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Goldpreis in Euro kurz vor neuem Allzeithoch

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Gold Barren Beispielfoto

Der Goldpreis ist mustergültig aus der monatelangen Konsolidierungsformation nach oben ausgebrochen. Die Notierungen in Euro streben erneut Richtung Allzeithoch.

Der Goldpreis in Euro zeigt enorme Stärke

Gold glänzt im aktuellen Marktumfeld durch einen erstaunlichen Aufwärtsdruck. Nach dem Ausbruch aus der monatelangen Konsolidierungsphase verlieh die zwischenzeitliche Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und den USA dem Goldpreis zusätzliche Aufwärtsdynamik. Danach sah es zunächst so aus, als hätte der Goldpreis ein Top ausgebildet und würde erneut nach unten abdriften. Doch kaum war die Risikoprämie im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt ausgepreist, wirkten andere Impulse preistreibend auf den Markt. Zum einen mischen immer mehr professionelle und private Anleger Gold als Absicherung gegen die unverkennbare US-Aktienmarktblase in ihren Portfolios bei, wie man eindeutig an den zuletzt auf Rekordniveaus gestiegenen Beständen der weltweiten Gold-ETFs sehen kann (allein im Jahr 2019 erhöhten sich die Bestände in Tonnen Gold um 14 Prozent).

Zum zweiten treiben die jüngsten Entwicklungen um die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Zentral-China sowie andere Regionen und Staaten der Welt die Investoren in den „Save Haven“ Gold zurück. So notiert der Preis aktuell mit 1.425,49 Euro pro Unze nur 18 Euro oder knapp 1,3 Prozent unter dem bisherigen Allzeithöchststand aus der Nacht des 8. Januars, als der Iran Vergeltungsangriffe mit Raketen auf US-Militärbasen im Irak verübte.

Goldpreis in Euro seit April 2019

Wie robust die Verfassung des Goldmarktes aktuell ist, kann man nicht nur an den rekordhohen Gold-ETF-Beständen ablesen, sondern auch an der positiven Korrelation zur Weltleitwährung US-Dollar. Normalerweise profitiert der Goldpreis von einem schwachen Dollar. Doch die aktuelle Aufwärtsbewegung verläuft parallel zur Aufwertung des Dollars. Man könnte auch sagen, der Goldpreis entwickelt ein positives Eigenleben, unabhängig von Währungskorrelationen.

Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch die Entscheidungen der EZB und die Aussagen ihrer Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Offenmarktausschusssitzung am letzten Donnerstag. Die Europäische Zentralbank belässt den Bankeneinlagenzins (Deposit Rate) im negativen Bereich bei -0,5 Prozent. Der Leitzins (Repo Rate) bleibt unverändert bei null.

Christine Lagarde wies nochmals darauf hin, dass das aktuell laufende Gelddruck- und Anleihekaufprogramm in Höhe von 20 Mrd. Euro pro Monat zeitlich unlimitiert weiter laufe werde und auch die Zinsen bis auf Weiteres unverändert auf historisch niedrigem Niveau verbleiben. Für viele ernüchternd war Lagardes Antwort auf die Frage eines Journalisten nach dem Schaden, den die Zinspolitik der EZB für Sparer bedeutet. Lagarde verwies sinngemäß auf das Vorhandensein von ausreichend kompetenten Anlageberatern, an die sich die Sparer ja wenden könnten.

Das klingt im ersten Moment vielleicht für zinsorientierte Sparer zynisch, aber ein Blick auf die seit über zwei Jahrzehnten nahezu zweistelligen jährlichen Wertsteigerungen des Goldpreises (zumeist steuerfrei) werden mögliche Alternativen zu zinsgebundenen Anlagen für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge erkennbar. Und in der Tat gehören die Deutschen weltweit bereits mit zu den fleißigsten Gold-Sparern. Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold, insgesamt rund 9.000 Tonnen. Circa 5.000 Tonnen horten die Deutschen in Form von Barren und Münzen und knapp 4.000 Tonnen in Form von Schmuck. Dieser Goldschatz ist in Summe größer als die offiziellen Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika (offiziell 8.133,5 Tonnen).

Chart in US-Dollar sieh ebenfalls gut aus

Ein Blick auf den Goldchart in US-Dollar offenbart ebenfalls ein sehr konstruktives Chartbild, wenngleich die Notierungen in der Weltleitwährung noch gut 22 Prozent von ihrem Allzeithoch bei 1.921,18 US-Dollar pro Unze vom 3. September 2011 entfernt sind.

