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Das Coronavirus trifft Tesla an allen Fronten!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla - das Coronavirus wird zum Problem

Ich war immer davon überzeugt, dass Tesla in der nächsten großen Krise pleite gehen wird, sofern das Unternehmen nicht bis dahin gelernt haben sollte, dauerhaft profitabel zu arbeiten. Nun ist die nächste große Krise in Form des Coronavirus da und Tesla hat in den drei Jahren zuvor 862, 976 und 1.962 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. 2020 brach der perfekte Sturm los, den Tesla in der aktuellen Form nicht überleben kann.

Selbst ohne Konkurrenz aber mit vielen Subventionen verdiente Tesla kein Geld

Tesla konnte eine komplette Autogeneration lang Fahrzeuge der elektrischen Oberklasse ohne Konkurrenz verkaufen. Tesla konnte zweieinhalb Jahre lang Fahrzeuge der gehobenen elektrischen Mittelklasse ohne ernsthafte Konkurrenz verkaufen. Die meiste Zeit über gab es dabei in den USA üppige Steuergutschriften für jeden Tesla-Käufer und ebenso üppige Emissionsgutschriften, die Tesla verkaufen konnte. Dennoch gelang es Tesla in keinem einzigen Jahr, einen Gewinn zu erwirtschaften. Was Tesla jedoch hatte, war praktisch unbegrenzter Zugang zum Kapitalmarkt. Bei steigenden Kursen hatte das Unternehmen kein Problem, die eigenen Aktien in rauen Mengen unter’s Volk zu bringen. Zwischen 2010 und 2019 stieg die Zahl der ausgegebenen Aktien von 50 auf 177 Millionen – eine grandiose Verwässerung für langfristige Aktionäre.

Auch Kredit stand Tesla problemlos zur Verfügung, wenngleich der dafür aufzubringende Zinssatz schon immer deutlich höher war als bei anderen Autoherstellern. Am Ende hatte der Anleihemarkt stets deutlich stärker im Blick, welche Risiken Tesla für Anleger darstellt. All das hat sich 2020 geändert. Die Steuergutschrift in den USA lief für Tesla aus, während bis auf General Motors alle anderen Konkurrenten ihren Kunden weiterhin diesen vom Staat finanzierten Preisnachlass bieten können. Die Nachfrage nach Emissionsgutschriften sinkt in den USA, weil nun fast alle anderen Autohersteller eigene Elektroautos anbieten, um die staatlichen Vorgaben auch ohne den Einkauf von Emissionsrechten zu erfüllen.

Die Konkurrenz bietet immer mehr eigene Elektroautos an

Was dafür dazu kam, war eine große Modelloffensive der Konkurrenz, die Tesla die Kundschaft abgräbt. Wer heute ein Elektroauto mit großer Reichweite fahren will, kann unter vielen Angeboten wählen und landet nicht mehr zwangsläufig bei Tesla. Gerade in Europa zwingen die CO2-Vorgaben die Hersteller dazu, Elektroautos in hoher sechs- oder gar siebenstelliger Stückzahl zu verkaufen. Die drohenden Strafzahlungen im Falle eines Verfehlens der CO2-Vorgaben sind dabei so hoch, dass die Hersteller ihre Elektroautos notfalls auch mit bis zu 18.000 Euro Verlust verkaufen können und es wäre immer noch billiger, als die Strafen an die EU zu zahlen. In Norwegen, dem Elektroauto-Musterland, sehen wir bereits heute, wie Teslas Marktanteil kollabiert. Nicht nur der Marktanteil, auch die Stückzahlen sacken in sich zusammen. Audi konnte vom e-tron im 1. Quartal 2020 mehr Exemplare absetzen, als Tesla Motors von allen eigenen Fahrzeugmodellen zusammen seit dem 1. Oktober 2019. In drei Monaten schaffte Audi mit einem relativ teuren Modell, was Tesla mit drei Modellen, von denen eines deutlich günstiger ist als der Audi, in sechs Monaten nicht schaffte. Und noch ist die große Auslieferwelle der klassischen Fahrzeughersteller noch gar nicht angerollt.

