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Goldpreis vor Ausbruch? Worauf wartet das Edelmetall noch?

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt nicht. Und das seit Tagen. Seit Mitte letzter Woche pendelt Gold fast komatös um die Marke von 1.730 US-Dollar. Dabei hätte man doch eigentlich jede Menge Anlass nun “endlich mal” zu steigen? Die Notenbanken drucken immer mehr Geld. Heute legt die Bank of England noch nach, in dem sie ihr Anleihekaufprogramm um 100 Milliarden Pfund aufstockt. Und die Aktienkurse? Die sind seit Mitte letzter Woche deutlich gefallen. Nach einem kleinen Hoch sind sie seit gestern Mittag erneut am Fallen. Heute kommen ganz aktuell US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den Tisch, die etwas höher ausfielen als erwartet. Dazu noch jede Menge Meldungen aus den USA, dass in einigen Bundesstaaten immer weiter steigende Corona-Zahlen vermeldet werden. Das schürt natürlich die Ängst vor einer zweiten Corona-Welle. Alleine in den letzten drei Stunden hat der Dow auf Terminbasis gut 400 Punkte verloren. Und der Goldpreis? Das Edelmetall bildet doch eigentlich den Gegenpol zu riskanten Geldanlagen wie Aktien.

Aber nein. Es passiert nichts. Der Goldpreis will einfach nicht steigen. Dabei wäre es gar nicht ein so riesiger Schritt, um richtig Leben in die Bude zu bringen. Dies sieht man im folgenden Chart, der den Verlauf im Goldpreis seit Sommer 2019 zeigt. Ginge der Kurs von aktuell 1.726 Dollar über die Marke von 1.750 Dollar, dann wäre richtig gut Luft nach oben für die Anleger, die stark auf Charttechnik achten. Fehlt eine kräftig negative Konjunkturnachricht oder ein neuer geopolitischer Schock, um Gold hoch zu pushen? Jüngst liefen Aktienkurse und der Goldpreis kurioserweise oft parallel. Dies lag wohl daran, dass einige Trader Gold verkauften, während die Aktienkurse schnell und kräftig fielen. Das Gespenst aus März kam zurück, dass große Investoren schnell Gold-Anlagen in Cash umwandeln, um Reserven zum Beispiel für Margin Calls im Aktienhandel zu haben.

Verlauf im Goldpreis seit Sommer 2019

10 Kommentare

10 Comments

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    Parker Schnabel

    18. Juni 2020 19:15 at 19:15

    Gold wartet auf gar nichts. Es ist einfach da und wird niemals vollkommen wertlos sein. Egal, wie verzweifelt die Notenbanken versuchen den Wert (gemessen in bedrucktem Papier) in Schach zu halten.

    Anders als Gold ist bisher jede FIAT-Währung komplett wertlos geworden.

    “Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null”

    Voltaire (1694 – 1778)

    • Avatar

      Columbo

      18. Juni 2020 20:57 at 20:57

      @Parker Schnabel

      Das einzig Dumme daran ist, daß das die Notenbanken und Regierungen auch wissen.

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    Segler

    18. Juni 2020 23:48 at 23:48

    Grüezi Herr Kummerfeld.
    Ich erlaube mir Charly Munger (96) zu zitieren
    “Jedes Jahr, in welchem man nicht mindestens eine seiner Lieblingsideen auf den Müll wirft, ist ein verlorenes Jahr”
    Mein Vorschlag für Sie: Werfen Sie die Preis-basierten Charts in den Müll.

    Charts auf Preisbasis sind nett anzusehen, man kann Linien malen, Mäc-Dee’s kreuzen lassen, Histogramme zaubern, “Wellen” zählen. Tradingtechnisch haben diese Betrachtungen einen Wahrscheinlichkeitswert der eine Haaresbreite über 50 % liegt. Würfeln bringt ein gleiches Ergebnis.
    Immerhin: Eloquent verbrämt präsentieren Sie es einem staunend gläubigen Publikum.

    Glauben Sie mir: Ein Preischart allein ist Kindergartenkram. Er bewirkt Autosuggestion, aber mehr nicht.
    Als Grundlage für eine direktionale Handelsentscheidung taugt er so viel wie Nasenpopeln.

    Ich will nicht nur kritisieren sondern auch Konstruktives bringen.
    Um einen Dortmunder Kollegen zu zitieren:
    “Tumma Butta bei die Fische !”

