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Diese Rally hat einen hohen Preis! Marktgeflüster

Heute eine „Monster-Rally“ an den Aktienmärkten – aber sie basiert auf auf einem Widerspruch..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute eine „Monster-Rally“ an den Aktienmärkten: zunächst die Senkung des Einlagesatzes durch Chinas Notenbank, dann die starken US-Arbeitsmarktdaten – und schließlich die Aussagen von Jerome Powell, wonach die Fed jederzeit ihre Geldpolitik ändern könne. Daraufhin der Dow Jones mit 700 Punkten Gewinn, der Dax mit dem stärksten Anstieg seit eineinhalb Jahren. Aber diese Rally hat einen Preis: denn Powell meint, dass die Märkte mit ihren Rezessionsängsten übertreiben würden. Sollten die Märkte aber Recht behalten, ist die Glaubwürdigkeit der Fed dahin. Und hat die Fed recht mit ihrem Optimismus, wird sie die Zinsen stärker anheben als die Märkte derzeit erwarten – da beißt sich die Katze also in den Schwanz. Wir sehen derzeit eine Rally an den überverkauften Aktienmärkten, die noch weiter gehen kann, aber die Probleme bleiben..

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12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Marko

    4. Januar 2019 19:45 at 19:45

    Markus,

    „und schließlich die Aussagen von Jerome Powell, wonach die Fed jederzeit ihre Geldpolitik ändern könne.“

    So so, das wäre höchste Zeit für die FED deren Geldpolitik zu ändern…Die FED muss aufpassen, dass der Zinsabstand gegenüber der EZB nicht zu groß wird.
    as er sowieso derzeit ist, und was macht der Markt ? Der Markt kauft den EUR, ein EUR/USD bei 1,14 das sagt doch alles !

    dann schaun mer mal, sollte die EZB ihre erste Rakete zünden ?

    Dann wäre das „hier“ ein kleiner, netter, süßer Kindergeburtstag ? :D

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    4. Januar 2019 19:59 at 19:59

    Warum schwenkte Jerome Powell gerade jetzt in seinem „Wording“ so in Richtung dovish? Gestern rutschte die Nasdaq wieder in den Bärenmarkt, der Russel 2000, das heimische Barometer der USA, befand sich bereits darin und aufgrund der Gewinnwarnung von Apple stand der bedeutendste Aktienindex der Welt, der S&P 500 mit einer Marktkapitalisierung von fast einem Drittel aller Aktienindizes der Welt, kurz davor.
    Ich habe in den letzten Wochen drei große Kolumnen zum Thema Bedeutung des US-Aktienmarkt geschrieben, in denen ich die Wirkung eines größeren Einbruchs der US-Indizes in den Bärenmarkt-Status auf die Konjunktur beschrieben habe. „Das Jahr geht, die Zweifel werden immer größer – Das Billionen-Dollar-Risiko. Warum der US-Aktienmarkt zugleich Stärke und Achillesferse…. – Das Jahr 2019. Konjunkturerwartung und Börsenindikation…“. Darin habe ich dargelegt, dass bei einem Aktienmarkt mit einem gigantischen Volumen von fast 40 Bio.$ Volumen (2009 noch 10 Billionen) bei einem Rückgang von über 20% eine große Zurückhaltung von Konsumenten und Firmen die Folge sein muss. Darüber hinaus der schon fast sichere Sturz in die Rezession. Da brauchen die Pensionäre nur einen Blick auf ihre 401 k- Aktiendepots zu werfen und eine riesige Zahl an Aktionären in den USA in der 70%-US-Konsumökonomie muss notgedrungen auf die Bremse treten. Nach dem gestrigen Debakel nach der Apple-Warnung mit dem dezenten China-Hinweis Tim Cooks war Gefahr im Verzuge. Ein Sturz in die Tiefe lag in der Luft. Wie gesagt, die Zusammenhänge sind doch sehr stringent und ein verbales Gegenhalten der Fed war nur eine Frage der Zeit.
    Dazu noch eine persönliche Anmerkung. Da ich zu meinen letzten großen Kolumnen keinerlei Anregung, Kritik oder Diskussion festgestellt habe, muss ich davon ausgehen, dass sie kaum oder gar nicht registriert werden. Deshalb stelle ich meine Kolumne hiermit wieder ein. Der Aufwand, allein für den Jahresausblick 2019 war riesig, in Stunden Recherchearbeit gerechnet. Nichtsdestotrotz wird das Jahr 2019 so richtig spannend.

    • Avatar

      Simply

      4. Januar 2019 22:13 at 22:13

      Deine Kolumne war ausgezeichnet, gerade durchgelesen. Herzlichen Dank!
      Viele werden bis zum 6/7. Jan. praktisch nicht am Markt gewesen sein.

