Folgen Sie uns

Aktien

Marktgeflüster (Video): Tiefere Hochs!

Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte – im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte – im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex. Sieht man sich den Dax an, so fällt auf, dass der Index tiefere Hochs ausbildet – fällt nun die Unterstützungszone bei 12090/12110 Punkten, dürfte Dynamik aufkommen. Jetzt muß Draghi heute Abend (21Uhr) zu Hilfe kommen und den Euro schwach reden, sonst wird es ungemütlich für den Dax..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Sebastian

    25. August 2017 18:15 at 18:15

    Andersrum gibt es aber allerdings auch höhere Tiefs…und wäre seeehr untypisch wenn die Stops über der Trendlinie der verbunden Hochs unversehrt blieben.

    • Avatar

      Masud79

      25. August 2017 18:33 at 18:33

      Das nennt sich Keil

      • Avatar

        Gixxer

        25. August 2017 23:22 at 23:22

        Ich sehe es genauso, dass wir hier einen Keil oder Dreieck haben.
        Ich will die Analyse von Markus Fugmann ja nicht gänzlich ausschließen, aber meiner Meinung nach wissen wir noch gar nichts. Die ganze Sache kann sich ebenso gut nach oben auflösen.
        Bezeichnend finde ich hier, dass bei einem EUR/USD von 1,192, der Dax immer noch bei 12.170 steht und nicht schon wieder deutlich tiefer.
        Vielleicht ist dies ja das Zeichen, dass es sich evtl. doch nach oben auflösen wird.

        Aber Vorsicht! Keine Handelsempfehlung!

        • Avatar

          Wolfgang M.

          26. August 2017 15:04 at 15:04

          Ja, wir sind im Dax seit 8 Wochen im Korrekturmodus, die US-Märkte sind teilweise stark überbewertet, der Dollar schwächelt und politisch gibt es jede Menge Risiken. Aber aus fundamentaler Sicht: Die Dax-unternehmen haben ihre Gewinne von Q2 2015 bis jetzt um über 50% gesteigert, mit 39 Mrd € in Q2 2017 ATH und der Ifo ist auf 6-Monatssicht weiter gestiegen. D.b., dass wir im Dax-KGV in nächster Zeit sogar unter den langjährigen Durchschnitt sinken könnten – und dies bei Minizinsen. Ich denke einige Kommentatoren könnten recht behalten mit ihrer Vermutung eines baldigen Ausbruchs nach oben, und der könnte bei der derzeitigen Cashqote (selbst der Fond von Prof. Otte hat zurzeit 17%) der Investoren gewaltig ausfallen. Ohne US-Baisse halte ich dieses Szenario für durchaus naheliegend. Gruß

          • Avatar

            Gerd

            27. August 2017 20:24 at 20:24

            Sie hatten in einem Beitrag der letzten Woche allgemein eine Cash-Quote von (sie meinten, beeindruckend hohen) rund 3,5% oder ca. 5,5% erwähnt. Ich weiß Ihre Zahl nicht mehr genau.

            Ist das denn nicht sogar erschreckend wenig – wenn man auf steigende Kurse setzen wollte? Die 17% von Herrn Otte o.k., aber was will man denn mit den verbleibenden 5% Barmitteln noch groß bewegen? Das heißt doch umgekehrt, die sind zu 95% bereits investiert. Und sind die überhaupt jemals mit 100% drin gewesen?

            Ich frage mal ganz unschuldig, weil ich mich an und für sich nie großartig für solche Quoten interessiert habe. Danke Ihnen.

  2. Avatar

    Marko

    25. August 2017 18:43 at 18:43

    „Die heutige Rede Janet Yellens könnte den Dax in große Schwierigkeiten bringen! Nicht etwa, weil Yellen Relevantes gesagt hätte – im Grunde kam da nichts in Sachen Geldpolitik. Aber dass Yellen eben nichts sagte, deutet der Markt so, als dass die Fed so schnell nicht agieren werde mit weiteren Zinsanhebungen. Das sorgt für einen breiten Abverkauf beim Dollar, der Euro steigt in Richtung 1,19er-Marke und belastet so den deutschen Leitindex.“

