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Warum Deutsche Bank, Commerzbank und Zalando jetzt so stark verlieren

Die Aktien von Deutsche Bank, Commerzbank und Zalando verlieren kräftig. Dies liegt an den seit gestern steigenden Rezessionsängsten.

Fallender Pfeil

Was haben die Aktien von Deutsche Bank, Commerzbank und Zalando gemeinsam? Sie fallen alle seit gestern spürbar, und zwar aus dem selben Grund. Im TradingView Chart sehen wir, wie die Deutsche Bank seit gestern 12,68 Prozent verloren hat, die Commerzbank 13,94 Prozent, und Zalando 14,76 Prozent.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank sind schon gestern im Tagesverlauf abgerutscht. Ausgelöst wurde dieser Absacker durch die Verkündung der Alarmstufe im Notfallplan Gas durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Die Angst vor drastisch steigenden Gaspreisen und vor einer realen Verknappung von Gas geht um. Auch könnte in der Notfallstufe vom Staat die Verteilung von Gas entschieden werden, also wer überhaupt noch Gas bekommt. Das wäre dann eine dramatische Eskalation der Lage. Ein daraus resultierender kräftiger Konjunktureinbruch wäre Gift für das Geschäft von Banken – dementsprechend reagieren die Kurse von Bankaktien jetzt aus Angst so negativ.

Zalando mit Prognoseabsenkung

Zalando stürzt auch wegen der Angst vor einer Rezession ab. Sie würde logischerweise bedeuten, dass weniger Menschen bei Zalando Klamotten bestellen. Konkret hat Zalando eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlicht, „nachdem sich die makroökonomischen Bedingungen weiter verschlechtert haben“. Hier Auszüge aus der Veröffentlichung von Zalando im Wortlaut:

Der Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2022 von Anfang Mai ging von Ergebnissen am unteren Ende des Ausblicks aus und berücksichtigte zwar die Herausforderungen, aber auch erste Zeichen einer möglichen Erholung. Zalando geht nun von makroökonomischen Herausforderungen aus, die länger anhalten und intensiver sein werden, als zunächst angenommen.

Für das zweite Quartal 2022 erwartet das Unternehmen nun ein Wachstum des Bruttowarenvolumens (GMV), ein Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT, die deutlich unterhalb der Analystenschätzungen liegen werden (vom Unternehmen erhobener Median zum 31. Mai 2022: 5,0% GMV-Wachstum, 1,5% Umsatzwachstum und 104 Millionen Euro bereinigtes EBIT). Das zweite Quartal ist profitabel, aber schwächer als erwartet.

Da das Unternehmen nicht mehr davon ausgeht, dass sich die Verbraucherstimmung kurzfristig erholt, passt es seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 an. Zalando erwartet nunmehr für das Geschäftsjahr 2022 ein GMV-Wachstum zwischen 3% und 7% auf 14,8 bis 15,3 Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass der Umsatz zwischen 0% und 3% auf 10,4 bis 10,7 Milliarden Euro steigen wird, wobei sich das bereinigte EBIT im genannten Zeitraum auf 180-260 Millionen Euro belaufen wird.

Chart zeigt seit gestern Verluste bei Deutsche Bank, Commerzbank und Zalando



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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Auf lange Sicht sind weder die Commerzbank, noch die Deutsche Bank,noch Zalando gute Aktien für Value- Investoren.

    Wie es besser geht zeigen ihre Kollegen aus Amerika, J.P.Morgan und Goldman Sachs. Einfach mal die Performance miteinander vergleichen, dafür gibt es Charts.

    Zalando ist ebenfalls zu vermeiden. Hier bietet sich Amazon als Sektor- Alternative an.

    Zusammenfassung: Ein Value Investor, der sein Depot zusammenstellt, muss immer darauf bedacht sein, für den Betrag X( zum Beispiel 100 000 Euro), den er irgendwann investiert, die höchstmögliche Rendite, bei höchstmöglicher Sicherheit zu erhalten.
    Die eben genannten deutschen Werte, zeichnen sich durch eine jahrelange Underperformance, gegenüber der ausländischen Konkurrenz aus.
    Wer sich’s nicht zutraut ,sein Depot selber zusammenzustellen, sollte auf Fonds oder ETFs ausweichen.
    Auch hier ist die breite Streuung wichtig. Es gibt Fondsratgeber und Fondsbewertungen im Internet. Die besten Fonds, die sich auf lange Sicht bewährt haben, werden mit 5 Sternen bewertet.
    Zur Jahrtausendwende waren das der DWS Investa, der DWS Vermögensbildungsfonds I ,der Henderson Global Technology, der Pioneer Fonds, der DWS Akumula…
    Wie es jetzt ist weiß ich nicht, da ich jetzt hauptsächlich in ETFs und Einzelaktien mache. Aber das waren meine Fonds in den Neunzigern.
    An der Börse sind Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Hitzköpfe, Spekulanten und ähnliches verbrennen sich oft die Finger.
    Gute Werte nachkaufen, schlechte Werte aus dem Depot schmeißen…diese unumstößliche Tatsache ist empirisch schon seit Jahren bewiesen.
    Ich bin kein Daytrader sondern ein Value Investor. Aber auch keine Warren Buffet Fan. Die Performance von dem, schlage ich seit Langem.
    Wer sein Depot breit streut und konsequent dem Value Ansatz, Kurs Gewinn Verhältnis, Kurs Umsatz Verhältnis, Kurs Umsatz Rendite, Verschuldungsgrad, Dividendenrendite, Performancerendite über einen langen Zeitraum folgt, braucht keine Börsengurus und Börsenratgeber.
    Leute wie einen Bernd Förtsch oder Alfred Maydorn ,vom Aktionär TV lehne ich ab. Förtsch wurde seinerzeit von der 3 Sat Börse nach oben gespült, als er mit der Informatec Aktie, Anfang 99, haussierte.
    Ich bin seit Anfang Januar 91 als Anleger an der Börse aktiv dabei. Mir war schon 1999 der Förtsch suspekt, obwohl seine Performance, von 400 Prozent mit Informatec, eindrucksvoll war. Front Running eben.
    Auf den Zug aufgesprungen bin ich nie. Wie es sich herausstellte, war das richtig. Viele Firmen, für die Förtsch und Maydorn trommelten gibt’s nicht mehr, Informatec, Gigabell, Commerce One, Ariba, EM TV uva…

    Ob es diesmal wieder zum finalen Einbruch kommt, weiß jeder erst hinterher. Aber durch die monatlichen Sparraten,kann man mithilfe des Cost Average Effektes, die Performance in breiter Streuung, optimieren.
    Ich kaufe zu monatsweise zu und bin damit immer gut gefahren.

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