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Goldpreis und Aktienmärkte: Warum sie heute parallel ansteigen

Claudio Kummerfeld

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am

Goldpreis uns Aktienmärkte sind heute früh parallel angestiegen. Schauen wir uns das mal genauer an. Ab 7:30 Uhr stieg der Goldpreis von einem Niveau von 1.817 Dollar aus an. Vorhin wurde der Hochpunkt mit 1.824 Dollar erreicht. Die Aktienmärkte stiegen ebenfalls ab 7:30 Uhr an. Auf CFD-Basis stieg der Dax vorbörslich von 13.146 bis jetzt auf 13.297 Punkte. Genau so steigt heute außerbörslich der Dow Jones ab 7:30 Uhr um gut 130 Punkte.

EU-Einigung pusht Goldpreis und Aktienmärkte

Zeitlich exakt korrespondieren tun diese Anstiege bei Goldpreis, Dax und Co mit der Einigung der 27 EU-Partner auf ihr großes 750 Milliarden Euro-Rettungspaket sowie den neuen EU-Haushalt (hier die offizielle Info). Ob all das wirklich etwas bringt? Das ist für den Markt erst mal völlig unwichtig. Wirklich interessant ist eher das oberflächliche Signal. Die Politik tut etwas, es kommt noch mehr Geld in den Kreislauf, noch mehr schneller Stimulus. Hauptsache es wird etwas getan, was den Konsum ankurbelt und mutmaßlich Jobs rettet, und somit den Volkswirtschaften auf die Beine hilft. Das Signal selbst zählt.

Dass die Aktienmärkte daraufhin steigen, ist einfach nachvollziehbar. Der Konjunktur wird geholfen, also Aktien kaufen. Aber beim steigenden Goldpreis, da wird die Sache schon etwas komplizierter. Bei Gold und Aktien konnte man die letzten Wochen und Monate immer wieder mal beobachten, dass sie parallel liefen. Vor allem bei fallenden Aktienkursen konnte man bemerken, dass der Goldpreis gerne mit nach unten schwächelte. Dies war darauf zurückzuführen, dass immer wieder schnell die Angst vor einem großen Börsenabsturz da war. Und damit kam auch schnell die Angst aus März zurück, wo große Institutionelle Gold verkauften, um für Margin Calls am Aktienmarkt Liquidität zu haben.

Aber jetzt, warum steigt der Goldpreis bei einer Nachricht, die für Konjunktur und Aktienmärkte gut ist? Dieses Szenario sollte Gold als den sicheren Hafen für Krisenzeiten doch eigentlich schwächen? Aber nein. Schon gestern besprachen wir positive Faktoren für den weiter steigenden Goldpreis. Und heute? Zunächst muss man sehen, dass der Euro derzeit immer weiter gestärkt wird. Die jetzige EU-Einigung wurde jüngst in einem stetig steigenden Euro vorweggenommen, was den US-Dollar natürlich immer weiter schwächt – so auch heute. Und je schwächer der US-Dollar, desto besser für den Goldpreis! Und hinzu kommt: Mit 750 Milliarden Euro neu beschlossenen Schulden auf EU-Ebene wird der Schuldenberg im globalen Finanzsystem noch mal größer, die Geldmengen wachsen immer weiter an. Ob und wann all diese Schulden jemals abgetragen werden kann – unklar! Die grundlegende Kritik der Gold-Fans am Papiergeld-System, wo auf Knopfdruck aus dem Nichts neues Geld entsteht, wird mit dieser weiteren Verschuldung nur noch untermauert, und der Preis für das Edelmetall erhält noch mehr Auftrieb.

