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Dax: Der Boden

Für den Dax spricht die deutlich negative Stimmung: vor allem die Profis rechnen nicht mit weiteren Anstiegen. Auf der anderen Seite scheint es aber doch so zu sein, dass derzeit alles Positive eingepreist ist, und man sich die Frage stellen muss, was die nächste Aufwärtsbewegung in einem ohnehin überkauften Markt auslösen sollte. Saisonal ist die Zeit eher ungünstig – das Motto „sell in may and go away“ hat eine sehr gute historische Wahrscheinlichkeit auf seiner Seite..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern das erste Mal seit vielen Tagen Nervosität an den Märkten nach den schwachen Zahlen der größten Warenhauskette der USA, Macy´s. Sorgen um die Zukunft des stationären Einzelhandels in den USA brachten die US-Indizes zeitweise stärker unter Druck, bevor dann wieder eine Erholung einsetzte.

Dennoch: der gestern zu beobachtende Anstieg der Volatilität könnte der Auftakt sein für unruhigere Zeiten an den Märkten, vor allem dann, wenn die heutigen US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen sollten und damit verdeutlichen, dass die US-Konsumenten immer defensiver werden. Ohne weiteres Wachstum aber bei den Konsumausgaben droht der US-Konjunktur mehr und mehr die Puste auszugehen.

Die Fed meint: alles nur eine Delle. Vielleicht hat sie recht. Vielleicht aber auch nicht, vielleicht ist das sehr schwache erste Quartal (BIP nur +0,7%) doch der Auftakt für einen Abschwung, nachdem der Aufschwung in den USA seit der Finanzkrise ungewöhnlich lange angehalten hat – aus zyklischer Sicht wäre also eine Rezession fast schon überfällig. Daten von den Kreditmärkten zeigen darüber hinaus, dass Ungemach drohen könnte: rückläufige Nachfrage nach Kreditkarten, geringere Kreditvergabe der Banken, geringere Kreditnachfrage der US-Unternehmen – all das sind unter normalen Umständen erste Anzeichen für eine Rezession.

Nun sind die Aktienmärkte nicht gerde bekannt dafür, eine solche Entwicklung zu antizipieren – sie reagieren eher und preisen derartige Entwicklungen meist mit einiger zeitlicher Verzögerung ein. Aber man ist auch an der Wall Street nach den gestrigen Zahlen von Macy´s etwas nachdenklicher geworden.

In Asien überwiegend rote Vorzeichen mit Ausnahme Chinas:

Shanghai Composite +0,77%
CSI300 +0,76%
ChiNext -0,32%
Nikkei -0,40%

Und der X-Dax dennoch wenig verändert:

Gestern hat der Index erneut das Niveau 12760/65 gestestet und dabei einen Doppel-Boden ausgebildet. Diese Zone sollte nun unbedingt verteidigt werden, dann ist für die Bullen vorerst weiter alles in Ordnung. Für den Dax spricht die deutlich negative Stimmung (siehe hierzu unseren Bericht) – vor allem die Profis rechnen nicht mit weiteren Anstiegen. Auf der anderen Seite scheint es aber doch so zu sein, dass derzeit alles Positive eingepreist ist, und man sich die Frage stellen muss, was die nächste Aufwärtsbewegung in einem ohnehin überkauften Markt auslösen sollte.

Saisonal ist die Zeit eher ungünstig – das Motto „sell in may and go away“ klappt natürlich nicht immer, hat aber eben doch eine sehr gute historische Wahrscheinlichkeit auf seiner Seite. Die Märkte fallen im Mai häufig in ein Loch, nachdem die Berichtssaison in den USA und Europa ihren Höhepunkt überschritten hat.

Wichtig heute die US-Verbraucherpreise, und, wie erwähnt, die US-Einzehandelsumsätze, über die wir um 14.30Uhr bei FMW berichten werden!

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Helmut Josef Weber

    12. Mai 2017 11:43 at 11:43

    Die richtigen Spezialisten an der Börse wollen Geld verdienen und verdienen auch eine Menge Geld.
    Während sie Geld verdienen, müssen sie einpreisen, dass z. B. der Dollar seit 2013 etwa 97% an Wert verloren hat, das britische Pfund etwa 99,3% und der Euro seit seiner Einführung etwa die Hälfte.
    Alle diese Wertverluste müssen durch die Kursgewinne aus Aktien erst einmal ausgeglichen werden, bevor eine Gewinnzone erreicht wird.

