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Das Coronavirus trifft Tesla an allen Fronten!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla - das Coronavirus wird zum Problem

Ich war immer davon überzeugt, dass Tesla in der nächsten großen Krise pleite gehen wird, sofern das Unternehmen nicht bis dahin gelernt haben sollte, dauerhaft profitabel zu arbeiten. Nun ist die nächste große Krise in Form des Coronavirus da und Tesla hat in den drei Jahren zuvor 862, 976 und 1.962 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. 2020 brach der perfekte Sturm los, den Tesla in der aktuellen Form nicht überleben kann.

Selbst ohne Konkurrenz aber mit vielen Subventionen verdiente Tesla kein Geld

Tesla konnte eine komplette Autogeneration lang Fahrzeuge der elektrischen Oberklasse ohne Konkurrenz verkaufen. Tesla konnte zweieinhalb Jahre lang Fahrzeuge der gehobenen elektrischen Mittelklasse ohne ernsthafte Konkurrenz verkaufen. Die meiste Zeit über gab es dabei in den USA üppige Steuergutschriften für jeden Tesla-Käufer und ebenso üppige Emissionsgutschriften, die Tesla verkaufen konnte. Dennoch gelang es Tesla in keinem einzigen Jahr, einen Gewinn zu erwirtschaften. Was Tesla jedoch hatte, war praktisch unbegrenzter Zugang zum Kapitalmarkt. Bei steigenden Kursen hatte das Unternehmen kein Problem, die eigenen Aktien in rauen Mengen unter’s Volk zu bringen. Zwischen 2010 und 2019 stieg die Zahl der ausgegebenen Aktien von 50 auf 177 Millionen – eine grandiose Verwässerung für langfristige Aktionäre.

Auch Kredit stand Tesla problemlos zur Verfügung, wenngleich der dafür aufzubringende Zinssatz schon immer deutlich höher war als bei anderen Autoherstellern. Am Ende hatte der Anleihemarkt stets deutlich stärker im Blick, welche Risiken Tesla für Anleger darstellt. All das hat sich 2020 geändert. Die Steuergutschrift in den USA lief für Tesla aus, während bis auf General Motors alle anderen Konkurrenten ihren Kunden weiterhin diesen vom Staat finanzierten Preisnachlass bieten können. Die Nachfrage nach Emissionsgutschriften sinkt in den USA, weil nun fast alle anderen Autohersteller eigene Elektroautos anbieten, um die staatlichen Vorgaben auch ohne den Einkauf von Emissionsrechten zu erfüllen.

Die Konkurrenz bietet immer mehr eigene Elektroautos an

Was dafür dazu kam, war eine große Modelloffensive der Konkurrenz, die Tesla die Kundschaft abgräbt. Wer heute ein Elektroauto mit großer Reichweite fahren will, kann unter vielen Angeboten wählen und landet nicht mehr zwangsläufig bei Tesla. Gerade in Europa zwingen die CO2-Vorgaben die Hersteller dazu, Elektroautos in hoher sechs- oder gar siebenstelliger Stückzahl zu verkaufen. Die drohenden Strafzahlungen im Falle eines Verfehlens der CO2-Vorgaben sind dabei so hoch, dass die Hersteller ihre Elektroautos notfalls auch mit bis zu 18.000 Euro Verlust verkaufen können und es wäre immer noch billiger, als die Strafen an die EU zu zahlen. In Norwegen, dem Elektroauto-Musterland, sehen wir bereits heute, wie Teslas Marktanteil kollabiert. Nicht nur der Marktanteil, auch die Stückzahlen sacken in sich zusammen. Audi konnte vom e-tron im 1. Quartal 2020 mehr Exemplare absetzen, als Tesla Motors von allen eigenen Fahrzeugmodellen zusammen seit dem 1. Oktober 2019. In drei Monaten schaffte Audi mit einem relativ teuren Modell, was Tesla mit drei Modellen, von denen eines deutlich günstiger ist als der Audi, in sechs Monaten nicht schaffte. Und noch ist die große Auslieferwelle der klassischen Fahrzeughersteller noch gar nicht angerollt.

