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Devisen

Dax: erst kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu..

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Gut 3% im Minus – das ist eine ziemliche Packung, würde man im Fußball sagen:

Dax2904153

Hört man sich bei Händlern um, heißt es: „month end flows“ – also Verkäufe aufgrund des Monatsendes, viele versuchen also noch ein bißchen was zu retten von der vorherigen Performance. Dazu der Euro, der über die 1,11er-Marke steigt – also erst kein Glück, und dann noch verdammt viel Pech. Irgendwann ist jede Party einmal vorbei – was bleibt ist dann nicht selten ein Kater..

Der Euro schießt geradezu durch die Decke:

eurusd2904153

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Ulrich

    29. April 2015 16:49 at 16:49

    also es stimmt, dass die US schnurstracks in eine Rezession schlichteren, dann müsse der Dollar doch schwächer werden (ob es Draghi gefällt oder nicht). Und wenn der Dollar fällt, sinkt die Exportrate und dann sollte doch auch der DAX sinken. Herr Fugmann, ich hoffe, ich habe richtig von Ihnen gelernt.
    PS:
    Was aber, wenn dieser aktuelle Währungskrieg zu einem Patt führt? Kann dann nur noch ein realer Krieg Rettung bringen – für die USA nicht für uns? Oder bin ich ein gnadenloser „Verschwörungstheoretiker“?

  2. Avatar

    Ulrich

    29. April 2015 16:51 at 16:51

    „also wenn es stimmt“….

  3. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    29. April 2015 17:22 at 17:22

    @Ulrich, in der Theorie haben Sie recht – wenn die USA in eine Rezession schlittern, müsste der Dollar schwächer werden. Aber der Dollar fällt derzeit vor allem deshalb, weil der Markt Zinsanhebungen durch die Fed eingepreist hat – und nun der Zweifel wächst, dass diese Zinsanhebungen aufgrund der miserablen US-Konjunkturdaten wirklich kommen. Ausserdem ist die ganze Welt short im Euro und bekommt jetzt gewissermaßen einen margin call – muß also die Euro-Short-Position glatt stellen. Das Schlimmste, was den Märkten passieren kann, ist ein starker Anstieg des Euro, weil alle sich in Euro verschuldet haben (etwa über Unternehmensanleihen) – und die Schuldenlast steigen würde, wenn der Euro steigt. Die eigentliche Crash-Gefahr geht also von einer starken Aufwertung des Euro aus..

  4. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    29. April 2015 17:56 at 17:56

    @mrs, das stimmt, weil „die Welt“ sich nach dem QE der Fed in Dollar verschuldet hat – und nun diese Schulden in den nächsten Jahren zurück gezahlt werden müssen – eben in Dollar. Das schafft Probleme, wenn der Dollar inzischen stark gestiegen ist. Aber seit Januar diesen Jahres ist die EZB die neue Fed – und die Welt verschuldet sich seitdem stark in Euro über Unternehmensanleihen oder als Carry-Trade (also in dem man sich günstige Euros leiht, um sie höher verzinst oder in anderen Währungen anzulegen). Diese Wette auf einen fallenden Euro hat inzwischen gigantische Dimensionen erreicht und macht die Finanzmärkte daher verwundbar – vor allem Hedgefonds..

    • Avatar

      mrs

      29. April 2015 18:38 at 18:38

      Ah. Okay. Verstehe, danke für die Antwort.

  5. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    29. April 2015 18:46 at 18:46

    Vielen Dank @Ulrich für Ihre Worte!

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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