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Aktien

Dax: Ist das anstrengend..

Vor den US-Arbeitsmarktdaten wird sich nichts Entscheidendes tun. Aber dann könnte es heftig werden, in die eine oder andere Richtung..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ist das anstrengend! Die Entscheidung an den Aktienmärkten will einfach nicht fallen – gestern sah es noch so aus, als die US-Indizes richtig Druck hätten nach den schwachen ISM-Daten. Aber dann doch wieder die Erholung, der S&P beendete den gestrigen Handelstag praktisch unverändert.

Den Asiaten fällt dazu auch nicht viel ein – sie halten die Füsse still im Vorfeld der heutigen US-Arbeitsmarktdaten:

Shanghai Composite -0,23%
CSI300 -0,03%
ChiNext -0,63%
Nikkei -0,08%

Der X-Dax startet auf dem Niveau des gestrigen Tagesschlusses:

Dax0209152

Und damit ist alles nach wie vor total offen, total unklar. Die Amis wollen sich nicht von ihrer Schiebezone verabschieden, handeln jedoch am unteren Rand dieser Zone (und gelegentlich darunter), während der Dax da etwas besser dazustehen scheint und sogar, wie gestern, den oberen Rand dieser Zone attackiert – wenn auch mäßig erfolgreich.

Was kann man über den heutigen Handelstag sagen? Zunächst, dass sich vor den US-Arbeitsmarktdaten nichts Entscheidendes tun wird. Aber dann könnte es heftig werden, in die eine oder andere Richtung: wären schlechte Daten wirklich schlechte Daten nach dem gestrigen ISM-Index? Oder würden die Märkte dann den Abschied zumindest von einer Zinsanhebung schon im September feiern? Und wenn die Daten stark sind, was wird dann dominieren: die Zinsangst, oder die Erleichterung, dass es um die US-Konjunktur vielleicht doch nicht so schlecht steht? Selten war es schwieriger, hier klare Handlungsalternativen zu nennen..

Konsensprognose sind 180.000 Stellen bei einer Arbeitslosenquote von 4,8% (von 4,9% im Vormonat). Zu achten ist aber auch auf die Stundenlöhne (Prognose +0,2%), nachdem gestern die Lohnstückkosten auf heftige +4,3% nach oben korrigiert worden waren (von +2,0%). Steigen die Löhne stärker, dürfte das die Sorge vor einer anziehenden Inflation anheizen. Und das wäre ein Horror-Szenario: die Wirtschaft stagniert, die Inflation zieht an, sodass die Fed trotz eher mauer Konjunktur die Zinsen anheben müßte..

Wie auch immer: 14.30Uhr kommt Musik in die Sache – wir berichten wie immer zeitnah über die Daten, und was davon zu halten ist..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    leser

    2. September 2016 09:26 at 09:26

    In den vergangenen Monaten waren die Abeitsmarktzahlen eher ein „Non-Event“. Es hat ein wenig nach oben und dann nach unten gezuckt (oder umgekehrt) und am Abend hatte sich nichts bewegt.
    Es könnte diesmal ähnlich sein aus drei Gründen:
    1. Die Zahlen glaubt ohnehin kaum noch jemand. Wer sich die ungeschönten Arbeitslosenzahlen ansehen möchte, kann sich hier informieren, http://www.shadowstats.com/alternate_data/unemployment-charts
    2. Wenn die Zahlen schlecht ausfallen, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass a) die Konjunktur nicht gut läuft und b) die bisherigen Maßnahmen der Fed nichts gebracht haben. Das ist zweimal negativ. Dagegen steht aus Sicht der Geldpolitik-Süchtigen die Hoffnung, dass es keine Zinsanhebung geben wird. Im Ergebnis neutralisieren sich die drei Faktoren.
    3. Wenn die Zahlen gut sind, spricht dies für eine anziehende Konjunktur, damit für steigende Unternehmensgewinne > steigende Aktienkurse. Dagegen steht eine (mögliche) minimale Zinsanhebung. Im Ergebnis neutral.
    ——-
    Charttechnisch steht der Markt aber nach der langen Seitwärtsbewegung in der Tat vor Entscheidung. Es es wird irgendein Anlass gesucht. Und wir sind im September. Saisonal eher schwach.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. September 2016 09:28 at 09:28

      @Leser, sehr starker Beitrag von Ihnen! Danke!

      • Avatar

        leser

        2. September 2016 09:37 at 09:37

        Danke für die Blumen. Geht aber nur mit guter Vorlage. Schon mal ein schönes Wochenende.

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          2. September 2016 09:41 at 09:41

          @Leser, Ihnen ebenso!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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