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Indizes

Die Mai-Bilanz an den Börsen – wo sollen die Entspannungssignale herkommen?

Wolfgang Müller

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am

Eigentlich hätte man diesen schwachen Monat erwarten müssen. Zu stark waren die Börsen in den ersten vier Monaten gestiegen, seit Ende Dezember und der „dovishen“ Wende der US-Notenbank teilweise bis 20 Prozent.

So konnte es nicht weitergehen im Verlauf des Jahres. Es wäre daraus ein Rekordjahr geworden und das im 11.Jahr des Konjunkturzyklus. Es bedurfte eines speziellen Anlasses für Gewinnmitnahmen und der kam Anfang Mai mit der 180-Gradwende von Donald Trump in seiner Aussage zu den Aussichten im China-Deal.

 

Die Monatsbilanz

Zunächst setzten moderate Gewinnmitnahmen ein, die sich zum Monatsende hin verstärkten. Die Bilanz: Der Dow Jones fiel im Mai um 6,7 Prozent, der S&P 500 um 6,6 Prozent und der Nasdaq um 7,9 Prozent. Zum Vergleich unser Leitindex DAX, der knapp fünf Prozent nachgab.

Die Kursverluste des von Donald Trump sehr beachteten Dow-Jones-Index sind immer noch als moderat anzusehen, schließlich verzeichnete er den sechsten Wochenrückgang in Folge. Dies bedeutet eine Verlustperiode wie es sie seit acht Jahren nicht mehr gegeben hat.

Aber auch weltweit gab es es spürbare Vermögensverluste mit Börsenverlusten in Höhe von drei Billionen Dollar.

 

Neue Studie von Bank of America Merrill Lynch

Nach einer aktuellen Studie dieser Bank zeigt die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Handelskriegs deutliche Spuren. Anleger ziehen sich aus den Aktienmärkten zurück mit einem Abzug allein in der letzten Woche um 10,3 Milliarden Dollar (8,4 Mrd. aus US-Fonds). Ganz anders die Anleihefonds, die bereits die 21. Woche in Folge Zuflüsse zu verzeichnen haben. Sind die Anleihemärkte schlauer als die Aktienmärkte?

 

Die aktuelle Zollsituation

Das Handelsministerium in Peking hat ab Samstag Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar angehoben. Auf 25 Prozent für insgesamt 5140 Produkte. Ein sich ständiges Aufschaukeln der Maßnahmen, denn das US-Handelsministerium hatte erst drei Tage zuvor angekündigt, vorläufig auch Strafzölle von bis zu 1731 Prozent auf chinesische Matratzen zu erheben. Zudem sollen Stahl-Bierfässer mit einem Strafzoll von bis zu 79 Prozent belegt werden. Begründung: Dumpingvorwürfe

Dazu kommt der zweite Handelskriegsschauplatz Mexiko. Mit Zöllen auf fünf Prozent, ab 10. Juni, die im Monatsturnus jeweils um weitere fünf Prozent gesteigert werden sollen.

Vor allem erweist sich China als zäher Gegner. Nicht nur, dass man sich mit Gegenzöllen wehrt, jetzt ist schon von einer schwarzen Liste die Rede und aktuell untersucht man den US-Riesen Fedex, im Hinblick auf unlauteres Geschäftsgebaren.

Hohe Regierungsbeamte wie auch Staatsmedien machten deutlich, dass China die wichtigen Seltenen Erden als Waffe einsetzen könnte. „Sagt hinterher nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt“, schrieb das Parteiorgan Volkszeitung. „Wir fürchten uns vor niemanden“.

 

Ausblick

Wie weit geht Donald Trump? Das Nervenspiel geht weiter. Wird der Präsident die Zölle für Mexiko am 10.Juni umsetzen und vor allen Dingen den großen Knüppel gegenüber China ab dem 24.Juni mit den Zöllen in Höhe von 325 Milliarden Dollar auspacken? Oder wird die Wall Street ihn in seinem Pokerspiel in die Grenzen weisen? Über die Dimensionen einer Schwäche an den Aktienmärkten habe ich schon geschrieben, zuletzt heute im Artikel „Die immateriellen Schäden des Handelsstreits…..“.

Ja, was könnte den Markt stabilisieren? Eigentlich nur eine Mäßigung im Handelsstreit, also zumindest durch eine Verschiebung der höheren Zollabgaben, als kleinen Waffenstillstand. Ansonsten sollte sich das bisherige Szenario fortsetzen – das zunehmende Einpreisen der Kollateralschäden an den Aktienmärkten.

Oder wie Markus Fugmann so schön in seinem Marktgeflüster am Freitag getitelt hat: „Verzockt sich Donald Trump?“

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Finanznews

Corona – Konsequenzen in Zahlen! Videoausblick

Was bedeutet Corona für die Entwicklung der nächsten Jahre? Von der Ablösung der USA durch China bis zu steigenden Rohstoffpreisen..