    Der Segler empfiehlt zum Thema Goldpreis:

    A) Volume Profiles. Einfach, preiswert, aussagekräftig.
    Der Goldpreis befindet sich im oberen Segment eines “Covering”.
    Konkret: Es kaufen stetig “kleine” – es verkaufen stetig die grossen. Sie absorbieren den Markt auf dem aktuellen Niveau – solange bis die Absorption “durch” ist.
    Anschliessend fällt für gewöhnlich der Preis deutlich bis in die nächstuntere Volumenzone. Diese liegt bei 1650. Im Anschluss wartet der Bereich bei 1510.
    Alternativ kann der Preis heftig nach oben ausbrechen – Ziel wäre dann die 2000.
    Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering. Gründe dazu in den folgenden Punkten

    B) CoT Daten
    Die Commitments der Commercials zeigten von Oktober 2018 und noch deutlicher und vor allem seit Mai 2019 eine stete Zunahme der Shortpositionen. Diese ging einher mit steigenden Goldpreisen.
    Seite kurzem jedoch bauen die Grossen Marktteilnehmer ihre extremen Positionen wieder ab.
    Das Open Interest fällt, die Short Positionen werden geringer.
    Das Verhalten der “Ganz Grossen” spricht für einen weiteren Rückgang des Preises.
    Der heutige Freitag wird bezüglich CoT Daten weiteres zutage bringen.

    C) Volatilität, Implizite Volatilität, IV-Ranking
    Die Volatilität (hier: PREISVOLATILITÄT) ist innerhalb der vergangenen 12 Wochen von 50 (Fünfzig) auf mittlerweile gemütlichen 18 gefallen. Nach Unsicherheit oder gar Angst im Markt sieht das nicht aus. Woher soll der angstbegründete Preisanstieg kommen ?

    D) Optionen
    In einer Woche ist Verfall, bzw. Roll Over der Futures.
    Auf dem Strike 1700 liegen insgesamt Zehntausend (!) offene Kontrakte.
    Die Grossen Teilnehmer verschenken niemals freiwillig Milliarden von Dollars.
    Sie werden alles daran setzen, dass in den kommenden Handelstagen die Optionen wertlos verfallen, indem sie mit dem Future die passende Richtung angeben.

    E) Terminstrukturkurven im Gold
    Nach einem starken Contango konvergieren die bisherigen (und kaum noch liquiden) Frontfutures zum mittlerweile dominierenden Augustkontrakt dergestalt, dass die zwei Frontmonate im Preis konstant bleiben (Konstante Käufe der Angsthasen und der – emotional getriebenen und medienbeeinflussten – Goldbullen)
    Folge: der Augustkontrakt sinkt im Preis und damit der Preis im Chart des Continuous Kontraktes, auf den alle gucken und den sie als DEN Goldpreis sehen.

    Spricht etwas aus meiner Sicht für steigenden Goldpreis ?
    Ja.
    Der Index der Commercials mit Lookback-period 6 Monate sowie die Lookback period 12 Monate sprechen dafür und lieferten in unserem System Ende vergangener Woche ein primäres Kaufsignal für Gold.
    (Alle darübergelegten Filterkriterien relativieren jedoch dieses Long-Signal)

    Fazit mit Datum heute am Donnerstag den 18. 6.2020:
    – Keine Long Trades im Gold
    – Keine Optionen im Gold verkaufen
    – Warten

    Danke für Ihre Beiträge
    Herzlich grüsst Sie der Wahlschweizer
    Segler

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    Goldmännchen

    20. Juni 2020 14:22 at 14:22

    @ Segler, ich möcht sie nicht beleidigen, aber letztes Mal als sie so einen wissenschaftlichen Bericht über den Ölmarkt schrieben, wo wir Normalsterblichen mit nur 40jähriger Erfahrung nur noch leer schluckten, ist es voll in die Hosen gegangen. Ohne ein Goldspezialist zu sein, denke ich ,dass beim Gold ein Ausbruch nach oben jederzeit möglich ist.Wenn Alle an Tina u.die Notenbanken glauben u.es neben keinen Zinsen auch fast keine Divedenden mehr gibt, werden die Aktienbesitzer auf einer Zeitbombe sitzen.
    Wer Aktien in der heutigen Zeit vorbehaltlos als Sachwerte bezeichnet, sollte vielleicht bedenken,dass es noch viele kleine Wirekärtchen u.Teslas gibt , die nur Buchwerte sind u.keinen Sachwert haben.

