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Euro vs US-Dollar: 1,17 Marke erobert – lohnt es sich noch zu kaufen?

Agata Janik

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am

Euro Geldscheine

Der übergeordnete Aufwärtstrend beim Euro zum US-Dollar scheint momentan unaufhaltsam zu sein. Wir haben schon lange nicht mehr so einen starken Euro gesehen. Nicht nur gegen den USD, sondern auch gegen die anderen Majors hält sich der Euro stabil. Das, was wir aber bei EUR/USD momentan beobachten, geschieht nicht sehr häufig.

Am Freitag bewegte sich der Major zuerst seitwärts und viele Trader haben mit einer leichten Korrektur gerechnet. Es entwickelte sich am frühen Morgen eine Seitwärtsbewegung, die sich schon in der Nacht zum Freitag angedeutet hat. Der Kurs von Euro vs US-Dollar war Zeitlang in einer engen Range von ca. 20 Pips eingesperrt. Die Bären haben am Freitagvormittag versucht, die wichtige Unterstützung bei 1,1585 zu durchbrechen. Zu diesem Zeitpunkt verlief jedoch in diesem Bereich der 120er Moving Average, der den Ausbruch auf der Unterseite verhindert hat. Das hat schnell gezeigt, dass das Interesse am Euro weiter vorhanden war. Der Major ist seitdem langsam wieder angestiegen. Obwohl es keine schnellen Bewegungen waren, klettere EUR/USD im Laufe des Tages weiter nach oben und erreichte im Tageshoch die Marke von 1,1657. Das war schon eine kleine Überraschung, denn normalerweise schließen viele Händler ihre Positionen vor dem Wochenende. Da sie aber diesmal den Euro gegen den USD weiter favorisiert haben und sogar das Risiko eingegangen sind, die Positionen übers Wochenende zu halten, gehen sie davon aus, dass sich der Euro auch in der neuen Handelswoche gegen den Greenback weiter durchsetzen wird. Das sind Impulse, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Der Euro erreicht die 1,17 Marke

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1698 In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, haben die Händler weiter den Euro gegen den US-Dollar gekauft. Der Major hat es ohne Probleme geschafft, die wichtige psychologische Grenze bei 1,1700 zu erobern. Zuerst ist EUR/USD aus der Seitwärtsrange ausgebrochen und hat den wichtigen Widerstand bei 1,1667 überwunden. Danach hat sich die Dynamik weiter beschleunigt und im Chart bildeten sich lange grüne Kerzen aus. Diese haben auch die Break-Out Trader dazu motiviert, den Euro zu favorisieren. Der Kurs von EUR/USD ist weiter angestiegen und erreichte im Hoch den Widerstand bei 1,1725. Es ist relativ selten, dass schon zum Wochenstart so viel Dynamik im Markt entsteht. Das sind die Anzeichen dafür, dass der Euro zum US-Dollar auch in dieser Woche weiter an Stärke gewinnen kann.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Die aktuelle Situation beim Euro zum USD ist wirklich spannend. Kein Händler kann sich momentan beschweren, dass es nicht genügend Musik im Markt gibt. Der starke Aufwärtstrend bei EUR/USD scheint noch lange nicht vorbei zu sein. Wichtig ist es jetzt nur, das richtige Timing für den Einstieg auf der Long-Seite zu finden. Das ist die hohe Kunst des Tradings. Aus technischer Sicht müsste der Major kurzfristig korrigieren. Da wird uns aber jetzt in einem fundamentalen und emotionalen Markt befinden, darf man die Indikatoren nicht überschätzen. Natürlich kann es kurzfristig zu einer Gegenreaktion auf der Unterseite kommen, wer jedoch gerne den Euro vs USD verkaufen möchte, muss sich darüber bewusst sein, dass er sich gegen den übergeordneten Trend stellt.

Aktuell werden alle Kursrücksetzer zum Kauf genutzt. Wer also konservativ denkt, und keinen Nervenkitzel sucht, sollte die Gegenbewegung auf der Unterseite abwarten und sich dann Long positionieren. Der erste signifikante Widerstand befindet sich aktuell bei 1,1725. Sollte diese Hürde demnächst überwunden werden, kann der Kurs noch weiter bis 1,1765 steigen. Auf diesem Niveau sollte man aber über den Ausstieg nachdenken oder mit einem Trailing-Stop arbeiten. Auf der Unterseite sitzt die erste wichtige Unterstützung bei 1,1655 und dann bei 1,1623. Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-dollar liegt heute bei 1,1630.

Der Chart zeigt Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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