    Und warum sollte sie , gerade die FED, irgendwelche Zinserhöhungen ?
    Läuft doch alles super, der EUR/USD läuft doch gegen 1,20 ?! Und das obwohl (!) die EZB überhaupt nichts macht…
    Was allerdings schon a bisserl auffällt, ist schon, dass der Ami-Markt „ausgelutscht“ erscheint…

    Man (die FED) wartet eher ab, ob die EZB irgendwas macht…

    Der ganze Notenbank-Kram bzgl. der FED ist doch sowieso langweilig bevor die EZB nicht (endlich) in die Gänge kommt, das hatte dann natürlich Konsequenzen für ein „paar“ Märkte… ;)

  3. Avatar

    Altbär

    25. August 2017 19:12 at 19:12

    Der grösste Permabulle u.ex Bärenverhöhner hat plötzlich Angst um den DAX ? ? ?

  4. Avatar

    Gerd

    25. August 2017 20:58 at 20:58

    Ganz schön pervers. Oder um es harmloser auszudrücken, verkehrte Welt.
    Nun sind manche schon soweit, dass sie sich Zins e r h ö h u n g e n wünschen, damit die Aktienkurse nicht fallen.

    Da läuft mal wieder ne schöne Vera……
    Mit dem ständigen Verweis auf den Dollar, soll der Aktienmarkt sturmreif geschossen werden in der Hoffnung, dass bei einem Euro
    von z.B. 1,25Dollar (was ja durchaus nicht unmöglich ist) der DAX bei nur noch 11000 oder irgendwo steht. In den Tagen/Wochen des Sinkfluges wird der Kleinanleger natürlich ständig gewarnt werden, bloß noch nicht einzusteigen. Denn die Masse der Kleinen könnte den Großen ja womöglich den ganz dollen ultimativen Schnäppcheneinstieg vermasseln.
    Wenn die Kurse alsdann wieder 15% höher stehen, kann Entwarnung gegeben werden, da das bisschen Dollarabwertung den Unternehmensgewinnen kaum geschadet hat. (Wird ja frei aus meiner Erinnerung ohnehin mehr in Euro exportiert als in den Dollarraum).
    Dann wird den Privaten auch wieder nahegelegt werden, doch nun mal endlich in Aktien zu investieren, statt nur Tagesgelder zu wählen.

  5. Avatar

    Marko

    25. August 2017 21:02 at 21:02

    Schaut mal hier :

    https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/nachrichten/3428-Jackson-Hole-Yellens-Freiheit-Draghis-Dilemma

    „Devisenanleger aufgepasst – Gestern begann das Treffen der Notenbanker in der US-Stadt Jackson Hole. Aber heute geht es so richtig los und zwar um 16 Uhr mit der Rede von Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank.

    -Gastbeitrag von Lutz Karpowitz (Commerzbank AG, Devisenanalyse, CM Research-

    Wer sich den EUR-USD-Chart in den letzten zwei Wochen ansieht, merkt schon, dass relativ wenige Impulse vorhanden waren.
    Das Währungspaar dümpelte im Bereich um 1,18 und selbst kurioseste Tweets vom US Präsidenten haben den Devisenmarkt kaum noch aufgeschreckt.
    Mit der Konferenz in Jackson Hole aber kommen wir nun zu dem Thema zurück, auf das letztlich Alles ankommt: Die weitere Vorgehensweise der Notenbanken.
    Bisher hat der Devisenmarkt trotz bereits vier Zinserhöhungen seit Ende 2015 und davon allein drei in den letzten 9 Monaten keinen Zinserhöhungszyklus durch die Fed eingepreist. Vielmehr geht der Markt gemessen an den Fed Funds Futures davon aus, dass die Fed ab sofort ein erheblich langsameres Tempo anschlagen wird und die Zinsen bis Ende nächsten Jahres maximal noch einmal erhöhen wird. Selten gingen die Vorstellungen des Marktes und die eigenen Prognosen der Fed so weit auseinander.