Was sich für Tesla seit einigen Wochen auch schlagartig änderte, ist der leichte Zugang zum Kapitalmarkt. Der schaltete von rosa Wunderland um auf Panikmodus. Was jetzt gefragt ist, ist Sicherheit und kein Hochrisiko-Investment. Sicherlich wird Tesla noch eine Kapitalerhöhung durchführen können. Die Frage ist nur, zu welchen Bedingungen. Der Erfahrung nach sind Anleger in Börsencrashs wenig geneigt, Kapitalerhöhungen zu Phantasiebewertungen mitzumachen. 2008 sammelte Lehman Brothers 10 Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein, während der Aktienkurs sich seit dem Hoch fünftelte. Kapital ist also auch im Crash bei Pleitekandidaten verfügbar, führt aber bei nachgebenden Kursen zu einer immer stärkeren Verwässerung. Immer mehr Aktien müssen ausgegeben werden, um die gleiche Summe zu erlösen. Damit schrumpft der Anteil von Altaktionären am Unternehmen, sofern sie nicht Geld nachschießen.

In einem halben Jahr dürfte das Geld bei Tesla knapp werden

Welche finanziellen Auswirkungen die Krise aktuell auf Tesla hat, ist noch nicht klar. Das volle Ausmaß dürfte erst im Juli feststehen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Eine erste Abschätzung erlaubt uns die Aussage des CEO von VW. VW verbrenne derzeit 2 Milliarden Euro pro Woche und der Konzern verkaufe außerhalb Chinas nichs mehr. Auch Tesla verkauft außerhalb Chinas kaum noch etwas. 2019 hatte VW Kosten pro Monat von 203,5 Milliarden Euro oder 3,9 Milliarden pro Woche. Die Kosten konnten also halbiert werden, während der Umsatz gleichzeitig praktisch verschwand.

Kann Tesla die Kosten auch halbieren, landen wir bei 200 Millionen US-Dollar pro Woche. Sofern die Wirtschaft nicht wieder hochgefahren wird, dürfte damit in knapp einem halben Jahr die Cashreserven erschöpft sein. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Ausgaben für den Bau einer Fabrik in Deutschland, für die Tesla sich noch keinerlei Finanzierung sicherte und für deren Produktionsoutput auch keine Nachfrage besteht.

Viel gravierender als der aktuelle Nachfrageeinbruch durch die Geschäftsschließungen, die nicht mehr mögliche Anmeldung von Fahrzeugen und die Unmöglichkeit der Auslieferung sind jedoch die mittelfristigen Folgen. In einer Wirtschaftskrise sinkt der Bedarf an teuren Luxusartikeln, wie sie selbst der günstigste Tesla noch immer darstellt. Der ist gut 30% teurer als der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland. Bei sinkender Nachfrage wird sich Tesla wachsender Konkurrenz ausgesetzt sehen, wenige Monate, nachdem man die eigenen Produktionskapazitäten um ein Drittel erhöhte und den Bau einer Fabrik zur weiteren Steigerung um 25% startete.

Wenn diese Krise endet, wird es Tesla wahrscheinlich immer noch geben. Doch die Aktien, die werden womöglich nichts mehr wert sein. Denn in der Restrukturierung ist das Eigenkapital, die Aktien, das erste, was dran glauben muss.

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    ollifred

    28. März 2020 17:18 at 17:18

    Ich denke Tesla wird versuchen zu Fusionieren. Allein sehe ich keine Überlebenschance auf 24 Monate gerechnet.
    Hoffentlich forsten sie vorher in Brandenburg den Wald wieder auf, sonst bleibt das wieder am Steuerzahler hängen. Danke Ihr Gerichtspappnasen.

    • Avatar

      Matze

      30. März 2020 02:25 at 02:25

      Wer den Unterschied zwischen einem echten Wald und einer Plantage mit Fichten-Monokultur nicht kennt, dem ist nicht zu helfen, immerhin war er wohl auch zu faul um zu recherchieren, dass diese witschaftlich genutzte Plantage, deren Sinn war abgeholzt und verkauft zu werden und dann auch noch im Vergleich schlechte Holzqualität hatte und bereits lange zum Roden für ein Gewerbegebiet ausgeschrieben war.

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    Karrenbauer Kenner

    28. März 2020 17:31 at 17:31

    Und nicht vergessen, die Konkurrenz hat weltweite Vertriebsnetze inkl.Reparatur u.Kundendienst, was sehr wichtig ist. Man hat gelesen dass Tesla in dieser Hinsicht ( Garantieabwicklung) ein schlechtes Image hat.
    Ich weiss wovon ich rede, ich habe 30Jahre technische Investitionsgüter verkauft. Ohne guten Kundendienst geht gar Nichts. Ansonsten teile ich die Meinung von Dirk Schuhmanns voll u.ganz. Man muss typischerweise Professor sein ( Dudenhöfer) um eine Tesla positiv zu sehen.

    • Avatar

      Oldman

      28. März 2020 20:20 at 20:20

      Lassen Sie such mal über die Garantie Abwicklung von VW aufklären. Oder solche netten Geschichten, wie die über das AGR brim Bulli und Kapitale Motorschäden bei 150tkm.
      Tesla gibt 8Jahre oder 190tkm Garantie auf den Powertrain. Wenn es da viel Probleme gäbe, dann hätten die wirklich eins.
      Ein Elektromotor ist halt wesentlich weniger komplex als ein Verbrenner.
      Tesla hat keine Inspektionensvorgaben.
      Kleine Mängel werden durch zertifizierte Bodyshops erledigt. Für anderes kommt der Ranger vorbei. Nur bei großen Sachen muss man zum Service-Center. Das ist ein ganz anderes Konzept, nicht. Zugegeben für jemanden, der Zeit hat und mit Kaffee gehätschelt werden möchte, ist das nix.
      Wenn ich überlege wieviel Zeit ich mit meinem Audi wegen Inspektion verloren habe. Hinbringen, warten Anmelden, beim Abholen auch wieder mit dem Taxi quer durch die Stadt und wieder warten.

      • Avatar

        Peter

        2. Mai 2020 18:20 at 18:20

        Teslas gibt es mit 3. Motor bei knapp über 100.000 km. Weiß nicht ob das so gut ist, selbst wenn Elektromotoren wartungsfrei sein sollen. Spricht noch viel weniger für Tesla.

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    Oldman

    28. März 2020 19:28 at 19:28

    Kann sein, kann nicht sein.
    Klar kurzfristig in der Krise kann man Tesla shorten, alle anderen Aktien aber auch. In der aktuellen Krise ist das eine Binse. Auch viele andere Aktien werden weniger Wert sein. Es stellt sich eher die Frage, wie Tesla im Vergleich performed.

    Hier ein paar Punkte die man gegen das im Artikel genannte Szenario spiegeln sollte:
    1. Tesla ist Elon Musks Steckenpferd. Er ist ca.23 Mrd. schwer. Ok, jetzt etwas weniger aber er würde wahrscheinlich bis zur Pleite da rein Buttern. Noch hat Tesla aber nich 8Mrd. Cash.
    2.Industrie im Wandel: Wenn sogar Sony es schafft, einen Prototypen mit den üblichen Zulieferern (ZF, Bisch etc ) zu bauen, dann sieht man wo die Reise hingeht. Das war eine Warnung!
    3. Wir haben in D immer noch nicht das Konzept der Plattform-Ökonomie verstanden. Ich verweise auf die negativen Artikel um Amazon damals. Sony weiss das auch.
    4. Tesla baut mehr als Autos. Sie haben mit den Superchargern eine Plattform, die seinesgleichen sucht.
    5 Egal, ob Elon Stuss erzählt oder öffentlich kifft. Irgendwie fliesst ihm trotzdem Geld zu. Der letzte ähnlich charismatische CEO war Steve Jobs.
    5. Tesla war schon mal Pleite. Was man nicht weiss, ist dass er damals bei den Gründern von Google in deren Bude auf der Couch geschlafen hat. Im Fall der Fälle würde Google einspringen.
    6.Tesla behält alles Wissen im Haus, eigene Akkus (OK, Partnerschaft mit Panasonic),der effiziente Powertrain aks Ganzes, eigene Software, sogar eigene Chips. Das mag später bei einem größeren Produktportfolio schlechter skalieren. In der aktuellen Krise ist das aber mit ein Grund für den relativ hohen Aktienkurs.
    7.Schon mal einen Tesla gefahren? Ich meine so im Alltag für eine Woche?
    Ist wie mit Nokia->iPhone damals. Die Leute hatten auch kein Verständnis was man mit so nem Ding ohne Tasten, dass man jeden Tag laden muss, will

