige Verwerfungen und Leiden für Migranten und Einheimische einzudämmen.
      Denn Sie haben Recht! Wenn die Traumwelt der heutigen „sozialisten“ und pseudo-Grünen zusammenbricht, werden sie nicht weniger gefährlich als die Nazis sein. Oder eben an einem Strang ziehen.

      Die Vorboten dieses Bebens sind heute schon zu spüren. Seit der ersten Flüchtlingskrise ist das Leben sogar für die „alten“ Migranten schwieriger geworden. Insbesondere für diejenigen, die man rein optisch regional zuordnen kann. Durch die Sensibilisierung und Überstrapazierung ist die Solidarität in der Gesellschaft eindeutig nicht größer geworden. Wenn überhaupt, dann nur in den heuchlerischen Lippenbekenntnissen der Linkspopulisten und in den Medien.

      Aber sowas hilft Ihnen und mir nicht. Wir leben mitten in der Gesellschaft und werden mit der Realität konfrontiert. Und die ist zunehmend besorgniserregend.

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        Michael

        7. März 2020 23:16 at 23:16

        @Petkov: Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Sie Jagd auf Migranten machen. Und schon gar nicht auf junge grüne Klima- und Zukunftsbewahrer, den Verantwortlichen für die Zukunft, den Erben und Zuhörern von Weisheit und Werten durch die Ahnen.

        Und wenn du dir Sorgen um deine Rente und deine Krankenversicherungsbeiträge machst, denke lieber an die Millionen meist männlichen, kulturfremden Migranten mit der zweifelhaften Eignung, sich in einer christlichen, liberalen, hochmechanisierten und digitalisierten, postindustriellen Gesellschaft zurechtzufinden oder gar einen positiven Beitrag zu leisten … Wenn die Traumwelt der heutigen „sozialisten“ und pseudo-Grünen zusammenbricht, werden sie nicht weniger gefährlich als die Nazis sein.

        Die Nazis sind aber heute bereits Realität, morden, jagen und schreien offen in der Öffentlichkeit. Sie sitzen in politischen Gremien, im Bundestag, in Ländern und Gemeinden, in Bundeswehr und Polizei, sind schwer bewaffnet und teilweise bereits wieder „gesellschaftsfähig“. Das ist zunehmend besorgniserregend.

        • Avatar

          Petkov

          8. März 2020 09:59 at 09:59

          Das stimmt, Michi. Du bestätigst meine Worte: Dein Land hat sich bereits nach der 1. Flüchtlingskrise stark verändert. Deutschland ist offenbar gar nicht so offen wie in SPON, ARD, Feuerwerk des Grünsozialismus und ähnlichen Medien suggeriert wird.
          Diese Entwicklungen wird man leider nicht bekämpfen können. Es ist auch nichts Ungewöhnliches, ganz viele Länder sind so, wenn nicht die meisten. Leider!

          Aber genau deswegen sollte man diesen Menschen keine falschen Hoffnungen machen. Den allermeisten von denen kann man außerhalb Deutschlands besser, umfassender und nachhaltiger helfen. In Deutschland würde man bei dieser erdrückenden Anzahl an Hilfssuchenden und bei den aktuellen Aussichten für Wirtschaft, Wohn- und Arbeitsmarkt gewisse Entwicklungen und Reaktionen in Gang setzen, die schaurig für alle wären.
          Grüße

    • Avatar

      leftutti

      7. März 2020 21:26 at 21:26

      md, mein Spezi und guter Freund. Furcht und in erster Linie Gottesfurcht hat historisch betrachtet die Menschen erst zu Monstern gemacht. Angst frisst Seele auf, aber kennst du eigentlich den Unterschied von Furcht und Angst?

      Hast du nun Angst vor mordenden Neonazis, oder fürchtest du dich vor ihnen? Was sagt dein klarer Kopf dazu und zu folgender Überlegung? Kastrieren wir nur die Inder, Chinesen und evtl. auch Afrikaner oder auch alle Muslime von Afghanistan bis Bosnien-Herzegowina, dazu die Amis wegen sozialer Disfunktionalität und überbordener Machtverhältnisse?

      P.S. Ich habe gelesen, Erdogan erpresst Europa, weil er Geld für seine gottesfürchtigen Kriege zur Neu-Etablierung von Groß-Osmanien braucht. Was geht ab im gottesfürchtigen Türkenland? Gott stehe uns bei.

