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Aktien

Kaufen, kaufen, kaufen? Ist doch eigentlich alles gut, oder doch nicht?

Ist es jetzt Zeit zu kaufen? Konsens ist: ja, unbedingt! Aber der Konsens ist manchmal gefährlich – schließlich ist der aktuelle sell-off eine Folge von zu viel Konsens: Aktien stiegen immer, die Vola gehe immer weiter zurück etc.

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Ist es jetzt Zeit zu kaufen, weil, wie etwa Peter Tuchman sagt, sich an den fundamentalen Bedingungen nichts geändert habe, wie Peter Tuchman meint?

Ähnlich sieht das auch Folker Hellmeyer, der die Bremer Landesbank nach vielen Jahren verlassen hat. Er sieht die Rückschläge an den Märkten als Nachkaufgelegenheit an. Vielleicht haben Tuchman und Hellmeyer ja recht – aber es ist immer ein Problem, wenn alle das Gleiche denken..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    6. Februar 2018 16:35 at 16:35

    Zu Hellmeyer habe ich schon mal meine Meinung gesagt. Ich warte noch ab, das ist mir noch zu wackelig.

  2. Avatar

    Hinterfrager

    6. Februar 2018 17:02 at 17:02

    Seltsam, Folker Hellmeyer hält schon seit Jahr und Tag die US-Aktienmärkte für sehr hoch – oder in seinen Worten „sehr sportlich“ – bewertet. Was zweifellos stimmt. Doch ist es nicht gerade deshalb allzu logisch und überfällig, dass diese reichlich vorhandene heiße Luft nun endlich mal herausgelassen wird? Und dann auch draußen bleibt bis die Fundamentaldaten wieder halbwegs passen? Ein Blick auf die KGVs & Co. kann durchaus weiterhelfen… Bitte etwas mehr Stringenz, liebe Börsenkommentatoren!

  3. Avatar

    Hinterfrager

    6. Februar 2018 17:49 at 17:49

    P.S.: Die drei, vier Prozent Minus, die Folker Hellmeyer als Maximalverlust im Zuge einer kleinen Korrektur erwartet, sind übrigens schon längst erreicht, nein: seit den Allzeit-Höchstständen um das Doppelte übertroffen. Was die „fundamentals“ anbetrifft, dear Mr. Tuchman, was hat sich denn seit dem Amtsantritt von „Donald the Great“ denn substanziell so großartig nach vorne bewegt, das einen Anstieg von DOW & Co. um 40 (!) Prozent rechtfertigen würde? (Es sei in diesem Zusammenhang an den Crash vom Oktober 1987 erinnert, der nicht eingetretene Erwartungen zur Grundlage hatte. Mit der Folge, dass der gesamte Jahresgewinn 1987 an einem einzigen Tag neutralisiert wurde.) Wird bei dieser überaus opportunistischen Argumentation von Finanzmarktprofis überhaupt das eigene Geschwätz von gestern, die Notenbanken hätten dank großzügiger Gelddruckerei und dauerniedriger Zinsen die bislang gesehenen Aktienmarkthausse maßgeblich befeuert, mal von der umgekehrten Seite betrachtet – jetzt, da die Zinsen wieder signifikant steigen sollen?! Sorry, ich kann das wirklich nicht mehr ernst nehmen.

  4. Avatar

    Wolfgang M.

    6. Februar 2018 18:29 at 18:29

    Der wichtigste Satz im Interview mit Folker Hellmeyer war: „Der Dax wird im Ausland gemacht, aufgrund unserer Aktienkultur“. Der deutsche Leitindex hat korrigiert, weil die US-Börsen unglaublich heiß gelaufen sind und nicht weil wir teuer waren. Der Kurs-Dax steht auf dem Niveau von 1999, die Dividendenrendite des Dax überspringt die 3%, während die 10-jährige des Bundes auf 0,80% klettert. Mit künftiger Besteuerung nach dem persönlichen Steuersatz. Wo sollen konservative deutsche Investoren Geld verdienen? 2008 vor der Finanzkrise waren die kurzfristigen US-Zinsen von 1% auf 5,25% gestiegen. Das war eine Parkmöglichkeit. Die US-Börsen mussten nach einer noch nicht gesehenen Rally ohne Monatsverlust seit Ende 2016 ohne Vola korrigieren. Die Zinspanik ist aus meiner Sicht ein bisschen übertrieben. Was wird denn passieren, wenn die Zinsen in Italien um 2% steigen? (Whatever it takes!) Der richtige Einbruch wird kommen, aber noch nicht jetzt.

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Aktien

Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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