    Trotzdem verdienen diese Spezialisten noch eine Menge Geld, indem sie z. B. über Insiderinformationen verfügen oder, oder.
    Denn an Aktien, z. B. über den DAX Mittelwert Gewinne zu generieren, ist für den Kleinanleger, der
    z. B. langfristig für seine private Altersversorgung anspart, hoffnungslos.
    Im Jahre 2000 stand der Dax bei etwa 8.000 und im Jahre 2017 bei etwa 12.000 Punkten.
    Wer also im Jahre 2000 100TSD EURO in den DAX investiert hat, kann sich (einschl. Dividenden) heute über 150 TST „freuen“ die aber nur noch die Kaufkraft von 75 TSD Euro haben.
    Es wurden somit nicht nur in den letzen 17 Jahren etwa 25% des Anfangskapitals „verbrannt“ sondern auch noch für die etwa 50 TSD Scheingewinne Steuern und andere Kosten bezahlt.
    Und aus dieser Masse der Verluste durch die Kleinanleger, generieren einige wenige Spezialisten ihre echten Gewinne.
    Wer im Jahre 2000 100 TSD in Gold investiert hat, kann es heute für über 400 TSD verkaufen.
    Das alles kann jeder Hilfsschüler ohne Taschenrechner ausrechnen.
    Da ich davon ausgehe, dass die Masse der Deutschen keine Hilfsschüler sind, bewundere ich die Arbeit der Regierungsmedien, denen es immer wieder gelingt, Menschen, die etwas für ihre private Altersversorgung tun wollen, in Papierwerte gleich welcher Art zu treiben.
    Ja- ich bewundere die Regierungsmedien und bin froh, dass es ihnen gelingt, denn sonst müssten die Finanzminister sich etwas zur Besteuerung von physischem Gold einfallen lassen, das heute noch bis 15.000 Euro anonym, ohne MwSt. gekauft werden kann und dessen Kursgewinne legal steuerfrei sind.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

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      gerd

      12. Mai 2017 12:26 at 12:26

      Die Gold-Rechnung kann man in der Tat ohne Taschenrechner nachvollziehen – bei den anderen Aussagen würde mir das aber nicht mal mit einem solchen gelingen. Ich behaupte sogar… aber überprüfen Sie es gerne selbst noch einmal.

      Viele Grüße in die sonnig warmen Gefilde des Südens

    • Avatar

      columbo

      12. Mai 2017 12:58 at 12:58

      @H.J.Weber, bevor Sie zu goldeuphorisch werden, lesen Sie bitte folgendes:

      http://grossmutters-sparstrumpf.de/gold-macht-dich-arm/

      ist ziemlich ernüchternd.

      • Avatar

        Quintus

        12. Mai 2017 13:28 at 13:28

        Selten solch ein Sammelsurium an falschen Aussagen und bewußten Verfälschungen bei Gold gelesen.
        Zu einer solch gruseligen Ansammlung falscher Fakten spare ich mir jeglichen Kommentar, nein ich schüttle nur noch mit dem Kopf….es gibt NUR ein Argument gegen Gold. Gold erschafft nichts, es entzieht dem Wirtschaftskreislauf sogar Kapital…..

        • Avatar

          gerd

          12. Mai 2017 13:53 at 13:53

          Ich bin nach diesem Video in höchstem Maße erstaunt, wie gewaltig die vermuteten Goldvorkommen doch sind.
          Fehlt bloß noch, dass diese womöglich in einer Art Fracking-Technologie analog dem Schieferöl irgendwann genutzt werden können.

          Zu von Ihnen als falsch ausgemachten Fakten kann ich mich vorn vornherein nicht äußern, da mir die Kenntnisse fehlen.

          Aber wieso vermuten Sie, dass Gold dem Wirtschaftskreislauf sogar Kapital entzieht?
          Um es vorwegzunehmen, das glaube ich nicht. Zumindest nicht in der Pauschalaussage.

          • Avatar

            gerd

            12. Mai 2017 14:07 at 14:07

            Korrektur: der LINK von Columbo betrifft kein VIDEO!

      • Avatar

        Helmut Josef Weber

        12. Mai 2017 13:49 at 13:49

        Mein Gott, dass man mit sowenig Tinte so viel Blödsinn schreiben kann.
        Aber das ist gut so, denn es gibt nicht weinige Leute die das glauben.
        Ich habe mit meinen Goldunzen in 17Jahren, als der DAX um 50% zulegte, auf über 400% zugelegt und das alles ganz legal steuerfrei.
        Meine private Altersversorgung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube geworden.
        Ich habe nicht damit gerechnet das Gold so dermaßen steigt und bin daher mit meinen privaten Mittel als Altersrentner reichlich überversorgt.
        Die einigen hundert Kilo Silber und die Gold Unzen, die reichlich überbleiben werden einmal für meine Kinder sein, denn die werden meine liebe Frau und ich nie benötigen.
        Aber wie gesagt, das ist nicht mein Verdienst, sondern ich habe einfach Schwein gehabt, dass die Kurse so gestiegen sind.
        Übrigens brauchen wir unsere Altersrenten nur nicht versteuern, weil wir den Kapitalertrag auf die Edelmetalle nicht versteuern müssen und auch keine 18% KK-Beiträge davon zahlen.

