Gold/Silber

Goldpreis fällt weiter – Daten helfen nicht – Experte erläutert aktuelle Lage

Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist in den letzten 24 Stunden von 1.887 Dollar auf aktuell 1.854 Dollar weiter gefallen. Auch wenn die Abwärtstendenz sich verlangsamt hat. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass sich die Situation ändert. Aktuelle Daten und der Kurs der US-Währung werden in diesem Artikel thematisiert, wie auch eine ganz frische Expertenmeinung.

Goldpreis fällt weiter – aktuelle Daten im Fokus

Heute um 10 Uhr wurde das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer veröffentlicht, der ifo-Geschäftsklimaindex. Die Details waren etwas schwächer als erwartet, aber unterm Strich ergab sich kein Einfluss auf den Goldpreis. Dann vorhin um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie fielen etwas höher aus als erwartet (hier die Details). Eigentlich leicht negativ für die US-Konjunktur, lässt sich der Dollar-Index davon aber nicht beeindrucken in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung.

Notierte der Dollar-Index (Währungskorb des Greenback gegen andere Hauptwährungen) um 14:29 Uhr noch bei 94,51 Indexpunkten, so sind es jetzt 94,60 Punkte. Der Goldpreis notierte vor den Zahlen bei 1.857 Dollar, und jetzt bei 1.853 Dollar. Die Tendenz ist weiter südwärts gerichtet, und das heutige Tief bei 1.848 Dollar ist nicht mehr weit entfernt. Schauen wir uns im großen Bild die Bewegung des US-Dollar an, der seit einigen Tagen deutlich ansteigt, weswegen der Goldpreis deutlich fällt, und offenbar auch weiter under Druck steht. Der globale Run auf den Greenback als den vermeintlich „Sicheren Hafen“ hält aktuell an. Und der eigentlich auch „Sichere Hafen“ namens Gold fällt in diesem speziellen Risk Off-Trade (in dem der Dollar profitiert), zusammen mit den Aktienkursen nach unten.

Experte bespricht Gründe für Absturz im Goldpreis

Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person, hier geht es zu seinem YouTube-Channel) hat vor wenigen Minuten ein Video veröffentlicht, in dem der aktuelle Absturz im Goldpreis besprochen wird. Auch thematisiert er die Gründe für den Absturz, als da wären die Dollar-Stärke, die zuletzt nicht weiter fallenden Realrenditen für Anleihen, sowie das derzeitige Risk Off-Szenario am Aktienmarkt.

Im folgenden Chart sehen wir seit dem 18. September den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis.

Chart zeigt steigenden US-Dollar gegen fallenden Goldpreis



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4 Kommentare

  1. Stagge bringt in seinem Video des öfteren Realrenditen und Inflation in einen verkehrten Zusammenhang. Schwach.

  2. Lieber Herr Kummerfeld,
    ich habe eine Bitte, eine Anregung. Sie erwähnen das Ifo-Institut.
    Kann es sein daß Herr Fuest Grundansichten und Interpretationen vertritt, die man als etwas regierungsnäher bezeichnen könnte wenn man ihn mit seinem Vorgänger in Relation setzt?
    Was hält denn wohl Herr Sinn von seinem Nachfolger?

    Es muß ja nicht sein, aber wenn Sie da mal fündig werden …, warum nicht?

    1. Ich denke Herr Fuest ist auch ein relativ unabhängiger Ökonom, der sich grundsätzlich nicht an die Regierungsmeinung anhängt. Man schaue im Vergleich nur mal auf DIW-Chef Fratzscher, der (gefühlt) fast schon 1:1 das ausspricht, was die Berliner Politik gut findet. Es gibt ja Gerüchte, dass Herr Fratzscher Karriere in Berlin oder Frankfurt machen möchte.

  3. Pingback: Goldpreis fällt weiter – Daten helfen nicht – Experte erläutert aktuelle Lage – finanzmarktwelt.de – Money Office

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