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Marktgeflüster (Video): Tiefere Hochs!

Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte - im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex..

Von Markus Fugmann

Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte – im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex. Sieht man sich den Dax an, so fällt auf, dass der Index tiefere Hochs ausbildet – fällt nun die Unterstützungszone bei 12090/12110 Punkten, dürfte Dynamik aufkommen. Jetzt muß Draghi heute Abend (21Uhr) zu Hilfe kommen und den Euro schwach reden, sonst wird es ungemütlich für den Dax..



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11 Kommentare

  1. Andersrum gibt es aber allerdings auch höhere Tiefs…und wäre seeehr untypisch wenn die Stops über der Trendlinie der verbunden Hochs unversehrt blieben.

      1. Ich sehe es genauso, dass wir hier einen Keil oder Dreieck haben.
        Ich will die Analyse von Markus Fugmann ja nicht gänzlich ausschließen, aber meiner Meinung nach wissen wir noch gar nichts. Die ganze Sache kann sich ebenso gut nach oben auflösen.
        Bezeichnend finde ich hier, dass bei einem EUR/USD von 1,192, der Dax immer noch bei 12.170 steht und nicht schon wieder deutlich tiefer.
        Vielleicht ist dies ja das Zeichen, dass es sich evtl. doch nach oben auflösen wird.

        Aber Vorsicht! Keine Handelsempfehlung!

        1. Ja, wir sind im Dax seit 8 Wochen im Korrekturmodus, die US-Märkte sind teilweise stark überbewertet, der Dollar schwächelt und politisch gibt es jede Menge Risiken. Aber aus fundamentaler Sicht: Die Dax-unternehmen haben ihre Gewinne von Q2 2015 bis jetzt um über 50% gesteigert, mit 39 Mrd € in Q2 2017 ATH und der Ifo ist auf 6-Monatssicht weiter gestiegen. D.b., dass wir im Dax-KGV in nächster Zeit sogar unter den langjährigen Durchschnitt sinken könnten – und dies bei Minizinsen. Ich denke einige Kommentatoren könnten recht behalten mit ihrer Vermutung eines baldigen Ausbruchs nach oben, und der könnte bei der derzeitigen Cashqote (selbst der Fond von Prof. Otte hat zurzeit 17%) der Investoren gewaltig ausfallen. Ohne US-Baisse halte ich dieses Szenario für durchaus naheliegend. Gruß

          1. Sie hatten in einem Beitrag der letzten Woche allgemein eine Cash-Quote von (sie meinten, beeindruckend hohen) rund 3,5% oder ca. 5,5% erwähnt. Ich weiß Ihre Zahl nicht mehr genau.

            Ist das denn nicht sogar erschreckend wenig – wenn man auf steigende Kurse setzen wollte? Die 17% von Herrn Otte o.k., aber was will man denn mit den verbleibenden 5% Barmitteln noch groß bewegen? Das heißt doch umgekehrt, die sind zu 95% bereits investiert. Und sind die überhaupt jemals mit 100% drin gewesen?

            Ich frage mal ganz unschuldig, weil ich mich an und für sich nie großartig für solche Quoten interessiert habe. Danke Ihnen.

  2. „Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte – im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex.“

    Und warum sollte sie , gerade die FED, irgendwelche Zinserhöhungen ?
    Läuft doch alles super, der EUR/USD läuft doch gegen 1,20 ?! Und das obwohl (!) die EZB überhaupt nichts macht…
    Was allerdings schon a bisserl auffällt, ist schon, dass der Ami-Markt „ausgelutscht“ erscheint…

    Man (die FED) wartet eher ab, ob die EZB irgendwas macht…

    Der ganze Notenbank-Kram bzgl. der FED ist doch sowieso langweilig bevor die EZB nicht (endlich) in die Gänge kommt, das hatte dann natürlich Konsequenzen für ein „paar“ Märkte… ;)

  3. Der grösste Permabulle u.ex Bärenverhöhner hat plötzlich Angst um den DAX ? ? ?

  4. Ganz schön pervers. Oder um es harmloser auszudrücken, verkehrte Welt.
    Nun sind manche schon soweit, dass sie sich Zins e r h ö h u n g e n wünschen, damit die Aktienkurse nicht fallen.

    Da läuft mal wieder ne schöne Vera……
    Mit dem ständigen Verweis auf den Dollar, soll der Aktienmarkt sturmreif geschossen werden in der Hoffnung, dass bei einem Euro
    von z.B. 1,25Dollar (was ja durchaus nicht unmöglich ist) der DAX bei nur noch 11000 oder irgendwo steht. In den Tagen/Wochen des Sinkfluges wird der Kleinanleger natürlich ständig gewarnt werden, bloß noch nicht einzusteigen. Denn die Masse der Kleinen könnte den Großen ja womöglich den ganz dollen ultimativen Schnäppcheneinstieg vermasseln.
    Wenn die Kurse alsdann wieder 15% höher stehen, kann Entwarnung gegeben werden, da das bisschen Dollarabwertung den Unternehmensgewinnen kaum geschadet hat. (Wird ja frei aus meiner Erinnerung ohnehin mehr in Euro exportiert als in den Dollarraum).
    Dann wird den Privaten auch wieder nahegelegt werden, doch nun mal endlich in Aktien zu investieren, statt nur Tagesgelder zu wählen.

  5. Schaut mal hier :

    https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/nachrichten/3428-Jackson-Hole-Yellens-Freiheit-Draghis-Dilemma

    „Devisenanleger aufgepasst – Gestern begann das Treffen der Notenbanker in der US-Stadt Jackson Hole. Aber heute geht es so richtig los und zwar um 16 Uhr mit der Rede von Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank.