    Klar kann das noch schief gehen. Das nennt sich kaufm. Risiko. Das in diesem Artikel gezeigte kleinkarierte Sicherheitsdenken zeigt nur auf, warum wir den USA in diesen Themen seit 30Jahren nachlaufen.
    Leute habt mal Mut! Wer nicht spielt kann auch nichts gewinnen.
    Grundsätzlich sollte man in der Krise sein Pulver trocken halten, egal bei welcher Aktie und dann bei guten Gelegenheiten zuschlagen.

  4. Avatar

    Oldman

    28. März 2020 20:04 at 20:04

    Sei froh, dass Tesla die erntereife Monokultur abgholzt hat. Das ist jetzt alles Klopapier.

  5. Avatar

    Brett

    28. März 2020 20:27 at 20:27

    Das sieht nach Einer Story für FahnenstangenSven aus. Fahnenstangen gehen hoch…und irgendwann wieder runter 😂😂

  6. Avatar

    Sven

    28. März 2020 22:22 at 22:22

    bin kein Professor , sondern Koch , aber Tesla wird weiter bestehen.
    Die Autos sind so gut , hatte vorher BMW , aber Tesla ist in der Entwicklung um mind. 4 Jahre den deutschen Autos voraus.
    Hab seit 2 Jahren ein Model S und bin superhappy damit.
    Wenn man sich das preis-Leistungsverhältnis anschaut hätte ich für das Geld einen nackten 911er bekommen der kaum Platz hat , viel Verbraucht und überhaupt kein Image mehr hat. Oder einen 7er bmw mit Technik von gestern.
    Und der audi E-tron hat gerade 250km reale Reichweite. Im Winter noch weniger.
    Ok , Verarbeitung ist bei den Deutschen einiges besser, aber die Spaltmaße interessieren mich nicht.
    Kurzum , ich bin glücklich mit dem Tesla und werde sicher bei der Marke bleiben.

    • Avatar

      Lausi

      29. März 2020 00:59 at 00:59

      Als Koch werden Sie bei Tesla den eingebauten Grill schätzen. Wird aber nur bei einem Crash aktiviert. ;-)

      • Avatar

        Oldman

        29. März 2020 10:08 at 10:08

        ***gähn***
        …und beim Verbrenner wird man flambiert.
        Nein, Tesla baut keine perfekten Autos.
        Darum geht es aber in dem Artikel nicht. Der Autor bemisst ein Unternehmen der Plattform-Ökonomie mit Parametern des alten deutschen Maschinenbau und Analysewerkzeuge aus dem letzten Jahrtausend gemischt mit Binsenweisheiten.
        Wobei hier und da scheinen in Nebensätzen auch prophetische Fähigkeiten durch. Wie z.B., dass kein Bedarf für Model Y aus Berlin besteht. Teslas leiden ja wohl eher nicht an mangelndem Kaufinteresse.

        Die Zahlen aus NO betreffen Audi finde ich auch interessant. Die Werke in Belgien standen wegen nicht lieferbarer Akkus schon vor Corona still. Wie kann man die höchsten Zulassungszahlen haben, ohne liefern zu können?
        Kurz, der Artikel baut ein Szenario, bei dem such viele Shorter vorher die Finger verbrannt haben.

  7. Avatar

    Martin

    29. März 2020 09:36 at 09:36

    Der Artikel ist sehr einseitig negativ zu tesla eingestellt. Tesla wird besser aus der Krise kommen als alle anderen, denn sie haben eben kein lästiges vertriebsnetz was nur kosten verursacht aktuell. Also mein VW händler um die Ecke hat geschlossen, die Website von tesla nimmt aber normal Bestellungen entgegen.. Die Produktion des Model Y ist 2020 schon verkauft, auch ohne grosse Subventionen.

