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Lufthansa-Aktie fällt in Richtung Rekordtief – aktuelle Finanzdaten

Claudio Kummerfeld

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am

Eine A380 der Lufthansa

Die Lufthansa-Aktie ist im Dax vielleicht der Wert, der am Schlimmsten von der Coronakrise betroffen ist. Man stelle sich mal vor die Politik hätte Auto fahren oder das Kaufen von Autos erstmal verboten? Was wäre bei VW und Co los gewesen? Die Lufthansa leidet wie die gesamte Airline-Branche unter einem de facto Total-Zusammenbruch des Flugverkehrs. Die offiziellen Quartalszahlen mit dazu gehörigen Aussagen zum Geschäftsausblick veröffentlicht das Unternehmen erst in der zweiten Maihälfte.

Lufthansa-Aktie reagiert auf aktuelle Zahlen

Aber aktuell hat man schon mal vorläufige Quartalszahlen veröffentlicht. Und die waren offenbar desaströser, als der Markt es ohnehin schon erwartet hatte. Denn die Lufthansa-Aktie ist heute mit 6,8 Prozent im Minus, während der Dax heute nur 1 Prozent verliert (kommt die große zweite Abwärtswelle im Dax? Mehr dazu hier). Mit 7,28 Euro ist die Aktie nicht mehr so weit entfernt vom Rekordtief im Jahr 2003 bei 6,80 Euro. Der Umsatz sinkt im Jahresvergleich on 7,8 auf 6,4 Milliarden Euro. Im März waren es 1,4 Milliarden Euro oder 47 Prozent Minus. Dass der Quartalsumsatz „nur“ so geringfügig sinkt, liegt klar daran, dass die Coronakrise erst Mitte März so richtig die Airline-Branche erfasste, mit dem großen Shutdown der Flugverbindungen.

Das EBIT der Lufthansa (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag schon im Vorjahr im Minus. Man verlor damals bereits 336 Millionen Euro. Jetzt im 1. Quartal 2020 sind es (wie gesagt, vorläufige Angaben) -1,2 Milliarden Euro! Das aktuell laufende zweite Quartal dürfte das totale Desaster werden für die Lufthansa, aber auch für die gesamte Branche. Denn während der Einzelhandel nach und nach wieder öffnet, darf man fragen: Selbst wenn den Airlines vielleicht im Juni (?) die Flüge weltweit wieder erlaubt werden sollten, wie viele Menschen steigen dann tatsächlich wieder in ein Flugzeug? Bis auch nur annähernd Normalzustände erreicht werden, dürfte es noch lange dauern. Das Schlimmste steht der Lufthansa-Aktie also erst noch bevor? Das Unternehmen spricht aktuell sogar selbst von Maßnahmen, um „kurzfristig eine nachhaltige Sicherung der Solvenz“ zu erreichen. So sagt nämlich das Unternehmen aktuell, Zitat:

Aktuell ist nicht absehbar, wann die Konzernairlines ihren Flugbetrieb wieder über den aktuell geltenden Rückkehrer-Flugplan hinaus aufnehmen können. Der Konzern erwartet deshalb im zweiten Quartal einen erheblich höheren operativen Verlust als im ersten Quartal. Die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group beträgt aktuell rund 4,4 Milliarden Euro. Finanzierungsmaßnahmen im Umfang von rund 900 Millionen Euro seit Mitte März trugen zur Stärkung der Liquidität bei. Dabei wurden insbesondere bilaterale Kreditlinien gezogen und kurzfristige Darlehen abgeschlossen.

Angesichts des Geschäftsausblicks, bestehender Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe aus Lieferungen und Leistungen und aus Kundenanzahlungen für Tickets mittlerweile stornierter Flüge sowie anstehender Rückzahlungen von Finanzverbindlichkeiten, geht der Konzern allerdings von einem deutlichen Rückgang der Liquidität in den nächsten Wochen aus. Der Konzern rechnet nicht damit, den entstehenden Kapitalbedarf mit weiteren Mittelaufnahmen am Markt decken zu können. Er befindet sich deshalb in intensiven Verhandlungen mit den Regierungen seiner Heimatländer hinsichtlich verschiedener Finanzierungsinstrumente, um kurzfristig eine nachhaltige Sicherung der Solvenz zu erreichen. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die Gespräche zu einem erfolgreichen Abschluss führen.

Fazit

Offenbar versucht die Lufthansa derzeit noch alleine über den Kapitalmarkt und/oder KfW-Kredite selbst über die Runden zu kommen. Letztlich bleibt das Unternehmen aber immer noch einer der Top-Kandidaten für den neuen Staatsfonds von Olaf Scholz, wo sich der deutsche Steuerzahler über Aktien an dem Unternehmen beteiligen würde/könnte. Tja, ob der aktuelle Kurs der Lufthansa-Aktie bei 7,28 Euro der Tiefpunkt ist? Bilden Sie sich da bitte Ihre eigene Meinung! Klar ist, dass finanziell das Schlimmste erst noch ansteht. Im folgenden Chart sehen wir in rot-grün die Lufthansa-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate, im Vergleich zum deutschen Leitindex auf CFD-Basis in blau. Der Dax lief schon vor der Coronakrise spürbar besser als die Aktie. Und auch jetzt kommt der Dax deutlich besser weg. Aktuell gibt es laut Berichten die Annahme, dass die Lufthansa Anfang nächster Woche ein staatliches Hilfspaket von bis zu zehn Milliarden Euro in Anspruch nehmen könnte. Mal sehen. Wie würde die Lufthansa-Aktie darauf reagieren? Mit noch mehr Panik, oder mit Erleichterung?

Lufthansa-Aktie vs Dax im Verlauf der letzten zwölf Monate

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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