Aktien

Kaufen, kaufen, kaufen? Ist doch eigentlich alles gut, oder doch nicht?

Ist es jetzt Zeit zu kaufen? Konsens ist: ja, unbedingt! Aber der Konsens ist manchmal gefährlich - schließlich ist der aktuelle sell-off eine Folge von zu viel Konsens: Aktien stiegen immer, die Vola gehe immer weiter zurück etc.

FMW-Redaktion

Ist es jetzt Zeit zu kaufen, weil, wie etwa Peter Tuchman sagt, sich an den fundamentalen Bedingungen nichts geändert habe, wie Peter Tuchman meint?

Ähnlich sieht das auch Folker Hellmeyer, der die Bremer Landesbank nach vielen Jahren verlassen hat. Er sieht die Rückschläge an den Märkten als Nachkaufgelegenheit an. Vielleicht haben Tuchman und Hellmeyer ja recht – aber es ist immer ein Problem, wenn alle das Gleiche denken..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)



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4 Kommentare

  1. Zu Hellmeyer habe ich schon mal meine Meinung gesagt. Ich warte noch ab, das ist mir noch zu wackelig.

  2. Seltsam, Folker Hellmeyer hält schon seit Jahr und Tag die US-Aktienmärkte für sehr hoch – oder in seinen Worten „sehr sportlich“ – bewertet. Was zweifellos stimmt. Doch ist es nicht gerade deshalb allzu logisch und überfällig, dass diese reichlich vorhandene heiße Luft nun endlich mal herausgelassen wird? Und dann auch draußen bleibt bis die Fundamentaldaten wieder halbwegs passen? Ein Blick auf die KGVs & Co. kann durchaus weiterhelfen… Bitte etwas mehr Stringenz, liebe Börsenkommentatoren!

  3. P.S.: Die drei, vier Prozent Minus, die Folker Hellmeyer als Maximalverlust im Zuge einer kleinen Korrektur erwartet, sind übrigens schon längst erreicht, nein: seit den Allzeit-Höchstständen um das Doppelte übertroffen. Was die „fundamentals“ anbetrifft, dear Mr. Tuchman, was hat sich denn seit dem Amtsantritt von „Donald the Great“ denn substanziell so großartig nach vorne bewegt, das einen Anstieg von DOW & Co. um 40 (!) Prozent rechtfertigen würde? (Es sei in diesem Zusammenhang an den Crash vom Oktober 1987 erinnert, der nicht eingetretene Erwartungen zur Grundlage hatte. Mit der Folge, dass der gesamte Jahresgewinn 1987 an einem einzigen Tag neutralisiert wurde.) Wird bei dieser überaus opportunistischen Argumentation von Finanzmarktprofis überhaupt das eigene Geschwätz von gestern, die Notenbanken hätten dank großzügiger Gelddruckerei und dauerniedriger Zinsen die bislang gesehenen Aktienmarkthausse maßgeblich befeuert, mal von der umgekehrten Seite betrachtet – jetzt, da die Zinsen wieder signifikant steigen sollen?! Sorry, ich kann das wirklich nicht mehr ernst nehmen.

  4. Der wichtigste Satz im Interview mit Folker Hellmeyer war: „Der Dax wird im Ausland gemacht, aufgrund unserer Aktienkultur“. Der deutsche Leitindex hat korrigiert, weil die US-Börsen unglaublich heiß gelaufen sind und nicht weil wir teuer waren. Der Kurs-Dax steht auf dem Niveau von 1999, die Dividendenrendite des Dax überspringt die 3%, während die 10-jährige des Bundes auf 0,80% klettert. Mit künftiger Besteuerung nach dem persönlichen Steuersatz. Wo sollen konservative deutsche Investoren Geld verdienen? 2008 vor der Finanzkrise waren die kurzfristigen US-Zinsen von 1% auf 5,25% gestiegen. Das war eine Parkmöglichkeit. Die US-Börsen mussten nach einer noch nicht gesehenen Rally ohne Monatsverlust seit Ende 2016 ohne Vola korrigieren. Die Zinspanik ist aus meiner Sicht ein bisschen übertrieben. Was wird denn passieren, wenn die Zinsen in Italien um 2% steigen? (Whatever it takes!) Der richtige Einbruch wird kommen, aber noch nicht jetzt.

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