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EZB-Präsidentin Lagarde über Bitcoin & Co: Krypto „is worth nothing“

„Meiner bescheidenen Meinung nach ist das alles nichts wert"

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In einem Interview mit einem lokalen holländischen Fernsehsender äußerte sich die EZB-Chefin Christine Lagarde zu den Krypto-Währungen wie Bitcoin und bekennt, keine Befürworterin zu sein.

Lagarde: Krypto nichts wert, nur Risiken

Ihrer Meinung nach sind „Krypto-Währungen wertlos und sollten reguliert werden, damit die Bürger davor beschützt werden, mit ihrer Altersvorsorge damit zu spekulieren.“

Lagarde ist beunruhigt, da die Bürger ihrer Meinung nach „kein Verständnis für die Risiken haben und alles verlieren und schrecklich enttäuscht werden.“ Deshalb sollte man den Markt unbedingt regulieren, so die EZB -Chefin.

Verluste bei Bitcoin und Ether über 50 Prozent

Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, in dem der Krypto-Markt aufgrund seiner starken Verluste seit Jahresanfang und der überschießenden Volatilitäten bereits durch schweres Fahrwasser rollt. Alleine Bitcoin und Ether haben von ihren Hochs aus dem November 2021 dieses Jahr über 50 Prozent an Wert verloren. Zudem wird diese Anlageklasse immer wieder von Finanz-Regulatoren überprüft, ob sie nicht doch ein globales Risiko für das weltweite Finanzsystem darstellten.

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Lagarde: „Digitaler Euro soll in vier Jahren Marktreife erlangen“

Lagarde äußerte, sie sei skeptisch gegenüber Krypto-Währungen, im Gegensatz zum digitalen Euro, den sie befürworte und der in den nächsten vier Jahren Marktreife erlangen soll. „Meiner bescheidenen Meinung nach ist das alles nichts wert, es basiert auf nichts, es gibt keine zugrundeliegenden Vermögenswerte, die wie ein Sicherheits-Anker dienen. Wenn eines Tages die digitalen Zentralbank-Währungen kommen, dann wird hinter jedem digitalen Euro die Zentralbank stehen, und das ist grundlegend anders.“

Aber genau darin sehen die Anhänger dezentraler Geldsystem ja das Problem: die Steuerung des Geldsystems durch eine Zentralbank, die dann durch Einführung einer digitalen Währung (hier: der digitale Euro) und Abschaffung des Bargelds die totale Kontrolle über die Bürger erlangen kann.

Auch andere EZB-Mitglieder hatten bereits in der Vergangenheit ihre „Sorge“ zum Ausdruck gebracht. Fabio Panetta sagte im April, dass Krypto-Vermögenswerte „einen neuen (finanziellen) Wilden Westen entstehen lassen“ und zog Parallelen mit der Subprime-Krise 2008.

Lagarde investiert privat nicht in Krypto-Währungen – aber ihr Sohn!

Lagarde selber halte in ihrem privaten Depot keine Krypto-Vermögenswerte, weil sie “vorleben möchte, was sie predigt.“ Aber sie beobachte den Markt sehr genau, da einer ihrer Söhne dort investiert habe – gegen ihren Rat. „Er ist ein freier Mann“, so Lagarde.

Es wirkt doch leicht irritierend, wenn die Präsidentin der EZB davon spricht, dass sie Angst davor habe, dass die Bürger alles am Krypto-Markt verlieren würden. Die Eurozone, für die Lagarde schließlich monetär verantwortlich ist, erlebt gerade die schlimmste Inflation, die je im Euroraum gemessen wurde. Das ist eine schleichende Enteignung, die tagein tagaus stattfindet.