Was sich für Tesla seit einigen Wochen auch schlagartig änderte, ist der leichte Zugang zum Kapitalmarkt. Der schaltete von rosa Wunderland um auf Panikmodus. Was jetzt gefragt ist, ist Sicherheit und kein Hochrisiko-Investment. Sicherlich wird Tesla noch eine Kapitalerhöhung durchführen können. Die Frage ist nur, zu welchen Bedingungen. Der Erfahrung nach sind Anleger in Börsencrashs wenig geneigt, Kapitalerhöhungen zu Phantasiebewertungen mitzumachen. 2008 sammelte Lehman Brothers 10 Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein, während der Aktienkurs sich seit dem Hoch fünftelte. Kapital ist also auch im Crash bei Pleitekandidaten verfügbar, führt aber bei nachgebenden Kursen zu einer immer stärkeren Verwässerung. Immer mehr Aktien müssen ausgegeben werden, um die gleiche Summe zu erlösen. Damit schrumpft der Anteil von Altaktionären am Unternehmen, sofern sie nicht Geld nachschießen.

In einem halben Jahr dürfte das Geld bei Tesla knapp werden

Welche finanziellen Auswirkungen die Krise aktuell auf Tesla hat, ist noch nicht klar. Das volle Ausmaß dürfte erst im Juli feststehen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Eine erste Abschätzung erlaubt uns die Aussage des CEO von VW. VW verbrenne derzeit 2 Milliarden Euro pro Woche und der Konzern verkaufe außerhalb Chinas nichs mehr. Auch Tesla verkauft außerhalb Chinas kaum noch etwas. 2019 hatte VW Kosten pro Monat von 203,5 Milliarden Euro oder 3,9 Milliarden pro Woche. Die Kosten konnten also halbiert werden, während der Umsatz gleichzeitig praktisch verschwand.

Kann Tesla die Kosten auch halbieren, landen wir bei 200 Millionen US-Dollar pro Woche. Sofern die Wirtschaft nicht wieder hochgefahren wird, dürfte damit in knapp einem halben Jahr die Cashreserven erschöpft sein. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Ausgaben für den Bau einer Fabrik in Deutschland, für die Tesla sich noch keinerlei Finanzierung sicherte und für deren Produktionsoutput auch keine Nachfrage besteht.

Viel gravierender als der aktuelle Nachfrageeinbruch durch die Geschäftsschließungen, die nicht mehr mögliche Anmeldung von Fahrzeugen und die Unmöglichkeit der Auslieferung sind jedoch die mittelfristigen Folgen. In einer Wirtschaftskrise sinkt der Bedarf an teuren Luxusartikeln, wie sie selbst der günstigste Tesla noch immer darstellt. Der ist gut 30% teurer als der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland. Bei sinkender Nachfrage wird sich Tesla wachsender Konkurrenz ausgesetzt sehen, wenige Monate, nachdem man die eigenen Produktionskapazitäten um ein Drittel erhöhte und den Bau einer Fabrik zur weiteren Steigerung um 25% startete.

Wenn diese Krise endet, wird es Tesla wahrscheinlich immer noch geben. Doch die Aktien, die werden womöglich nichts mehr wert sein. Denn in der Restrukturierung ist das Eigenkapital, die Aktien, das erste, was dran glauben muss.

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    ollifred

    28. März 2020 17:18 at 17:18

    Ich denke Tesla wird versuchen zu Fusionieren. Allein sehe ich keine Überlebenschance auf 24 Monate gerechnet.
    Hoffentlich forsten sie vorher in Brandenburg den Wald wieder auf, sonst bleibt das wieder am Steuerzahler hängen. Danke Ihr Gerichtspappnasen.

    • Avatar

      Matze

      30. März 2020 02:25 at 02:25

      Wer den Unterschied zwischen einem echten Wald und einer Plantage mit Fichten-Monokultur nicht kennt, dem ist nicht zu helfen, immerhin war er wohl auch zu faul um zu recherchieren, dass diese witschaftlich genutzte Plantage, deren Sinn war abgeholzt und verkauft zu werden und dann auch noch im Vergleich schlechte Holzqualität hatte und bereits lange zum Roden für ein Gewerbegebiet ausgeschrieben war.