    Am meisten Sorgen sollte man sich um Daimler und Co machen..

  8. Avatar

    Torsten

    29. März 2020 14:59 at 14:59

    Ich steige mit einer ersten Position bei 150 USD ein, eine zweite dann bei um 100 USD.

    Kursziel auf 2 Jahre 250 USD.

  9. Avatar

    Oldman

    29. März 2020 17:28 at 17:28

    150Usd wird nur passieren, wen Corona noch länger bleibt. Dann kann auch der DAX bei 5000 sein.
    Die Frage ist, ob die Leute dann nich Geld für Aktiengeschäfte haben.

  10. Avatar

    Torsten

    29. März 2020 19:26 at 19:26

    Corona bleibt in Deutschland noch mindestens bis Pfingsten, dann abgeschwächt mit Freigabe des öffentlichen Lebens bis Ende Sommer.

    Ab 4.5 oder 11.5 dürfen wieder Restaurants unter Auflagen öffnen, das ist der von mir favorisierte Termin.

    Wenn es schneller geht um so besser.

  11. Avatar

    Opazero

    30. März 2020 12:27 at 12:27

    Seit fünf Jahren fahre ich einen C – Zero und der hat gebraucht gekauft 11 Tausend € gekostet und fährt immer 100 km weit wenn er geparkt in der Garage lädt. Es wird noch dauern bis der konservative deutsche Autofahrer merkt, wie er von der deutschen Autmobilindustrie abgezockt wird.

  12. Avatar

    Adrian

    30. März 2020 12:43 at 12:43

    Tesla verfügt aktuell über ca. 8,3 Milliarden Dollar Cash. Gleichzeitig ist Tesla einer der wenigen Autohersteller, der in China bereits wieder produziert und pro Woche 3000 Einheiten fertigt.
    Ich kann verstehen, dass viele Shorter nichts lieber als eine Pleite Teslas herbeisehnen. Die meisten Kommentare belegen das. Aber die Aussagen dieses Artikels und einiger Kommentare sind kompletter Blödsinn und zeugen von ziemlichr Weltfremdheit. Die angeführte deusche Konkurrenz ist jämmerlich gescheitert und hat die vielgerühmte deutsche Ingenieurskunst hoffnungslos blamiert.
    Weder in Effizienz, noch in Reichweite und schon gar nicht bei Fahrleistungen und Preis ist bisher ein echter Konkurrent in Sicht. Die große Hoffnung ID3, staut sich auf Abstell- und Flugplätzen, weil VW die Software nicht hinbekommt. Wobei VW wenigstens als einziger Hersteller versucht, softwaremäßig ein kleinwenig an Tesla aufzuschließen, die anderen haben da scheinbar vollends aufgegeben. OverTheAir-Updates werden bei Daimler und BMW wohl noch Jahre auf sich warten lassen, falls deren Niedergang überhaupt noch soviel Zeit zulässt.
    Wenn man mal die gewohnte, deutsche Arroganz beiseite legt, und man sich die Entwicklung der Aktienkurse von BMW und Daimler objektiv anschaut, erkennt man schnell, wer wen übernehmen könnte oder fusioniert.
    Ich kann nur raten, endlich die Realität anzuerkennen, sonst wird es für Viele in einem finanziellen Debakel enden.

    • Avatar

      Torsten

      30. März 2020 15:25 at 15:25

      Kaufen Chinesen auch die 3000 Einheiten pro Woche?

  13. Avatar

    Torsten

    31. März 2020 20:13 at 20:13

    Was man bei Tesla noch beachten muss. Wenn Tesla über 100 Mio Usd Börsenwert hat über 6 Monate dann bekommt Elon Musk 345 Mio Boni.
    Aktuell sind es 98 Mio Usd. Vielleicht hat er „ Freunde“ die ihm den Gefallen ttun Tesla Aktien zu kaufen um den Bonus zu sichern.

    Man merkt zur Zeit wie die Aktie bei 500 gestützt wird, 550 Usd wäre das Ziel für die Boni-Schwelle.