    Yellen – müder Falke oder flügellahme Taube

    Für die Rede von Yellen heute ist die Ausgangslage damit anscheinend relativ eindeutig. Da bis Ende 2018 noch nicht einmal mehr eine Zinserhöhung vollständig eingepreist ist, kann sie kaum auf der taubenhaften Seite überraschen. Weitere USD-Dollar-Schwäche ist damit eher unwahrscheinlich.
    Aber das gilt zunächst wohl auch für eine USD-Stärke. Denn selbst, wenn Yellen in ihrer Rede weitere Zinserhöhungen durch die Fed andeuten sollte, wird sie klarmachen, dass solche immer von den Daten abhängig bleiben. Inflation und Löhne müssten also zunächst anziehen, bevor Investoren wirklich viel auf Hinweise zu möglichen Zinserhöhungen geben.
    Genau diese Konstellation ist schon seit Monaten zu beobachten. So trist das Ergebnis damit aber auch ist: Größere Impulse für den USD sind heute nicht zu erwarten. Yellen braucht bei ihrer Rede mögliche Marktimplikationen kaum im Blick zu haben.

    Draghis schwerster Job

    Den deutlich schwereren Job im Vergleich zu Yellen hat heute EZB-Präsident Mario Draghi. Das liegt schon an der Ausgangslage:
    Seit Jahresbeginn befindet sich der EUR auf dem Vormarsch. Der EZB wird das langsam zu viel, da eine festere Währung über die Importe die Teuerung drückt, die eh zu niedrig ist. Im letzten EZB-Protokoll war der Euro daher schon Thema, was zumindest zwischenzeitlich den Markt zum Nachdenken brachte.
    Nun kann Draghi in seiner heutigen Rede (21 Uhr) nicht Nichts sagen, was den Euro angeht. Denn in diesem Fall müsste er mit einer kräftigen Aufwertung rechnen, die er sicherlich nicht befeuern möchte.
    Andererseits kann er in Wyoming kaum die verbale Interventionskeule herausholen, da sich die Notenbanken gegenseitig versprochen haben, auf einen Abwertungswettlauf zu verzichten. Hinzu kommt, dass die Wirtschaft in der Eurozone floriert und Draghi auch nicht absichtlich den Pessimisten spielen kann. Immerhin muss die EZB demnächst ankündigen, dass sie die Wertpapierkäufe beenden wird.
    Die gute wirtschaftliche Lage kommt der EZB in diesem Fall grad recht, denn der eigentliche Zwang für ein Ende der Käufe ist ein rein rechtlicher.
    Draghis Drahtseilakt

    Ein pessimistischer Ausblick ist für Draghi also keine Alternative. Was bleibt, ist ein Drahtseilakt, um keine größere EUR-Stärke auszulösen. Mit all seiner Erfahrung darf man Draghi aber zutrauen, dass er das meistert. Moderate EUR-Gewinne wird er aber nur schwer vermeiden können.
    Einen Vorteil aber hat Draghi zumindest: Er spricht nach der Fed-Chefin und kann so zumindest nicht überrascht werden. Für EUR-USD sind das insgesamt gegenläufige Effekte.
    Ich würde aber davon ausgehen, dass die EUR positiven Effekte aus der Draghi-Rede die USD positiven Effekte aus der Yellen-Rede übertreffen. EUR-USD könnte also durchaus noch einmal die Oberseite testen.“

    Dieser Beitrag verwirrt etwas, Zinserhöhungen seitens der FED eingepreist, ja aber, das würde doch bedeuten dass der USD „gewinnt“ gegenüber dem EUR ?

    Seit wann „gewinnt“ der USD nach Zinserhöhungen, er gewinnt nicht weil der Donald da ist ? Wieso dieser massiver Zinsabstand gegenüber dem EUR, und der EUR steigt, komisch… ? ;)

    Wieso sollte die FED die Zinsen weiter erhöhen, das macht überhaupt keinen Sinn ?

    „Immerhin muss die EZB demnächst ankündigen, dass sie die Wertpapierkäufe beenden wird.“

    Richtig, und das wird höchste Zeit ob EUR/USD 1,18 – 1,22 oder nicht…. Nebst den negativen Einlagezinssätzen..

  6. Avatar

    Wolfgang M.

