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Die tatsächliche Arbeitslosenquote in Deutschland

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Von Claudio Kummerfeld

Wie viele Arbeitslose hat Deutschland wirklich? finanzmarktwelt.de wollte wissen: Wie hoch ist die tatsächliche Arbeitslosenquote in Deutschland wirklich? Eine Analyse der vorhandenen Daten.

Zuständig für Arbeitslose - Vorstand der Bundesagentur für Arbeit
Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit
Foto: Bundesagentur für Arbeit

Eine aktuelle Arbeitslosenquote von nur 6,9%, wie sie Ende Februar von der Bundesagentur für Arbeit verkündet wurde, klingt „relativ“ gut. Wir wollten aber mal abseits jeder Vermutung versuchen die tatsächliche Arbeitslosenquote in Deutschland zu erfahren. Wie sehr wird in Deutschland geschummelt? Wer ist aus der Statistik gestrichen und wie? Und vor allem: wie wird das offiziell begründet.

Maßnahmen

Arbeitslose, die in sogenannten Maßnahmen zwischengeparkt werden, also in Häkel-Gruppen, Sporttherapie, Bewerbungstraining uvm, zählen nicht als arbeitslos, da sie ja einer „Tätigkeit“ nachgehen und somit dem Arbeitsmarkt „nicht zur Verfügung“ stehen. Und wer nicht zur Verfügung steht, kann auch nicht zur Berechnung der Arbeitslosenquote herangezogen werden. Klingt logisch, ist aber natürlich Quatsch. Denn die „Maßnahme“ dient ja offiziell dazu einen Arbeitslosen weiter zu qualifizieren, damit er höhere Chancen hat eine Arbeit zu finden – somit sagt ja schon der gesunde Menschenverstand, dass diese Person arbeitslos ist, zumal sie ihr Geld vom Amt bezieht.

„Sonderregelungen für Ältere“

In der weiter unten gezeigten Grafik erscheint eine Rubrik „Sonderregelungen für Ältere“. Menschen, die noch nicht alt genug für die Rente sind, aber in den Augen der Arbeitsagentur so alt, dass sie nicht mehr vermittelt werden können, werden einfach nicht mehr mitgerechnet. Um das für die Statistik ordentlich aufzubereiten, hat man anscheinend diese Rubrik geschaffen, die „Sonderregelung“. Unsere Meinung: Wer zu noch nicht das Rentenalter erreicht hat, und keine Arbeit hat, ist arbeitslos, und muss auch als Arbeitsloser gezählt werden. Da gibts doch gar nichts zu diskutieren!

Kranke Arbeitslose

Arbeitslose, die krank sind, zählen nicht als arbeitslos, da sie dem Arbeitsmarkt während ihrer Krankheit ja „nicht zur Verfügung“ stehen. Irgendwie logisch, aber letztendlich ändert es nichts an der Tatsache: der kranke Arbeitslose ist arbeitslos, und wenn er wieder gesund ist, ist er immer noch arbeitslos – also ist es eine reine Zahlentrickserei die kranken Arbeitslosen aus der Statistik zu streichen.

Private Vermittlung

Wird ein Arbeitsloser durch private Arbeitsvermittler betreut, fällt er ebenfalls aus der Statistik, wird also nicht als Arbeitsloser gewertet. Paradox… das Geld kommt weiter vom Amt, der Arbeitslose sucht Arbeit, ist aber statistisch gesehen nicht arbeitslos.

Der Monatsbericht

Die Bundesagentur veröffentlicht neben den wichtigsten Fakten zum Arbeitsmarkt auch einen umfassenden Monatsbericht, in dem alle Details eingesehen werden können. Studiert man den Monatsbericht genauer, stößt man auf folgendes Zahlenmaterial, das ganz unscheinbar in die sonstigen Daten eingearbeitet ist. Die Rede ist hier von Personen, die „im weiteren Sinne“ arbeitslos sind und von Personen, die „nahe am Arbeitslosenstatus“ sind. Mit so schwammigen Formulierungen kann man theoretisch die Arbeitslosenquote auch auf 0% runterrechnen. Das wäre dann aber zu auffällig manipuliert. Die beiden Hauptsummen haben wir rot markiert. In diesen Rubriken sind die Arbeitslosen untergebracht, die wir vorher teilweise erwähnt haben wie z.B. Maßnahmen und „zu alte“ Arbeitslose.

