Gold/Silber

Aktuell: Warum der Goldpreis ruckartig fällt – Angst vor der Fed steigt

Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt gerade ruckartig von 1.783 auf 1.767 Dollar, und das binnen weniger Minuten. Der Grund dafür findet man in den um 14:30 Uhr veröffentlichten Erzeugerpreisen für November aus den USA. Mit +0,8% steigen sie deutlich stärker zum Vormonat als erwartet (Prognose war +0,5 Prozent). Zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise um 9,6 Prozent gestiegen, auch stärker als erwartet (+9,2 Prozent). Markus Koch hat diese Daten vorhin in seinem Video vor der Börseneröffnung in New York besprochen. Höhere Erzeugerpreise zeigen eine Aussicht auf höhere Inflation in den USA. Laut Markus Koch wächst somit die Angst vor einer „zu stark drosselnden Fed“. Warum dies schlecht für Gold ist?

Nun, wenn die Aussichten für die eh schon stark steigende US-Inflation (derzeit 6,8 Prozent) noch weiter zunehmen (basierend auf diesen frischen Daten), darf man vermuten, dass die Fed morgen Abend (20 Uhr deutscher Zeit) bei ihrer Verkündung eine noch frühere und drastische Anhebung der Zinsen für nächstes Jahr andeuten könnte – um die steigende Inflation zu bekämpfen. Und der Kapitalmarkt preist solche Szenarien immer sofort ein. Die Erwartung höherer Zinsen für Anleihen bedeutet, dass das zinslose Gold an Attraktivität verliert – deswegen fällt der Goldpreis jetzt schon mal. Bereits seit einigen Tagen steht Gold eben wegen diesem Szenario quasi auf wackligen Beinen. Man hat Angst, dass die Fed die Zinsen schnell und spürbar anhebt, was die Attraktivität von Gold sinken lässt.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten zehn Tagen Kursverlauf im Goldpreis in den letzten zehn Tagen.



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2 Kommentare

  1. Es wäre sehr verwunderlich, wenn die Inflationsrate innerhalb der EU in den Monaten Januar/Februar nicht mindestens 10 % betragen würde. Natürlich nur die offizielle Inflation.
    Die wirkliche Inflation wird dann wohl schon doppelt so hoch sein.
    Vielleicht ist Frau Schnabel dann die Inflation doch ausreichend.
    In den Etagen der Lebensversicherungen werden die Sektkorken knallen.
    Bei den Ärmsten der Armen hat es auch schon geknallt, zwar nicht die Sektkorken, aber die Erhöhung der
    Grundsicherung um 0,67 %. Da wird die Oma, deren Rente mit der Grundsicherung aufgestockt werden muss, aber ein Fass aufmachen.
    Dort kann sie dann auch gleich einziehen, denn Essen und Wohnen geht dann nicht mehr.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  2. Die FED ist nicht in der Lage, die Inflation aktiv zu bekämpfen, sonst droht grösseres Unheil.

    Ständig die gleiche Leier….

    Klar, die Dummies in Amerika glauben noch an dieses Märchen….

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