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        md

        8. März 2020 01:48 at 01:48

        @leftutti mein spezieller freund.
        du bist das sinnbild der linken ( grüne linke und teils spd ).
        sxhau @petkov und ich machen uns gedanken und posten unsere meinungen welche gesund und konstruktiv sind.
        du @leftutti spiegelst genau die grünen ab. seit 1998 sind wir ein land geworden das makro bzw am weltgeschehen komplett vorbeisxhrammt. nichts konstruktives auf die beine gestellt hat. wir haben 20 jahre lang die kirchen angegriffen, 20 jahre im bundestag wörterspielchen betrieben, ob jenes wort sexistisch ist oder nicht, ob negerküsse diskriminierend ist oder nicht, frauenquote hin oder her, uvm.

        schau anders erklärt, nehmen wir mal die posts von brettonwood, petkov’s deine und meine.
        deine leftutti passt wirklich zu der linken ecke, nichts gescheites keine ideen nur kritik an anderen. und ach ja der knaller vorschlag suv verbot für die menschen in der brd.
        wegen dieser unfähigen politik der grünen ( mit ihren medialen unterstützern ) hatt sich zwangsläufig die afd gegründet. dort finden sich jetzt unzufriedene menschen wie brettonwood (vermutung meinerseits).
        die gesunde mitte der konservativen wie petkov und ich es bin wurde immer kleiner dank der angriffe von links.

        je kleiner die gesunde mitte wird desto gefährlicher wird die situation in der brd.

        der putin, trump und erdo versuchen einen unnötigen krieg zu vermeiden mit unnötigen toten. und was haben wir für den weltfrieden getan ? – erdo erpresst europa ? wie meinst du das. weil er zu den syrern sagt ihr seit frei und dürft gehen wohin ihr wollt. :))) leftutti ich bitte dich.
        es hätte nicht soweit kommen müssen, da gebe ich dir recht.

        kastrierung: besser als ein krieg, oder ne pest auf die welt gesetzt.

        angst und furcht: da merkt man das du nicht gläubig bist. ein gläubiger mensch hat keine angst vor dem tod. geburt und tod gehören zusammen.

        vg md

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      Petkov

      7. März 2020 22:10 at 22:10

      @MD: ich glaube, Sie sind hier der erste Forist neben mir, der in einer Diskussion zu ähnlichen Themen die Bevölkerungsexplosion als Problemursprung nennt. Meistens kommt man mit kommunistischem Kauderwelsch wie: wir konsumieren zu viel, unsere Firmen sind zu gierig, unsere Politik ist von kapitalistischen Lobbyisten unterwandert usw.

      Andere zermartern sich die Köpfe, wie man bald 10 Milliarden Menschen ernähren soll… Enteignung,
      Entmündung, Veggie Days etc. lauten die typischen Lösungen. Jeder sucht nach ausgefallensten Lösungen, aber keiner traut sich, die Frage an sich zu hinterfragen… Warum 10? Wie wäre es mit 5? Aber bitte ohne Virus und auch ohne Jagden. Es geht auch anders. Ganz sicher!

      Ihren Lösungsvorschlag mit der Kastration finde ich ehrlich gesagt stark verbesserungswürdig und das aus vielen, vielen Gründen… Ein Beispiel: insbesondere in einem Land wie Indien wird das praktisch zu einem Kastrationszwang führen. Dort sterben Menschen, weil sie keinen Zugriff auf elementare Medikamente, Nahrungsmittel oder gar sauberes Wasser haben. Ein Fond als sichere Einnahmequelle? Sie verstehen mich… Es gibt eine Reihe mildere Ansätze und Anreize.

      China hat übrigens seit längerer Zeit die Ein-Kind-Politik aufgehoben. Ganz ohne demografische „Nebenwirkungen“ war sie auch nicht.

      Aber mir geht es um die generelle Identifikation der Überbevölkerung als originäre Problemursache. Wer dieses Thema angeht, kriegt meine Stimme und meine Spenden…

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        leftutti

        7. März 2020 22:52 at 22:52

        @Petkov, das Thema Bevölkerungsexplosion wurde bereits mehrfach von verschiedensten Seiten thematisiert. Dir gefallen weder „kommunistische“ Lösungsvorschläge wie Einschränkung, Sparen, Energie-Effizienz, gerechtere Verteilung von Ressourcen, noch Kastration und 1-Kind-Politik. Wie sehen deine globalen und wie immer genialen Lösungsvorschläge aus?

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          Petkov

          8. März 2020 10:47 at 10:47

          Das sind alles Vorschläge, die Symptome heilen und nicht im geringsten die Ursache.
          – Energieeffizienz: schreitet kontinuierlich voran.
          – Einschränkung und Sparsamkeit: da sind wir Osteuropäer euch im Westen erdrückend überlegen. Im Schnitt habt ihr überhaupt keine Ahnung, was Sparen oder gar Sparzwang bedeutet. Ihr mit euren Einfamilienhäuschen mit Gärtchen und Autos, die ihr nach 5 Jahren als „alt“ bezeichnet. Bei uns leben Ärzte, Ingenieure, Anwälte etc. in Plattenbauten. 20 Stockwerke hoch, 50 Stück nebeneinander, platz- und ressourceneffizient. Bei euch muss man sich dafür schämen… Jeder will sein Häuschen haben und im Garten auf gezüchtetem Gentechnik Rasen grillen.
          Kann man machen. Natürlich! Gerne! Aber hört auf mit dieser Heuchlerei.

