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Gold/Silber

Goldpreis fällt deutlich – Fed-Aussagen bewegen Kurse – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis tendierte gestern vor der großen Fed-Entscheidung noch recht optimistisch, vor allem weil der US-Dollar wieder schwächelte. Dann übernahm ab 20 Uhr Fed-Chef Jerome Powell das Ruder, und US-Dollar wie auch Gold standen ab dann unter seiner Fuchtel. Schauen wir uns an was er sagte, und wie sich dies auf den Goldpreis ausgewirkt hat.

Fed-Chef bewegt den Goldpreis

Der Goldpreis notierte gestern Abend kurz vor 20 Uhr noch bei 1.961 Dollar, vorher im Hoch noch bei 1.970 Dollar. Nach und nach ging es dann ab 20  Uhr über Nacht bis heute früh runter auf 1.944. Dollar. Dies liegt an der Dollar-Stärke. Denn seit 20 Uhr gestern Abend stieg der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) von 93,05 auf 93,60 Indexpunkte ich Hoch (aktuell 93,37). Die Kommentare von Jerome Powell könnten bei großen Institutionellen für Enttäuschung gesorgt haben, weil Powell keine weiteren Ansagen in Richtung neuer Anleihekäufe machte. Dies gab womöglich dem US-Dollar Auftrieb. Dazu kamen noch eher optimistische Aussagen zur US-Konjunktur, die auch eher den US-Dollar stärken, und den „Sicheren Hafen“ Gold schwächen.

So habe sich laut Jerome Powell die Wirtschaftslage verbessert, und der Konsum habe drei Viertel des Verlustes nach der Coronakrise wieder aufgeholt. Die Zinsen in den USA werden sich die nächsten drei Jahre wohl nicht ändern. Diese Aussicht hat den US-Dollar aber nicht beeindruckt. Was sagt uns der folgende Chart, der den Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Tage zeigt? Dank der Fed wurde der Anlauf Richtung 2.000 Dollar-Marke mal wieder abgewürgt. Aber das muss auf Sicht von Tagen und Wochen nichts heißen. Der grundsätzliche Drang hin zu Gold bleibt bestehen. Es  hängt weiter auch am US-Dollar, und ob er nicht doch wieder zur Schwäche neigt. Dann hätte der Goldpreis auch relativ schnell wieder die Chance nach oben umzuschwenken.

Kommentare

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert zur Fed aktuell, dass es sich nicht leugnen lasse, dass die Erklärung der Fed wenig bis gar keine Überraschung enthielt. Aber der Grund dafür, dass wir eine Stärke des Dollar-Index sehen (FMW: Das drückt den Goldpreis runter), liegt darin, dass er ein Safe-Hafen-Angebot erhält, und zwei Mitglieder des Fed-Ausschusses seien nicht für die aktuelle Geldpolitik gewesen. Dies sei wirklich bedeutsam, weil man das normalerweise nicht sehe, wenn es um den Fed-Ausschuss geht. Das wahrscheinliche Szenario sei, dass sich der Markt bei künftigen Fed-Sitzungen auf dieses Szenario konzentrieren werde. Es werde ein Tauben- und ein Falkenlager geben.

Den aktuellen Video-Kommentar von Markus Fugmann finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Er sagt dazu unter anderem (was auch den Goldpreis beeinflusst): Die Aktienmärkte sind im Gefolge der gestrigen Fed-Sitzung und der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck geraten – und das, obwohl die US-Notenbank extrem dovish war und bis 2023 Nullzinsen garantierte. Warum also die Enttäschung der Märkte – und die plötzliche Dollar-Stärke? Offenkundig hatten die Märkte gehofft, dass die Fed ihr QE noch stärker ausweiten würde, zumal der staatliche Stimulus in den USA bisher ausbleibt.

Auch die folgenden Worte von Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, geben Aufschluss darüber, warum der Goldpreis seit gestern Abend zur Schwäche neigt. Zitat: Die Zinsen bleiben mindestens bis 2023 bei null und der wirtschaftliche Einbruch in diesem Jahr dürfte laut Einschätzung der US-Notenbanker mit einem Minus von 3,7 Prozent nicht so stark ausfallen wie noch im Juli prognostiziert. Klingt eigentlich positiv, aber die Börse hatte mehr erwartet. Keine Aufstockung der derzeit laufenden Anleiheläufe und auch keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen zur Bereitstellung von Liquidität, um die konjunkturelle Erholung zu unterstützen – entsprechend enttäuscht reagierten die geldpolitisch verwöhnten Anleger an der Wall Street.

Chart zeigt Goldpreis-Kursverlauf der letzten zehn Tage

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

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Von

Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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