Europa

Importpreise feuern Inflation weiterhin an

Die deutschen Importpreise zeigen ganz eindeutig, dass die Verbraucherpreise wohl weiter kräftig steigen werden. Nach +4,4%, +4,8% und nochmal +4,8% in den Vormonaten wurde jetzt die jährliche Steigerungsrate für September mit +4,4% veröffentlicht. Also ist weiterhin jede Menge Preisdruck von im Ausland eingekauften Gütern vorhanden, damit die Verbraucherpreise ganz am Ende der Preiskette weiter steigen sollten.

Was für ein Wahnsinn: Der Anstieg der Importpreise gegenüber dem Vorjahr war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im September 2018 um 32,5 % teurer als im September 2017. Nochmal: Plus 32,5% bei den Energiepreisen, was für eine Steigerung! Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex um 2,3% über dem Stand des Vorjahres. Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) erhöhten sich im September 2018 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 %. Gegenüber dem Vormonat fielen diese Preise um 0,2 %. Im Vergleich zu September 2017 verteuerten sich unter anderem Holz- und Zellstoff (+21,4 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+9,3 %). Dagegen lagen die Preise für Rohkupfer unter denen des Vorjahresmonats (-6,5 %).

Investitionsgüter verteuerten sich um 0,1 % gegenüber September 2017 (-0,2 % gegenüber August 2018). Während Kraftwagen und Maschinen (jeweils +0,9 %) teurer waren, wurden insbesondere Speichereinheiten und andere Datenspeicher (-11,4 %) zu niedrigeren Preisen als im September 2017 importiert.

Die Einfuhrpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) lagen im Durchschnitt um 0,5 % über denen des Vorjahresmonats (-0,2 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % teurer, die Importpreise für Gebrauchsgüter sanken im Durchschnitt um 0,2 %.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 0,9 % billiger als im September 2017 (+1,8 % gegenüber dem Vormonat). Während sich unter anderem Rohkaffee (-15,1 %) und Naturkautschuk (-14,3 %) stark verbilligten, wurden insbesondere Getreide (+9,1 %) sowie Kern- und Steinobst (+7,8 %) zu höheren Preisen importiert.

Importpreise



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