          Und natürlich gibt es viele andere Völker, die noch sparsamer als wir in Osteuropa leben. Aber wir tun zumindest nicht so aufgesetzt moralisch überlegen wie in Deutschland. Das wäre lächerlich.

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          Tomasz

          8. März 2020 18:01 at 18:01

          Einschränkung, Sparen, Energie-Effizienz, gerechtere Verteilung von Ressource, wie hinterhältig, dass Sie das als kommunistische Lösungsvorschläge bezeichnen. Genau das gleiche bieten europäische Konservativen und Liberale ohne die Reichen erschießen zu wollen, ohne Gulag’s und ohne Demagogie.
          Ich hoffe es ist Ihnen nicht entgangen, was im Namen des Sozialismus im 20 Jahrhundert alles geschehen ist?
          In meinem Land hat Kommunismus mehr Menschenleben gefordert als Nationalsozialismus!
          In meinem Land sind kommunistische Symbole genau so verboten wie nationalsozialistische.
          Warum wohl?
          Kleine Erinnerungsstütze-der SOZIALISMUS des guten Blutes hat etwa 70 Millionen Menschenleben gefordert, SOZIALISMUS nach Karl Marx hat weltweit über 100 Millionen Menschenleben gefordert und wird noch in China und N.Korea welche fordern.
          Bemerkenswert finde ich, dass Menschen, die weder im Sozialismus noch im Kommunismus gelebt haben über diese schwadronieren.
          Ich kann Sie nicht Mal Ansatzweise ernstnehmen!
          Ich hoffe, es wird euch deutschen nicht gelingen erneut ein Unheil über europäischen Boden bringen.
          Kommt die sozialistische Seuche wieder, egal Nationalsozialismus oder nach Karl Marx bricht Europa auseinander.

          • Avatar

            Lausi

            9. März 2020 01:17 at 01:17

            Ich bin kein Freund von Diktaturen, die sich als Sozialismus/Kommunismus bezeichnen bzw. bezeichnet haben. Z.B. China: Für mich ist das kein Kommunismus mehr, was in diesem Land abgeht, sondern übelster Kapitalismus. Und was halten Sie z.B. von den skandinavischen Ländern? Die sind ja sehr sozial ausgerichtet – ist das auch übler Sozialismus?

            Und der Kapitalismus soll dagegen der reinste Segen sein? Immerhin hat er uns eine kaputte Umwelt und eine anrollende Klimakatastrophe beschert, sowie eine Vermögenskonzentration von schon fast perversen Ausmaß! Ich habe nichts gegen Marktwirtschaft und freien Wettbewerb, aber diese muss offensichtlich mit klaren Rahmenbedingungen und Regeln verbunden werden, ansonsten fährt so ein System gegen die Wand!

          • Avatar

            leftutti

            10. März 2020 01:41 at 01:41

            @Lausi, vielen Dank für deinen Kommentar, der endlich einmal klarstellt, dass sozial mit den Populismen (National)Sozialismus und Kommunismus so gar nichts am Hut hat. Deine Überlegungen zu Chinas Plan-Kapitalismus und dem Gegenentwurf skandinavischer Länder zeugen von Erfahrung, Reife und veritablem Einschätzungsvermögen.

            Sozial schließt die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren und sich einzufühlen mit ein. Aber es bedeutet auch, anderen zu helfen und eigene Interessen zurückzustellen. Zahlreiche Abschattierungen bestehen, so zum Beispiel, gegenüber Untergebenen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfsbereit, höflich, taktvoll und verantwortungsbewusst. Sozial zu sein, ist also nicht wirklich eine verwerfliche Eigenschaft, ganz im Gegenteil.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial

            @Thomasz, nicht ich, sondern Petkov bezeichnet die Lösungsvorschläge als kommunistisch. Ich habe ihn lediglich zitiert.

            Und glauben Sie mir:
            Auch ich hoffe, es wird euch deutschen nicht gelingen erneut ein Unheil über europäischen Boden bringen. Da hegen außer ein paar alternativen Spinnern für Deutschland zum Glück nur Wenige ernsthafte Interessen. Im Auge behalten muss man diese Irren allemal, wie uns die Ereignisse in jüngster Vergangenheit zeigen.

      • Avatar

        md

        8. März 2020 02:08 at 02:08

        @petkov, ich bin mit allem was du schreibst konform. ich lese deine postings gerne.
        meine posts sind nicht so lesenswert da die bildung fehlt. aber ich hoffe man kann sie im inhalt einigermaßen verstehen.
        vg md

    • Avatar

      Ahmad

      7. März 2020 22:34 at 22:34

      @md, du schreibst: „am ende haben wir das gleiche resultat wie vor 60-70 jahren. die langsame entstehung einer neuen spezies von nationalsozialisten“. Du redest von 1950 bis 1960. Ich bin noch zu jung, habe aber mal meine Eltern und Großeltern gefragt. Keiner weiß, was du meinst. Kannst du uns das genauer erläutern?