Lagarde wird daher immer wieder von bedeutenden Ökonomen vorgeführt, da ihre Äußerungen nicht den Fakten entsprechen. Zuletzt war es Professor Hans-Werner Sinn, der während eines Vortrages äußerte: „Wie kann die Präsidentin der EZB so etwas sagen?“ Damals ging es um nichts geringeres als ihre Aussage, sie glaube nicht, dass eine Zinsanhebung irgendeinen Einfluss auf die Energie- Preise haben werde. Professor Sinn bezeichnete ihre Aussage schroff als „Unsinn“. Welche weiteren Merkwürdigkeiten wird uns Lagarde noch während ihrer Amtszeit präsentieren?



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19 Kommentare

  1. Nicht die Frösche fragen, wenn ein Teich trocken gelegt werden soll.
    Wer nun 50 % verloren hat, kann sich damit trösten, dass vielleicht der Kurs mal wieder steigen wird.
    Das kann ja bei Aktien gut sein, und auch bei Gold, wenn es auch um 50% gefallen wäre.
    Nun haben sicherlich nicht kleine Sparer und Rentner zu den großen Verlierern gehört.
    Aber wir können uns ja mal vorstellen, was passieren würde, wenn heute der Euro nur noch 50 % Kaufkraft hätte, und jede weitere Talfahrt möglich wäre; auch bis auf NULL.
    Ab morgen doppelte Mieten usw.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. “Die Zentralbank “ dieser Private Club hat die Welt erst in diese Lage gebracht mit ihrem Fiatmoney

  3. Bitcoin & Co. „Lagarde is worth nothing“.
    Zentralbanken sind nichts wert; nur Risiken für die arbeitende Bevölkerung und deren sauer Erspartes.

    In D hat die Zentralbank noch immer nichts gegen die galoppierende Inflation unternommen; die Preise steigen weiterhin und große Teile der Bevölkerung leiden – natürlich außer den Zentralbänkern und sonstigen Vollalimentierten; der Euro verfällt und steht vermutlich bald 1:1 zum USD. Digitaler Euro in vier Jahren?
    Der ganze Unfug begann mit der Einführung des EUR…

  4. Die wollen doch nur das der kleine Anleger keine Kohle mehr damit macht.

    1. Tja und es gibt nur einen Weg das zu verhindern. Wir alle müssen das Kartell der Primary Dealer und der Staatskreditabteilungen inkl. ZB aufbrechen und Höchststrafen verhängen. Nur diese Mechanik ermöglicht die ständige Verzerrung der Realität. Das ständige Hineingreifen kleiner Gruppen in die Belle Etage der Geldschöpfung ,um ihre eigene Agenda und politische Vormachtstellung zu erhalten und daraus resultierende
      Informationvorsprung inkl. garantierte Gewinne,das muss endlich aufhören.
      Haftung,Haftung,Haftung und keine Risikoverschiebung auf Andere.
      Ich schreibe das hier ,keine Ahnung wie lange schon und es wird einfach nicht falscher !

      1. P.S. Wenn Warren Buffet Wells Fargo verkauft weis man was kommt !
        Ihr wißt nicht wen ich meine .Die Liste weiter unten.Die Profiteure des neuen Virginmoney.

        https://wolfstreet.com/2020/03/20/feds-balance-sheet-spikes-as-everything-bubble-morphs-into-financial-crisis-2/

  5. Helmut- was war Reichsmark/ DM umstellen oder DM / EURO . Alles halbiert.. Aktuell noch dauerhaft -10% Inflation pro Jahr . Fiat ist copy paste wie krypto.

  6. Thja wenn das jemand sagt der Nachweislich keine Ahnung hat wie Geld funktioniert, ja noch nicht mal wie Sie wirksam die I flation bekämpfen soll als Notenbank, dann mache ich mir keine Sorgen um
    Meine Kryptos, aber um meine Euros, ich wette 1 Mio das der Euro nichts mehr Wert ist bevor Kryptos nichts mehr Wert sind

    1. Was wettest du 1 Mio.? Euro? Ok dann bin ich dein Gegenpart und halte die Wette, das ist ein Free Lunch für mich. Hast du Recht das der € nichts mehr Wert ist, bezahle ich nichts und verliere und anders herum mache ich 1Mio.€.