Gold in US-Dollar Chart

Das Hoch aus der Nacht des 8. Januar bei 1.611,51 US-Dollar pro Unze ist der nächste charttechnische Anlaufpunkt im Goldchart auf Dollarbasis. Ob der Preis für das gelbe Edelmetall bis dorthin vordringen kann, hängt kurzfristig von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Epidemie sowie der US-Notenbanksitzung am 29. Januar ab.

Fazit und Ausblick

Der Goldpreis profitiert aktuell von dem zunehmenden Absicherungsbedürfnis der Investoren in Anbetracht der sich weiter ausdehnenden US-Aktienmarktblase sowie den noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Unterstützend wirkt zudem die anhaltend akkommodierende Geldpolitik und der diesbezüglich unveränderte Ausblick der EZB (Festhalten an den Null- und Negativzinsen sowie dem Gelddruckprogramm auf unbestimmte Zeit). In der kommenden Woche wird es dann richtig Spannen, wenn am Mittwoch die US-Notenbank Fed Einblicke ihre Geldpolitik gewährt. Besonders wichtig für den Goldpreis werden die Aussagen zur weiteren Liquiditätsversorgung des Marktes und zum Zinsausblick der Fed.

4 Kommentare

4 Comments

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    Columbo

    26. Januar 2020 14:24 at 14:24

    Vielleicht sollte man bei Gold jetzt eher ans Verkaufen denken, teilweise wenigstens. Abklingen der Virushysterie (wird, so wie früher auch, bald geschehen), keine weitere Iraneskalation und neue Konjunkturhoffnungen für die zweite Jahreshälfte, das sind Entwicklungen, die Gold gar nicht mag. Derzeit sieht es so aus, als würde sich der ganz große Crash noch sehr, sehr viel Zeit lassen und auch das mag Gold nicht.
    Wenn der Goldpreis die nächsten Tage wegen der Viruspanik noch einmal richtig hochgeht, könnte das in meinen Augen ein guter Ausstiegszeitpunkt sein.
    Kaufen würde ich derzeit jedenfalls keine einzige Unze.

    • Avatar

      Goldsammler

      26. Januar 2020 17:55 at 17:55

      Es gibt so viele Baustellen, die günstig für Goldanleger sind. Die FED ist die nächste. Eine Entspannung der Viruslage, sehe ich nicht. Vermute es wird nach dem Neujahrs-Fest, deutlich höhere Zahlen geben. Gewöhnlicher Weise, sinkt der Goldpreis im Vorfeld der FED, macht er aber nicht. Phys. kaufen, würde ich z.Zt. auch nicht.

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    Übelkeit

    26. Januar 2020 22:16 at 22:16

    Der Goldpreis befindet sich schon seit langem in einem Aufwärtstrend. Da war das Virus noch gar nicht bekannt. Interessiert auch nicht. Die globale Geldmenge ist entscheidend. Und da die FED offensichtlich gezwungen ist den Bilanzabbau zu stoppen und mittels Repo-Geschäften massiv FIAT money in den Markt zu drücken wird dies Gold auch weiter beflügeln. Nicht Gold wird mehr wert. Das Papier wertet ab.

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    Florian Lehra

    27. Januar 2020 08:02 at 08:02

    Bei weiterer Geldmengenausweitung (QE) steigt der Goldpreis natürlicherweise. Bei verringerter Geldmenge steigt der Preis auch, da die Börsen dann Stress machen. kommen zusätzlich noch Irritationen wie Viren, Konflikte etc., dann beschleunigt sich der Vorgang nur noch mehr. Meiner Meinung nach gibt es eine ziemlich einmalige positive Zwickmühle für Edelmetalle. Nur meine bescheidene Meinung.

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Warum man sich beim Goldpreis auf eine Achterbahnfahrt einstellen muss

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis hat sich in der jüngsten Liquiditätskrise im Vergleich zu den Preisen anderer Vermögenswerte sehr gut gehalten. Im Zuge des Abflauens der Pandemie könnte es jedoch zu Mittelabflüssen kommen. Gleichwohl stärken die ökonomischen Folgen der Corona-Krise das fundamentale Umfeld für das Edelmetall nachhaltig.

Goldpreis im Spannungsfeld von Corona-Erleichterung und fundamentalem Umfeld

Die Nachfrage nach physischem Gold war zuletzt auf die Stände der Finanzkrise von Anfang 2009 nach oben geschossen, wie man u. a. an den Absätzen der v. a. in den USA sehr beliebten Goldmünze „American Eagle“ bis zum totalen Ausverkauf bei der U.S. Mint Ende letzter Woche sehen kann (aktuell keine Auslieferungen mehr möglich).