  9. Avatar

    md

    7. März 2020 21:47 at 21:47

    @leftutti,
    -die langsame entstehung einer neuen spezies von nationalsozialisten werden dann auf der suche nach schuldigen oder überflüssigen mensxhen auf der welt jagd machen.

    ich habe ein wort vergessen. es sollte heissen.
    -die langsame entstehung einer neuen spezies von grünnationalsozialisten.

    habe vor paar tagen einen interressantrn film im zdf gesehen. kann ich empfehlen.
    „was geschah am montag“ emofehlenswert.

    • Avatar

      Petkov

      7. März 2020 22:42 at 22:42

      👍 Aferim 🙂

      • Avatar

        Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah

        10. März 2020 02:35 at 02:35

        Populus iterum clamat.
        Turba valde gaudet.
        Et populus gaudet et plaudit 👏

    • Avatar

      leftutti

      8. März 2020 00:04 at 00:04

      @md, erst einmal war ich es, der als erster einen dystopischen Film mit Soylent Green ins Spiel gebracht hat. Also was soll mir deine moderne Version sagen, was nicht seit fast 50 Jahren bekannt, verfilmt und thematisiert ist?

      Zweitens frage ich mich echt besorgt, wie du das Attribut „grün“ in deiner Aufregung vergessen konntest? Unverzeihbar! Während Brettonwood die alten unproduktiven Säcke gedanklich souverän entsorgt, stocherst du völlig philanthropisch in deiner Suche nach überflüssigen und minderwertigen Babies und Menschenkindern in zwei Ländern. Und derweil versuchen diese perfiden und hinterfotzigen grünen Nazi-Kommunisten doch tatsächlich, die Ressourcen gerechter zu verteilen, zu retten und die „Kollateralschäden“ zu minimieren, um mehreren Generationen gleichzeitig eine Existenz zu gewährleisten.

      Pfui den Grün-Nazis auf ihrer Jagd nach überflüssigen mensxhen

  10. Avatar

    Eidgenoss

    8. März 2020 07:11 at 07:11

    @ Leftutti, 1. Finde ich die Aussagen des Brettonwood fürchterlich.
    2. Stimme ich der Meinung von@ Petkov voll zu.
    3.Dass sie diesen Typ als neutralen Schweizer bezeichnen finde ich für die Völkerverständigung nicht förderlich, wenn es so wäre würde ich mich schämen.
    Gemäss seiner Schreibweise u.früheren Aussagen ist er zugewandert u.hat anscheinend andere Ansichten
    betreff Zusammenleben u.bestätigt somit ,dass es schwierig ist andere Kulturen bei uns zu integrieren.
    Der Respekt gegenüber älteren Leuten wird da mit Füssen getreten.
    Eine Generation, die teilweise noch nie ein Flugzeug von innen gesehen hat, über 40Jahre Renten- u.Krankenvetsicherung bezahlt hat ,ein Leben lang gearbeitet hat,für die heutigen Probleme verantwortlich zu machen ist sehr,sehr dumm.Die im Luxus aufgewachsenen JUNGDUMMEN sollten mehr nachdenken bevor sie mit Schnellschüssen die heile Welt heranzaubern möchten.Die Corona Rezession
    mit vielen Arbeitslosen wird vielleicht Einigen das Gehirn durchlüften.
    Auch die ewigen Aussagen die Jungen müssten die Älteren finanziere ist nicht haltbar, können doch Viele ein hart erspartes Haus , Wohnung oder Grundstück von den Elter erben.

  11. Avatar

    Altbär

    8. März 2020 07:45 at 07:45

    @ Lossless, Auch diesen DURCHGEKNALLTEN „ Rentner-Entsorger „ haben sie richtig analysiert wie früher den DAX.. Es wäre schön wenn sie ihre todsicheren Aktienanalysen wieder mit uns teilen würden, oder sind sie so egoistisch u.möchten alleine reich werden ? ? Einige überptimistischen Anleger haben wegen ihren fehlenden Analysen ganze Vermögen ruiniert, hat der DAX doch schon bald 20% verloren.
    Noch lieber wären mir S&P Analysen, der DAX ist sehr unberechenbar.

  12. Avatar

    Lossless

    9. März 2020 13:28 at 13:28

    Lieber @Altbär,

    ich hege keinen Kroll gegenüber Brettonwood, nur seine (ich nehme an Brettonwood ist ein Er) Ausdrucksweise ist zu hinterfragen wenn nicht sogar zu verachten. Bin mir sicher, er würde seine Worte, heute mit etwas mehr Bedacht wählen.

    Sie sollten sich zurücklehnen und anschnallen! Aber wenn Sie mir Rückschlüsse auf Ihren Namen gestatten, bin ich mir sicher, Sie sind schon lange auf das vorbereitet, was kommen wird.

