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Aktien

Endlich mal wieder „normale“ Verhältnisse an den Märkten – WTI-Öl unter 40 Dollar

Der Dow fällt heute den 7. Handelstag in Folge. Heute „nur“ ein Rückfall von 90 Punkten, aber die Aneinanderreihung von diesen 7 Tagen lässt die ganze Sache etwas bedeutender erscheinen. Dieser Abwärtstrend läuft seit dem…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dow fällt heute den 7. Handelstag in Folge. Heute „nur“ ein Rückfall von 90 Punkten, aber die Aneinanderreihung von diesen 7 Tagen lässt die ganze Sache etwas bedeutender erscheinen. Dieser Abwärtstrend läuft seit dem 20. Juli von 18.637 auf aktuell 18.306 Punkte. Aber Moment mal… das sind ja gerade mal lumpige 331 Punkte oder ein „Absturz“ von 1,77%. Also eher ein kleiner aber gemächlicher Rückgang, gestreckt über einige Sommertage.

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Der Dow seit dem 11. Juli.

Dennoch wies Markus Fugmann vorhin richtigerweise auf die Divergenz hin zwischen dem Ölmarkt und dem Aktienmarkt. Während der Aktienmarkt (Dow) sich relativ robust hält, fällt der Ölpreis jetzt aktuell sogar unter die 40 Dollar im WTI. Wie dieser Chart der letzten Monate gut zeigt, liefen Aktien und Öl relativ parallel nach oben bis Anfang Juli. Von da an gingen beide getrennte Wege. Jetzt ist die Frage: Nähern sich beide demnächst ein Stück weit an? Oder steigt Öl? Oder fallen die Aktien?

Dow Öl
Dow (orange) gegen Öl (schwarz) seit März.

Und der Dax? Halt, einen Schritt zurück: Erstmal der Blick auf den Yen. Nach dem wohl zu lauen Stimulus von Japans Ministerpräsident Abe von heute steigt der Yen immer weiter – somit wird USDJPY immer schwächer und notiert inzwischen unter 101.

USDJPY 1
USDJPY seit Anfang letzter Woche.

Somit herrscht Dollar-Schwäche. Die zeigt sich auch im starken Euro, der gegen den US-Dollar weiter anzieht auf aktuell 1,1225. Immer weiter rauf in Stufen.

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EURUSD seit Anfang letzter Woche.

Und somit wären wir beim Dax angekommen. Starker Euro = schwacher Dax, da extrem exportlastig. Das ist der „normale“ Markt. Endlich mal wieder ein normaler Markt, nicht wahr? Der Dax fällt aufgrund des starken Euros. Gestern hatten wir schon geschrieben der Dax müsse jetzt endlich mal aus seiner langweiligen dreitägigen Seitwärtsrange ausbrechen. Das tat er heute. Sei es jetzt nur der starke Euro, oder auch der Pseudo-Bankenstresstest, der den Dax noch weiter runterzieht. Der Dax pustet durch mit -165 Punkten seit gestern Abend. Und das Gold? Das läuft derzeit auch wie geschmiert mit +46 Dollar seit Anfang letzter Woche. Ein stufenweiser Anstieg, nach wie vor intakt wie im Euro. Wird es bei beiden mal Zeit für eine Korrektur? Die morgen um 16:30 Uhr wöchentlich verkündeten Öl-Lagerbestände in den USA werden bei dem nervösen Ölpreis wichtiger denn je. Also Augen auf!

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Aktien

IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff- und Merger-Montag

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die vierte Woche in Folge gibt es pünktlich Montag Mittag eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Und IHS Markit soll von S&P Global gekauft werden. Markus Koch spricht von einer massiven Konsolidierung im Bereich der Finanzdaten.

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Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

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