    28. August 2017 10:08 at 10:08

    @Gerd. Es war eine Cashquote der Institutionellen von 5,3%, die höchste seit 2003 und diese Barquote dürfte im besten Fall nur zinslos sein. Klar, wenn die Märkte weiter fallen, dürfte sich dann rentieren, wenn nicht ziehen die ETFs davon.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Dieser Sektor überstrahlt die Tech-Aktien nachhaltig

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Tech-Aktien erfreuen sich großer Beliebtheit und werden an den Börsen dementsprechend ambitioniert bewertet. Doch allzu oft sind profitable Geschäftsmodelle in diesem Sektor so häufig anzutreffen wie Einhörner in freier Wildbahn. Abgesehen von einigen wenigen dominierenden Unternehmen mit funktionierenden Businessmodellen investieren Anleger in diesem Sektor allzu oft in grandios überteuerte Phantasie- und Hoffnungswerte. Dass es auch anders und sogar profitabler geht, zeigt eine noch stark vernachlässigte Branche.

Tech-Aktien allein sichern keinen Reichtum

Wenn Börsenprofis von Sektor-Rotation sprechen, dann wird dabei in der Regel nur ein sehr enges Spektrum betrachtet. Meist wird bei dem Tausch von Aktien aus einem Sektor in einen anderen Sektor lediglich zwischen Value und Growth unterschieden. Sowohl institutionellen Anleger als auch Privatanleger schichten je nach Börsenumfeld von Zyklikern in Wachstumswerte, primär Tech-Aktien um. Diese Sichtweise ist jedoch sehr limitiert und wird der Vielfalt der Investitionsmöglichkeiten am Aktienmärkt nicht gerecht.

Wie wäre es alternativ mit einer neuen Variante der Sektor-Rotation, bei der Gewinne im aufgeblähten Tech-Sektor (volksw. Sekundärsektor) realisiert und in einen von den weltweiten Anlegern noch stark vernachlässigten Sektor investiert werden. Dabei geht es um einen Sektor, der mit gesunden Bilanzen (oft komplett schuldenfrei), hohe Margen á la Apple & Co., starken Free-Cash-Flows, zweistelligen Gewinnsteigerungen und attraktiven Dividendenrenditen aufwarten kann.

Nicht ganz unwichtig in Zeiten der Pandemie ist zudem der Status dieses Sektors in vielen Ländern als systemrelevant, weshalb die Produktion hier auch nur peripher von den Lockdowns betroffen war und ist. Das beste aber ist der dieser Branche zugrunde liegende Jahrhunderttrend (Säkularer Bullenmarkt), der nahezu zwangsläufig zu steigenden Investitionen in diesem Sektor führt.
Im Klartext geht es um die Unternehmen, die direkt und indirekt Hartgeld in Form von monetären Edelmetallen aus dem Boden holen. Jahrelang litt die Branche unter Preisverfall und hohen Schulden. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die meisten Minen haben sich zu investorenfreundlichen Cash-Maschinen gewandelt, die schuldenfrei und mit prall gefüllten Kriegskassen wie zuletzt die Vorstände der Tech-Aktien auf Einkaufstour gehen (M&A) oder eigene Aktien zurückkaufen.

Einsen und Nullen vs. Schaufeln und Bagger

Nicht umsonst bezeichnet man in der Ökonomie den Bergbau als Primärsektor (Urproduktion), da ohne diesen nichts geht – auch nicht im Zeitalter der Digitalisierung und des 3D-Drucks. Für alles, wovon wir uns ernähren, womit wir uns fortbewegen, unsere Gesundheit schützen, arbeiten und uns unterhalten, benötigen wir nach wie vor Rohstoffe – und zwar in einer Menge wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Ein besonders spannender Bereich in diesem primären Sektor ist die Förderung monetärer Edelmetalle wie Gold und Silber, die mit modernsten Abbaumethoden zutage gefördert werden. Keine digitale Notenpresse der Welt kann deren Wert verwässern. Es könnte sich sogar in Zukunft als essenzieller Vorteil erweisen, dass unser digitales Giralgeldsystem, auf das wir uns in unserem täglichen Leben verlassen und das lediglich aus virtuellen Einsen und Nullen besteht, zusätzlich durch eine physische Alternative in Form von weltweit anerkanntem und über Jahrtausende wertstabilem Hartgeld abgesichert ist. Zu dieser Thematik empfiehlt sich das Buch der Deutschen Bundesbank mit dem Titel „Das Gold der Deutschen“. Dort ist die Bedeutung des Goldes für die Reservehaltung unserer Zentralbank sowie für das gesamte Finanzsystem unseres Landes bis hin zur Wohlstandswahrung der Deutschen anschaulich beschrieben. Gold und Silber sichern die Kaufkraft ganzer Nationen, auch im Falle einer weltweiten Pleitewelle – auch von Staaten.

