Asien

Dax: angeknackst

FMW-Redaktion

Der Dax ist „angeknackst“ und fällt auf X-Dax-Basis deutlich unter die 9900er-Marke. Gestern bereits Schwäche trotz des Monatsultimos, das war schon ein schlechtes Vorzeichen, die Schwäche der asiatischen Märkte – vor allem des Nikkei, nach dem schlechtesten Tankan-Bericht seit Juni 2013 – drückt den deutschen Leitindex weiter nach unten. In Japan läßt sich exemplarisch das Scheitern der ultralaxen Geldpolitik studieren, die Bank of Japan hat ihr Pulver (wie die EZB) weitgehend verschossen, und dennoch kommt die Wirtschaft nicht in Gang. Ähnliche Erfahrungen werden wir auch in Europa machen.

In China die Einkaufsmanagerindizes über der Erwartung, das dämpft Stimulushoffnungen und zeigt einmal mehr, dass China als Ausrede für die Fed, die Zinsen nicht anzuheben, kaum mehr taugt:

Shanghai Composite -0,54%
CSI300 -0,61%
ChiNext -2,25%
Nikkei -3,61%

Im Dax-Future seit Handelsstart schon hohe Umsätze, der Dax sollte die Unterstützungszone 9820/10 halten, sonst wird es zunehmend ungemütlich:

Dax0104162

Der X-Dax hat mit dem heutigen Abwärtsgap die Unterstützungszone 9960 nachhaltig unterboten – bricht nun auch die 9810/20, dürfte der Index schnell in Richtung der zentralen Unterstützung 9750 abrauschen. Auf der Oberseite hat sich eine Top-Bildung im Bereich 10100/10120 vollzogen – die Unfähigkeit des Dax, diesen Bereich zu überwinden, deutet auf eine bevorstehende Korrektur.

Nun ist auch der steile Aufwärtstrend des Dax gebrochen:

Dax010416

Der Dax könnte versuchen, wieder in diesen Aufwärtstrendkanal einzutauchen, doch scheint das Potential auf der Oberseite zunächst begrenzt (maximal 9960). Mit den heutigen US-Arbeitsmarktdaten werden die Karten dann wieder neu gemischt – die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der letzten Wochen waren eher schwach. Fallen die non-farm payrolls dennoch zu gut aus, würde das die Zinssorgen verstärken, die Märkte müssten dann eine Zinsanhebung im Juni einpreisen. Fallen sie sehr schwach aus, werden Konjunktursorgen die Märkte belasten. Optimal wäre wohl eine Zahl zwischen 200.000 und 220.000 neuen Stellen..



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