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      Segler

      21. Juni 2020 09:06 at 09:06

      Guten Morgen Goldmännchen. Beleidigen ? – Nein, ganz und gar nicht. Ich freue mich, wenn meine Statements kritisch gelesen und hinterfragt werden. Gegenüber Ihren vierzig Jahren Börsenerfahrung bin ich mit meinen fünfundzwanzig ja ein “Youngster” :-)
      Meine Domäne ist der Rohstoffhandel, und in obiger Analyse habe ich mich einzig auf Gold bezogen. (Wobei ich Gold nicht unter Rohstoff einordnen möchte, eher noch unter Währungen)
      Ich habe mit keinem Wort Aktien erwähnt, und verstehe auch nicht, was Sie mit “vorbehaltlos als Sachwert” meinen.
      Nochmal:
      Meine Zeilen mit den Kriterien bezüglich CoT-Daten etc. sind eine Ergänzung zur reinen Charttechnischen Beurteilung, wie sie von Herrn Kummerfeld gegeben wurden. Und auf SEINEN Artikel bezieht sich mein Posting.
      Mir geht es um Wahrscheinlichkeiten, und auf diesen basieren meine Handelsentscheidungen.
      Sie hingegen sprechen von “Könnte”, “denke” und “möglich”, und “vielleicht”
      In meinem Beitrag habe ich keinen Zeithorizont genannt. diesen sollte ich noch ergänzen:
      Meine Handelsentscheidungen haben allgemein ein Tradingziel vier bis sechs Wochen.
      Im Gold halte ich derzeit keine Position.
      Für jene, die interesiert:
      – Meine synthetischen LongPosionen im Öl wurden vergangene Woche aufgelöst
      – Ich habe (direktional) Futures in Mais gekauft
      – Ich habe Volatilität im Kakao verkauft
      – Ich halte eine sythetische LongPosition im Natural Gas und nutze den Rückgang der dort übersteigert gewesenen Vola (sprich: Ich nutze den Rückgang der Optionspreise im Frontmonat)

      Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen sonnigen Sommeranfang
      Der Segler

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    Lausi

    21. Juni 2020 05:31 at 05:31

    Was den Goldpreis betrifft kann man es auch ganz simpel sehen: Seit über zwei Monaten befindet sich der Preis in einer Seitwärtsbewegung, wobei die obere Begrenzung bei ca. 1744 $ liegt (CFD-Preis) und die untere bei ca. 1670 $. Bei einem nachhaltigen Ausbruch aus dieser Schiebezone sollte eigentlich klar sein, wohin die Reise mittelfristig gehen wird. Im Moment sind wir wieder an der oberen Begrenzung angekommen – mal sehen, ob es wieder ein Abpraller wird, oder (endlich) ein (nachhaltiger) Ausbruch. Schaumermal :-)

    • Avatar

      Hesterbär

      21. Juni 2020 16:53 at 16:53

      @Lausi
      Gold wird nach oben ausbrechen. Alles andere würde mich sehr wundern. Die Triebwerke sind schon gestartet.

      • Avatar

        Lausi

        21. Juni 2020 20:20 at 20:20

        @Hesterbär: Kommende Woche werden wir schlauer sein. Interessant wird auch sein, ob sich Gold und Aktien dabei gleich- oder gegenläufig entwickeln werden. Wie man inzwischen weiß, ist ja diesbezüglich alles möglich. Gegen Gold & Silber rauf und Aktien runter hätte ich jedenfalls nichts einzuwenden. ;-)

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    Goldmännchen

    21. Juni 2020 16:17 at 16:17

    @ Segler, sie haben Recht,das mit den Aktien war nicht auf sie bezogen, ich wollte damit nur ausdrücken,
    wenn der Mythos mit der V-Erholung u.TinA entzaubert wird u.der Risk-On Modus wieder läuft, wird Gold eher nach oben ausbrechen, was bei ihrem Kommentar eher bezweifelt wurde.

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    Goldmännchen

    8. Juli 2020 18:53 at 18:53

    @ Segler, wieder einmal sehr wissenschaftlich den Mund sehr voll genommen.Kummerfeld u. viele Andere haben es ganz einfach u.realistisch bis jetzt richtig gesehen.

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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Goldpreis & Ölpreis

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Die Börse im Sommerloch, wenn es da nicht die Edelmetalle geben würde! Diese haben in der letzten Woche für Aufsehen gesorgt und bleiben auch in der nächsten Handelswoche spannend. Bei den großen Aktienindices ist lediglich der Nasdaq 100 ein Dauerbrenner. Getrieben von wenigen Tech-Giganten, ist diese Entwicklung allerdings alles andere als gesund. Aber so läuft die Börse nun mal – oftmals irrational und emotionsgeladen.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Hälfte der Seitwärtsbewegung ist geschafft!