      Viele werden den jährlichen Depotauszug bekommen und die Zahlen vom 1.1. und 31.12 vergleichen. Alleine das müsste reichen um den Gürtel „gefühlt“ etwas enger zu schnallen.

      Mal sehen wie das „smart money“ nächste Woche umschichtet. Ein paar Hedgefonds werden wohl liquidiert :-). Schönes Wochenende.

    • Avatar

      Columbo

      4. Januar 2019 23:17 at 23:17

      @Wolfgang M.

      „Da ich zu meinen letzten großen Kolumnen keinerlei Anregung, Kritik oder Diskussion festgestellt habe, muss ich davon ausgehen, dass sie kaum oder gar nicht registriert werden“

      Deine wichtigen, kompetenten Beiträge werden sehr wohl registriert. Das erkennt man auch an den häufigen Komplimenten, die du für deine Beiträge bekommst. Ob sich Anregung, Kritik oder Diskussion entwickelt, hängt nicht von der Qualität Deiner Beiträge, sondern von der Qualität der anderen Teilnehmer ab. Viele wollen konsumieren und ihren Senf dazugeben ohne viel nachzudenken. Andere wissen vielleicht zu wenig, um auf Augenhöhe mit Dir zu diskutieren oder trauen sich nicht. Mit letzteren solltest du nachsichtig sein.
      Danke für Deine Mühe, hoffentlich hören wir noch oft von dir.

    • Avatar

      Trigo

      4. Januar 2019 23:34 at 23:34

      Wolfgang, ich lese alle Ihre Kolumnen und Kommentare und möchte auch nicht darauf verzichten. Ich schätze sie sehr!!! Mit Ihrer Erfahrung und Wissen sind Sie wirklich eine große Bereicherung für die FMW. Ich bin ein stiller Mitleser, der aus Zeitgründen nur hier und da einen Kommentar hinterlässt. Bitte schreiben Sie die Kolumnen weiter, da sonst der FMW – Gemeinde etwas wichtiges fehlen würde.

    • Avatar

      Michael

      5. Januar 2019 00:31 at 00:31

      @Wolfgang, ich hatte Ihnen schon im Dezember geschrieben, dass Sie bitte weitermachen sollten. Seltsamerweise schweigen die meisten vernünftigen Menschen, die große Masse meistens, während eine unzurechnungsfähige Minderheit nicht müde wird, ihren Schwachsinn lauthals und ohne Pause in die Welt hinaus zu posaunen.
      Ich für meine Teil kann nur immer wieder sagen, dass ich Ihre Kommentare sehr schätze und auch sehr erfolgreich in meine Tradingentscheidungen einbeziehe.
      Wenn hochqualifizierte und fundierte Kommentatoren wie Sie aufhören, hier zu posten, wird auch die letzte Insel FMW sehr bald zum rechtspopulistischen Mainstream-Sumpf verkommen…

  3. Avatar

    Quintus

    4. Januar 2019 22:52 at 22:52

    @Wolfgang M.
    Dann oute ich mich als Erster. Ich bin ein eifriger Leser ihrer Kolumne und freue mich immer wieder über ihre Infos und ihre persönliche Einschätzung der Lage. Leider konnte ich bisher keine Kritik anbringen, bis auf die Tatsache, daß sie spannend, Im Sinne von aufregend konnotieren würden während ich eher eine brandgefährliche Situation heraufziehen sehe….

  4. Avatar

    LookOut

    5. Januar 2019 00:05 at 00:05

    @ Wolfgang M.

    vielen Dank für ihre guten Beiträge, die immer wieder gerne gelesen werden.

    Jerome bleibt nichts anderes übrig als dovisher zu werden weil alles Pulver verschoßen ist.
    In den USA wird vermutlich spätestens mitte 2020 es wieder in die andere Richtung gehen und Zinssenkung geben.

    Ich denke wir sind jetzt auf dem Maximum was die „Zinswende“ in den USA betrifft.

    Bei allem Negativen details sollte man nicht vergessen das generell noch „Game changer“ kommen können, wie Zinssenkungen der USA, Helicopter Money der EZB, Senkung der Kapitalanforderungen der Banken seitens China usw.

    Das kann mit Stimulus ein akzeptables Jahr für die Aktienmärkte werden.

    Auch für Gold/Platin/Silber ist noch viel Luft nach oben weil tendenziell eher Zinssenkungen bevorstehen sowie sonstige Stimulus Pakete.
    Platin ist heute über 3% gestiegen sollte man nicht ganz außer acht lassen.