Markus Fugmann

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am

Was bedeutet Corona für die Entwicklung der nächsten Jahre? Weltpolitisch wird China die USA als größte Volkswirtschaft einige Jahre früher überholen als zuvor angenommen, wel das Reich der Mitte die Krise um Corona viel besser gemeistert hat. Heute ist der letzte Regierungs-Tag von Donald Trump – im Fokus aber steht Janet Yellen mit ihren Aussagen vor dem US-Senat mit dem Tenor: „go big“! Wohl in Vorfreude auf dieses „go big“ steigen die US-Futures über Nacht deutlich an, der Dax eröffnet über der Marke von 13900 Punkten. Die Reaktionen auf die Coronakrise haben aber auch jenseits der Aktienmärkte Konsequenzen, die uns noch lange beschäftigen werden..

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Indizes

DAX daily: Dax wieder auf dem Weg zur 14.000er Marke

Stefan Jäger

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am

Dem Dax ist es im gestrigen Handel auch ohne die Unterstützung der US-Börsen gelungen die Marke von 13.800 Punkten zurückzuerobern. In der Nacht konnte er zudem noch die 13.900 überwinden. Ob die Erholung wirklich nachhaltig ist, wird sich im Verlauf des heutigen Handelstages zeigen, wenn die US-Indizes aus dem verlängerten Wochenende zurückkommen. Indessen kam bereits am Sonntag eine positive Nachricht aus den USA. Die künftige US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich für einen starken US-Dollar ausgesprochen und möchte das auch in ihrer Anhörung vor dem Kongress nochmal betonen. Das ist sowohl für die deutsche Exportindustrie, als auch für den Dax eine positive Meldung.

Vom gestrigen Tagestief bei 13.701 konnte der Dax eine kleine Rally starten und damit ein Plus von 60 Punkten (0,44%) über die Ziellinie bringen. Der Schlusskurs lag schließlich bei 13.848 Zählern. Die Partystimmung der Vorwochen scheint aber zunächst eine Pause einzulegen. In den nächsten Tagen geht es auf der Unterseite um den Bereich bei 13.600 und auf der Oberseite um die 14000. Erst ein Ausbruch auf der einen oder anderen Seite dürfte wieder für Schwung sorgen.

News und fundamentale Daten

Unterstützung erhielt der Dax gestern auch von den überwiegend guten Wirtschaftsdaten aus China. Heute werden die hiesigen Anleger ihr Augenmerk auf die um 11:00 Uhr erscheinenden ZEW-Konjunkturerwartungen richten. Der ZEW-Index gilt als einer der bedeutsamsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Prognose ist mit einem Wert von 60 recht optimistisch, einen Monat zuvor lag der Wert noch bei 55. Zeitgleich erscheint auch noch der ZEW-Index der Euro-Zone. Außerdem findet heute der Corona-Gipfel von Bund und Ländern statt. Ein paar Details sind bereits durchgesickert. Zum einen soll es eine Homeoffice-Regelung geben, zudem könnte der verschärfte Lockdown bis Mitte Februar verlängert werden. Sollten keine großen Überraschungen dazu kommen, dann dürfte die Reaktion des Dax eher gering ausfallen.

Bereits einen Tag vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten schauen die Anleger auf die Rede der designierten US-Finanzministerin und ehemaligen US-Notenbankchefin Janet Yellen, in ihrer Antrittsrede könnte sie Hinweise zur Währungspolitik und zum Konjunkturpaket der USA geben. Darüber hinaus nimmt die Bilanzsaison weiter an Fahrt auf. Heute legen unter anderem die Bankhäuser Goldman Sachs und Bank of America ihre Zahlen vor. Aber auch der Computerzubehör-Hersteller Logitech und der Streaming-Riese Netflix werden ihre Bücher öffnen. Gerade bei Netflix, die zu den Stay-at-home-Aktien gehört, wird es interessant zu sehen, ob die vorherigen Wachstumsraten beibehalten werden können.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax setzt seine gestern begonnene Erholung auch in der Nacht fort und dürfte kräftiger eröffnen. Bei 13.958 (61er Retracement) hat er sein erstes Etappenziel erreicht. Hier könnte er zunächst eine Pause einlegen, bevor es weiter aufwärts geht. Eine erste Unterstützungszone befindet sich zwischen 13.890/870. Findet der Dax dort keinen Halt, dann könnte noch das Gap bei 13.848 geschlossen werden. An dieser Stelle sollte der Dax wieder drehen, ansonsten dürfte sich die Abwärtsbewegung bis 13.804 fortsetzen. Kurse oberhalb von 13.804 sind positiv zu werten und sprechen für eine Fortsetzung der Erholung in Richtung der 14.000 und höher. Erst ein Tagesschlusskurs unter der Marke würde das Bild zugunsten der Bären drehen.

Aus der Bodenbildung bei 13.672 ergeben sich weitere Extensionsziele auf der Oberseite. Ein Überschreiten der 13.958 könnte den Dax zuerst zur 14.000er Marke führen. Darüber befinden sich die nächsten Ziele bei 14.029 (161,8 Ext.) und dem offen Insel-Gap bei 14.049.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 19.01. - H1-Chart - Zurück zur 14.000

Dax Unterstützungen (US):

13.868 – mehrfache US

13.804 – Punkt 1 Topbildung (H4)

13.711 – Punkt 2 Bodenbildung (H1)

13.672 – Tagestief 15.01.

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

Dax Widerstände (WS):

13.958 – 61,8% Retracement (14.131 – 13.672)

13.988 – offenes Gap 14.01.

14.000 – psychologische Marke

14.049 – Gap 08.01.

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

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