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Deutsche Bank: Problematische Klage in den USA und Fusionsgerücht

Redaktion

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Die Deutsche Bank kommt einfach nicht zur Ruhe. Vor einer Woche wurde durch einen WSJ-Artikel bekannt, dass die Bank in den USA seitens der Federal Reserve in einem „beunruhigenden Zustand“ gesehen wird – dies gelte für einige Töchter der Deutschen Bank in den USA. Diese Einstufung der Fed gelte schon seit einem Jahr, wurde aber nie veröffentlicht.

Erst durch diesen WSJ-Artikel kam dies an die Öffentlichkeit. Somit fühlen sich Investoren in den USA von der Deutschen Bank getäuscht nach dem Motto: Hätten wir schon vor einem Jahr gewusst, dass es solche negativen Einschätzungen gibt, hätten wir die Aktie wohl damals nicht im Depot behalten. Das ist wohl die Sichtweise einiger Investoren, die jetzt in New York Klage gegen die Deutsche Bank eingereicht haben.

Sie fühlen sich falsch, irreführend oder gar nicht darüber informiert, dass interne Kontrollsysteme der Bank mangelhaft gewesen seien. Sollten sie ihre Klage gewinnen, könnten natürlich viele andere Aktionäre folgen, die im letzten Jahr die Aktie hielten und deftige Kursverluste einfuhren. Wie wollte die Bank all diese Aktionäre für ihre Kursverluste entschädigen? Das könnte teuer werden – wie gesagt, wenn die Klage gewonnen wird.

Deutsche Bank vor Fusion?

Wie oft gab es dieses Gerücht schon? Die Deutsche Bank überlegt angeblich mal wieder mit der Commerzbank zu fusionieren. Wir hatten in den letzten Jahren schon mehrmals dazu Stellung genommen – es ist extremst unwahrscheinlich, dass die Nummer 1 und Nummer 2 in Deutschland fusionieren – zumal dahinter quasi gar nichts Bedeutendes mehr kommt. Dann gäbe es nur noch eine gigantische „Systemrelevanz-Bank“ in Deutschland, und dazu gäbe es nur noch die Sparkassen und die Volksbanken als winzige Vor Ort-Versorger der Bürger mit ihren Standard-Bankdienstleistungen. Es ist kaum vorstellbar, dass deutsche und europäische Kartellwächter diese Fusion durchwinken würden – zumal die Deutsche Bank gerade erst die Postbank vollständig in ihre Abläufe integriert hat.

Gemäß Medienberichten soll Aufsichtsratschef Achleitner mit Investoren und der deutschen Bundesregierung über eine Fusion mit der Commerzbank gesprochen haben. Mögliche wäre so eine Fusion wohl nur, wenn Angela Merkel massiv auf Karstellwächter und EU-Kommission einwirkt – da wäre aber wohl eine extreme Überzeugungskraft notwendig. Gespräche zwischen beiden Banken hat es aber wohl gar nicht gegeben. Also darf man von der Fusions-Gerüchteküche her keine kurzfristige Rettung für den Aktienkurs der Deutschen Bank erwarten. Er wird neben dem Gesamtmarktumfeld momentan eher beeinflusst durch die neue Klage in den USA. Die Aktie fällt heute um 1,12%. Die Aktie der Commerzbank fällt heute um 1,3%.

Deutsche Bank-Aktie
Die Deutsche Bank-Aktie seit August 2017.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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