Verkäufe US Mint Statistik

Gleichzeitig scheint die Pandemiewelle in Asien abzuebben. Diese Entwicklung wird in Europa für Ende April und für Amerika für Anfang Mai erwartet. Umso näher diese „Corona-Erleichterung“ rückt, umso mehr wird auch die Risikofreude in die Märkte zurückkehren. Dies kann zu Umschichtungen raus aus den „sicheren Häfen“ Gold und Staatsanleihen zurück in die Aktienmärkte führen. Doch wie nach der Finanzkrise ist auch jetzt mit massiven Folgeschäden zu rechnen, die aktuell noch gar nicht bezifferbar sind. Eines ist aber schon klar: Die Schuldenstände der Staaten, Banken, Unternehmen und privaten Haushalte werden dauerhaft höher bleiben als vor der Pandemie. Dabei ist für den Goldpreis besonders die Entwicklung in den USA relevant, da der US-Dollar als Weltleitwährung und Reservewährung Nummer eins der natürliche Konkurrent für die Reservewährung Gold ist.

Das Virus zieht sich zurück, die Schulden schießen durch die Decke

Für die USA erwartet das Congressional Budget Office (CBO) durch die bereits vom Kongress verabschiedeten Hilfsmaßnahmen Mehrausgaben in Höhe von 2,2 Billionen US-Dollar oder 10,3 Prozent des BIP. Wobei Donald Trump erst heute Nachmittag erneut ein viertes Hilfsprogramm forderte und darüber hinaus zwei Billionen US-Dollar für Infrastrukturmaßnahmen. Dazu kommen noch Mindereinnahmen des Fiskus im Zuge der aktuellen Krise, die durch Neuverschuldung im Staatshaushalt kompensiert werden müssen.

Schon jetzt liegt die Staatsverschuldung der USA gemessen am Bruttoinlandsprodukt mit 23,54 Billionen US-Dollar bei über 100 Prozent. Für das Ende des laufenden Fiskaljahres am 30. September 2020 wird ein Hochschießen der Verschuldung auf über 120 Prozent des BIP erwartet, sofern keine neuen Nachtragshaushalte für weitere Hilfsmaßnahmen verabschiedet werden. Wie man in dem nachfolgenden Balkendiagramm gut erkennen kann, kam es auch im Zuge der Finanzkrise zu einem deutlichen Anstieg der Staatsverschuldung, die auch elf Jahre später nicht abgebaut wurde.

Staatsverschuldung der USA - indirekt auch wichtig für den Goldpreis

Dieses Phänomen kann man in nahezu allen Staatshaushalten beobachten. Allein Deutschland konnte als bedeutendes Industrieland seine Schuldenquote wieder deutlich reduzieren, dank striktem Sparkurs, starker Exportwirtschaft und negativen Staatsanleiherenditen.

Die jetzt in allen Bereichen ansteigende Verschuldung wird dazu führen, dass die Zinsen auch nach dem Abklingen der Pandemie nicht mehr steigen können – auch nicht in den USA. Das bedeutet aber auch, dass die Notenbanken den gesamten Anleihemarkt dauerhaft durch Ankaufprogramme werden alimentieren müssen. Eine Reduzierung der Bilanzen ist damit ebenfalls kaum noch möglich, im Gegenteil. Durch die Zerstörung der Risikoprämien an den Kapitalmärkten werden private Investoren als Gläubiger zurückhaltender. Diese Lücke zum explodierenden Refinanzierungsbedarf der Schuldner müssen die Notenbanken mit QE-Programmen füllen.

Ein Umfeld aus sprunghaft ansteigender Verschuldung, dauerhaft niedrigen Zinsen und Gelddruckprogrammen in bisher unbekannter Dimension, spricht für eine dauerhaft hohe Nachfrage nach Gold. Zwischenzeitliche Schwankungen beim Goldpreis sind dabei mit einzukalkulieren, ändern aber nichts an dem positiven Grundtrend.

Charttechnik beim Goldpreis in alle Richtungen offen

In Euro notiert der Goldpreis aktuell mit 1.559,6 Euro pro Unze nur 4,45 Prozent unter dem Tagesschlussrekord vom 24. Februar. Bei 1.420 sowie bei 1.320 Euro verlaufen die kurz- bzw. mittelfristigen Aufwärtstrends. Auch wenn es beim Goldpreis im Euro-Chart momentan nach einer Top-Bildung aussieht, so muss sich diese nicht zwingend auch ergeben. Zumal die Preisausschläge zuletzt liquiditätsbedingt ungewöhnlich hoch waren und die sich daraus ergebenen Chartmuster keine sehr hohe Aussagekraft besitzen.

