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Dax: Nur ein Ausrutscher? Den Bullen ist die „Story“ abhanden gekommen..

War das gestern beim Dax nur ein Ausrutscher? Ein kleiner Unfall auf dem Weg weiter nach oben? Oder doch die Wende nach unten?

Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt, aber der Index ist vorgestern an einer Wegscheide „falsch abgebogen“, als der Dax die Chance verpaßte, endlich die Zone 12600/12650 nach oben zu durchbrechen. Damit wird dieses Bollwerk immer dicker, immer schwerer zu überwinden. Und solange der Dax unter dieser Zone handelt, sollte man eher defensiv bleiben!


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wie man sieht, fand der Dax gestern seinen Boden im Bereich 12380/90 und damit auf einer Unterstützung, die schon im April sehr wichtig war und dann Ende Juni noch einmal als Widerstand fungierte. Bräche diese Unterstützung, dürfte es schnell 100 Punkte tiefer gehen bis 12280, dann wartet schon die Zone 12130/12100 als nächster Zielbereich.

Es war vor allem wieder die Wall Street, die Schlimmeres beim Dax verhinderte. Die US-Indizes sind schon voll im Bann der morgen mit den US-Banken in Fahrt kommenden US-Berichtssaison: das ist der Fokus, während der Handelskrieg etwas ist, das mental weiter weg ist und in Gestalt der neuen 200-Milliarden-Zölle ohnehin erst ab Anfang September wirksam würde. Nun noch die positive Entwicklung an Asiens Börsen – der Dax kann etwas „durchschnaufen“, mehr aber auch nicht. Denkbar wäre, dass der Dax noch einmal bis zu unteren Gap-Kante des gestern gerissenen Abwärtsgaps ansteigen kann bei 12520 Punkten, unwahrscheinlich ist dagegen ein sofortiges erneutes Anlaufen der 12600/12650 Widerstandszone!

Heute im Fokus die US-Verbraucherpreise um 14.30Uhr – sollten diese, wie gestern schon die US-Erzeugerpreise – höher ausfallen als prognostiziert, dann dürfte der Dollar weiter zulegen. Und es ist vor allem diese Dollar-Stärkte, die uns skeptisch macht für die Aktienmärkte insgesamt: ein starker Dollar bedeutet starken Schmerz für viele, und die geradezu kollabierenden Rohstoffpreise zeigen an, dass da etwas nicht stimmen kann!

Wäre wirklich Optimismus da für die Weltwirtschaft, stünden die Rohstoffpreise nicht dort, wo sie derzeit sind. Im Grunde ist den Märkten ja die Haupt-Erzählung abhanden gekommen: das globale, synchrone Wachstum. Davon ist eigentlich nur noch die USA übrig als intakte Konjunktur-Geschichte, aber es ist eine überhitzende Wirtschaft mit starken Signalen in Richtung Inflations-Anstieg. Auf diesen Anstieg der Inflation aber wird die Fed reagieren und damit die Luft für die Aktienmärkte immmer dünner werden lassen!

 


Von Ikiwaner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4037568



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