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Die Illusion der Börse – Eine Geschichte von Magiern und Notenbanken

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Die Illusion der Börse: Beginnen möchte ich mit einem Zitat von Kostolany – „Mit etwas Zynismus kann man behaupten, dass das ganze kapitalistische System eine Illusion, vielleicht sogar ein Schwindel ist, aber eben ein gut gemachter. Hoffen wir das er noch lange besteht.“

Der Magier und die Notenbank

Als ein passendes Beispiel dient ein Magier. Jeder weiß, dass es alles nur Illusionen sind. Aber sobald ein Magier die Bühne betritt und seine Zaubertricks aufführt, sind wir fasziniert. Jeder Moment ist voller Spannung und Aufregung. Die Börse ist für mich das Gleiche. Sie ist die größte Bühne der Welt, jeden Tag eine neue Show, jeden Tag ist es aufregend. Und wir können alle daran teilhaben. Mit einer Vielzahl an Instrumenten können wir handeln und dabei Gewinne erzielen. Aber letztendlich ist sie zu einer Illusion geworden. Seitdem der Markt nicht mehr seinem natürlichen Verhalten folgen darf und die Manipulation ausartet, übernimmt die Illusion die Oberhand und die Notenbanken haben die Rolle des Magiers übernommen.

Die Entwicklung und Auswirkung

Seit der Finanzkrise von 2008 (hier gut erklärt) hat sich die Börse mehr und mehr von der Realwirtschaft abgekoppelt. Bewertungen und Gewinnerwartungen der Unternehmen rücken mittlerweile immer weiter in den Hintergrund. Heutzutage schaut man nur noch gespannt auf das was die Notenbanken tun – es wird sogar darauf gewettet, welche Maßnahmen als nächstes Folgen. Natürlich darf man nicht abstreiten, dass Liquidität immer schon eine große Rolle an der Börse gespielt hat. Nur ist es inzwischen so, dass es nicht mehr ohne geht.

Unser Finanzsystem basiert auf dem Grundsatz „Höher, Schneller und Weiter“ (hier der jüngste Beweis für das Eigenleben der EZB). Wenn man rational denkt, muss man feststellen, dass dieses System auf Dauer nicht funktionieren kann. Aber um es nicht scheitern zu lassen, hat man sich vor langer Zeit überlegt einer Orgnisation außerhalb der Regierung – der Notenbank – die Macht und das Recht zu geben, Geld aus dem NICHTS zu drucken. Um das System aufrecht zu erhalten, bedarf es jetzt aber immer mehr umfangreichere Maßnahmen. Es reicht nicht mehr Zinsen zu senken – inzwischen haben wir Negativzinsen. Es reicht auch nicht mehr Stimulus durch QE-Programme zu erzeugen, sondern es bedarf Geldflutungen, die ihresgleichen suchen.

Jede kleine Korrektur an der Börse oder Wirtschaftskrise wird in einer Geldflut ertränkt. Die Schulden wachsen exponentiell. Seien Sie versichert, diese Schulden werden niemals zurückgezahlt. Allein in den letzten 20 Jahren hat sich die weltweite Verschuldung verdreifacht. Auch wenn wir das Geld gerne zurückzahlen würden, wo soll es herkommen? Um das zu tun benötigt man Wachstumsraten, die in der jetzigen Situation gar nicht machbar sind. Zwischen 2010 und 2019 musste für einen Dollar globalen Wachstums 2,5 Dollar an Schulden aufgewendet werden. Das kann nicht nachhaltig sein und ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt.

Fazit

The FED bails out everything – but who is gonna bail out the FED at the end? – Die Notenbanken retten alles – die globale Wirtschaft, die Börse und die Zombieunternehmen – aber wer rettet am Ende die Notenbanken? Die Macht der Notenbanken ist unendlich. Solange das Vertrauen in Sie und in das Fiat-Geld vorhanden ist, solange kann dieses System funktionieren. Ich hoffe Ihnen ist bewusst, dass das Geld was sie in den Händen halten, weniger Wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt ist. Sollte dieses Vertrauen irgendwann weichen – aus welchem Grund auch immer – dann kommt es zum Platzen der Blase. Aber bis dahin sollten wir die großartigen Möglichkeiten, die uns die Börse bietet, auch nutzen. Um auf unser Beispiel der Magier zurückzukommen: die Börse bleibt faszinierend, spannend und aussichtsreich, indem wir an die Illusion glauben. Also lasst uns alle GLAUBEN – solange es noch möglich ist!