Kursverlauf vom Goldpreis in Euro

In US-Dollar ist die V-förmige Erholung beim Goldpreis, ebenso wie in Euro, sehr gut zu erkennen. Diese Erholung ging einher mit den starken Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed sowie die Ankündigung unlimitierter Kreditvergabe und Wertpapierkäufe. An diesem geldpolitischen Umfeld, das für das zinslose und knappe Gold ideal ist, wird sich in Zukunft wenig ändern. Kurzfristig bietet der Bereich von 1.593 bis 1.610 US-Dollar pro Unze eine gute Unterstützungszone. Der mittelfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell bei ca. 1.560 US-Dollar.

Verlauf des Goldpreis in US-Dollar

Fazit und Ausblick

Die hohe Volatilität bleibt dem Goldpreis wahrscheinlich erhalten, bis der Markt weniger auf die aktuellen Zahlen der Virus-Epidemie schaut und wieder verstärkt auf den fundamentalen Datenkranz.

Das Umfeld für Gold bleibt trotz der Preisschwankungen sehr konstruktiv. Aufgrund der akuten Probleme am Markt für Papiergoldmarkt in der jetzigen Krise könnte es möglicherweise sogar zu einem Paradigmenwechsel bei der Wahl der Goldinvestments führen – zugunsten des physischen Metalls. Ein solche Entwicklung, weg von den ungedeckten Derivaten und Terminkontrakten hin zum Metall, würde den Goldpreis angesichts der Enge des Marktes zusätzlich unterstützen.

Mittelfristig wird Gold als Vermögensversicherung in Anbetracht der explodierenden Schuldenstände weiter an Bedeutung gewinnen. Daher sollten Preisrücksetzer als Opportunität verstanden werden. Denn auch wenn die Corona-Krise abebbt, die ökonomischen Herausforderungen in den hoch verschuldeten Industriestaaten und Schwellenländern werden sich unabhängig davon im Zeitverlauf weiter verschärfen.

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Silberpreis: Kursverluste wahrscheinlich – aber Silber ist Inflationsschutz!

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In meiner letzten Langzeitanalyse, vom Juni 2017, hatte ich für den Silberpreis den Abverkauf bis unter 10 Dollar prognostiziert. Der mittlere Chart zeigt das bereits 2015 von mir verwendete Szenario. Ganz so kräftig war der Abverkauf dann doch nicht, andererseits ist auch noch nicht aller Tage Abend, wie sie es im Anschluss lesen können. Die zwischenzeitliche Performance hat sich dagegen deutlich anders präsentiert als von mir erwartet. Ein Aspekt welcher mich immer wieder in Bedrängnis bugsiert hat.

Ausblick:

Wie der Langzeitchart es eindrucksvoll vermittelt, bewegt sich Silber seit gut 40 Jahren seitwärts. Die immer höher werdenden Tiefs geben dieser Performance die Gestalt eines Triangles (A-B-C-D-E). Und genau in diesem befindet sich Silber, um es auf den Punkt zu bringen, in der finalen Welle (E) dieser Korrekturformation. Diese für sich genommen dreiteilige (A-B-C) Welle befindet sich ebenfalls mit der Ausbildung der kleineren (C) in der finalen Phase. Dieser Umstand schließt zwar weitere Kursverluste ein, doch sollte der größte Teil der Wegstrecke bereits absolviert sein.

Der Silberpreis im Langfristchart

Mit der sehr großen Unterstützung bei 10.49 $ liegt das idealtypische Ziel für den Silberpreis in absolut überschaubarer sowohl auch realistischer Entfernung. Ein eventueller Bruch dieser Linie würde den Trend bis zur unteren Trendlinie fallen lassen. Wie immer liefert das unterhalb liegende Zeitlineal Anhaltspunkte über den temporären Verlauf von (C) und demzufolge auch von (E). Demzufolge sollte sich der Abschluss des Triangles erst in der zweiten Jahreshälfte einstellen. Die darauffolgende Rallye wird denn Silberpeis zu neuen Ufern tragen, aber dazu in einer späteren Ausgabe mehr.

Die mittlfristige Perspektive für den Silberpreis

Fazit:

Der Silberpreis bildet innerhalb eines sehr langfristigen Aufwärtstrends eine Korrektur aus. Aktuell stehen neue Kursverluste auf der Agenda, weshalb ich von einer Positionierung zurzeit noch abrate. Sichern sie spätestens bei 10.49 $ (0.62 Retracement) ab.

