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Kommt die nächste Abwärtswelle? Marktgeflüster

Der heutige Handelsverlauf ist für die Bullen alles andere als angenehm! Heute morgen sah das alles noch so gut aus..

Der heutige Handelsverlauf ist für die Bullen alles andere als angenehm! Heute morgen sah das alles noch so gut aus – aber der erste Dämpfer kam durch den Weißen Haus-Korrespondenten des US-Finanzsenders CNBC, wonach ein Deal zwischen den USA und China sehr weit entfernt sei. Das bestätigte dann auch der Trump-Berater Larry Kudlow. Dazu müssen die Märkte heute die Aussagen von Apple verarbreiten, wonach das Unternehmen keine Verkaufszahlen mehr nennen wird – ein schlechtes Zeichen! Und dann die heutigen US-Arbeitsmarktdaten, die die Fed bestätigen mit ihrem rigideren Zinskurs – all das sind Hiobsbotschaften für die Aktienmärkte. Das bremst auch den zwischenzeitlich geradezu euphorischen Dax aus..



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13 Kommentare

  1. Trump lässt da vor dem 6.11. nichts anbrennen. Deshalb sind neue Tiefs vor diesem Datum eher unwahrscheinlich.

    1. Trump hat die wirkliche Gefahr für die US-Wirtschaft bereits erkannt und benannt. Die FED-
      die amerikanische Notenbank hat mit der Anhebung der Leitzinsen begonnen, um die Wirtschaft so weit zu verlangsamen, dass eine Überhitzung vermieden wird. Gleichzeitig soll sie aber nicht so stark abgebremst werden, dass eine Rezession die Folge ist. Gelungen ist das der FED in den vergangenen 70 Jahren allerdings noch nie:
      Warum sollte das also diesmal anders sein?
      Die FED ist auch diesmal der Crash-Maker, darauf kann man sich verlassen ;-)

  2. Mit solchen Verwirrspielen wie heute wird der Fake- Tweeter noch seine letzten Unterstützer, die von ihm benannten Papierlihändler an der Wallstreet vergraulen. Gibt es doch den einen u.andern der bei solchen Kurssprüngen auch Geld verliert.Es ist tragisch wenn so kursrelevante Meldungen eines Präsidenten gleichentags von seinen Leuten dementiert werden müssen. Bei unserem Küngelizüchternverein würde so ein Präsident abgewählt.Auch der abgeklärte Fugmann hat ihn unterschätzt, er meinte ,dass die Meldung erst am Dienstag dementiert würde.

    1. Das sind keine Verwirrspiele. Das ist so gewollt. Ich denke, enstsprechende Kreise werden diesbezüglich vorab informiert. Die ganze Schar im Dunstkreis von Trump verdienen sicher derzeit aller Wahrscheinlichkeit gerade dumm und dämlich an der Börse.

  3. Nein Markus,

    ein „richtige“ Abwärtswelle dürften wir dann sehen, sollten die Briten der Meinung sein, der „harte Brexit“, der gandenlose Brexit, wäre die Lösung.
    Aber, das wäre im März 2019 der Fall. Die EZB „bremst“ derzeit den Markt automatisch aus nach unten hin, durch Ihr „nicht reagieren“, keine Zinserhöhungen usw.

    Was aber dann los wäre am Markt sollte die EZB „regieren“, dann wirds lustig… ;)

    Und die Rücknahme der negativen Einlagezinssätze, das ist der Schlüssel“.

    1. @Marko…Lehman nicht vergessen!?

  4. Und das Problem ist eigentlich, für die Amis (FED), dass die EZB nicht reagieren wird, irgendwann im Jahr 2019 , wird sie das wohl tun. Aber : das hängt auch a bisserl von den Briten ab….

    Die Amis müssen wirklich aufpassen, dass der Zinsabstand zwischen EZB – FED nicht zu stark ansteigt, das würde bedeuten,dass der EUR/USD auf die Parität hin fallen dürfte. Das kann niemals im Interesse der Amis sein.

    Der EUR/USD bewegt sich sowieso in „astronomischen “ Sphären, wenn man mal bedenkt, dass die EZB „nix macht“… Der Zinsabstand ist doch da ?

  5. Und die EZB ist das was sie ist, die mit Abstand mächtigste Notenbank der Erde ! Die EZB entscheidet wann sie die Zinsen erhöht, und der „Markt“ akzeptiert das, und das gnadenlos !

    Da hat die FED keine Chance, da zu „Aktienfreundlich“ !

    Die EZB ist nicht „Aktienmarkt-Freundlich“, das kann man schon sagen, was aber auffällt, dadurch, dass man die Bundesbankpoltik“ verfolgt, ist eben Vertrauen da. Siehe den EUR/USD-Kurs.