      1. ich bezahle in Euro, du allerdings in Bitcoin, und nicht eine Million in Bitcoin sondern 1 Million Bitcoin (Einkaufspreis also 1 Euro). jeder bezahlt dem anderen das wovon er ausgeht das es wertlos wird, es wird hier also keinen Freelunch geben ;)

  7. Ich habe einen Future anzubieten, ich biete 1 Mio Euro für 1 Mio Bitcoin ausführung 23.05.2032.

    Wer daran glaubt das Kryptos sowieso nichts mehr Wert sekn werden hat jetzt die Chance Millionär zu sein in 10 Jahren.

    1. @ Brettonwood

      Aufgrund der Inflation werden wir doch alle bis 2032 wahrscheinlich Euro- Multimillionäre werden, wenn es den Euro dann noch geben sollte ;-)

      Warum sollte man einen Future auf zwei wertlose Dinge handeln? Müll gegen Müll tauschen macht keinen Sinn.

      Kryptos würden für mich persönlich Interessant werden, wenn sie in relevanten Bilanzen (Notenbanken; Geschäftsbanken) eine Rolle spielen würden…

      So lange diese nur in Bilanzen von windigen Unternehmen und Looserstaaten eine Rolle spielen, lasse ich lieber meine Hände davon.

      Bis dahin sind sie ein netter und zwischendurch schlechter Zock.

      1. In den Relevanten Bilanzen ? Notenbanken ? Ich hoffe das wir dieser Knechtschaft dereinst entkommen, und nicht das wir alte Scheisse den Leuten einfach neun in Oink verpackt verkaufen…aber am Schluss ist das wohl Ansichtssache.

        1. „Ich hoffe das wir dieser Knechtschaft dereinst entkommen…“

          Leider unwahrscheinlich.

          Bei Kryptos sollte man sich fragen, ob man es als Invest oder Zock handelt.

          Warum sollten Kryptos ein Invest darstellen? Kryptos generieren kein Cash und sind in den relevanten Bilanzen nun mal nicht präsent.
          In welchen Bilanzen stellen Kryptos einen entscheidenden Teil der Aktiva da? (Das ist meiner Meinung nach auch der wesentliche Unterschied zum Gold..)

          Ich muss mich bei Kryptos darauf verlassen, dass irgendwelche Kryptomillionäre oder fragwürdige Staaten diese nicht verkaufen (müssen). Und wenn die verkaufen, wer hat ein Interesse die Kurse stabil zu halten. Kleininvestoren?

          Finde ich die Notenbankpolitik daneben= Ja
          Mag ich Frau Lagardes verhalten= Nein
          Mag ich Banken= Nein
          Mag ich den Euro= Eigentlich ja, nur er ist falsch konstruiert und wird daher sehr wahrscheinlich scheitern.
          Mag ich die Ungerechtigkeit der Vermögens- und Machtverteilung dieser Welt= Klares Nein

          …..etc.

          Würde ich deshalb aus emotionalen Gründen gegen das System handeln, mit der Gefahr noch mehr geknechtet zu werden= Nein

          1. Deine Ausführungen implizieren das Krypto einzig Cash Äquivalent sei bzw sein könnte, das ist jedoch weit unter den Möglichkeiten von Krypto.

            Jedoch kann ich das nachvollziehen, an der Vorstellung was man mit Computern oder gar dem Internet machen kann hat es auch gefehlt.

            Aktuell hast du natürlich zu grossen Teilen Recht, die Kurse bestehen alleine aus Angebot und Nachfrage da die Usecases noch in den Kinderschuhen stecken, Etherum lässt erahnen was möglich ist, denn wenn du GAS Fess zahlen musst damit deine Anwendung läuft spielt es nicht mehr eine solche Rolle was diese Kosten in Euro und Dollar, da dies egal wie hoch ein Bruchteil dessen ist was die Dienstleistung heute kostet.

