Folgen Sie uns

Devisen

Euro vs US-Dollar: Entscheidung vor dem Wochenabschluss?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Das Euro Symbol

Der Euro gegen den US-Dollar musste sich in der gestrigen Handelssitzung weiter geschlagen geben. In den Morgenstunden haben die Long-Trader noch versucht, den wichtigen Widerstand bei 1,0820 zu erobern. Diese Marke war jedoch gestern für den Euro zu stark. In diesem Bereich lagen viele Verkaufsorders im Markt, die den Euro an einem weiteren Anstieg gehindert haben. Es wurde schnell klar, die Luft ist dünn und die Kraft für den Ausbruch fehlt. Danach ist EUR/USD wieder gefallen und der übergeordnete Abwärtstrend hat sich erneut bestätigt. Die signifikante Marke von 1,0800 konnte ebenfalls dem Euro nicht helfen. Die Bären haben zugeschlagen und die 1,0800 „big figure“ ist unterschritten worden. Danach ist der Kurs noch bis 1,0773 gefallen. Auf diesem Niveau befindet sich eine wichtige charttechnische Unterstützung, die den Euro aufgefangen hat. Diese Marke hat gestern gehalten und der Major konnte sich anschließend wieder leicht erholen. Am Nachmittag haben die Short-Trader erneut versucht, den Kurs von EUR/USD unter Druck zu setzen, aber auch der zweite Angriff auf den Support bei 1,0773 ist gescheitert. Am Abend notierte der Euro vs USD leicht über 1,0800.

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

Der gestrige Handelstag hat gezeigt, dass der Euro sich momentan schwertut, den Break-Out auf der Oberseite zu erzielen. Auch die fundamentalen Daten liefern der europäischen Leitwährung keine positiven Impulse. In den letzten Tagen hat US-Präsident Donald Trump mehrere Male betont, dass er sich für die USA einen Negativzins wünscht. Auch der starke Dollar wäre laut ihm jetzt für Amerika wichtig, was absolut unlogisch ist. Der US-Notenbankchef Jerome Powell strebt dagegen keinen Negativzins für die USA an. Trotz der Differenzen wurde seine Arbeit von Donald Trump gelobt. Trumps Äußerungen haben sofort ihre Wirkung an den Finanzmärkten gezeigt. Viele Experten gehen davon aus, dass die USA demnächst doch den Negativzins einführen werden. Die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum USD bei ca. 1,0806. In der asiatischen Session bewegte sich der Major nur seitwärts. Es war insgesamt eine ruhige Nacht am Devisenmarkt. Für mehr Unruhe in Asien sorgte dagegen das letzte Interview von Donald Trump, in dem er sich erneut kritisch über China geäußert hat, und sogar mit dem Abbruch der Beziehungen zu der Volksrepublik gedroht hat. Die angespannte Lage hat sich bei der Kursentwicklung an den fernöstlichen Wertpapiermärkten gespiegelt. Für den Euro vs US-Dollar wird es heute, vor dem Wochenabschluss, interessant: die Veröffentlichung des deutschen BIP (10.00Uhr) dürfte darüber entscheiden, wie der Kampf um die  1,0800er-Marke ausgehen wird.

Sollte diese wichtige psychologische Grenze erneut brechen, werden die Bären den Euro weiter verkaufen und der übergeordnete Abwärtstrend wird sich fortsetzen. Der nächste signifikante Support befindet sich bei 1,0773 (das Tief von gestern). Hier kann die endgültige Entscheidung für den Euro vs USD fallen. Wenn es zu einem Break-Out auf der Unterseite kommt, wird der Major frische Dynamik entwickeln. Der Kurs kann dann noch weiter bis 1,0740 fallen. Wenn dagegen die 1,0800 Marke hält, werden die Bären ihre Short-Positionen schließen und die Gewinne vor dem Wochenende absichern. Das kann den Euro ein wenig entlasten. Bei 1,0830 wartet schon der nächste wichtige Widerstand, der nicht so leicht zu erobern sein wird. Der Pivot Point beim Euro zum USD liegt heute bei 1,0802. Insgesamt ist der Euro aber weiter angeschlagen. Wer also die Long-Seite gerne handelt, soll er es in dem Bewusstsein tun, dass er sich gegen den langfristigen Trend stellt.

Euro vs US-Dollar Chart mit Indikatoren

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage