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Goldpreis – warum der Ausblick glänzend bleibt

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Goldbarren Beispielfoto

Noch tut sich der Goldpreis schwer, die Phase der Preiskonsolidierung nach den stürmischen Anstiegen im Sommer abzuschließen und weiter durchzustarten. Noch herrscht vor allem in den USA der Glaube vor, dass sobald der Handelskrieg beendet ist, was jederzeit passieren könne, die größten wirtschaftlichen Risiken beseitigt seien.

Goldpreis – gefangen in der Flagge

Fragt man amerikanische Fondsmanager, so wie es die Bank of America Merill Lynch regelmäßig tut, nach dem positivsten Impuls für die Märkte, dann benennen aktuell 75 Prozent ein Ende im Handelskrieg als solchen. Ob ein Handelsfrieden realistisch ist und welche anderweitigen Herausforderungen auf der Weltwirtschaft lasten, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass die jüngste Euphorie über einen ganz bestimmt kurz bevorstehenden Handels-Deal der „Phase 1“ das Bedürfnis nach Absicherung sinken lässt. Deutlich wird dies nicht nur an der rückläufigen Volatilität und wieder steigenden Kapitalmarktrenditen, sondern eben auch an einer Zurückhaltung bei Goldinvestitionen, zumindest vonseiten der Spekulanten am Terminmarkt in den USA. Nach wie vor konsolidiert der Goldpreis in US-Dollar daher innerhalb einer trendbestätigenden Flagge. Ein Ausbruch würde weiteres Potenzial in Richtung 1.800 US-Dollar pro Unze eröffnen.

Goldpreis in US-Dollar Chart Kursverlauf

Auslöser für einen solchen Ausbruch könnte neben dem Start des neuerlichen Anleihekaufprogramms durch die Fed die wieder deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine dritte Zinssenkungen der US-Notenbank sein. Gemäß Fed Fund Futures liegt diese aktuell für den 30. Oktober bei knapp 90 Prozent.

Die Notenbanken sind des Goldes bester Freund

Doch die Zentralbanken sind mittlerweile auch auf sehr direkte Art und Weise ein Garant für einen weiter steigenden Goldpreis. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die Zentralbanker eines Tages von preisdrückenden Verkäufern zu preistreibenden Käufern auf dem Weltmarkt mutieren. Auch in diesem Jahr landeten bisher 17,4 Prozent der weltweiten Goldnachfrage in den Tresoren der Notenbanker. Im letzten Jahr kauften die Zentralbanken die Rekordmenge von 651,5 Tonnen. Im ersten Halbjahr 2019 lag die Goldnachfrage vonseiten der Währungshüter noch mal 57 Prozent über der Vorjahresperiode.

Die niederländische Zentralbank DNB (De Nederlandsche Bank) begründet das Festhalten an ihrem Goldschatz so: „Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere sind nicht ohne Risiko, und die Preise können sinken. Aber ein Goldbarren behält auch in Krisenzeiten seinen Wert. Aus diesem Grund haben die Zentralbanken, einschließlich der DNB, traditionell beträchtliche Mengen an Gold gehalten. Gold ist das perfekte Sparschwein – es ist der Vertrauensanker für das Finanzsystem. Wenn das System zusammenbricht, kann der Goldbestand als Grundlage für den Wiederaufbau dienen. Gold stärkt das Vertrauen in die Stabilität der Zentralbankbilanz und schafft ein Gefühl der Sicherheit.“ Dieses Bedürfnis nach Sicherheit, dass Gold in besonderem Maße erfüllt, ist in den Direktorien der Zentralbanken seit der Finanzkrise besonders ausgeprägt. Scheinbar traut man dem eigenen System nicht mehr vollumfänglich.

Goldnachfrage der Notenbanken

In Anbetracht des weltweit erneut eingeschlagenen Kurses der ultralaxen Geldpolitik stützen die Zentralbanken die ultimative Weltreservewährung nicht nur durch effektive Käufe, sondern auch durch ihre immer aggressivere Zins- und Geldmengenpolitik.

Fazit und Ausblick

Wie so oft im Leben ist auch bei der Entwicklung im Goldpreis Geduld gefragt. Nach der Sommerparty folgt, zumindest kurzfristig, der Herbstblues. Wobei dieser besonders stark bei den Notierungen in US-Dollar ausgeprägt ist. Das bedeutendste Nachfragepotenzial schlummert in den USA. Amerika repräsentiert die größten Vermögen, die größten Finanzmärkte und stellt die Weltleitwährung. Die Amerikaner sind typischerweise sehr optimistische Patrioten – bis sie es nicht mehr sind. Wie schnell Amerikaner zu Pragmatisten mutieren, konnte man in der letzten Finanzkrise sehen. Aktuell kann man bereits miterleben, wie schnell die Amerikaner vom Leugnen eines Problems zu einem Anleihekaufprogramm umschwenken, das dreimal so groß ist, wie das der viel gescholtenen EZB. Auch bei den Zinssenkungen wird nach anfänglichem Zögern geklotzt, statt zu kleckern. Aus den letzten beiden Versicherungszinsschritten wird spätestens Ende Oktober eine nicht mehr zu leugnende Zinssenkungsserie. Daher bleiben die Aussichten für das monetäre Edelmetall Gold glänzend.

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    16. Oktober 2019 19:41 at 19:41

    „Gold funktioniert seit der Zeit Alexander des Großen. Wenn etwas über zweitausend Jahre Bestand hat, ich denke, dann nicht aufgrund von Vorurteilen oder einer falschen Theorie“(Bernard Baruch).

    • Avatar

      Trigo

      17. Oktober 2019 11:27 at 11:27

      Danke für den Link.

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    Katja Wohmann

    17. Oktober 2019 09:31 at 09:31

    Auch bei Gold stellt sich in Bezug auf Wertreserve für Krisenzeiten die Frage, ob die überhaupt noch stimmt. Wir leben in einer Zeit in der alle Notenbanker mit gedruckten Geld einfach alles kaufen was nicht auf 3 auf den Bäumen ist und das selbstverständlich mit virtuell generiertem Geld, für das es vorgängig nie einen Gegenwert als Grundlage gegeben hat.
    Käufe auf diese Art haben nichts mehr mit Geldmengenanpassung für die Wirtschaft zu tun, sondern sind schlicht und einfach ein ganz banaler Diebstahl, bei dem der dreisteste Notenbanker für sein Land auf internationalem Parkett am meisten zusammenklaut.
    Normale Bürger sind weltweit das Opfer dieser Bankermafia, die früher oder später beim Zusammenbruch alles Ersparte Bargeld verlieren werden.
    Wieviel ist dann Gold noch wert, das mit wertlosem Viralgeld zusammengeklaut wurde, wenn bei einem Zusammenbruch alle dieses Gold verkaufen wollen, um wieder neu anzufangen? Wahrscheinlich nie mehr den Betrag, den man mal ausgegeben hatte dafür, nicht?

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Goldpreis: Für welche Richtung entscheidet sich der Markt?

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Ein Barren Gold

Seit Mitte April pendelt der Goldpreis in US-Dollar in einer engen Spanne von ca. 50 US-Dollar bzw. ca. drei Prozent. Obwohl die Rahmenbedingungen für weiter steigende Notierungen sprechen, offenbart der Goldpreischart kurzfristig drei mögliche Kursverlaufsszenarien.

Weltweite Rekorde außer beim Goldpreis in US-Dollar

Der Weltgoldpreis, berechnet gleichgewichtet in allen Währungen der Welt ohne den US-Dollar, notiert bereits 26 Prozent über seinen Höchstständen aus dem Jahr 2011. Der Goldpreis in Euro hat sein Hoch aus dem Oktober 2012 um 15 Prozent übertroffen. Eine Ausnahme bildet der Goldpreis in US-Dollar: Dieser notiert aktuell noch knapp 10 Prozent unter seinem Rekordpreis vom September 2011. Der Gründe dafür sind nicht etwa die besondere Solidität der US-Währung oder die besonnene Geld- und Finanzpolitik in den USA, sondern schlicht und einfach die globale Dollarknappheit und die daraus resultierende Dollar-Stärke gegenüber anderen Fiat-Währungen. Ursache dafür ist die hohe Verschuldung von öffentlichen und privaten Haushalten weltweit in US-Dollar. Zur Bedienung ihrer Verbindlichkeiten müssen die Dollar-Schuldner permanent für Zins- und Tilgungszahlungen US-Dollar gegen ihre heimische Währung kaufen. Die Tatsache, dass der Goldpreis in US-Dollar, anders als in den meisten anderen Währungen der Welt, noch kein Allzeithoch erreicht hat, ist also kein Signal für eine Entwarnung, sondern ein weiteres Krisensymptom einer hoffnungslos überschuldeten Welt.

Trotz dieses besonderen Umstandes konnte auch der Goldpreis in US-Dollar auf Zwölfmonatssicht 22 Prozent an Wert zulegen. Selbst der durch den Liquiditätsschock bedingte heftige Rückschlag vom 9. bis zum 19. März 2020 um in der Spitze 15 Prozent wurde bis zum 13. April wieder aufgeholt und bis dato um weitere 35 US$/Oz. überboten. Grund für den V-förmigen Rebound waren die extrem aggressiven und in Friedenszeiten in ihrer Dimension beispiellosen Maßnahmen durch die Fiskal- und Geldpolitiker. Gold als bedeutende und knappe Reservewährung reagiert sehr sensibel auf die Veränderung des Zinsniveaus und der Geldmenge. Nachdem nun auch die US-Dollarzinsen effektiv bei null angelangt sind (0,05 Prozent) und gleichzeitig die Geldmenge (Aggregat M1) mit einer Jahresrate von fast 35 Prozent explodiert, ist es kein Wunder, dass auch immer mehr Großbanken in den USA ihren Kunden den Kauf von Gold empfehlen und ihre Kursziele nach oben anpassen.

Drei wahrscheinliche Szenarien für den Goldpreis

Der Grund für den aktuellen Zickzackkurs bei den Goldnotierungen in US-Dollar ist die stark gegenläufige Erwartung der Marktteilnehmer. Während die einen schon das Ende der „außerordentlichen“ Belastungen für die Wirtschaft durch Covid-19 feiern, sehen andere die Pandemie als Auslöser für eine globale Pleitewelle und den Beginn einer ernsthaften weltweiten Schuldenkrise. Schaut man sich die Fakten an, dann scheint die Hoffnung, dass mit den nun beginnenden Lockerungsmaßnahmen die Weltwirtschaft wieder zur Normalität zurückkehrt, sehr ambitioniert. Zu stark ist die weltweite Gesamtverschuldung weiter angestiegen, zu weit ist die Zombifizierung des Unternehmenssektors vorangeschritten, zu viele Arbeitsplätze und Geschäftsmodelle werden weder kurz- noch mittelfristig zurückkehren. All das erfordert aber die Notwendigkeit noch desperaterer Geld- und Fiskalpolitik, womit der Durchbruch des Goldpreises in US-Dollar durch den derzeit etwas hartnäckigen Widerstand bei 1.750 US-Dollar für eine Unze Gold. nur eine Frage der Zeit ist.

Goldpreis im Kursverlauf in US-Dollar

Lediglich der Verlauf des Goldpreises bis zum nächsten Widerstand bei 1.800 US$/Oz. ist aktuell ungewiss. Drei Szenarien erscheinen als wahrscheinlich. Szenario eins: da bereits das nächste defizitfinanzierte Hilfspakete in Höhe von drei Billionen US-Dollar (2,75 Bio. EUR), bereitgestellt durch die US-Notenpresse, auf höchster politischer Ebene in den USA diskutiert wird, wäre ein kurzfristiger Durchbruch beim Goldpreis in US-Dollar nach oben in Anbetracht der zusätzlichen US-Defizitexplosion nicht verwunderlich. Im zweiten Szenario liefe der Goldpreis noch einige Zeit in einer engen Bandbreite zwischen 1.700 und 1.750 US-Dollar für eine Unze Gold. und würde so die noch vorhandene Überkauftheit im Zuge einer Seitwärtskonsolidierung sukzessive abbauen. Der Durchbruch nach oben könnte dann im Zuge der zu erwartenden Eskalation des Konflikts zwischen den USA und China, kombiniert mit den ersten Anzeichen einer globalen Pleitewelle und einer deutlich langsameren ökonomischen Erholung erfolgen.

Im dritten Szenario würde der Goldpreis nochmals deutlicher bis auf die aufsteigende Unterstützungslinie bei aktuell ca. 1.606 US$/Oz. korrigieren, sofern die Optimisten an der Wall Street die Oberhand gewinnen und sich vom „sicheren Hafen“ Gold temporär wieder trennen oder schlicht Gewinne realisieren. Erst wenn den Marktteilnehmern mehrheitlich die Folgen des globalen Shutdowns in ihrer vollen Dimension bewusst werden und die Hoffnung auf eine schnelle „Normalisierung“ der Weltwirtschaft sich ins Gegenteil verkehrt, nämlich dass die jetzige Corona-Krise nur der Auslöser einer bereits vorher überfälligen globalen Schuldenkrise ist, würde der Goldpreis auch in US-Dollar auf neue Rekordstände reüssieren. Dies würde auch zur Saisonalität beim Goldpreis passen, die von Mitte Mai bis Mitte Juni zumindest rein statistisch ungünstig verläuft und ab dann bis Jahresultimo positiv verläuft. Allerdings gibt es aktuell übergeordnete Preisimpulse, wie die rekordhohe Investmentnachfrage, die unabhängig von üblichen saisonalen Effekten positiv auf den Goldpreis wirken.

Fazit und Ausblick

Egal, für welche Richtung sich der Goldpreis kurzfristig entscheidend, selbst eine etwas ausgedehntere Korrektur in den Bereich der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei aktuell 1.606 US-Dollar für eine Unze Gold. Würde das übergeordnet konstruktive Chartbild nicht negativ beeinträchtigen. Gleichwohl wäre die kurzfristige Überkauftheit dann vollständig abgebaut und damit eine interessante Opportunität für Nachkäufe gegeben.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Goldpreis bereits in Kürze den hartnäckigen Widerstand bei 1.750 US$/Oz. nach oben überwinden kann und im Anschluss zügig bis zum nächsten Horizontalwiderstand bei 1.800 US$/Oz. vorstößt. Die Rahmenbedingungen sprechen für dieses Szenario: Explodierende Geldmenge, explodierende Verschuldung, irreversible Null- und Negativzinsen, eine massive Pleitewelle, desperate Geld- und Fiskalpolitik, historisch hohe Unsicherheit bezüglich der weltwirtschaftlichen Perspektive, ein drohender ungeregelter Brexit sowie das Wiederaufflammen des Konflikts zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit bezüglich einer zweiten Corona-Welle.

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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold, Ölpreis

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Noch in der letzten Woche hatte die Börse die Hoffnung auf fallende Kurse gesät. Doch direkt zum Wochenstart zogen Dax & Co. weiter an. Die nächste Woche startet ohne Rückenwind aus den USA. Die Börsen NYSE und Nasdaq haben wegen des Memorial Day geschlossen. Am Donnerstag wird in den USA die Veränderung des Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem Vormonat bekanntgegeben. Außerdem dürften die wöchentlich veröffentlichten Arbeitsmarktdaten Schwung in die Börse bringen.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Käufer wittern ihre Chance!

Der Dax hat in der vergangenen Handelswoche das Range-Hoch im Bereich 11.250 – 11.300 Punkte getestet. Von diesem Niveau habe ich mit einsetzendem Verkaufsdruck gerechnet. Dieser ist allerdings ausgeblieben. Lediglich am Freitag startete der Dax schwächer. Diese niedrigen Kurse haben direkt aggressive Käufer genutzt. So konnte die Börse am Freitag ihre Tore mit einem Wochengewinn von 5,8 Prozent schließen.

Börse - Dax im Chartverlauf

Damit bleibt das bullische Bild seit dem Corona-Tief bestehen. Für den Wochenstart sehe ich den Dax weiter auf hohem Niveau zwischen 10.800 und 11.300 Punkten seitwärts laufen. Ab Mitte der Woche kann es dann im deutschen Leitindex zu einem Ausbruch über 11.300 Punkte kommen. Dieser wird im Idealfall mit hohem Handelsvolumen im Dax Futures begleitet. Anschließend wäre ein weiterer Anstieg über 11.600 Punkte, bis zur runden 12.000er Marke und maximal bis 12.300 Punkte möglich. Fällt der Dax unter 10.800 Punkte, muss mit einer weiteren Abwärtsbewegung bis 10.200 Punkte gerechnet werden.

Börse aktuell Teil 2: S&P 500 – die Bullen wollen weiter grasen

Im S&P 500 ist deutlich zu erkennen, wie die Käufer am charttechnischen Widerstand zwischen 2.960 – 2.984 Punkten knabbern. Ich vergleiche derartige Situationen gerne mit einem Vulkan. Das Magma steigt auf und bildet Druck unter der Erdkruste. Diese ist zuerst noch sehr fest und hält das flüssige Gestein zurück. Irgendwann wird die Erdkruste brüchig und kann dem Druck nicht mehr standhalten. Es erfolgt ein Vulkanausbruch.

Je mehr hungrige Käufer an dem Widerstand knabbern, desto dynamischer erfolgt wahrscheinlich der Ausbruch. Im S&P 500 wartet die nächste Hürde zwischen 3.080 und 3.135 Punkten. Danach wird die Luft für die Käufer immer dünner.

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – Unentschieden zwischen Käufern und Verkäufern

Der Goldpreis konnte in der vergangenen Handelswoche wenig glänzen. Der Angriff auf den „Bollwerk-Widerstand“ beim Gold Futures im Bereich 1.780 – 1.800 USD wurde von den Verkäufern weiterhin verteidigt. Damit hat die Seitwärtsbewegung im Futures Bestand. Solange sich der Goldpreis über der „Make or Break“ Unterstützung bei 1.670 – 1.690 USD hält, bleibt das Chartbild aber bullisch.

Gold Chart - Entwicklung der Börse im Chart

Im Gold Spotpreis haben wir zuletzt einen Ausbruch über den Range-Widerstand zwischen 1.735 – 1.748 USD gesehen. Die Stärke konnte allerdings nicht aufrecht gehalten werden. Der Spotpreis ist zurück in die vorherige Range gefallen. Seit Ende Februar sehen wir lediglich leicht höhere Hochs. Damit wird eine Korrektur immer wahrscheinlicher. Im Goldpreis erwarte ich, dass sich die Korrektur eher über den Faktor Zeit abspielt. Die Börse bewegt sich zu 80 Prozent innerhalb einer Seitwärtsbewegung. Genau diese erwarte ich auch für den Goldpreis.

Teil 4: Der Ölpreis stößt an seine Grenzen

In der letzten „Börse AKTUELL“ hatte ich über den Ausbruch über die markante Hürde zwischen 27,30 – 28,40 USD berichtet. Erwartungsgemäß haben wir einen Anstieg bis zum nächsten Widerstand gesehen. Knapp über der 34-Dollar-Marke ist es zu einem ersten dynamischen Einbruch gekommen. Daran ist die Wirkung des Widerstandes zu erkennen. Für die nächste Woche erwarte ich maximal einen Anstieg bis 36,40 USD. Der obere Gap-Widerstand stellt für mich ein interessantes Short-Niveau dar.

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Aktuell: Warum der Goldpreis fällt

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Ein Stapel Gold-Barren

Der Goldpreis fällt seit gut zwei Stunden. Zuletzt ging es noch etwas steiler bergab. Vom Zwischenhoch bei 1.741 Dollar um 14:30 geht es runter auf aktuell 1.719 Dollar (aktuell 1.723 Dollar). Was ist passiert? Schauen wir auf den Chart, der den Goldpreis-Verlauf seit heute früh in rot-grün zeigt. In blau sieht man den US-Dollar Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen). Ab 14:30 Uhr fällt Gold, und der Dollar steigt. Es gab Arbeitsmarktdaten aus den USA im Rahmen der Erwartungen, und später danach einen etwas besser als erwarteten Einkaufsmanagerindex. Es ist grundsätzlich schlecht für Gold, wenn sich die Konjunkturwolken aufhellen. Aktuell hört man aus chinesischen Staatsmedien schärfere Töne gegen die USA, was den US-Dollar stärkt, und damit auch gegen Gold drückt. Aber mal ehrlich. Es kann mit dem Goldpreis schnell wieder bergauf gehen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Gold sich robust halten und tendenziell weiter steigen konnte.

Goldpreis vs US-Dollar

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