    -Gastbeitrag von Lutz Karpowitz (Commerzbank AG, Devisenanalyse, CM Research-

    Wer sich den EUR-USD-Chart in den letzten zwei Wochen ansieht, merkt schon, dass relativ wenige Impulse vorhanden waren.
    Das Währungspaar dümpelte im Bereich um 1,18 und selbst kurioseste Tweets vom US Präsidenten haben den Devisenmarkt kaum noch aufgeschreckt.
    Mit der Konferenz in Jackson Hole aber kommen wir nun zu dem Thema zurück, auf das letztlich Alles ankommt: Die weitere Vorgehensweise der Notenbanken.
    Bisher hat der Devisenmarkt trotz bereits vier Zinserhöhungen seit Ende 2015 und davon allein drei in den letzten 9 Monaten keinen Zinserhöhungszyklus durch die Fed eingepreist. Vielmehr geht der Markt gemessen an den Fed Funds Futures davon aus, dass die Fed ab sofort ein erheblich langsameres Tempo anschlagen wird und die Zinsen bis Ende nächsten Jahres maximal noch einmal erhöhen wird. Selten gingen die Vorstellungen des Marktes und die eigenen Prognosen der Fed so weit auseinander.

    Yellen – müder Falke oder flügellahme Taube

    Für die Rede von Yellen heute ist die Ausgangslage damit anscheinend relativ eindeutig. Da bis Ende 2018 noch nicht einmal mehr eine Zinserhöhung vollständig eingepreist ist, kann sie kaum auf der taubenhaften Seite überraschen. Weitere USD-Dollar-Schwäche ist damit eher unwahrscheinlich.
    Aber das gilt zunächst wohl auch für eine USD-Stärke. Denn selbst, wenn Yellen in ihrer Rede weitere Zinserhöhungen durch die Fed andeuten sollte, wird sie klarmachen, dass solche immer von den Daten abhängig bleiben. Inflation und Löhne müssten also zunächst anziehen, bevor Investoren wirklich viel auf Hinweise zu möglichen Zinserhöhungen geben.
    Genau diese Konstellation ist schon seit Monaten zu beobachten. So trist das Ergebnis damit aber auch ist: Größere Impulse für den USD sind heute nicht zu erwarten. Yellen braucht bei ihrer Rede mögliche Marktimplikationen kaum im Blick zu haben.

    Draghis schwerster Job

    Den deutlich schwereren Job im Vergleich zu Yellen hat heute EZB-Präsident Mario Draghi. Das liegt schon an der Ausgangslage:
    Seit Jahresbeginn befindet sich der EUR auf dem Vormarsch. Der EZB wird das langsam zu viel, da eine festere Währung über die Importe die Teuerung drückt, die eh zu niedrig ist. Im letzten EZB-Protokoll war der Euro daher schon Thema, was zumindest zwischenzeitlich den Markt zum Nachdenken brachte.
    Nun kann Draghi in seiner heutigen Rede (21 Uhr) nicht Nichts sagen, was den Euro angeht. Denn in diesem Fall müsste er mit einer kräftigen Aufwertung rechnen, die er sicherlich nicht befeuern möchte.
    Andererseits kann er in Wyoming kaum die verbale Interventionskeule herausholen, da sich die Notenbanken gegenseitig versprochen haben, auf einen Abwertungswettlauf zu verzichten. Hinzu kommt, dass die Wirtschaft in der Eurozone floriert und Draghi auch nicht absichtlich den Pessimisten spielen kann. Immerhin muss die EZB demnächst ankündigen, dass sie die Wertpapierkäufe beenden wird.
    Die gute wirtschaftliche Lage kommt der EZB in diesem Fall grad recht, denn der eigentliche Zwang für ein Ende der Käufe ist ein rein rechtlicher.
    Draghis Drahtseilakt

    Ein pessimistischer Ausblick ist für Draghi also keine Alternative. Was bleibt, ist ein Drahtseilakt, um keine größere EUR-Stärke auszulösen. Mit all seiner Erfahrung darf man Draghi aber zutrauen, dass er das meistert. Moderate EUR-Gewinne wird er aber nur schwer vermeiden können.
    Einen Vorteil aber hat Draghi zumindest: Er spricht nach der Fed-Chefin und kann so zumindest nicht überrascht werden. Für EUR-USD sind das insgesamt gegenläufige Effekte.
    Ich würde aber davon ausgehen, dass die EUR positiven Effekte aus der Draghi-Rede die USD positiven Effekte aus der Yellen-Rede übertreffen. EUR-USD könnte also durchaus noch einmal die Oberseite testen.“

    Dieser Beitrag verwirrt etwas, Zinserhöhungen seitens der FED eingepreist, ja aber, das würde doch bedeuten dass der USD „gewinnt“ gegenüber dem EUR ?

    Seit wann „gewinnt“ der USD nach Zinserhöhungen, er gewinnt nicht weil der Donald da ist ? Wieso dieser massiver Zinsabstand gegenüber dem EUR, und der EUR steigt, komisch… ? ;)

    Wieso sollte die FED die Zinsen weiter erhöhen, das macht überhaupt keinen Sinn ?

    „Immerhin muss die EZB demnächst ankündigen, dass sie die Wertpapierkäufe beenden wird.“

    Richtig, und das wird höchste Zeit ob EUR/USD 1,18 – 1,22 oder nicht…. Nebst den negativen Einlagezinssätzen..

  6. @Gerd. Es war eine Cashquote der Institutionellen von 5,3%, die höchste seit 2003 und diese Barquote dürfte im besten Fall nur zinslos sein. Klar, wenn die Märkte weiter fallen, dürfte sich dann rentieren, wenn nicht ziehen die ETFs davon.

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