        Viele Grüße aus Andalusien
        H. J. Weber

        • Avatar

          columbo

          12. Mai 2017 14:08 at 14:08

          Danke H.J.Weber für Ihre Meinung. Mit dem Satz „Ich habe einfach Schwein gehabt, daß die Kurse so gestiegen sind“, geben Sie indirekt zu, daß das Goldinvestment Glücksache und nicht die berühmte Versicherung war.
          Ich selbst war früher ein Goldbug, bin ich zwar noch, aber immer weniger. Deshalb suche ich bewußt Meinungen gegen das Edelmetall, um mich besser orientieren zu können.

          • Avatar

            gerd

            12. Mai 2017 15:14 at 15:14

            Es kommt auf die Stunde an, sang einst Roy Black, ganz egal, was du tust auf der Welt. Auf den Zeitpunkt kommt es an.

            Wenn jemand Anfang 2003 beim DAX von nicht 8000 sondern 2500 eingestiegen wäre und ebenfalls treu an seinem Investment festgehalten haben würde – stünde er heute natürlich viel besser da als mit Gold.
            Wegen der gezahlten Dividenden.

            Oben, im ersten Beitrag von H. J. Weber hatte sich nämlich schon mindestens ein Fehler eingeschlichen. Die Dividenden sind in seiner Rechnung beim DAX-Anstieg eben noch nicht eingerechnet. Und die gehören noch aufgeschlagen – egal ob der DAX-Einstieg bei 8000 oder 2500 lag.

            Was mich selbstverständlich nicht davon abhält ihm persönlich zu seinem „Schwein“ und dem richtigen Einstiegszeitpunkt und Durchhaltewillen zu gratulieren. Wie ich das vor etlichen Wochen mit einem Anflug von etwas Neid bereits auch schon mal tat.

            Und mit den Temperaturen, Herr Weber, haben Sie im Vergleich zu Deutschland auf jeden Fall die bessere Performance. Noch mal viele Grüße in die Mittelmeerregion.

  2. Avatar

    Helmut Josef Weber

    12. Mai 2017 16:04 at 16:04

    In dem DAX Kurs sind die Dividenden bereits eingerechnet.
    H. J. Weber

    • Avatar

      gerd

      13. Mai 2017 15:11 at 15:11

      Herr Weber, ich bitte Sie um Entschuldigung und sage Ihnen ein riesengroßes Dankeschön.
      Zunächst: SIE haben Recht. Und ich bereue, bereut zu haben.

      Nachdem ich nämlich meine Antwort eingestellt hatte, ging ich raus um den Anflug von deutschem Frühling zu suchen und zu genießen. Und als ich da auf einmal an den Frühling bei Ihnen in Spanien dachte, spürte ich doch tatsächlich ein Bedauern in mir, dass ich womöglich Ihnen einen schönen Frühlingsnachmittag stimmungsmäßig eingetrübt haben könnte, wegen dem Hinweis auf die Dividenden. Obwohl das an dem Gesamterfolg Ihrer damals absolut richtigen Anlageentscheidung eh nichts geändert hätte. Nur im Vergleich mit der Alternativanlage fiel sie dann eben nicht mehr soo bombastisch aus. Und manchmal reicht ja auch das schon, um einen Tick weniger zufrieden zu sein. Deshalb hatte ich meine Antwort bereut.

      Aufgrund Ihrer beharrenden Antwort von Samstag, habe ich alsdann Ihren Standpunkt noch mal durchdacht. Und jetzt bereue ich, bereut zu haben.

      Erstens weil es unnötig war und ich jetzt der „Angeschmierte“ bin, der mit der neu gewonnenen Erkenntnis zurecht kommen muss und gar nicht Sie.
      Und zweitens, weil ich dank Ihrer Kommentare und durch jene falsche Antwort von mir die Sache im weiteren Verlauf jetzt richtig beurteilen kann.
      Dass der DAX ein sog. Performance-Index ist, wo Dividendenabschläge bei Einzelaktien den Indexstand nicht verändern, war mir klar.
      Aber meine Schlussfolgerung daraus war falsch.

      Noch mal Danke und eine gute eine Zeit.

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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