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    Karrenbauer Kenner

    28. März 2020 17:31 at 17:31

    Und nicht vergessen, die Konkurrenz hat weltweite Vertriebsnetze inkl.Reparatur u.Kundendienst, was sehr wichtig ist. Man hat gelesen dass Tesla in dieser Hinsicht ( Garantieabwicklung) ein schlechtes Image hat.
    Ich weiss wovon ich rede, ich habe 30Jahre technische Investitionsgüter verkauft. Ohne guten Kundendienst geht gar Nichts. Ansonsten teile ich die Meinung von Dirk Schuhmanns voll u.ganz. Man muss typischerweise Professor sein ( Dudenhöfer) um eine Tesla positiv zu sehen.

    • Avatar

      Oldman

      28. März 2020 20:20 at 20:20

      Lassen Sie such mal über die Garantie Abwicklung von VW aufklären. Oder solche netten Geschichten, wie die über das AGR brim Bulli und Kapitale Motorschäden bei 150tkm.
      Tesla gibt 8Jahre oder 190tkm Garantie auf den Powertrain. Wenn es da viel Probleme gäbe, dann hätten die wirklich eins.
      Ein Elektromotor ist halt wesentlich weniger komplex als ein Verbrenner.
      Tesla hat keine Inspektionensvorgaben.
      Kleine Mängel werden durch zertifizierte Bodyshops erledigt. Für anderes kommt der Ranger vorbei. Nur bei großen Sachen muss man zum Service-Center. Das ist ein ganz anderes Konzept, nicht. Zugegeben für jemanden, der Zeit hat und mit Kaffee gehätschelt werden möchte, ist das nix.
      Wenn ich überlege wieviel Zeit ich mit meinem Audi wegen Inspektion verloren habe. Hinbringen, warten Anmelden, beim Abholen auch wieder mit dem Taxi quer durch die Stadt und wieder warten.

      • Avatar

        Peter

        2. Mai 2020 18:20 at 18:20

        Teslas gibt es mit 3. Motor bei knapp über 100.000 km. Weiß nicht ob das so gut ist, selbst wenn Elektromotoren wartungsfrei sein sollen. Spricht noch viel weniger für Tesla.

  3. Avatar

    Oldman

    28. März 2020 19:28 at 19:28

    Kann sein, kann nicht sein.
    Klar kurzfristig in der Krise kann man Tesla shorten, alle anderen Aktien aber auch. In der aktuellen Krise ist das eine Binse. Auch viele andere Aktien werden weniger Wert sein. Es stellt sich eher die Frage, wie Tesla im Vergleich performed.

    Hier ein paar Punkte die man gegen das im Artikel genannte Szenario spiegeln sollte:
    1. Tesla ist Elon Musks Steckenpferd. Er ist ca.23 Mrd. schwer. Ok, jetzt etwas weniger aber er würde wahrscheinlich bis zur Pleite da rein Buttern. Noch hat Tesla aber nich 8Mrd. Cash.
    2.Industrie im Wandel: Wenn sogar Sony es schafft, einen Prototypen mit den üblichen Zulieferern (ZF, Bisch etc ) zu bauen, dann sieht man wo die Reise hingeht. Das war eine Warnung!
    3. Wir haben in D immer noch nicht das Konzept der Plattform-Ökonomie verstanden. Ich verweise auf die negativen Artikel um Amazon damals. Sony weiss das auch.
    4. Tesla baut mehr als Autos. Sie haben mit den Superchargern eine Plattform, die seinesgleichen sucht.
    5 Egal, ob Elon Stuss erzählt oder öffentlich kifft. Irgendwie fliesst ihm trotzdem Geld zu. Der letzte ähnlich charismatische CEO war Steve Jobs.
    5. Tesla war schon mal Pleite. Was man nicht weiss, ist dass er damals bei den Gründern von Google in deren Bude auf der Couch geschlafen hat. Im Fall der Fälle würde Google einspringen.
    6.Tesla behält alles Wissen im Haus, eigene Akkus (OK, Partnerschaft mit Panasonic),der effiziente Powertrain aks Ganzes, eigene Software, sogar eigene Chips. Das mag später bei einem größeren Produktportfolio schlechter skalieren. In der aktuellen Krise ist das aber mit ein Grund für den relativ hohen Aktienkurs.
    7.Schon mal einen Tesla gefahren? Ich meine so im Alltag für eine Woche?
    Ist wie mit Nokia->iPhone damals. Die Leute hatten auch kein Verständnis was man mit so nem Ding ohne Tasten, dass man jeden Tag laden muss, will