  13. Avatar

    Altbär

    9. März 2020 15:09 at 15:09

    @Lossless, Danke für die Antwort. Eine solche Denkweise ist absolut verächtlich u.nicht zu entschuldigen.
    Es würde mich freuen,wenn sie ihre Einschätzung des S&P 500 , mit Stützen u.s.w. bekanntgäben. Es ist interessant ,was die Amis hervorzaubern ,um ihre selbstgebastelte Blase langsam platzen zu lassen.
    Waren doch bis jetzt sämtliche Rettungsaktionen jeweils der Start zu neuen Hochs, können sie M.M.
    diesmal nur die Baisse verlangsamen.
    Corona könnte die Amis hart treffen, 50% der Leute haben wenig Geld u.Vieles in der Krankenversicherung ist ausgeschlossen, 10% haben keine Krankenkasse, zudem viele Teilzeitjobs, d.h. Viele würden erst im Notfall zum Arzt gehen u.somit die Verbreitung verstärken.
    Zum Glück hat fast jeder Ami eine Waffe im Haus um die Viren zu erschiessen.

    • Avatar

      Lossless

      9. März 2020 18:13 at 18:13

      Die Chose könnte schon vorbei sein, wenn das Tief bei 10434 hält. Ein Anstieg wäre jetzt nichts ungewöhnliches, nach solch einen Abverkauf. Jetzt wird gepumpt bis zur Besinnungslosigkeit.

      • Avatar

        Segler

        10. März 2020 16:29 at 16:29

        Hallo Lossless,
        Ich freue mich, dass Du zurück bist.
        Ja – gestern war shopping day – heute auch.

        Achtung: Heute Abend 18:30 auf Bewegung im Gold Futures achten. Die Commercials müssen heute ihre Positionen an die CFTC übermitteln.
        Danach haben sie drei Tage „Narrenfreiheit“ bis zur Veröffentlichung am Freitag abend um 21:30 Uhr.

        liebe Grüsse

  14. Avatar

    Kritisch on fire

    9. März 2020 16:07 at 16:07

    Sollte der hier veröffentlichte Bericht auch nur annähern stimmen ist all das was wir bisher gesehen haben nur Makulatur. Wenn man sich das so richtig bewußt macht wird einem Angst und Bang!
    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/98963-65-millionen-todesopfer-bei-corona/

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Indizes

Aktienmärkte: Kommt jetzt der furiose Start zur Jahresendrally?

Startet jetzt die Jahresendrally? Wir befinden uns in der Woche nach Thanksgiving, einer traditionell nicht so starken Phase der Aktienmärkte..

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Als vorsichtiger Anleger oder gar als Aktien-Bär bekommt man derzeit jede Menge Begründungen für die eigene Positionierung: Nicht nur aus Gründen der Sentiments, auch die jüngste Performance im November macht eine Korrektur der Aktienmärkte höchstwahrscheinlich. Ich habe aber schon im Mai drauf hingewiesen, dass es für das Coronajahr 2020 keine Modelle für die Volkswirte gibt und erst recht keine passenden historischen Vergleichsdaten. Deshalb wird man ständig überrascht, wenn man sich aus den vielen Datenbanken und den aktuellen Nachrichten einen Vorteil verspricht.

Aktienmärkte: 2020, das Jahr der Extreme

Hier nur ein paar Paramater dieses außergewöhnlichen Börsenjahres.

Es gab den schnellsten Bärenmarkt aller Zeiten, als es im Februar diesen Jahres in nur 16 Handelstagen in diese 20-Prozent-Korrektur ging. Für den zweitschnellsten Absturz muss man schon ins Jahr 1929 zurückblicken, in dem es aber 30 Börsentage bis zu dieser Börsenphase gedauert hat. An dritter Stelle das Jahr 1987 mit 38 Tagen bis ins „Bear Market Territory“ – drei ungewöhnliche Börsenjahre, zweifelsohne.

Dann der schnellste Bullenmarkt:

Es dauerte beim Dow Jones nur 193 Handelstage vom Rezessionstief am 23. März bis zu einem neuen Allzeithoch, der Durchschnitt aus den letzten Rezessionen liegt bei 1428 Tagen. Im Übrigen befinden sich alle vier großen Indizes in den USA bereits auf neuen Höchstständen. Wieso gehen Analysten her und vergleichen die aktuellen Kurs- und Parameterentwicklungen mit früheren Phasen?

Was sind die Gründe für ein derartiges und von keinem (in seiner Dimension) voraussehbares Jahr der Aktienmärkte? Natürlich in erster Linie das Auftreten einer weltweiten Pandemie, die im ersten Viertel des Jahres zeitweise vier Milliarden werktätige Menschen in die häusliche Quarantäne gezwungen hatte. Die Folge waren monetäre Rettungsaktionen von Regierungen und Notenbanken, für die es kein historisches Beispiel gibt. Die Zinsen liegen in vielen Staaten nahezu bei null, die Bewertungen der Aktienmärkte haben eine ganz andere Relation als in früheren Zeiten. Aber die Fabriken und Flugzeuge stehen noch, im Vergleich zu Kriegen oder Naturkatastrophen – und wenn es tatsächlich gelingen sollte, die Pandemie in den nächsten Quartalen einzudämmen?