Arbeitslose rausgerechnet aus der Statistik

Die tatsächliche Arbeitslosenquote

Wie hoch ist die Quote wirklich, und wie viele Menschen sind wirklich arbeitslos? Addiert man die versteckten Arbeitslosen zusammen, kommt man zu diesem Ergebnis:

Februarzahl offiziell: 3.017.000 Arbeitslose
„Im weiteren Sinne arbeitslos“: 341.199
„Nahe am Arbeitslosenstatus“: 454.663
Somit tatsächlich arbeitslos: 3.812.862

Quote offiziell: 6,9%
Quote tatsächlich: 8,72%

Abschließend kann man eigentlich nur sagen: warum wundern sich Politiker und die sogenannten Mainstream-Medien, wenn zunehmend immer mehr Menschen ihnen nicht mehr vertrauen? In keiner Zeitung wird zur Präsentation der offiziellen Zahlen auf diese Manipulationen hingewiesen. Eigentlich weiß doch jeder, dass wir in Deutschland mehr als 6,9% Arbeitslose haben. Warum nicht einfach ehrlich die Fakten auf den Tisch legen? Zumal doch gerade jetzt Andrea Nahles den Posten der Bundearbeitsministerin bekleidet – vormals Chefin der Jusos, Kämpferin für Gerechtigkeit und Transparenz.




Quellen:
Bundesagentur für Arbeit
Statistisches Bundesamt



Wir hatten im Januar unter der Überschrift „Die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA“ einen Artikel veröffentlicht. Wenn Sie dieses Thema interessiert, klicken Sie bitte hier.

21 Kommentare

21 Comments

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    Kay Schlickeiser

    25. März 2015 16:15 at 16:15

    http://www.der-reale-irrsinn.de – da gibts die Wahrheit über unsere Arbeitslosenzahlen, u.a. im Bereich „Politik allg.“ und „Statistikmanipulation

  2. Avatar

    Beobachter

    25. März 2015 16:47 at 16:47

    Hinzu kommt noch die eine oder andere Million der unterbeschäftigten Erwerbsfähigen (mit bis zu 20-Stunden/Woche), die gerne doppelt so viel arbeiten würden als gegenwärtig, wenn sie nur eine passende Stelle fänden. Sie sind immerhin auf Unterhaltsleistungen Anderer angewiesen.

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    Frank Perka

    25. März 2015 16:54 at 16:54

    Jeder Arbeitslose muss mit der Argentur für Arbeit einen Eigliederungsvertrag eingehen. Dieser gillt auch zu Zeiten wenn der Betroffene in irgendwelchen Maßnahmen versteckt wird. Das gleiche triff für Harz IV empfänger zu. So Zählen alle die eine Eingliederungserklärung mit dem Amt geschlossen haben als Arbeitslos. Also jetzt müssten noch alle die einen solchen Vertrag mit dem Amt dazu kommen. Im Eingliederungsvertrag steht sinngemäß das sich der Kunde um Arbeit zu bemühenhat. Ebenso übernimmt das Amt die Vermittlung in Arbeit. Wir haben schätzungsweise 3000000 Harz IV emfänger mit sochen Verträgen. Also rund 6000000 Arbeitslose im Februar.

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      Josef Reti

      25. März 2015 19:57 at 19:57

      Nicht zu vergessen die Höchsbezugsdauer.
      Einer der alt ist und arbeitslos fällt aus der Statistik nach zB zwei Jahren aus,aber ist immer noch arbetslos.
      Bei der Reduzierung der Höchsbezugsdauer von 3 auf 2 Jahre ist die Arbeitslosequote überraschenderweise auch mit 33% gesunken ohne dass eine einzige alte Arbeitslose Arbeit gefunden hätte(dann nämlich wäre die Arbeitslosequote noch mehr gesunken)

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      Bernd

      25. März 2015 21:31 at 21:31

      EingliederungsVERTRAG weil es KEIN GESETZ gibt. Du MUSST es folglich nicht unterschreiben..

      • Avatar

        Erik Wilhelm

        1. Februar 2017 14:54 at 14:54

        Du MUSST gar nix unterschreiben. Nur zahlt Dir die Firma dann auch keine Kohle. Und der Rest der Schlafschafe ist dann auch gegen Dich, weil Du Dir herausnimmst es besser haben zu wollen als Dir Firma Dir erlauben möchte.

        Wenns so einfach wäre, würden es alle einfach machen … GEZ, äh, Beitragsservice, müsste man auch nicht zahlen müssen. Das sieht der GV der alle paar Monate vor meiner Tür steht allerdings auch anders.