    Klar kann das noch schief gehen. Das nennt sich kaufm. Risiko. Das in diesem Artikel gezeigte kleinkarierte Sicherheitsdenken zeigt nur auf, warum wir den USA in diesen Themen seit 30Jahren nachlaufen.
    Leute habt mal Mut! Wer nicht spielt kann auch nichts gewinnen.
    Grundsätzlich sollte man in der Krise sein Pulver trocken halten, egal bei welcher Aktie und dann bei guten Gelegenheiten zuschlagen.

  4. Avatar

    Oldman

    28. März 2020 20:04 at 20:04

    Sei froh, dass Tesla die erntereife Monokultur abgholzt hat. Das ist jetzt alles Klopapier.

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    Brett

    28. März 2020 20:27 at 20:27

    Das sieht nach Einer Story für FahnenstangenSven aus. Fahnenstangen gehen hoch…und irgendwann wieder runter 😂😂

  6. Avatar

    Sven

    28. März 2020 22:22 at 22:22

    bin kein Professor , sondern Koch , aber Tesla wird weiter bestehen.
    Die Autos sind so gut , hatte vorher BMW , aber Tesla ist in der Entwicklung um mind. 4 Jahre den deutschen Autos voraus.
    Hab seit 2 Jahren ein Model S und bin superhappy damit.
    Wenn man sich das preis-Leistungsverhältnis anschaut hätte ich für das Geld einen nackten 911er bekommen der kaum Platz hat , viel Verbraucht und überhaupt kein Image mehr hat. Oder einen 7er bmw mit Technik von gestern.
    Und der audi E-tron hat gerade 250km reale Reichweite. Im Winter noch weniger.
    Ok , Verarbeitung ist bei den Deutschen einiges besser, aber die Spaltmaße interessieren mich nicht.
    Kurzum , ich bin glücklich mit dem Tesla und werde sicher bei der Marke bleiben.

    • Avatar

      Lausi

      29. März 2020 00:59 at 00:59

      Als Koch werden Sie bei Tesla den eingebauten Grill schätzen. Wird aber nur bei einem Crash aktiviert. ;-)

      • Avatar

        Oldman

        29. März 2020 10:08 at 10:08

        ***gähn***
        …und beim Verbrenner wird man flambiert.
        Nein, Tesla baut keine perfekten Autos.
        Darum geht es aber in dem Artikel nicht. Der Autor bemisst ein Unternehmen der Plattform-Ökonomie mit Parametern des alten deutschen Maschinenbau und Analysewerkzeuge aus dem letzten Jahrtausend gemischt mit Binsenweisheiten.
        Wobei hier und da scheinen in Nebensätzen auch prophetische Fähigkeiten durch. Wie z.B., dass kein Bedarf für Model Y aus Berlin besteht. Teslas leiden ja wohl eher nicht an mangelndem Kaufinteresse.

        Die Zahlen aus NO betreffen Audi finde ich auch interessant. Die Werke in Belgien standen wegen nicht lieferbarer Akkus schon vor Corona still. Wie kann man die höchsten Zulassungszahlen haben, ohne liefern zu können?
        Kurz, der Artikel baut ein Szenario, bei dem such viele Shorter vorher die Finger verbrannt haben.

  7. Avatar

    Martin

    29. März 2020 09:36 at 09:36

    Der Artikel ist sehr einseitig negativ zu tesla eingestellt. Tesla wird besser aus der Krise kommen als alle anderen, denn sie haben eben kein lästiges vertriebsnetz was nur kosten verursacht aktuell. Also mein VW händler um die Ecke hat geschlossen, die Website von tesla nimmt aber normal Bestellungen entgegen.. Die Produktion des Model Y ist 2020 schon verkauft, auch ohne grosse Subventionen.

    Am meisten Sorgen sollte man sich um Daimler und Co machen..

  8. Avatar

    Torsten

    29. März 2020 14:59 at 14:59

    Ich steige mit einer ersten Position bei 150 USD ein, eine zweite dann bei um 100 USD.