Illusion der Börse - Geschichte von Magiern und Notenbanken

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Luftfahrtbranche: Der große Absturz nach der Coronakrise

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Es ist nachvollziehbar. Nach dem Ende der Coronakrise wird die Luftfahrtbranche nicht “mal eben so” zurückkehren auf die vorigen Auslastungsniveaus. Wer hat schon Lust in den Strandurlaub mit Maske zu fliegen, im Hotelrestaurant und am Strand mit Maske rumzulaufen? Und derzeit zeigt sich auch: Jede Menge Business Meetings sind in der Coronakrise zwangsweise über Videokonferenzen gelaufen. Und viele Unternehmen werden sich jetzt fragen: Warum überhaupt noch so viele Flüge und Hotelbuchungen? Das kostet enorm viel Geld. Die Videoschalten haben doch auch funktioniert. Außerdem werden sich weltweit wohl hunderte Millionen Menschen, die noch bis Februar zahlungskräftige Urlauber waren, dank Kurzarbeit (alleine 10 Millionen Anträge nur in Deutschland) und Arbeitslosigkeit auf absehbare Zeit keine Urlaubsreise mehr leisten können. Die Luftfahrtbranche wird, das sagt also schon der gesunde Menschenverstand, ihre Kapazitäten stark reduzieren müssen.

Luftfahrtbranche wird nachhaltig beeinträchtigt sein

Das gilt für Maschinen wie auch für die Menschen. Und die Luftfahrtbranche besteht ja nicht nur aus Airlines, sondern ebenso aus Flughäfen, Flugzeugherstellern und der riesigen Zulieferindustrie. Wie stark die Coronakrise ins Fleisch schneidet, zeigt die aktuelle Veröffentlichung des Turbinenherstellers Rolls Royce. Wo vermutlich auf lange Zeit deutlich weniger Flugzeuge neu nachgefragt werden, und wo Airbus und Boeing wohl mitten in einem Storno-Tornado für bestehende Orders stecken dürften, da brauchen die Hersteller folgerichtig auch weniger Jet-Turbinen. So hat Rolls Royce jüngst verkündet 9.000 von 52.000 Stellen streichen zu wollen. Nicht nur die Stellenstreichungen, aber auch die sonstige Ausgabenkürzungen sollen zu jährlichen Einsparungen von 1,3 Milliarden Pfund führen, so der Hersteller.

Emirates

Emirates ist einer der Giganten, wenn es um transatlantische Flüge geht. Tja, könnte man meinen. Die Scheichs am Golf sind doch alle reich? Da kann der Herrscher von Dubai doch mal kurz ein paar Milliarden zur Stützung rüberschieben? Nein. Es ist kein Geheimnis, dass Dubai kräftig in der Krise steckt. Und der Herrscher von Dubai hat auch nicht wirklich ein prall gefülltes Bankkonto (Dubai vor der Pleite?), da das Emirat kein Öl mehr hat, und versucht vom Tourismus zu leben. Emirates muss also profitabel arbeiten oder es zumindest versuchen. Also müssen die Kosten drastisch gesenkt werden, da ja wie gesagt nicht zu erwarten ist, dass die alten Kapazitäten auch nur annähernd wieder ausgelastet werden.

Laut aktuellen Branchenberichten plant Emirates auch nach dem nun beginnenden Neustart der Flüge eine drastische Reduzierung der Flotte. Die A380 wird wohl zum Auslaufmodell werden – wer braucht jetzt nämlich noch so viel Kapazität für einen einzigen Flug? 115 Stück der A380 standen vor der Krise im Flottenregister von Emirates. Nach Informationen von aero.de sehen die Pläne von Emirates vor nur noch 69 Stück der A380-Flotte zu aktivieren. 40 Prozent der aktuellen Flotte würden dauerhaft am Boden bleiben. Andere Medien wie das Handelsblatt gehen davon aus, dass nur noch 20 der Flugzeuge der A380-Flotte wieder für Emirates fliegen werden. Angeblich soll der Stellenabbau bei Emirates sich in einer Größenordnung von 30.000 Jobs bewegen.