Die Besonderheiten des Novembers 2020

In diesem Jahr trafen im vorletzten Monat des Jahres schon zwei extreme Ereignisse unmittelbar aufeinander: Das Unsicherheitsmomentum bei der US-Wahl, aufgrund der Besonderheit mit den Briefwahlstimmen, auch Covid-19 geschuldet. Dies führte zu einer gewaltigen Short Squeeze bei manchen Titeln, durch einzudeckende Leerverkäufe. Diese wurden am 9. November durch die Impfstoffmeldung potenziert, als man plötzlich mit einer baldigen Verfügbarkeit eines Impfstoffes in großem Stil rechnen konnte. Investoren, die sich sehr sicher sein konnten, dass es noch lange Zeit nichts werden sollte mit der Luftfahrt-, Hotel-, oder Reisebranche, mussten sich in Stunden umpositionieren – ein Game Changer, wie es in seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Was im Rückblick auf den großartigen November vergessen wird: Drei Viertel der Kursanstiege fanden schon bis zum 9. November statt, nach der Monatshälfte gab es weitere Umschichtung, aber die Aktienmärkte liefen nur noch seitwärts/aufwärts. Kein Abverkauf – könnte man dies nicht als Marktstärke interpretieren?

Jeder spricht vom Wundermonat November, aber wie ist der Blick auf drei Monate beim marktschweren S&P 500, der 75 Prozent der US-Marktkapitalisierung abdeckt?

September: minus 3,9 Prozent

Oktober: minus 2,8 Prozent

November: plus 10,9 Prozent

Was könnte die Jahresendrally ausbremsen?

Zum Beispiel 300 Milliarden Dollar Abflüsse aus globalen Investmentfonds bis zum Jahresende, etwa Mischfonds, die eine feste Allokation Aktien-Anleihen mit 60 zu 40 Prozent befolgen müssen. Richtig, aber was ist mit den reinen Aktienfonds, die ständig neue Zuflüsse, auch von regelmäßigen Sparplänen erhalten? Bei einer Welt-Marktkapitalisierung von 98 Billionen US-Dollar und zwei Notenbanksitzungen mit neuen Geldspritzen! 120 Milliarden Dollar monatlich durch die Fed sind zugesichert, dazu die Aufstockung von PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme), welches mit seinen 1,35 Billionen Euro durch die Europäische Zentralbank nochmals deutlich ausgeweitet werden soll. Ach, und nicht zu vergessen die Erweiterung des Volumens des laufenden Wertpapierkaufprogramms um 150 Milliarden auf 895 Milliarden Pfund durch die Bank of England.

Natürlich ist auch das Platzen der Spekulationswelle durch die hohen Call-Bestände ein ständiges kleines Damoklesschwert für die Aktienmärkte,  auch Verzögerungen im Zusammenhang mit der Impfstoffzulassung.

Letzteres ist die größte Achillesferse der derzeitigen Rally, die eigentlich in der letzten Oktoberwoche begonnen hat. Echte Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes, das würde zu heftigen Gewinnmitnahmen führen – die Jahresendrally wäre vermutlich abgesagt.

Einige sich widersprechende Daten

War in den letzten Tagen nicht überall die Rede davon, dass die Investoren voll investiert sind, mit teilweise über 100 Prozent gehebelt und dass die Cashquote sehr niedrige 4,1 Prozent betrage? Dass Insider sehr viel Aktien auf den Markt werfen würden? Klar mussten viele Fonds blitzschnell auf den Zug aufspringen, als es am 9. November den großen Game Changer mit der Impfstoffmeldung gab. Leerverkaufspositionen wurden in historischer Größenordnung aufgelöst und zurückgebliebene Aktien auch aus dem Energiesektor gekauft.

Und wieder schlug die Finanzmathematik zu, wie schon nach dem 2. Katastrophenquartal prognostiziert: Wenn ein Wert 50 Prozent oder mehr gefallen ist, können absurd wirkende Kursavancen folgen, ohne dass der Wert das Ausgangsniveau erreicht hat. Doch zurück zu den Aktienfonds und ihrem starken Engagement im November. Wenn man der Grafik von Goldman Sachs Glauben schenken kann, wären die Mittelzuflüsse nur der Anfang.

Klar geht die Übersicht nur bis zum 11. November, aber da waren 80 Prozent des Monatsanstiegs schon gelaufen.

Starten die Aktienmärkte jetzt eine Jahresendrally?