  5. Avatar

    Marko

    5. Januar 2019 14:31 at 14:31

    hallo der Donald at its best:

    „Trump hatte seinen Anhängern im Präsidentschaftswahlkampf versprochen, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Eigentlich sollten dafür nach seinem Willen die Mexikaner bezahlen. Dass Trump nun Geld vom Kongress dafür fordert, brachte ihm viel Spott ein.

    Ursprünglich hatte Trump eine Betonmauer gefordert. Davon ist er inzwischen abgerückt und spricht nun von einem Stahlzaun, den er errichten will. „Stahl ist stärker als Beton“, sagte er. Außerdem hätten die USA eine starke Stahlindustrie. Bei der geplanten Länge einer Mauer hat sich Trump ebenfalls von früheren Positionen verabschiedet.“

    https://www.onvista.de/news/trump-droht-mit-regierungs-stillstand-in-usa-fuer-monate-oder-jahre-173968963

    Was bringt den Amis so eine Mauer, gar nichts ! Da dürften ca. 6 Mrd Dollar nicht reichen, eher das Doppelte bis Dreifache, eher sogar das Vier- bis Fünffache.

    Ein Donald Trump möchte seine Ziele erreichen, aber das geht zu weit. So eine beklopplte Mauer würde die Flüchtlinge davon abhalten, die USA zu „infiltrieren“ ?

    Also, wenn die Amis den nochmal wählen… Dann kann nur sagen : GRATULATION ! :D :D
    Der Donald schlägt alles ! Das wäre genauso wie mit dem Brexit…

    Vg

    Marko
    V

  6. Avatar

    Marko

    5. Januar 2019 18:07 at 18:07

    Und jetzt mal ohne Spaß. Der Donald ist vieles, aber garantiert nicht ein Politiker !

    Der Donald möchte, koste was es wolle, seine Wahlversprechen in die Wirklichkeit umsetzten.

    Die „richtigen Politiker“ würden sagen, : „was interessiert uns unser Geschwätz von gestern „? ;)

    Diese „Mauer“ ist doch sowieso riesengroßer Quatsch ?

    Let´s make America great again – das war und ist doch sein Motto ? Das ist sogar möglich, wenn man sagt : America interessiert uns, aber nicht solche Mauern, , die keiner braucht ?

    Das würde bedeuten : Infrastruktur-Programme (Strassen, Eisenbahn usw), und das wäre locker möglich. Der Kongress würde dann sofort „Ja“ sagen. Da wären Summen über 10 Mrd USD möglich… Und „das da“ würde America greater machen….

  7. Avatar

    Wolfgang M.

    6. Januar 2019 08:29 at 08:29

    Noch ein paar Gedanken zu Geldpolitik und Rezession.
    Der monetäre Faktor oder wie entkommt die US Notenbank der Falle?

    Wie ich in den letzten Kolumnen öfters dargelegt habe, hatte die Federal Reserve der USA mit ihrer Politik und damit mit der Versorgung der Wirtschaft mit Geld (monetärer Faktor) die entscheidende Bedeutung für das Auf und Ab der Konjunktur in den letzten drei Zyklen seit Beginn der Neunzigerjahre. Jedes Mal hatte die Fed durch ihre Zinspolitik für den Boom-and-Bust-Zyklus gesorgt und damit für das Auftreten einer Rezession. Zuerst die Zinsen nach einem Abschwung stark gesenkt und dann zu spät und zu schnell angehoben. Dieses Mal kommt sogar noch etwas Besonderes hinzu, denn neben den Zinssenkungen nach der großen Finanzkrise 2007/2008 wurde auch noch ein gigantisches Anleihekaufprogramm QE (Quantitativ Easing) in Billionenhöhe dazu gepackt. Folge des unglaublichen monetären Programms war, dass alle Asset-Klassen durch die Bernanke-Yellen-Spritzen in große Höhen getrieben wurden. Jetzt, seit bereits drei Jahren, hebt die Fed die Zinsen scheibchenweise an und will nun verstärkt auch das Anleihekaufprogramm (monatlich 50 Mrd.$) zurückführen, sprich die Notenbankbilanz auf das Vorkrisenniveau zurückbringen. Das Problem dabei: die Märkte haben sich an die Droge Geld gewöhnt und bei einem gleichzeitigen Zurückfahren beider Dopingmittel (niedrige Zinsen und Anleihekäufe) muss das Wirtschaftssystem in den USA in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Insbesondere bei Aktien- und Immobilienpreisen müsste ein „Reappraisal“ stattfinden. Nicht zu vergessen die Billion neuer Schulden, die wegen Trums Steuerreform auch noch am Anleihemarkt aufgenommen werden müssen.