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    Tell

    25. März 2015 17:02 at 17:02

    Das herrschende System kann nicht anders.
    Es ist ein System der Lüge und des Betruges und steht demzufolge
    immer unter dem gleichen Zugzwang.
    Würde das System zur Wahrheit zurückkehren, bräche es insich zusammen.

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    rauschen im walde

    25. März 2015 23:06 at 23:06

    Liebe Leute, es ist Zeit damit aufzuhören sich die Welt vom Wohnzimmersofa aus zu erklären. Geht vor die Tür und schaut Euch um, dann werdet Ihr feststellen, dass die Welt in Eurem Kopf nicht mehr existiert. Schaltet Radio und Fernseher aus, lasst Zeitungen weg – die vernebeln Euch nur. Alles was Ihr braucht ist Eure Augen und Ohren zu benutzen, den Verstand aus dem Stand By zu holen und vor die Haustür zu gehen. Das ist schon alles. Statistiken, Auswertungen und Expertenaussagen braucht Ihr dann auch nicht mehr. Hinsichtlich der Nebenwirkungen befragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker …..

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    Max

    26. März 2015 02:21 at 02:21

    würde man dann noch wie (ganz) früher die Quote nur aus den abhängig Beschäftigten ermitteln, betrüge die Quote rund 16%.

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    Jupp

    26. März 2015 11:03 at 11:03

    Das schönste an dem ganzen ist doch , dass die Medien das so weiter geben wie es ihnen auf den Tisch serviert wird. Verschönte Zahlen lässt die drei immer gut ausssehen.

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    Sabrina

    26. März 2015 14:39 at 14:39

    Und was ist mit den mindestens 5,5 Millionen H4 -Empfängern? H4 =ALG 2 also Arbeitslosengeld 2 ???

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    Klaus Schleusener

    12. Juni 2015 20:47 at 20:47

    Heute erst gesehen. Ich muss Ihnen recht geben. Die Politik verliert so den Rest an Glaubwürdigkeit auch noch. Warum soll ich Politik und Medien an anderer Stelle glauben, wenn sie mich z.B. hier nur einen Teil der Wahrheit sagen.

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    Christian Berndt

    2. Dezember 2015 22:34 at 22:34

    Geschönte Statistiken, tatsächliche Gleichgültigkeit den Arbeitssuchenden gegenüber, und ein Arbeitsmarkt, der nur noch günstige, aber junge und hochqualifizierte Menschen sucht. Nachdem ich im Alter von 50 in der BRD nach Pleite des AG keinen Job finden konnte-oder halt, doch, Sch…verkaufen mit Telemarketing und Kundenbesuchen, mit eigenen Pkw, Grundgehalt 800,00 brutto, möglichen Komissionen, die aber praktisch Betrug AM Kunden nötig gemacht hätten, bin ich 2011 aus Europa weg. Und arbeite mit Freuden in Brasilien. Werde wohl auch nicht Reich, aber wenigstens ist das Wetter schön.

  11. Avatar

    Wabi

    29. November 2016 14:52 at 14:52

    Würde ich dem Finanzamt solch „Bilanz“ vorlegen, käme ich wegen Steuerhinterziehung in den Knast.

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Direkte Staatsfinanzierung: Dammbruch bei der Bank of England

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Lange galt die direkte Staatsfinanzierung durch die digitale Notenpresse als rote Linie in der Geldpolitik. Im Windschatten der Corona-Krise wird nun auch dieses Tabu gebrochen. Die Bank of England, eine der ältesten Notenbanken der Welt, macht den Anfang.

Die indirekte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse ist bereits Realität