  6. In meinem heutigen Wochenkommentar möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Zinsen äußern, dessen Einfluss als fast sichere Ursache zur Beendigung eines Wirtschaftszyklus statistisch überaus signifikant ist (zumindest nach dem 2. Wk).
    Die US-Konjunktur boomt, gerade haben die Arbeitsmarktzahlen gezeigt, dass es mit den Löhnen weiter nach oben geht – deren Steigerung hat das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2009 erreicht (wage inflation?).
    Die Anleihemärkte reagieren und der für alle Verbraucherkredite so wichtige Zinssatz für die 10-Jährigen US-Staatsanleihen ist auf über 3,22% geklettert, besonders die Rate 2,91% für die 2-Jährigen stieg auf das höchste Niveau seit einer Dekade. Noch ist das Zinsniveau nicht unmittelbar bedrohlich, angesichts der Konjunkur wird die US-Notenbank aber wohl ihren restriktiven Kurs fortsetzen müssen. Ein kleiner Ausblick:

    2019 kommt die „mother of all financial collisions“, hat David Stockman vor nicht allzu langer Zeit prophezeit, was könnte ihn zu so einer Prognose veranlassen?
    Er begründet dies auf dem Faktum, dass die US-Regierung 2019 1,2 Bio.$ an neuen Schulden aufnehmen muss (manche sprechen schon von über 5% des BIP). (Was erleben wir gerade in Italien mit 2,4% geplanter Neuverschuldung für einen „Turmoil“? ) Gleichzeitig hat die Fed ihre Bilanzreduzierung mit 50 Mrd.$/ monatlich (Quantitative Tightening) in Gang gesetzt, was ganze 600 Mrd.$ p.a. ausmacht. Die Bondmärkte müssen 2019 also 1,8 Bio.$ an neuen Anleihen absorbieren. Die Höhe des angesprochenen Zinssatzes der 10-jährigen US-Staatsanleihe hat dabei eine doppelte Bedeutung: .Als Richtgröße für viele Anleihen an den internationalen Finanzmärkten und als billionenschweres Auffangbecken für die „Great Moderation“ von Aktien in Anleihen am Ende eines Zyklus.
    Dies ist eine echte Bedrohung, die aber durch die Fed noch zu bewältigen wäre – anders als das Problem der Unternehmensanleihen.
    „Eine tiefgehende Verschiebung am US Anleihemarkt wird wahrscheinlich die nächste Krise auslösen“ sagte kürzlich Shaniel Ramjee von Pictet Asset Management. Und er wies auf die entscheidende Rolle hin, die dabei so genannte „gefallene Engel“ spielen werden. Gemeint sind Anleihen, die Ihren Investment-Grade-Status verlieren können.
    Eine Ursache hierfür liegt im Rating für Unternehmensanleihen. Derzeit liegt die Grenze bei BBB, unterhalb dieser Einstufung beispielsweise Lebensversicherer, Pensionsfonds oder Stiftungen keine Anleihen kaufen dürfen.
    Noch vor zehn Jahren machten in den USA BBB-Anleihen rund ein Drittel aller Anlagen des Investment-Grade-Bereichs aus. Inzwischen entfällt schon knapp die Hälfte auf die Note BBB. Vor zehn Jahren waren es noch rund 800 Mrd.$, inzwischen ist die Summe jedoch schon über 3 Bio. $ gewachsen – eine Vervierfachung.
    Auch die Summen im High-Yield-Sektor haben sich von 600 Mrd. auf 1,3 Bio. erhöht.
    Ursache für diese Entwicklung ist die Kreditaufnahme dieser Unternehmen am Kapitalmarkt, um Übernahmen zu stemmen oder eigene Aktien zurück zu kaufen, zur Kurspflege.
    Sollte es zu einem Konjunktureinbruch oder gar zu einer Rezession kommen, hätte dies fatale Auswirkungen für die BBB-Unternehmen, die in den Ramschstatus fielen und verkauft werden müssten.
    Laut Statista ist auch die Zahl der Firmen, die drei Jahre in Folge nicht genug Gewinn erwirtschafteten, um ihre Zinsen bezahlen zu können (Definition Zombiefirmen) in den wichtigsten Industriestaaten seit der Finanzkrise von ca. 7% auf über 12% gestiegen.
    Deshalb hier meine Bitte an Markus Fugmann, den Chart mit dem ETF auf US- Junkbonds regelmäßig weiter in sein Marktgeflüster zu integrieren.
    Damit lässt sich feststellen:
    Je länger der Zyklus dauert, umso stärker wächst der Stress im System und umso verheerender werden die Auswirkungen. (Eine Rezession wird kommen, es ist nur die Frage, wann?)
    Chinas Unternehmen sind, wie auch schon von Markus mit Grafiken illustriert, mit sagenhaften 160% zum BIP verschuldet. Die chinesische Regierung hat das Problem priorisiiert und drängt Unternehmen zum Schuldenabbau (z.B. HNA -Verkauf der Anteile der deutschen Bank). Das chinesische Unternehmensschuldenproblem, welches Dirk Müller als die größte Blase in der Geschichte der Menschheit dimensioniert, macht bei Betrachtung der absoluten Zahlen schwindlig. Es geht um 160% zum BIP, welches für 2018 für China auf ca. 14 Bio.$ taxiert wird!
    Am 19. Dezember erhöht die Fed, wie bereits begründet, die Leitzinsen mit einer (aktuell) sehr hohen Wahrscheinlichkeit um weitere 0,25%.
    Die Notenbank dürfte nach meiner Einschätzung, wie in den vergangenen Zyklen dennoch „ behind the curve “ sein und den Aufschwung beenden, ungewollt, denn sie scheint die Wahl zwischen Pest und Colera zu haben. Einerseits Auslöser einer zyklischen Rezession zu sein oder andererseits einer ausufernden Inflation tatenlos zuzusehen.
    Wahrscheinlich wird es dieses Mal nicht der Immobilienmarkt in den USA sein, der die Krise auslöst, sondern der Crash der Unternehmenskredite in China und den USA, in Tateinheit mit der konjunkurbremsenden Wirkung des Zinsanstiegs auf die Verbraucherkredite. Dabei könnte der Satz von Prof. Udo di Fabio gelten, allerdings aus einem anderen politischen Zusammenhang gerissen:
    Der Teufel geht nicht zweimal durch dieselbe Tür.
    Eine kleine, subjektive Zusammenstellung meinerseits, natürlich gibt es noch weitere Zins-Friktionen, wie mit den Emerging Markets und den Staatsschulden in manchen Ländern und nicht zu vergessen das große Thema Dollarkurs.
    Wünsche ein schönes Wochenende

