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Gold/Silber

Goldpreis reagiert deutlich auf Larry Kudlow – Risk On Trade

Claudio Kummerfeld

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am

Risk On - etwas mehr Risiko bitte - der Goldpreis leidet

Ja, ja. Der gute alte Larry Kudlow. Der Trump-Berater hat schon oft Positives gesagt, was dann hinterher nicht eintrat. Gestern Abend sagte er gegenüber Reportern (Markus Fugmann besprach dies vorhin schon im Morgen-Video), dass der Handelsdeal mit China „nahe sei“ („it´s close, but not done yet“). Bis heute gibt es keinen Deal. Aber die Märkte springen wieder einmal auf die Nachricht an, und die US-Futures notieren daher über Nacht höher. Dabei ist die Realität, dass man sich nicht einmal auf die Menge der US-Landwirtschaftsprodukte einigen kann, die China kaufen soll! Weit entfernt von einer Einigung ist man auch in der Frage Rückabwicklung der Zölle. Aber was hat das alles mit dem Goldpreis zu tun?

Goldpreis reagiert negativ auf Kudlow-Aussagen

Nun, die Aktienmärkte haben also von Larry Kudlow einen Schuss Optimismus erhalten (sowas wirkt Wunder!). Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen konnte ein wenig zulegen von 1,82% auf 1,85%. Und wo riskante Anlagen wie Aktien attraktiver werden, da wird Gold unattraktiver. Seit Kudlows Aussagen ist der Goldpreis heute Nacht von 1.471 Dollar auf aktuell 1.464 Dollar gefallen. Damit ist die seit Dienstag laufende so schöne Erholung im Gold aktuell jedenfalls erstmal ausgesetzt. Der folgende Chart zeigt den Verlauf im Goldpreis in den letzten zehn Tagen. Alleine gestern gab es einen schönen Anstieg von 1.461 auf bis zu 1.474 Dollar. Aber auf den Verlauf der letzten Tage betrachtet, so ist die Bodenbildung doch immer noch intakt.

Risk On

Man bedenke wie gesagt, dass Kudlows Optimismus-Injektionen nie lange anhielten, und die Märkte schnell die Realität wieder ins Auge fassten. Erst gestern berichteten wir über die jüngsten chinesischen Aussagen zum Handelskrieg, die weit weniger optimistisch stimmen. Aber aktuell zählt nur der kurzfristige Kudlow-Optimismus. Der muss wie gesagt nicht lange anhalten. Somit könnten Aktien wieder schwächeln und der Goldpreis wieder steigen? Aktuell aber läuft der Risk On-Trade, also der Sog hin zu mehr Risiko, was folglich einem Verkauf von Gold nach sich zieht. Die Analystengemeinde Land auf Land ab bespricht aktuell die Kudlow-Aussagen. Exemplarisch hier die ganz frische Aussage von Milan Cutkovic von AxiTrader, Zitat:

Es braucht also nur einige positive Kommentare zum Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China, um die Stimmung auf dem Börsenparkett wieder zu verbessern. Dieses Mal war es Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, der sich zuversichtlich zeigte, demnächst ein Abkommen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten abschließen zu können. Der DAX dürfte nun zeitnah wieder die Marke von 13.300 Punkten testen. Ein klarer Durchbruch sollte für Rückenwind sorgen, einem Test des Allzeithochs knapp unter 13.600 Zählern würde dann aus charttechnischer Sicht nichts im Wege stehen.

Also, wer grundsätzlich optimistisch ist für einen weiteren Anstieg im Goldpreis, sollte die Hoffnung noch nicht aufgeben, dank der geringen Halbwertzeit von Kudlow-Aussagen!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Mario Mayer

    15. November 2019 10:29 at 10:29

    Tja Herr Fugmann sprachen wir nicht erst kürzlich darüber, was Kudlow dazu sagen wird?
    Nichts hinterfragen einfach glauben und danach handeln. Börse ist wohl eine Religion geworden lol.
    Wobei es mir einfach schwer fällt wie dieser Wahnsinn weitergehen kann.

    • Avatar

      Roberto

      15. November 2019 12:08 at 12:08

      @Mario Mayer, Kudlow sagt doch nur das was Donald schon die ganze Zeit sagt. Die beiden wiederholen sich nur. Und das täglich, weil sie natürlich nicht wollen das die Märkte sich verschnupfen. Darauf würde ich nicht soviel legen. Diese news sind nicht dazu geeignet sich als privater zu positionieren. Vielmehr sollte man NUR auf die Charts schauen. Die zeigen den Weg für JEDEN. Je nach Zeiteinheit kann sich jeder Börsenteilnehmer angesprochen fühlen. Vom Sekundentrader bis zum Langfristinvestor. Nur die Zeiteinheit der Charts einstellen und schauen wo ein Trend vorliegt und folgen bis der Trend bricht. Dann den nächsten Trend folgen. Das Problem ist nur wenn man ständig news liest, wird der eigene Verstand in eine Richtung gelenkt die evtl nichts mit der Richtung der Börsen zu tun hat. Selbst wenn die Nachricht logisch ist. Märkte sind ein MASSENPHÄNOMEN und nicht logisch. Aber das führt jetzt zu weit :-)))…und doch noch was: es gibt keinen heiligen Gral. Kein Mensch wird jemals die Börsen beherrschen. Und das ist auch gut so. :-)

  2. Avatar

    Zimmermann

    15. November 2019 17:29 at 17:29

    Genau, so ist es. Trend folgen und auf Umkerhsignale achten. Börse wird in Extremphasen (es geht stark rauf oder stark runter) von Gier und Angst (Massenphänomen) getrieben. Jetzt regiert die Gier, also gehts sinnfrei aufwärts. Zum Schluss springen noch die letzten aus Frust in den Markt, weils nicht runter geht und dann fängst an zu kippen.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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