Der Aktionismus aufseiten der Geldpolitik zur Vermeidung des völligen Kollapses der Real- und Finanzwirtschaft während der Corona-Krise macht es fast unmöglich, den Überblick über sämtliche geldpolitische Maßnahmen und deren juristische Legitimität zu behalten. Schon vor der jetzigen Krise fand ein Großteil der Aktivitäten der Notenbanken zur Staatsfinanzierung in der rechtlichen Grauzone statt. So wurden beispielsweise die Anleihekaufprogramme im Zuge der Weltfinanzkrise und der Euro-Schuldenkrise vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) nach einer Klageflut nur wegen eines operativen Tricks für rechtmäßig erklärt. Am 21. Juni 2016 wurde zum Beispiel das OMT-Programm (Outright Monetary Transaction Programm) der Europäischen Zentralbank höchstrichterlich abgesegnet. Damit folgten die deutschen Verfassungsschützer dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Im Rahmen des OMT-Programms darf die EZB Staatsanleihen von EU-Mitgliedsstaaten in zunächst nicht begrenzter Höhe aufkaufen und als Forderungen auf der Aktivseite ihrer Bilanz verbuchen. Auf der Passivseite wird eine Verbindlichkeit gegen die eigene digitale Notenpresse gebucht. Aufgrund dieses buchhalterischen Mechanismus hat sich die Bilanz der Europäischen Zentralbank auch durch die Staatsfinanzierung aus der Notenpresse seit der Finanzkrise in atemberaubender Geschwindigkeit von ca. 1,5 Bio. Euro im April 2007 auf ca. fünf Bio. Euro aufgebläht. Bis zum Jahresultimo dürfte mindestens noch eine weitere Billion Euro durch die im März beschlossenen EZB-Programme dazukommen. Da drängt sich doch zwangsläufig die Szene aus Goethes Faust Teil 2 auf, in der Mephisto dem Kaiser unendlichen Nachschub an Geld verspricht.

Der Trick mit dem Sekundärmarkt

Offiziell ist es der EZB verboten, Staatsausgaben direkt aus der digitalen Notenpresse zu bezahlen. Also macht man es indirekt, durch die Zwischenschaltung von Strohleuten in Form von privaten Geschäftsbanken. Diese kaufen die Schuldscheine der Staaten z. B. von der deutschen Finanzagentur oder dem italienischen Finanzministerium auf und verkaufen sie am Zweitmarkt (Sekundärmarkt) innerhalb einer logischen Sekunde mit einem kleinen Preisaufschlag zur Deckung der eigenen Kosten an die EZB weiter. Ein Risiko gehen die Banken dabei nicht ein, da ihnen bereits vor der Transaktion eine Abnahmegarantie der gekauften Schuldpapiere von Seiten der Zentralbank vorliegt. Die Zahlungsfähigkeit der EZB steht dabei ebenfalls außer Frage, da sie über ein Geldschöpfungsprivileg für den Euro verfügt. Und schon ist die Finanzierung der Haushalte von bedürftigen EU-Mitgliedsstaaten durch die Notenpresse „indirekt“ und damit völlig legal und höchstrichterlich abgesegnet vollzogen. Einziger Unterschied zur direkten Staatsfinanzierung ist der, dass die Geschäftsbanken risikolos mitverdienen.

Die Bank of England erspart sich nun die Strohleute

Es brauchte nur einen Anlass, um letzte Linie zur direkten Staatsfinanzierung durch die Notenpresse zu überschreiten. Wenn Ökonomen und Politiker ihr beschwichtigendes Mantra wiederholen, dass nach der Corona-Pandemie alles wieder so sein wird, wie vorher, dann ist das zumindest im Falle der Geldpolitik plumpe Propaganda. Aber wahrscheinlich nicht nur in diesem speziellen Segment, sondern auch in anderen Bereichen der Politik, des Wirtschaftens, des Datenschutzes, unseres Rechtssystems und des sozialen Zusammenlebens.

Wie die britische Regierung heute Morgen berichtet, ist Großbritannien nun das erste entwickelte Land, das die direkte Staatsfinanzierung durch die Bank of England (BoE) in Anspruch nimmt. Offiziell geht es nur um Gelder zur Deckung der unmittelbaren Kosten für die Bekämpfung der Corona-Krise. Doch die sind gewaltig. Genauer spezifiziert werden diese Kosten bewusst nicht, das dürfte auch schwer möglich sein. Auf jeden Fall ermöglicht es diese Entscheidung der britischen Regierung, den Kapitalmarkt und die Strohleute (Geschäftsbanken) bei der Staatsfinanzierung durch die Bank of England zu umgehen. Zwar gilt für diese „außerordentliche“ Maßnahme eine Deadline bis zum Abklingen der Covid-19-Pandemi. Aber das ist natürlich eine sehr flexible Deadline. In Großbritannien wird diese Art der Geldpolitik bereits als „simbabwischer Stil“ kritisiert.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Jerome Powell: Webcast zur Lage – Live-Feed

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Jerome Powell mit einem Webcast zur Lage:

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Fed verkündet 2,3 Billionen-Programm

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Die Fed hat soeben ein 2,3 Billionen-Programm verkündet – wohl kein Zufall, dass dies zeitgleich mit den US-Erstanträgen verkündet wurde!

Dazu schreibt die Fed:

 

„The Federal Reserve on Thursday took additional actions to provide up to $2.3 trillion in loans to support the economy. This funding will assist households and employers of all sizes and bolster the ability of state and local governments to deliver critical services during the coronavirus pandemic.

