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Europa

Herr Draghi in Deckung bitte: Der Wind weht eiskalt, und das nicht nur durch die „Fake-Inflation“

Wir führen an dieser Stelle mal das Wort „Fake-Inflation“ ein, da das Wort Fake seit Neuestem sehr oft gebraucht wird. Dabei ist der eigentliche Erfinder der „Fake-Inflation“ die EZB. Denn seit Kurzem wissen wir ja alle…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wir führen an dieser Stelle mal das Wort „Fake-Inflation“ ein, da das Wort Fake seit Neuestem sehr oft gebraucht wird. Dabei ist der eigentliche Erfinder der „Fake-Inflation“ die EZB. Denn seit Kurzem wissen wir ja alle, dass die Energiepreise gar nicht so richtig dazugehören zur „echten“ Inflation. Von daher kann die EZB ihre Maßnahmen ja nicht zurückschrauben, da die „neue echte“ Kerninflation ohne Energie nicht so richtig anspringen will.

Aber es weht ein eiskalter Wind, und zwar auch von der neuen „echte Inflation“. Bevor es die Verbraucherpreise (Inflation) gibt ganz am Ende der Preiskette, gibt es vorher erst einmal die Erzeugerpreise und die Großhandelspreise. Wo schon die Erzeugerpreise gut anziehen, werden auch die heute für Deutschland veröffentlichten Großhandelspreise zu einem echten argumentativen Problem für die EZB. Denn wo nachvollziehbarerweise die Energiepreise im Großhandel von Januar 2016 auf Januar 2017 um satte 16,4% gestiegen sind, ziehen aber auch die gesamten Großhandelspreise gut an mit +4,0% im Jahresvergleich! Das ist die größte Steigerung seit Oktober 2011.

Im Dezember 2016 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 2,8 % und im November 2016 bei + 0,8 % gelegen. Es geht also kräftig bergauf. Wo erst Großhandel und Industrie-Erzeugerpreise kommen, da folgt mit Verzögerung der Verbraucherpreis. Folglich geht es also im Februar mit der Inflation Richtung 2% oder sogar schon höher?. Hier noch ein paar Großhandelspreise von heute für Januar: Lebende Tiere +15,9%, Erze und Metalle +12,2%, Milcherzeugnisse +5,5%. Da kann man nicht mehr sagen, dass außer Energie tote Hose ist bei den Preisen.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    13. Februar 2017 18:31 at 18:31

    alles nur Basiseffekte ;-)
    warum berechnen die Behörden überhaupt noch die Inflation, wenn die Kennzahl so eh nicht zu gebrauchen ist (laut EZB)…

    • Avatar

      joah

      13. Februar 2017 19:46 at 19:46

      Es soll noch Verrückte geben, die daran glauben.

  2. Avatar

    Seppl

    13. Februar 2017 21:39 at 21:39

    Neusprech auch hier. Inflation kommt von aufblasen. Mit Inflation war noch vor einigen Jahren die Ausweitung der Geldmenge gemeint, die in der Folge zu Preissteigerungen führt. Wer es nicht glaubt, guckt in alten (gedruckten) Lexika nach. Schlaue Füchse haben den Begriff umgedeutet. Heute wird damit die Preissteigerungsrate bezeichnet, die sich mich zahlreichen Tricks (Warenkorbauswahl, hedonische Berechnung, usw.) beliebig manipulieren lässt. Die Inflation (nach alter Definition) ist der EZB bestens bekannt, wo sie doch ständig die Geldmenge ausweitet.

    • Avatar

      Emm wie Meikel

      14. Februar 2017 07:23 at 07:23

      Das stimmt. Als Inflation bezeichnet man heutzutage nicht die Geldmengenausweitung (das Schuldenwachstum), sondern die Teurung (gemessen an einem eigenartigen „Warenkorb“).

      Teurungsstatistiken sind sowieso völliger Mumpitz. Ein Licht geht auf, wenn die Preise auf alten Rechnungen oder Belegen (am besten 5 Jahre oder älter) mit denen von heute verglichen werden.

  3. Avatar

    Gixxer

    13. Februar 2017 22:01 at 22:01

    Und wenn die genannte Kerninflation irgendwann auch mal gestiegen ist, wird sie einfach neu interpretiert. Dann sind vermutlich ganz andere Dinge wichtig. Hauptsache, man kann weitermachen mit der ultralaxen Geldpolitik.

  4. Avatar

    Walter Schmid

    14. Februar 2017 01:01 at 01:01

    Das ohnehin schon dümmliche Erklärungsgewäsch der EZB wird jetzt vermutlich noch viel dümmlicher werden. Und die EZB trägt eine hohe Mitverantwortung für den wachsenden Zustrom zu den rechten Partien.

  5. Avatar

    Hershall white

    14. Februar 2017 04:06 at 04:06

    Laut EZB gibts nur eine Flatuation und die ist nicht vor der Inn. Anders kann man Schwachsinn der EZB Lenker und Kranker nicht verstehen.

  6. Avatar

    Samorken

    14. Februar 2017 13:33 at 13:33

    Kurz und bündig
    Draghi kommt von Tragik!!!!!!

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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am

Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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Europa

Verbraucherpreise im November: Dritter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

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Kartoffel mit Löffel und Münzen

Soeben hat das Statistische Bundesamt vorab die Verbraucherpreise für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich sind sie mit -0,3 Prozent den dritten Monat in Folge deflationär (Vormonate jeweils -0,2 Prozent im Jahresvergleich). Erwartet für heute waren ein Minus von 0,1 Prozent. Die Inflationsrate ist unter anderem durch die seit 1. Juli 2020 geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, wie die Statistiker in ihrer Headline-Mittelung erwähnen. Hier die Daten im Detail:

Datenblatt zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise im Detail

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