    1. @FMW: Was der Wolfgang immer schreibt, sind keine bloßen Lesermeinungen, sondern vielmehr regelmäßige, fundierte und wertvolle Kolumnen. Wären sie nicht unter der Rubrik „Kommentare“ besser aufgehoben (nicht unter Leserkommentare)? In den Leserkommentaren könnte man nur auf die neue Rubrik verweisen.
      Gruß

      1. @Petkov, da haben Sie völlig recht; es wäre für FMW ein Gewinn, wenn er nicht nur Kommentrae schreiben würde bei FMW – am Samstag treffe ich ihn und werde ihn darauf ansprechen..

        Viele Grüsse!

  7. @ Vogel, so ist es, weil die FED eigentlich gezwungen wird ein Bremsmanöver einzuleiten.Weil eben schon die Meinung bis zu den höchsdotierten „BÖRSENSPEZIALISTEN“ durchgedrungen war das die FED auf Rücksicht auf die Aktienkuse die Zinsen nie mehr erhöhen könnte.Wenn sie diese Meinung weiterhin bestärkt hätte, hätte sie die Börsen weiterhin befeuert, was die spätere Korrektur nur verstärkt hätte.Zudem hat die FED diesmal noch ein spezielles Problem: Während bei früheren wirtschafts- u. wachstumsgetriebenen Aktienhaussen die Zinsen stiegen u. die Bonds gefallen sind, sind dann die Bonds bei einer Börsenkorrektur gestiegen ( Umschichtungen), das hat einen gewissen Vermögensausgleich, d.h keine grossen Verluste insgesamt gegeben.
    Weil diesmal durch die künstlich tiefen Zinsen die Bonds u. die Aktien gleichzeitig gestiegen sind, ( was auch gemäss F.Zulauf ) abnormal ist, werden diesmal auch beide Anlageklassen gleichzeitig fallen, was enorme Vermögensverluste verursachen wird.Der Auslöser könnte eben der jetzt oft gehörte Fall der Untrnehmensanleihen sein.
    Das sehen eben auch die erfahrenen FED Mitglieder, die sowieso einen andern Zeithorizont haben als der Fake- Tweeter, der nur von Tweet zu Tweet denkt.Die soeben veröffentlichten super Arbeitsmarktzahlen könnten den Peak erreicht haben u.die Stimmung könnte sehr schnell kehren.Die FED Leute hätten es einfach, sie müssten Trump nur fragen , ob er jetzt eine Korrektur von 20 bis 30% zulassen wolle, oder ob er lieber kurz vor den Wahlen in 2 Jahren einenTotalabsturz möchte.

  8. @ Zimmermann, wegen den Geschäften des Trump Umfeldes, wäre interessant diese Geldströme zu kennen, ich denke aber eher, dass die Nichts wissen, weil er wahrscheinlich selber nicht weiss, was er mit seinen Tweets anrichtet.Insidergeschäfte sind sehr schwer nachzuweisen.Hat doch schon die Partnerin eines Notenbankpräsidenten vor einem sehr wichtigen Entscheid Devisengeschäfte gemacht. Die Untersuchungen wurden irgendwann eingestellt, während die Aufdecker Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen mussten.
    Es gibt eben elegantere Taschenfüllergeschäfte, indem die Manager die Aktien ihrer Firma nach Belieben steuern u.sich vorher eindecken.( Forward oder Parallelgeschäfte.)Mit Optionen u.grossen Hebeln kann da zum spärlichen Lohn ein schöner Batzen dazukommen.

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