    Kursziel auf 2 Jahre 250 USD.

  9. Avatar

    Oldman

    29. März 2020 17:28 at 17:28

    150Usd wird nur passieren, wen Corona noch länger bleibt. Dann kann auch der DAX bei 5000 sein.
    Die Frage ist, ob die Leute dann nich Geld für Aktiengeschäfte haben.

  10. Avatar

    Torsten

    29. März 2020 19:26 at 19:26

    Corona bleibt in Deutschland noch mindestens bis Pfingsten, dann abgeschwächt mit Freigabe des öffentlichen Lebens bis Ende Sommer.

    Ab 4.5 oder 11.5 dürfen wieder Restaurants unter Auflagen öffnen, das ist der von mir favorisierte Termin.

    Wenn es schneller geht um so besser.

  11. Avatar

    Opazero

    30. März 2020 12:27 at 12:27

    Seit fünf Jahren fahre ich einen C – Zero und der hat gebraucht gekauft 11 Tausend € gekostet und fährt immer 100 km weit wenn er geparkt in der Garage lädt. Es wird noch dauern bis der konservative deutsche Autofahrer merkt, wie er von der deutschen Autmobilindustrie abgezockt wird.

  12. Avatar

    Adrian

    30. März 2020 12:43 at 12:43

    Tesla verfügt aktuell über ca. 8,3 Milliarden Dollar Cash. Gleichzeitig ist Tesla einer der wenigen Autohersteller, der in China bereits wieder produziert und pro Woche 3000 Einheiten fertigt.
    Ich kann verstehen, dass viele Shorter nichts lieber als eine Pleite Teslas herbeisehnen. Die meisten Kommentare belegen das. Aber die Aussagen dieses Artikels und einiger Kommentare sind kompletter Blödsinn und zeugen von ziemlichr Weltfremdheit. Die angeführte deusche Konkurrenz ist jämmerlich gescheitert und hat die vielgerühmte deutsche Ingenieurskunst hoffnungslos blamiert.
    Weder in Effizienz, noch in Reichweite und schon gar nicht bei Fahrleistungen und Preis ist bisher ein echter Konkurrent in Sicht. Die große Hoffnung ID3, staut sich auf Abstell- und Flugplätzen, weil VW die Software nicht hinbekommt. Wobei VW wenigstens als einziger Hersteller versucht, softwaremäßig ein kleinwenig an Tesla aufzuschließen, die anderen haben da scheinbar vollends aufgegeben. OverTheAir-Updates werden bei Daimler und BMW wohl noch Jahre auf sich warten lassen, falls deren Niedergang überhaupt noch soviel Zeit zulässt.
    Wenn man mal die gewohnte, deutsche Arroganz beiseite legt, und man sich die Entwicklung der Aktienkurse von BMW und Daimler objektiv anschaut, erkennt man schnell, wer wen übernehmen könnte oder fusioniert.
    Ich kann nur raten, endlich die Realität anzuerkennen, sonst wird es für Viele in einem finanziellen Debakel enden.

    • Avatar

      Torsten

      30. März 2020 15:25 at 15:25

      Kaufen Chinesen auch die 3000 Einheiten pro Woche?

  13. Avatar

    Torsten

    31. März 2020 20:13 at 20:13

    Was man bei Tesla noch beachten muss. Wenn Tesla über 100 Mio Usd Börsenwert hat über 6 Monate dann bekommt Elon Musk 345 Mio Boni.
    Aktuell sind es 98 Mio Usd. Vielleicht hat er „ Freunde“ die ihm den Gefallen ttun Tesla Aktien zu kaufen um den Bonus zu sichern.

    Man merkt zur Zeit wie die Aktie bei 500 gestützt wird, 550 Usd wäre das Ziel für die Boni-Schwelle.