Die letzte Handelswoche startete mit einem Chinesischen Paukenschlag. Am Montag ist der CSI 300 Index um knapp 5 Prozent angestiegen. Dabei ist er aus einer seit 2018 andauernden Seitwärtsbewegung ausgebrochen. Mit diesem Rückenwind ist auch der Dax mit einem Kurssprung in die Börsenwoche gestartet. Die Freude hielt indes nicht lange. Stimmt, da war ja noch das Sommerloch! Und genau so hat sich die Börse dann auch in den folgenden Tagen gezeigt.Am letzten Handelstag gab es dann nochmal ein Aufbäumen. Der Dax zog am Stück um 300 Punkte an. Diese stärke könnte Fantasie für die nächste Woche liefern. Allerdings bleibt der Weg nach oben weiterhin im Bereich 12.900 bis 13.000 Punkte versperrt.

Chart zeigt Dax Kursverlauf - Börse vor neuer Euphorie?

Teil 2: S&P 500 lahmgelegt, Nasdaq 100 in Champagnerlaune

Während sich der US-Leitindex S&P 500 ähnlich wie der Dax verhielt, bleibt die Champagnerlaune bei den Tech-Aktien ungebremst. Man kann sogar sagen, dass die Aufwärtsbewegung im Nasdaq 100 in der letzten Woche nochmal deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Eine derartige Entwicklung kann an der Börse allerdings auch sehr schnell nach hinten losgehen. Auf welche Warnsignale müssen wir achten? Aus Charttechnischer Sicht befinden wir uns in einem weit fortgeschrittenen Aufwärtstrend. Kommt es an der Börse jetzt zu ungewöhnlich großen Aufwärtsbewegungen, die von sehr hohem Handelsvolumen begleitet werden, müssen die Alarmglocken angehen. Diese Phänomene zeigen einen Erschöpfungszustand an, der in einer Gegenbewegung enden wird.

Nasdaq Chart ist derzeit das Jubelmärchen an der Börse

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – jetzt zündet die Rakete

Der Goldpreis hat den Sprung über den markanten „Bollwerk-Widerstand“ geschafft. Aus Charttechnischer Sicht liegt nun das nächste Kursziel am Allzeithoch im Bereich um 1.900 USD (Futures). An der Börse und im Trading muss man sich immer fragen, was NICHT passieren sollte, damit ein Szenario Bestand hat. Nach dem Ausbruch über einen wichtigen Widerstand, sollte der Kurs nicht zurück in die vorherige Seitwärtsbewegung laufen. Das wäre ein Zeichen für einen Fehlausbruch (hier der jüngste FMW-Bericht zu Gold).

Nach dem Ausbruch am Dienstag und Mittwoch, kam es am Ende der Woche wieder zu einem Rücksetzer. Der alte Widerstand ist nun zu Unterstützung geworden. Jetzt ist die große Frage, ob die neu gewonnene Unterstützung auch hält. Ich bin seit 2004 professioneller Trader und habe weit mehr als 30.000 Trades gemacht. Viele „Gurus“ sprechen vom emotionslosen Trading. Aber gibt es das wirklich? Ich bin auch nur ein Mensch mit normalen Emotionen, der nicht weiß wohin die Reise an der Börse geht. Natürlich kommen in Situationen, in denen es nicht optimal läuft, Fragen und Zweifel auf. Emotionen sind an der Börse ganz normal. Als Trader darf man Emotional sein – man muss einfach lernen, diese zu akzeptieren. Als Trader muss man mit der Unsicherheit am Markt leben. Aus diesem Grund ist auch ein gutes Risiko- und Moneymanagement unglaublich wichtig. Denn so weiß ich, dass mich kein einzelner Trade ruinieren kann. Dieses Wissen gibt mir ein Stück Sicherheit und lässt mich meinen Handelsplan umsetzen.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf

Die Ölpreis-Bullen geben sich nicht geschlagen – Teil 2

Am Donnerstag ist der Ölpreis deutlich unter Druck geraten. War das nun das Startsignal für einen Rutsch in Richtung 34,00 USD? Von wegen – am Freitag haben die Ölpreis Bullen direkt wieder zugeschlagen. Damit wird das Chartbild immer bullischer. In den letzten Wochen habe ich immer wieder auf die drei markanten Widerstände zwischen 40,00 und 42,50 USD hingewiesen. Nun hält sich der Ölpreis schon relativ lange an diesem Widerstandsniveau auf. Das ist an der Börse oftmals ein positives Zeichen. Denn in kurzfristigen Schwächephasen greifen die Käufer direkt zu und lassen den Kurs nicht wirklich abtauchen. Sollte es in der nächsten Woche nicht zu einem weiteren Kursrutsch kommen, müssen wir uns in den nächsten Monaten eher auf weiter steigende Ölpreise einstellen. In dem Fall bieten kurzfristige Rücksetzer eine Gelegenheit zum Einstieg.