    Deshalb auch die heftige Reaktion, nachdem Jerome Powell seine Zinsprojektion am 21. Dezember für 2019 dargelegt hatte und gleichzeitig bei seinem Programm zur Bilanzreduktion von „Autopilot“ sprach.
    Alle vier großen Notenbanken haben begonnen die Liquidität zu verknappen. In den USA fiel die Geldmenge M2 im vierten Quartal 2019 deutlich, ebenso wie in China.
    Am vergangenen Freitag gab es einen Befreiungsschlag in drei Akten, der zu dieser absonderlichen, wenngleich nicht unüblichen Shortsqueeze in einem total überverkauften Markt führte.
    Zuerst kam die Meldung über die geldpolitische Maßnahme der chinesischen Zentralbank den Mindestreservesatz um zweimal 0,5% zu senken – Liquiditätszufluss.
    Danach die guten US-Arbeitsmarktzahlen, die die aktuellen Sorgen vor der Rezession zerstreuten. Als nachlaufender Indikator relativ uninteressant, weil diese Daten normalerweise vor einem Abschwung recht gut sind.
    Als drittes kam das Notenbanktreffen Bernanke-Yellen-Powell, in dem der aktuelle Fed-Chef angesichts der drohenden Aktienmarktabstürze die große „dovishe“ Kehrtwende machte.

    Deshalb ergeben sich aus dieser Zwangslage der Fed aus meiner Sicht zwei Schlussfolgerungen:
    Der Entzug von billigem Geld wird nach zehn Jahren fast zwangsläufig in einer Rezession münden müssen aber der Eintritt wird maßgeblich von der Kommunikation und der Umsetzung der Zinspolitik der Federal Reserve abhängen.
    Dabei wird auch klar, warum 2019 mit Volatilität an den Aktienmärkten zu rechnen sein wird. Jeder Hinweis der Fed auf eine Zinspause oder gar einem temporären Aussetzen des Tapering wird zu Bärenmarktrallyes führen, bei datengetriebenen Hinweisen auf Zinsanhebungen (Inflation u.w.) zu Kurseinbrüchen. Ich bin mir sicher, dass sich die Notenbank bewusst ist, dass es zu einer Marktbereinigung kommen muss – für das Geldzentrum der USA arbeiten über 700 Ökonomen. Aber ich denke, dass hierbei der Schweizer Felix Zulauf mit seiner These recht haben könnte. Die Notenbank strebe ein stufenförmiges, geregeltes „Luftablassen“ an den Märkten an, ohne den großen wirtschaftlichen Schock. Ein hehres Ziel, welches bisher meines Wissens noch nie so richtig geklappt hat.
    Denn, heute existieren viele Firmen in den USA, die sich in den letzten 10 Jahren mit Billigkrediten vollgesogen haben und die bei steigenden Zinsen reihenweise umfallen werden. (BBB-Firmen mit Bonds in Höhe von 3 Bio.$). Dazu noch überaus viele Investoren, die „geleveraged“ im Markt investiert sind. Gewöhnlich wollen diese bei irgendeinem vorher nicht absehbaren Ereignis „durch dieselbe Tür hinaus“. sprich verkaufen und dann heißt es auch hier: Raus, „whatever it takes“ und der geregelte Abschwung dürfte sich einmal mehr als Chimäre erweisen.

    Fazit
    Vor dem offiziellen Eintritt in eine Rezession (aufgrund der Datenveröffentlichungen immer im Nachhinein) wird zuerst eine volatile Phase stehen – sehr zur Freude der Trader.

  8. Avatar

    Altbär

    6. Januar 2019 11:58 at 11:58

    @Wolfgang M. Wieder eine Analyse logisch erklärt u.phänomenal. Ich nehme an, dass von den 700 Ökonomen mindestens 351 ( Mehrheit) es auch so sieht. Die jeweils überraschenden ( hawkisch/ dovischen )Kommentare von Powell könnten wirklich etwas mit bewusstem kontrollierten Luftablassen zu tun haben.
    Die realistische Analyse von Wolfgang M. ist eine „Ohrenweide“ wenn man sie mit teilweise dümmlichen Aussagen von gewissen „Profianalysten“ vergleicht.
    Sagte doch kürzlich Einer , ein Crash sei noch eine Generation entfernt.Meines Wissens ( korrigieren Sie mich) hatte Apple eine Kapitalisierung in der Höhe von 496 S&P Unternehmen von gesamt 500.
    Meine Überlegung:
    Wenn also die Verluste von Apple von über 35% zuzüglich die Verluste der andern 499 Firmen addiert
    werden, müssten doch die gesamten Buchverluste des S&P 500 über 35 % liegen, was schon fast einem Crash entspricht. ( Wolfgang könnte diese Zahlen sicher aus dem Ärmel schütteln.
    Mein Fazit: Dieser Analyst hat nicht gemerkt was in den letzten 3Monaten passiert ist, macht aber eine Prognose auf Generationen hinaus.

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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