Meilensteine, oder das Spiel mit den großen Zahlen

Ein schönes Beispiel dafür, dass man bei Vergleichszahlen mit der Vergangenheit stets die logarithmische Darstellung wählen soll und nicht so sehr die lineare, ist die Entwicklung des Dow Jones im letzten Jahrhundert – Stichwort Dow 30.000.

Der altehrwürdige Index hatte im Dezember 1906 die 100-er-Marke erreicht und es brauchte 66 Jahre bis zum ersten Tausender, immerhin ein Anstieg von 900 Prozent. Bis zu den 2000 Punkten dauerte es dann 15 Jahre, ein Anstieg von 100 Prozent. Die 50 Prozent bis zu den 3000 schaffte man dann schon in vier Jahren, im April 1991.

Wie war es in der jüngeren Vergangenheit, zu Amtsbeginn von Donald Trump? Es ging in nur 42 Tagen von 19.000 auf 20.000 Punkte, was aber auch nur noch eines Anstiegs um 5,3 Prozent bedurfte. Dann ging es Schlag auf Schlag, bis der Zinsanstieg durch die Federal Reserve und der Kommunikationsgau von Jerome Powell im Dezember 2018 eine längere Pause einleitete. Von den im Januar 2018 erreichten 26.000 Punkten dauerte es doch ganze 372 Tage bis der nächste Tausender erklommen wurde. Aber auch die Pandemie konnte den weiteren Anstieg auf die runde Marke von 30.000 Punkten nur auf gut 10 Monate hinauszögern. Vom 15. Januar diesen Jahres bis zum 24. November, umgerechnet war es aber nur noch ein Plus von 3,4 Prozent.

Vorsicht also, vor all den großen Schlagzeilen, die so gerne die Medien bestimmen. Hier muss ich nochmals den 90-jährigen Investor Warren Buffett zitieren, der sich für die Gefahren der Aktienanlage rechtfertigen musste: „Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte, eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11497 Punkte.“

Wer vom Zusamnenbruch der Aktienmärkte fabuliert, träumt auch vom Ende der zugrundeliegenden Wirtschaft, mit allen Konsequenzen. Auch der Bitcoin wird da nichts retten können, denn wer soll dann noch die Kohlekraftwerke betreiben, die die Terrawatt- Stromleistung für die Kryptowährung liefern müssen?

Auch geht dann ganz rasch der Strom für die Sendemasten der börsennotierten Deutschen Telekom oder Vodafone zur Neige.

Fazit

Wir befinden uns in der Woche nach Thanksgiving, einer traditionell nicht so starken Phase der Aktienmärkte, was im Coronajahr 2020 aber nichts heißen muss. Welche saisonale Börsenregel ist in diesem Jahr überhaupt eingetroffen? Dennoch muss die Schwerkraft an den Aktienmärkten zum Zuge kommen, selbst in der stärksten Aufwärtsphase, selten gab es zehn steigende Börsentage in Folge. Welche Kräfte werden dann wirken im Monat Dezember: die von Gewinnmitnahmen oder durch Umschichtungszwänge oder aber die von sehr viel von Notenbankgeld-Stimuli unterstützte Konjunkturhoffnung für die zweite Hälfte des Jahres 2021? Ich rechne mit Letzterem, denn warum sollte ein Wal wie der größte Staatsfonds der Welt (Norwegens Statens Pensjonsfonds) seine Quoten groß verändern? Gegenüber dem Jahresende 2019 sind Indizes wie der S&P 500 derzeit gerade mal 12 Prozent gestiegen, der Dow Jones gute drei Prozent und der Dax liegt sogar noch im Minus.

Startet nach dem Rekord-November jetzt die Jahresendrally?

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Finanznews

Aktienmärkte: Rally – es ist genug für alle da! Videoausblick

Heute der Leitindex S&P 500 wieder auf dem Stand vom 09.11 nach der Pfizer-Meldung – aber die Euphorie ist seitdem noch größer geworden!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eigentlich ist ja der Montag für die Aktienmärkte der Tag für besonderen Optimismus (normalerweise Impfstoff-Optimismus) – aber der gestrige Montag konnte nicht liefern, vor allem die zuletzt so massiv gestiegenen Energie-Werte waren unter Druck. Nach den gestrigen eher leichtne Kursverlusten verschiebt man offenkundig den Montags-Optimismus einfach auf den Dienstag – Taktgeber heute sind Asiens starke Aktienmärkte nach guten Zahlen aus China. Auffallend ist: das Angstbarometer VIX steht nun genau dort, wo es vor dem Einbruch durch die Coronakrise war. Und der Leitindex S&P 500 steht jetzt da, wo er im Hoch nach der Pfizer/BioNTech-Meldung vom 09.November stand. Seit dem 09.November ist in diesem Sinne eigentlich nichts mehr passiert, aber die Euphorie ist gigantisch..