Ölpreis Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Achtung Dax, Commerzbank-Krise, Gold-Hype

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Chaos bei der Commerzbank. Der Chef Martin Zielke wurde vor die Tür setzt. 10.000 Stellen sollen wohl wegfallen. Nur die comdirect ist noch gesund und zukunftsfähig? Das sagt zumindest Stefan Riße im Interview mit Manuel Koch im folgenden Video. Auch steht die Frage im Raum, ob durch Corona nun die nächste Bankenkrise ansteht.

Stefan Riße weist auch darauf hin, dass der Anstieg beim Dax kritisch zu sehen sei. Was, wenn auch bei uns eine zweite Corona-Welle kommt? Dann könnte dieses erhöhte Kursniveau ein Problem haben (hier das ausführliche Interview mit Stefan Riße). Auch der große Hype rund ums Gold war diese Woche eines der Top-Themen am Kapitalmarkt, was auch von Manuel Koch im folgenden Video thematisiert wird. Mehr Infos auf www.trading-house.de.

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Goldpreis, Ölpreis, Aktienmärkte: Was für eine Eintracht im Absturz

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Was war da denn los? Seit gestern sind der Goldpreis, der Ölpreis und die Aktienmärkte parallel runter gerauscht. Dies kann man gut im folgenden Chart sehen, wo Gold, Ölpreis und Dow Jones auf CFD-Basis seit Donnerstag gezeigt werden. Seit gestern ab 15:30 Uhr, wo der Kassamarkt für Aktien in den USA öffnete, ging es nach unten. Im Dow sind es bis jetzt minus 580 Punkte. WTI-Öl verliert seitdem bis jetzt gut 1,50 Dollar. Und der Goldpreis hat bis jetzt 14 Dollar verloren.

Doch keine Stärke im Goldpreis?

Und da schrieben wir gestern noch von einer wirklichen Stärke im Goldpreis. Tja, wie kann es sein, dass diese drei Assetklassen so parallel abschmieren? Bei der Korrelation zwischen Aktienmärkten und Öl ist es klar. Nimmt die Angst vor der immer schlimmer werdenden Coronakrise weiter zu (so wie es seit gestern tatsächlich passiert), verdunkeln sich die Konjunkturaussichten, was natürlich schlecht für die Konzerne ist, aber auch schlecht für die Öl-Nachfrage. Und der Goldpreis? Dachte alle Welt (auch wir) noch gestern Mittag, dass die Kurse von um die 1.815 Dollar nun endlich der Durchbruch nach oben seien, so zeigt das Edelmetall erneut Schwäche, zusammen mit den anderen Märkten. Auch der seit gestern Nachmittag steigende US-Dollar wirkte negativ gegen Gold!

Aber wir meinen: Man sollte das Edelmetall noch nicht aufgeben als Bulle! Was war los abseits vom US-Dollar? Vielleicht gibt der folgende aktuelle Kommentar von Ipek Ozkardeskaya von Swissquote Aufschluss. Der Goldpreis sei auf 1.795 Dollar zurückgefallen, weil die Anleger ihre Long-Goldbestände zur gleichen Zeit auflösten wie ihre Risikopositionen (in Aktien). Der gleichzeitige Ausverkauf von Aktien und Gold in einem Risikoumfeld sei zu einem üblichen Verhalten geworden und habe den Safe-Hafen-Wert von Gold mittelfristig nicht beeinträchtigt. Daher bleibe der Gesamtausblick für Gold trotz einer unerwünschten positiven Intraday-Korrelation mit Aktien weiterhin optimistisch.

Zu viel des guten im fallenden Goldkurs?

Und ja, dieses Phänomen sah man im März beim großen Börsencrash auch. Die Anleger verkauften in Panik Gold, weil sie vor allem für Margin Calls am Aktienmarkt schnell Geld brauchten. Aber jetzt, bei ein paar hundert Punkten Rückfall der Aktienmärkte, muss man da gleich reflexartig den Goldpreis auch runterjagen? War das übertrieben, und Gold kann jetzt wieder einen weiteren Anlauf auf höhere Kursniveaus nehmen? Entscheiden Sie selbst, wie es weitergehen wird. Denn ja, wir haben immer noch keine Glaskugel.

Chart zeigt parallelen Verlauf der Aktienmärkte, Goldpreis und Ölpreis

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