„Our country’s highest priority must be to address this public health crisis, providing care for the ill and limiting the further spread of the virus,“ said Federal Reserve Board Chair Jerome H. Powell. „The Fed’s role is to provide as much relief and stability as we can during this period of constrained economic activity, and our actions today will help ensure that the eventual recovery is as vigorous as possible.“

The Federal Reserve’s role is guided by its mandate from Congress to promote maximum employment and stable prices, along with its responsibilities to promote the stability of the financial system. In support of these goals, the Federal Reserve is using its full range of authorities to provide powerful support for the flow of credit in the economy.

The actions the Federal Reserve is taking today to support employers of all sizes and communities across the country will:

  • Bolster the effectiveness of the Small Business Administration’s Paycheck Protection Program (PPP) by supplying liquidity to participating financial institutions through term financing backed by PPP loans to small businesses. The PPP provides loans to small businesses so that they can keep their workers on the payroll. The Paycheck Protection Program Liquidity Facility (PPPLF) will extend credit to eligible financial institutions that originate PPP loans, taking the loans as collateral at face value;
  • Ensure credit flows to small and mid-sized businesses with the purchase of up to $600 billion in loans through the Main Street Lending Program. The Department of the Treasury, using funding from the Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act (CARES Act) will provide $75 billion in equity to the facility;
  • Increase the flow of credit to households and businesses through capital markets, by expanding the size and scope of the Primary and Secondary Market Corporate Credit Facilities (PMCCF and SMCCF) as well as the Term Asset-Backed Securities Loan Facility (TALF). These three programs will now support up to $850 billion in credit backed by $85 billion in credit protection provided by the Treasury; and
  • Help state and local governments manage cash flow stresses caused by the coronavirus pandemic by establishing a Municipal Liquidity Facility that will offer up to $500 billion in lending to states and municipalities. The Treasury will provide $35 billion of credit protection to the Federal Reserve for the Municipal Liquidity Facility using funds appropriated by the CARES Act.

The Main Street Lending Program will enhance support for small and mid-sized businesses that were in good financial standing before the crisis by offering 4-year loans to companies employing up to 10,000 workers or with revenues of less than $2.5 billion. Principal and interest payments will be deferred for one year. Eligible banks may originate new Main Street loans or use Main Street loans to increase the size of existing loans to businesses. Banks will retain a 5 percent share, selling the remaining 95 percent to the Main Street facility, which will purchase up to $600 billion of loans. Firms seeking Main Street loans must commit to make reasonable efforts to maintain payroll and retain workers. Borrowers must also follow compensation, stock repurchase, and dividend restrictions that apply to direct loan programs under the CARES Act. Firms that have taken advantage of the PPP may also take out Main Street loans.

The Federal Reserve and the Treasury recognize that businesses vary widely in their financing needs, particularly at this time, and, as the program is being finalized, will continue to seek input from lenders, borrowers, and other stakeholders to make sure the program supports the economy as effectively and efficiently as possible while also safeguarding taxpayer funds. Comments may be sent to the feedback form until April 16.

To support further credit flow to households and businesses, the Federal Reserve will broaden the range of assets that are eligible collateral for TALF. As detailed in an updated term sheet, TALF-eligible collateral will now include the triple-A rated tranches of both outstanding commercial mortgage-backed securities and newly issued collateralized loan obligations. The size of the facility will remain $100 billion, and TALF will continue to support the issuance of asset-backed securities that fund a wide range of lending, including student loans, auto loans, and credit card loans.

The Municipal Liquidity Facility will help state and local governments better manage cash flow pressures in order to continue to serve households and businesses in their communities. The facility will purchase up to $500 billion of short term notes directly from U.S. states (including the District of Columbia), U.S. counties with a population of at least two million residents, and U.S. cities with a population of at least one million residents. Eligible state-level issuers may use the proceeds to support additional counties and cities. In addition to the actions described above, the Federal Reserve will continue to closely monitor conditions in the primary and secondary markets for municipal securities and will evaluate whether additional measures are needed to support the flow of credit and liquidity to state and local governments.

All of the facilities mentioned above are established by the Federal Reserve under the authority of Section 13(3) of the Federal Reserve Act, with approval of the Treasury Secretary.

The Federal Reserve remains committed to using its full range of tools to support the flow of credit to households and businesses to counter the economic impact of the coronavirus pandemic and promote a swift recovery once the disruptions abate.“

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