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Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

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Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

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Wie die UBS ihren Gewinn im Vergleich zu 2019 um 99 Prozent steigern konnte

Claudio Kummerfeld

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Coronakrise, Insolvenzwelle voraus, mögliche Krisen bei den Banken? Die US-Banken jedenfalls haben robuste Quartalszahlen gemeldet (siehe hier Branchenführer JP Morgan). Oder man hat die Erwartungen sogar extrem stark übertroffen, wie zum Beispiel Goldman Sachs mit einem sehr starken Kapitalmarktgeschäft – denn die Coronakrise hat die letzten Monate Kapitalmarktaktivitäten stark erhöht. Und heute war der Schweizer Bankgigant UBS an der Reihe. Und die Finanzdaten für das 3. Quartal sind äußerst stark ausgefallen, wie bei Goldman Sachs. Sensationell positiv überrascht, so darf man es formulieren. So notiert die UBS-Aktie heute auch 2,8 Prozent im Plus. Die UBS meldet für die letzten drei Monate einen um Sonderfaktoren bereinigten Vorsteuergewinn von 2,1 Milliarden Dollar. Dies ist ein Plus von 99 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2019. Unfassbar, und das in diesen Zeiten. Wie hat die UBS das geschafft?

UBS mit sehr niedrigen Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle

Nun, zunächst lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Risikovorsorge der Bank für möglicherweise anstehende Kreditausfälle. Dafür muss eine Bank schon im Vorweg möglichst gut planen und Geld bei Seite legen, also die Rücklagen aus dem Gewinn herausrechnen und auf die hohe Kante legen. Die aktuellen Quartalszahlen der UBS umfassten Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von 89 Millionen US-Dollar. Davon entfielen insbesondere 92 Millionen US-Dollar auf den Bereich Personal & Corporate Banking und 15 Millionen US-Dollar auf die Investment Bank. Dem standen Auflösungen von Wertberichtigungen für Kreditrisiken von netto 22 Millionen US-Dollar in Global Wealth Management gegenüber. Also, für einen so riesigen Tanker wie die UBS sind Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle in Höhe von 89 Millionen US-Dollar fast gar nichts. Entweder die Bank hat wirklich kaum bis gar keine anstehenden Kreditausfälle, oder man blickt viel zu optimistisch auf die nächsten Quartale. Auf jeden Fall erhöht diese fast nicht vorhandene Rückstellungssumme den Gewinn.

Global Wealth Management und Investment Bank bei der UBS laufen prächtig

Vermögensverwaltung, Kapitalmärkte und Investment Banking laufen in turbulenten Coronazeiten offenbar bestens. Das sah man wie gesagt bereits an den blendenden Quartalszahlen von Goldman Sachs. Wer also seinen Fokus auf Kapitalmärkte und Vermögensverwaltung hat, der fährt als Bank in so einer Krise deutlich besser als Banken, die auf das klassische Geschäft mit Krediten und Spareinlagen setzen – denn dort sind die möglichen Ausfallsummen bei Krediten logischerweise höher.

Wir picken uns an dieser Stelle zwei Geschäftsbereiche bei der UBS heraus. Das Global Wealth Management zeigt einen Vorsteuergewinn von 1,057 Milliarden Dollar. Asien und die Region Americas erzielten einen rekordhohen Vorsteuergewinn für ein drittes Quartal. Die positive Operating Leverage stützte sich auf das Kreditwachstum und höhere transaktionsbasierte Erträge, bei rückläufigen Kosten. In der Investment Bank der UBS lag der Vorsteuergewinn bei 632 Millionen Dollar, mit starkem Wachstum in allen Regionen. Die annualisierte Rendite auf das zugeteilte Eigenkapital belief sich auf 19,9% Prozent.

Möglichst viel Geld an Aktionäre ausschütten?

Die UBS scheint wenig bestrebt zu sein, viel Geld in Rücklagen zu parken. Nein, das Geld soll wohl so kräftig wie möglich an die Anteilseigener fließen. Wenn man denn die Kreditrisiken wirklich so gut im Griff hat? Zitat UBS:

UBS ist nach wie vor bestrebt, überschüssiges Kapital an ihre Aktionäre zurückzuführen und ihre Kapitalrückführungen im bisherigen Umfang beizubehalten. Dabei wird das Verhältnis von Bardividende versus Aktienrückkäufe ab 2020 im Vergleich zu früheren Jahren angepasst werden. Per 30. September 2020 hat UBS bislang USD 1,0 Milliarde für die Bardividende zurückgestellt, deren Ausschüttung voraussichtlich an der Generalversammlung im April 2021 vorgeschlagen wird. Zusätzlich hat UBS im dritten Quartal eine Kapitaleinlagereserve von USD 1,5 Milliarden für potenzielle Aktienrückkäufe gebildet, was die starke Kapitalgenerierung durch ihre Geschäfte widerspiegelt. Unter Ausklammerung dieser Reserve hätte sich die harte Kernkapitalquote (CET1) um 70 Basispunkte auf 14,0% per 30. September 2020 erhöht. UBS erwartet, 2021 ihre Aktienrückkäufe wieder aufnehmen zu dürfen.