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Indizes

DAX daily: Freundliche Asien-Börsen lassen den Dax wieder steigen

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Was ein Hin und Her im Dax – gestern drückten die US-Börsen auf die Laune, in der Nacht ziehen die asiatischen Börsen die Kurse wieder hoch. Bereits im gestrigen Handel ging es wild Hin und Her. Zunächst beflügelten wie jeden Montag die Impfstoff-Hoffnungen den Dax, doch anschließend kam Gegenwind auf. Zum Wochenstart sah es gut aus für den deutschen Leitindex, dieser konnte das erste Mal seit September wieder über die Marke von 13.400 Punkten ansteigen. Mit einem Tageshoch bei 13.445 durfte der Dax sogar am September Hoch schnuppern, danach hat sich das Blatt jedoch gewendet. Auslöser für die Dax-Rally war erneut eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Der US-Pharmakonzern gab bekannt, dass man als erstes Unternehmen seinen Impfstoff in der EU beantragen will. Damit wurde die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung auch hierzulande weiter angetrieben.

Die US-Börsen haben sich diesmal aber nicht von der Impfstoff-Euphorie anstecken lassen. Während die US-Futures am Montagvormittag bereits Schwäche andeuteten, hat der Dax den Anstieg im Alleingang absolviert. Mit der Eröffnung der US-Börsen ist ihm schließlich die Puste ausgegangen. An der Wall Street setzten nämlich zum Ende eines sehr erfolgreichen Börsenmonats November deutliche Gewinnmitnahmen ein. Dem konnte sich der Dax auch nicht entziehen und gab seine Gewinne vollends wieder ab. Zum Handelsschluss musste der deutsche Leitindex letztendlich einen Verlust von 44 Punkten (-0,33%) verbuchen und schloss bei 13.291 Punkten. Unter dem Strich bleibt ein Kursgewinn von historisch einmaligen 15 % für den November. Für einen Schlusskurs über 13.300 hat es allerdings nicht gereicht. Aber starke Wirtschaftsdaten aus China und gut aufgelegte asiatische Börsen machen es für den Dax möglich das September-Hoch anzupeilen.

News und fundamentale Daten

Nachdem gestern bereits der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie (EMI) aus China für eine positive Überraschung sorgte, konnte auch der heute Morgen veröffentlichte HSBC Einkaufsmanagerindex die Erwartungen übertreffen. Dieser ist mit einem Wert von 54,9 um 1,4 Punkte höher als erwartet ausgefallen (Prognose 53,5; Vormonat 53,6). Von den guten Zahlen konnten auch die Börsen in China und Hongkong profitieren, die allesamt Gewinne verzeichnen. Um 9:55 Uhr folgen dann die deutschen EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe. Zudem erscheinen gleichzeitig die Daten zur Veränderung der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote für den November. Danach geht es mit den  Konjunkturdaten aus der Eurozone weiter. Um 10:00 sehen wir zuerst den EMI der Industrie, anschließend folgt um 11:00 Uhr der Verbraucherpreisindex. Die zahlreichen Daten aus Deutschland und der Eurozone könnten folglich Bewegung in den Dax bringen.

Außerdem werden am Nachmittag Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Den Auftakt machen die EMI-Daten um 15:45 Uhr sowie der ISM Einkaufsmanagerindex um 16:00 Uhr. Zeitgleich findet um 16:00 Uhr die Stellungnahme von Fed-Chef Powell vor dem Kongress statt. Sollte der Fed-Vorsitzende Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben, dann dürfte es zu Volatilität an den Märkten kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax im gestrigen nachbörslichen Handel Abgaben zu verzeichnen hatte, konnte er diese während der Asien-Rampe wieder zurückgewinnen. Im frühen Handel notiert der Leitindex nahe der 13.400. Darüber erstreckt sich eine breite Widerstandszone. Zuerst kommt das Nachthoch bei 13.423, danach folgt des gestrige Tageshoch bei 13.445 und zuletzt befindet sich das September-Hoch bei 13.460. Dieses Bollwerk muss der Dax überwinden, um den Anstieg fortzusetzen.  Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.530 und 13.600 ergeben. Mit dem Erreichen der 13.600 hätte der Dax die vorherige Seitwärtsrange nach oben abgearbeitet, dann wäre der Index

Ein Scheitern an dem Bollwerk könnte den Dax wieder unter die 13.300er Marke befördern. Zuvor könnte er aber an dem Unterstützungsbereich bei 13.340/320 Halt finden. Durchbricht der Dax auch diese Zone, dann folgen bei 13.256 und 13.235 weitere Unterstützungen. Ein Unterschreiten der Tiefs würde Abwärtspotenzial bis 13.140 freisetzen. Darunter bietet die Unterkante der vorherigen Range bei 13.020/004 weiteren Halt.

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Dax daily: Tagesausblick 01.12. - H1-Chart - asiatische Märkte unterstützen

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.551 – Pivot Punkt R2

13.434 – Pivot Punkt R1

13.330 – Pivot Punkt

13.213 – Pivot Punk.t S1

13.108 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.330 – vormals WS

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.423 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.530 – 261,8 % Extension

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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