            Dies wird eine Nachfrage erzeugen die Fernab von reiner Spekulation liegt sondern als Äquivalent die Kosten des Businessmodelles das es absorbiert.

          2. @ John

            Wenn das so geschieht, dann werde auch ich Kryptos in meinem Portfolio als Investment (und nicht nur als Zock) aufstocken.

            Vielleicht muss ich dann mehr für Kryptos aufbringen, aber dann wären sie es auch für mich Wert.

            Ich halte es auch für wahrscheinlich, dass sich Kryptos und vor allem die Technologie dahinter in welcher Form auch immer halten werden.

    2. Smart Contracts haben schliesslich das Potentzial ganz viel von dem was uns Bürger heute Geld kostet wie Kredite (also nur die Verwaltung und das Settelment) Versicherungen (wo wir aus der Combined Ratio die ganze Verwaltung an Kosten rausnehmen könnten) Grundbuchämter, Banken als Geldausbewahrer, Clearinghäuser, Verwahrstellen, Depotbanken um nur mal den Finanzbereich anzusprechen kann vollständig automatisiert werden, all diese Kosten die da enstehen muss niemand mehr zahlen womit mehr für jeden selbst bleibt (und ein Haufen nutzloser Arbeitsloser zurückbleibt)

      Wir müssen das was wir automatisieren können, automatisieren, aufhören unnütz ressourcen zu verschwenden, denn das wird auch dem Planeten nicht helfen, und der Traum von unbegrenzten Wachstum auf einem begrenzten Planeten zu begraben.

  8. An sich ist die Idee von Bitcoin bzw. Krypto allgemein ja gar nicht so schlecht, aber der Prof-of-Work ist aus meiner Sicht gar nicht zu Ende gedacht. Die Energiekosten und Netzwerk-Latenz sind viel zu hoch damit das funktionieren kann. Energie und Zeit sind Geld und somit wird da ständig Geld in Größenordnung vernichtet, was nachfließen muss. Ja eine Banküberweisung, Bargeldzahlung,… kostet auch Zeit bzw. Geld aber in viel niedrigeren Dimensionen.

  9. Wen die Meinung einer verurteilten Straftäterin interessiert ist mMn sowieso verloren.
    „hinter dem digitalen Euro steht die Zentralbank“
    Wie kann ein Mensch so dermaßen schei… sein?
    Genau da liegt doch das Problem…Zentralbanken die das Vertrauen der Bevölkerung immer wieder aufs Neue missbrauchen.

    Diese Frau gehört hinter Gittern!

    Die Trennung von Geld und Staat ist längst überfällig und genau DAFÜR wurde der Bitcoin von der Cypherpunk Bewegung gegründet.

    Ich kann nur jedem einzelnen raten: setzt euch tiefer mit Bitcoin auseinander…es ist so viel mehr als ein Investment. Die Menschen die Bitcoin bis ins tiefste verstanden haben interessieren sich nicht für den Kurs, denn der € verliert permanent garantiert an Wert.
    Inflation, egal ob 2 % oder 20 % ist das Problem.
    Zitat von Henry Ford „Wenn die Menschen wüssten wie unser Geldsystem funktioniert gebe es eine Revolution, noch vor morgen früh.“

    Und wer hier mit Smart Contracts auf Ethereum oder anderen Shitcoins kommt, der ist auf dem falschen Weg…Die Regeln und die Ökonomie des Ethereumnetzwerks hängen von den Entscheidungen der Ethereum Foundation ab, also wieder von Entscheidungen zentraler Entitäten. Dezentralisierung ist das Stichwort…und da gibts es nur das Bitcoin Netzwerk welches kein Vertrauen brauch, sondern nur durch Verifizierung und Proof of Work als Konsensmechanismus funktioniert.

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