Anmerkungen zu Silber und dem Silberpreis

In Zeiten einer sehr hohen Arbeitslosigkeit; einer sehr starken Inflation aller Voraussicht nach auch einer Währungsreform, blühen, wie immer in der Menschheitsgeschichte, Schwarzmärkte auf. Stellen Sie sich vor, sie möchten für 200 € (wie immer dann auch die Währung heißt) Waren kaufen. Sie haben aber nur eine Goldmünze im Wert von dann vielleicht 3.000 €.

Selbst wenn sie einen Händler finden, welcher ihnen diese Münze wechselt, fällt dieser Deal immer zu ihrem Nachteil aus. Anders verhält es sich beim Silberpreis, dessen Wert dann vielleicht bei 200 -220 € liegt. Die erlittene Handelsdifferenz nimmt sich gegenüber dem Goldhandel bescheiden aus. Aktuell können sich die meisten Menschen ein derartiges Szenario noch nicht vorstellen, doch haben die letzten Wochen und speziell die Corona-Krise auch hier einen Umdenkprozess hervorgerufen, jedenfalls bei den aufgeschlossenen Zeitgenossen. Silber hat aber auch noch mehr zu bieten. Denn anders als Gold versteht sich das in Industriemetall. Die Förderung erfolgt zumeist in Verbindung mit anderen Metallen, sodass der reine Grenzwert der Förderung relativ gering ist.

Einem drohenden Goldbesitzverbot, wie es zu erwarten ist, kann das ca. 20-mal häufiger auf der Erde vorkommende Silber daher gelassen entgegensehen. Dieser Schritt ist aller Voraussicht nach nicht zu erwarten. Silber bietet sich daher als „Inflationswährung“, als „Schattenwährung“ geradezu an. Viel realistischer als ein drohendes Silberbesitzverbot ist dagegen das Eintreten einer gewaltigen Inflation.

Der Silberpreis hat derzeit nicht viel Potential nach oben - aber Silber könnte dennoch absehbar sehr wichtig werden in einer Inflation

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Goldpreis: Wie weit kann das gelbe Edelmetall noch steigen?

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Im Verlauf der letzten Handelstage ist der Goldpreis deutlich über das von mir prognostizierte Ziel hinausgeschossen. Zwar hatte ich den Anstieg bis zum Hoch von Welle (B) als Option beschrieben, doch so recht daran glauben wollte ich dennoch nicht. Mit dieser Rallye konnte sich Gold deutlich stabilisieren und auch wieder in etwas besseres Licht setzen. Die immer noch schwelende Korrektur konnte aber nicht über Bord geworfen werden. Damit relativiert sich der jüngste Anstieg wieder sehr deutlich.

Ausblick für den Goldpreis:

Der Goldpreis bildet aktuell noch Welle (B) der seit Februar laufenden ABC-Korrektur aus. Wie für eine „B“ nicht unüblich besteht die Möglichkeit eines Überschießens, die Möglichkeit der Ausbildung einer überschießenden Welle „B“. Momentan sehe ich diese Option noch nicht auf das Edelmetall zukommen. Die nächsten Tage werden sich wieder positiv darstellen, wenngleich das zur Verfügung stehende Potenzial gering erscheint. Denn mit dem 0.62 Retracement bei 1.651 $ liegt ein nicht zu verachtender Widerstand in greifbarer Nähe.

Der Goldpreis hat kurzfristig noch Luft nach oben
Maximal räume ich dem Trend den Anstieg bis zur 1.00-Linie bei 1.685 $ ein. Nur durch die Option einer überschießenden (B) wäre ein signifikantes Überschreiten dieser Linie zu rechtfertigen. Nach Abschluss von (B) wird sich wieder Ernüchterung beim Goldpreis einstellen. Die Folge der Korrektur ist ein Abverkauf bis auf das Niveau des 0.62 Retracements bei simulierten 1.544 $ einzukalkulieren. Wie der Langzeitchart es zeigt, bleibe ich auf mittelfristige Sicht, negativ für den Goldpreis eingestellt.

Fazit:

Der Goldpreis bildet innerhalb einer größeren Korrektur einen kleinen Aufwärtstrend aus. Für ein längerfristiges Engagement eignet sich diese Bewegung indes nicht. Ich rate ihnen daher von einer Positionierung zum jetzigen Zeitpunkt noch ab. Sichern sie Positionen auf dem 0.62 Retracement bei 1.590 $ ab.

Der Goldpreis hat nur noch wenig Luft nach oben

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