Die UBS zu ihrer Kernkapitalquote:

Per 30. September 2020 wies UBS eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 13,5% (Vorgabe: ~13% bzw. 12,7–13,3%), eine Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) von 3,8% (Vorgabe: >3,7%) und eine Tier 1 Leverage Ratio4 von 5,5% aus, ohne Berücksichtigung vorübergehender Konzessionen oder Erleichterungen.

Das UBS-Logo am Frankfurter Opernturm
UBS-Logo am Frankfurter Opernturm. Foto: Quartl CC BY-SA 3.0 de

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Netflix-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Fernbedienung zeigt auf Netflix-Schrift auf Fernseher

Heute Abend kurz nach Börsenschluss um 22 Uhr wird Netflix seine Quartalszahlen präsentieren. Wir werden dann umgehend berichten. An dieser Stelle wollen wir eine kurze Vorschau bieten. Der Umsatz lag im Vorjahresquartal bei 5,24 Milliarden Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei 6,15 Milliarden Dollar. Für heute liegen die Erwartungen bei 6,4 Milliarden Dollar. Nicht mehr? Kann es da also heute Abend eine „tolle Überraschung“ nach oben geben, oder fand der Großteil des Corona-Wachstums im ersten und zweiten Quartal statt? (die Leute sitzen in Corona-Zeiten zuhause und gucken in die Flimmerkiste)

Erwartungen zu Gewinnen und Abos bei Netflix

Der Gewinn pro Aktie bei Netflix lag vor einem Jahr bei 1,47 Dollar, und im zweiten Quartal bei 1,59 Dollar. Für heute liegen die Erwartungen im Durchschnitt von 38 Analystenschätzungen bei 2,13 Dollar. Und die Abos? Die Zahl von netto neu hinzugewonnenen Abonnenten ist bei Netflix stets die wichtigste Kennzahl. Es geht darum, ob die seit Jahren kräftig laufende Wachstumsstory aufrechterhalten werden kann. In diesem besonderen Jahr 2020 geht es darum zu sehen, ob das große Corona-bedingte Wachstum jetzt vorbei ist. Mit +15,77 Millionen Abos im ersten und +10,09 Millionen Abos im zweiten Quartal hatte das Unternehmen schon blendend von der Coronakrise profitiert. Hier zeigte sich bereits, dass Millionen von Menschen vor Corona-Langeweile (zuhause rumsitzen) wohl Netflix-Abos gebucht haben. Für heute werden für das 3. Quartal 2,5 Millionen neue Abos erwartet (entspricht auch der Erwartung von Netflix selbst), aber es gibt auch optimistischere Schätzungen von +3,26 Millionen.

Quartalszahlen heute Abend mit Überraschung?

Wird Netflix mit den heutigen Quartalszahlen doch überraschend mehr Wachstum präsentieren können bei den neuen Abonnenten? Das könnte der Aktie einen weiteren Schub geben. Denn mehr als 3 Millionen neue Abos im dritten Quartal wären wohl ein Zeichen, dass das Nutzerwachstum weiter anhält, trotz der bereits zwei extrem starken vorigen Quartale. Und es wäre ein Zeichen, dass Netflix sich weiter kräftig behaupten kann gegen seine neuen Streaming-Konkurrenten wie den Giganten Disney mit seinem neuen Angebot „Disney+“. Der folgende Chart zeigt den Verlauf der Netflix-Aktie in den letzten 12 Monaten. Interessant sind die drei Hochpunkte seit Juli. Über 575 Dollar müsste die Aktie laufen für einen großen frischen Ausbruch in neue Sphären (gestern 530,72 Dollar).

Chart zeigt Kursverlauf der Netflix-Aktie in den letzten 12 Monaten

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