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Deutsche Bank-Aktie vs JP Morgan-Aktie: Ein Traum, aus dem ein jahrelanger Albtraum wurde

Der folgende Chart ist ziemlich aussagekräftig, und erzählt eine Geschichte von großen Hoffnungen. Die Deutsche Bank wollte wie auch die beiden großen Schweizer Banken ganz groß dabei sein an de…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der folgende Chart ist ziemlich aussagekräftig, und erzählt eine Geschichte von großen Hoffnungen. Die Deutsche Bank wollte wie auch die beiden großen Schweizer Banken ganz groß dabei sein an der Wall Street. Man kaufte sich ein, mischte groß mit, jahrelang. Diese Euphorie, diesen Traum von globalem Standing als der große Player sieht man Chart sehr gut, als sich die Deutsche Bank-Aktie (Orange) im Jahr 2007 bis auf sagenhafte 118 Euro anstieg. Damit entwickelte sich die Aktie damals deutlich besser als die Aktie der größten US-Bank JP Morgan.

Es waren die vermeintlich glorreichen Zeiten des Josef Ackermann und seinen Traum-Vorgaben für die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank. Dass das alles nur ein Traum war, kann man erst heute zehn Jahre später so klar erkennen. Damals haben wohl alle Beobachter in dieser Traum-Blase gelebt und wirklich geglaubt, Deutsche, UBS und Credite Suisse könnten da mithalten. Die Gründe, warum die US-Banken so viel profitabler sind als die europäischen, hatten wir vor Kurzem schon erläutert. Es hat auch viel mit den geographischen Grundvoraussetzungen zu tun, wo die europäischen Banken einfach nicht mithalten können.

Im Chart sieht man ab 2007 bis Anfang 2009, wie sich im Zuge der Finanzkrise die Kurse von Deutscher und JP Morgan angleichen. Ab 2011, wo die US-Banken im Zuge der US-Konjunkturerholung wieder anfingen gute Geschäfte zu machen, trennten sich die Entwicklungen der beiden Aktienkurse endgültig von einander. Seit 2011 ist JPM um satte 200% gestiegen. Zuletzt gab es den großen Trump-Push, der aller Wahrscheinlichkeit nach die Profitabilität der Bank in den nächsten Jahren steigern dürfte.

Die Deutsche Bank-Aktie verlor seit 2011 von 30 Euro bis jetzt auf 17 Euro, wobei man letztes Jahr schon bei 10 Euro angekommen war. Ein Desaster. Aktuell steht die nächste Kapitalerhöhung im Volumen von 8 Milliarden Euro an, was die Aktien der Alt-Eigentümer weiter verwässert. Auf lange Sicht gesehen befindet sich der Aktienkurs der Deutschen Bank in einem Abwärtstrend. Gute Nachrichten gibt es nicht wirklich. Was bei den großen News fast schon in Vergessenheit geraten ist: Die Deutsche Bank schließt gerade jetzt eine ganze Reihe Filialen. Dabei fällt bei genauem Hinsehen auf, dass teilweise extrem wichtige Filialen in Gebieten mit extremst gut betuchter Kundschaft dicht gemacht werden.

Ein Irrsinn, der wohl nur so zu verstehen ist, dass irgendein Controller oder Kostensenker in der Zentrale mit der Rasenmähermethode über die Filial-Landkarte gegangen ist. Der knochentrockene John Cryan kann keinen Charme und auch keine Aufbruchstimmung verbreiten. Die Details wie mit den Filialschließungen zeigen, dass der große Aufbruch hin zu einer „besseren Bank“ eher eine aufgesetzte Floskel ist als eine wirklich tiefgreifende Änderung der Unternehmenskultur. Was lernt man daraus? Natürlich weiß niemand, wie sich der Kurs der Deutschen Bank weiter entwickeln wird. Aber nur weil die Aktie so weit unten steht in Relation zum US-Branchenprimus, heißt das nicht, das man blind vorgehen sollte man dem Motto „tief einsteigen“. Oft genug sind Aktien, die jahrelang den Bach runtergingen, danach auch immer weiter gefallen.


Deutsche Bank (Orange) vs JP Morgan (schwarz) seit 2001.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Denker

    20. März 2017 17:11 at 17:11

    D erivate B ombe
    Leistung die Leiden schaft !!!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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