Lufthansa

Tja, und die Lufthansa? Seit Tagen wartet man nun auf eine offizielle Bestätigung, dass der deutsche Staat eine gigantische Milliardenspritze in die letzte übrig gebliebene große deutsche Airline pumpen wird. Wir hatten es schon thematisiert. Egal wie, der deutsche Staat wird die Lufthansa retten – schon aus Gründen der Staatsraison. Man will zumindest eine große bedeutende Airline haben, genau wie auch die Italiener, Franzosen und Briten. Gestern gab die Lufthansa per Ad Hoc-Mitteilung bekannt, dass man “fortgeschrittene Gespräche” mit der Bundesregierung bestätige. Es geht um 9 Milliarden Euro, davon 3 Milliarden aus KfW-Krediten.

Auch wird hier wohl der neu gegründete deutsche Staatsfonds (gespeist aus Steuergeldern) zum Einsatz kommen, womit wir alle Anteilseigner an der Lufthansa werden – das dürfte dann möglichen ausländischen Käufern eine Übernahme der Lufthansa zu einem Spottpreis erschweren, wenn der Bund als fetter Klumpen bereits mit im Boot sitzt. Auch die Lufthansa wird ihre Flotte schrumpfen. Laut Aero.de sollen von den 14 stillgelegten A380 bei der Lufthansa nur sieben Maschinen reaktiviert werden. Sie sollen nur noch von München aus fliegen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr gehe davon aus, dass die Lufthansa nächstes Jahr 300 Flugzeuge weniger nutzen werde als vor der Krise.

Norwegian

Der einstige Senkrechtstarter der Luftfahrtbranche “Norwegian”, bei dem man sich jahrelang immer wieder bewunderswert fragte, wo dieser Erfolg herkommt, war de facto durch die Coronakrise schon am Ende, nachdem man für mehrere Tochtergesellschaften Insolvenz anmelden musste. Aber diese Woche hat der norwegische Staat endgültig eine 3 Milliarden Kronen schwere Kreditgarantie gegeben. Auch hat Norwegian jetzt zwei neue Großaktionäre. Die vom chinesischen Staat kontrollierte “BOC Aviation” hält 12,67 Prozent der Firmenanteile, und die irische Leasinggesellschaft “AerCap Holdings” hält 15,9 Prozent – über Wandelanleihen hat man zudem weitere 7,2 Prozent erworben.

Und sonst?

Bei Airbus sind angeblich 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Bei Boeing hat es die letzten Monate nicht nur wegen der Coronakrise, sondern auch wegen dem Problem mit der 737 Max Stornos gehagelt! Vor einigen Tagen sprach der Boeing-Chef von einem Stellenabbau in der Größenordnung von 10 Prozent bis Ende des Jahres. Und dass weltweit an so ziemlich allen Flughäfen Arbeitsplätze gefährdet sind, versteht sich von selbst. Und Aktien aus der Luftfahrtbranche? Jetzt günstig einsteigen? Es könnte (nicht muss) passieren, dass man endet wie einst die T-Aktionäre. Jahrzehnte später hofft man immer noch, dass man seinen Kaufkurs irgendwann mal wieder sieht.

Luftfahrtbranche im Abwärtsstrudel - Flughafen Dubai vor der Coronakrise
Flughafen Dubai in den “guten alten Zeiten” vor der Coronakrise. Foto: Konstantin von Wedelstaedt – Gallery page http://www.airliners.net/photo//1204297/L Photo http://cdn-www.airliners.net/aviation-photos/photos/7/9/2/1204297.jpg GFDL 1.2

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – China im Fokus

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Markus Koch spricht im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. China steht heute im Fokus. Die Wirtschaftsprognose hat die KP in Peking heute ganz gestrichen, zum ersten mal seit 1990. Das sorgt für Unsicherheit. Auch Chinas Durchgreifen in Hongkong sorgt heute an den Aktienmärkten für Unsicherheit.

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