Gold/Silber

Goldpreis steigt – Kurzkommentar zur Fed-Entscheidung von Thorsten Polleit

Die Fed wie auch alle anderen großen Zentralbanken scheinen in der Tat nur noch ein Medikament zu kennen: immer mehr Kredit und Geld

Thorsten Polleit zur Entscheidung der Fed und zum steigenden Goldpreis:

Der Rat der US-Zentralbank (Fed) hält den Leitzins unverändert in seiner bisherigen Bandbreite von 0,0 bis 0,25%. Das wurde auf der heutigen Fed-Sitzung beschlossen – und wurde im Vorfeld auch so erwartet.

Die Fed teilte zudem mit, dass der Leitzins auf dem gegenwärtigen Niveau verharren wird – und zwar bis in das Jahr 2022 hinein!

Die Fed setzt natürlich auch ihren großangelegten Ankauf von Schuldpapieren (Staatsanleihen, Hypothekaranleihen, Commercial Paper) fort.

Sie feuert damit weiter aus allen Rohren: Sie monetisiert ausstehende Schulden und bezahlt sie mit neu geschaffenem Geld. Das hat bereits dazu geführt, dass nicht nur die US-Dollar-Basisgeldmenge, sondern dass auch die Geldmengen auf den Konten von Konsumenten und Unternehmen stark angestiegen sind.

Gegen Ende Mai 2020 schoss die Geldmenge M1 um 34,9% gegenüber dem Vorjahr in die Höhe, M2 um 23,6%. Die stark steigenden Geldmengen, einhergehend mit einer zusammengebrochenen Wirtschaftsleistung, führen zu einem gewaltigen inflationären „Geldüberhang.“ (Siehe hierzu auch: https://www.misesde.org/2020/05/geldflut-bringt-geldentwertung/)

Er wird sehr wahrscheinlich in steigenden Konsumgüterpreisen und/oder Vermögenspreisen zutage treten. Bereits jetzt treibt die gewaltige Liquidität die Aktienkurse in die Höhe.

Zum Beispiel erreichte heute, nach Verkündigung der Zinsentscheidung, der NASDAQ-Index sein bisheriges Allzeithoch von 10.098 Punkten.

Die Fed wie auch alle anderen großen Zentralbanken scheinen in der Tat nur noch ein Medikament zu kennen: immer mehr Kredit und Geld, bereitgestellt zu immer niedrigeren Zinsen. Man muss kein hochdekorierter Ökonom sein, um zu verstehen, dass all das auf eine Geldpolitik hinausläuft, die die Kaufkraft des Geldes herabsetzt beziehungsweise ruiniert.

Wir gehen davon aus, dass der Goldpreis im Trendverlauf weiter merklich steigen wird..



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