Andere Sichtweise auf aktuelle steigenden Goldpreis

Naeem Aslam von Avatrade bringt aktuell noch eine andere Sichtweise zum aktuellen Anstieg im Goldpreis ins Spiel. Der Goldpreis pendele nach wie vor fast auf einem 9-Jahres-Hoch und halte sein Preisniveau von 1.800 Dollar fest. Es bestehe kein Zweifel daran, dass unter den Anlegern trotz der Rallye an den US-Aktienmärkten eine starke Nachfrage nach Safe-Hafen-Anlagen besteht. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China würden Anlass zu großer Sorge geben. Auch Großbritannien habe die Spannungen mit China zu einer Zeit eskaliert, in der es wegen Brexit die Hilfe Pekings am meisten brauchen würde. Die Haltung Großbritanniens gegenüber Hongkong in Bezug auf ein nationales Sicherheitsgesetz werde das Vereinigte Königreich langfristig wahrscheinlich teuer zu stehen kommen. Die Händler glauben, dass das Gold in Zeiten wie diesen ihre beste Wahl sei, so Naeem Aslam.

Goldpreis und Aktienmärkte im Chart parallel seit gestern Abend
Im Chart sieht man seit gestern Abend auf CFD-Basis, wie Goldpreis und Dax parallel ansteigen seit heute früh.

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Gold/Silber

Goldpreis vor Ausbruch nach oben? Achtung, Blick auf US-Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis dümpelt seit Freitag auch heute bei 1.954 Dollar vor sich hin. Steht der Anstieg nach oben kurz bevor? Möglich ist das allemal. Bereits am Freitag stellten wir die Frage in den Raum, ob der Goldpreis ansteigen könnte, weil der US-Dollar schon gut gefallen war. Gold stieg aber nicht an.

Charttechnik im US-Dollar entscheidend für Goldpreis?

Ganz aktuell sieht man, dass der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) an einem Unterstützungsniveau um die 92,80 Indexpunkten hängt. Der Chart zeigt den Verlauf des Dollar-Index der letzten zehn Tage. Sechs Mal in den letzten zehn Tagen ist der US-Dollar nach unten gelaufen, an dieser Marke abgeprallt und wieder angestiegen. Derzeit hängt er genau auf diesem Niveau. Fällt er diesmal darunter, wäre vereinfacht gesagt Platz nach unten, was den Goldpreis kräftig nach oben pushen könnte.

Dies ist ein Wenn-dann-Szenario, also mit reichlich Unsicherheit behaftet. Aber es ist möglich. Bei der schwachen Dollar-Entwicklung seit letztem Donnerstag hat der Goldpreis auf den Weg nach oben auf jeden Fall nicht so performt wie man es erwarten würde. Also, Gold-Bullen sollten sich gerade jetzt die Dollar-Entwicklung genau anschauen. Für einen Anstieg im Goldpreis ist Potenzial vorhanden.

Fallender US-Dollar kann Goldpreis deutlich bewegen

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

Rüdiger Born

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Soll man so kurz vor dem Wochenende noch neue Positionen aufbauen? Dazu will ich mich im folgenden Video äußern in Sachen Indizes, Gold und Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

„Kaffeesatzleserei“, „Hokuspokus“, „alles Zufall“… viele Akteure an den Finanzmärkten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Charttechnik und verzweifeln, sollte es gute technische Argumente für beide Richtungen geben. Das Problem: es wird nicht unterschieden zwischen Analysten, die eine Meinung vertreten und Händlern, die den Markt handeln. Wie ein Händler zu sinnvollen Entscheidungen kommt, zeigt der folgende Beitrag am Beispiel des Gold-Charts.

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Gold, Silber, Aktienmarkt, Dollar: Was die Aussagen der Fed bedeuten

Redaktion

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Von

Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

Insbesondere Gold kam unter Druck, die Preise fielen um etwa 1% – und das obwohl die US-Notenbank praktisch eine Nullzins-Garantie bis ins Jahr 2023 gegeben hatte. Einer der Gründe für den Fall des gelben Edelmetalls scheint die nach wie vor hohe Long-Positionierung in Gold zu sein, wie die COT-Daten zeigen.

Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Ausgangslage für den US-Dollar (anhand des Dollar-Index), für den Goldpreis, für Silber – aber auch für die US-Aktienmärkte. Er geht davon aus, dass die übergeordneten Trends in diesen Märkten weiter intakt sind – und definiert in diesem Video Einstiegsmarken für Käufe:

 

Gold kam nach der Sitzung der Fed unter Druck

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