Über den Minen-Sektor können Sie an diesem Megatrend partizipieren und in Unternehmen investieren, die nicht selten 60 Prozent Bruttomarge sowie knapp 30 Prozent Netto-Marge erzielen – mit stark steigender Tendenz in den letzten fünf Jahren. Darüber hinaus zahlen diese Konzerne größtenteils und ebenfalls mit steigender Tendenz Quartalsdividenden aus, die im Schnitt für das Jahr 2021 bei 2,4 Prozent p. a. liegen (Forward Dividend Yield der 25 internationalen Werte im Philadelphia Gold and Silver Sector Index). Die Zeiten, in den Gold- und Silberminen unter Schuldenlasten litten, sind längst passé. Die Unternehmen dieses Sektors haben sich in den letzten Jahren zu wahren Cash-Maschinen gemausert.

Perspektiven

Schaut man sich die Perspektive der Branche an, dann sind die Ursachen für deren Sonderkonjunktur kein temporäres Phänomen, sondern systembedingt: In dem Maße, wie die globale Überschuldung in Höhe von mittlerweile über 330 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (260 Billionen US-Dollar im 1. Quartal 2020) die Kreditportfolios der Banken durch die Zombifizierung der Unternehmen belasten und die Notenbanken zu Nullzinspolitik und Geldmengenausweitung á la Heißluftballon zwingen, um die Staaten vor dem finanziellen „Sudden Death“ zu bewahren, bleibt die Förderung von Gold und Silber ein lukrativer Megatrend.

Der direkte Vergleich

Doch genug der Lobpreisungen und zurück zu den harten Renditefakten: Es ist unumstritten, dass Anleger in den letzten Jahren und speziell seit März dieses Jahres mit einem Index-Investment in den NASDAQ und erst recht in ausgesuchte High-Teck-Aktien wie Apple, Microsoft, Tesla, Amazon oder Alphabet eine herausragende Performance erzielen konnten. Damit war diesen Aktien auch die volle Aufmerksamkeit der Börsenberichterstatter sicher. Dass nur eine Handvoll der im NASDAQ Index enthaltenden Werte für die sehr positive Wertentwicklung verantwortlich sind sei hier nur am Rande erwähnt. Ganz anders sieht die Situation bei den Gold- und Silberminen aus, deren Aufschwung von einer ausgeprägten Marktbreite getragen wird. Auf Jahressicht befinden sich alle 25 im Philadelphia Gold and Silver Sector Index befindlichen Aktien im Plus. Viele sogar auf oder in der Nähe ihrer Allzeithöchststände. Vergleicht man den NASDAQ-Index mit dem Schwerpunkt Tech-Aktien mit einem Index der weltweit 25 größten Gold- und Silberproduzenten sowie Minenfinanzierer (Royalty- und Streaming-Unternehmen) dann ergibt sich folgendes überraschendes Bild:

Chart zeigt Vergleich von Philly Fed-Rohstoffen gegen Tech-Aktien

Auch andere Zeithorizonte belegen die Attraktivität einer Beimischung von Minenaktien in einem breit diversifizierten und mittelfristig ausgerichteten globalen Aktienportfolio. So betrug die Performance des oben dargestellten Minenindex seit Jahresbeginn in US-Dollar +37 Prozent. Der NASDAQ brachte es im gleichen Zeitraum auf +21 Prozent. Über zwei Jahre hinweg betrachtet betrug die Outperfromance des Minenindex gegenüber dem NASDAQ ganze 46,5 Prozent (+108 vs. +61,5 Prozent). Auf Sicht von drei Jahren ist die Wertentwicklung mit 71,5 zu 71,25 Prozent nahezu identisch. Seit 20. Oktober 2016 performte der NASDAQ mit +96 Prozent besser als der Minenindex mit +66 Prozent. Auf Sicht von 5 Jahren hatte dann aber wieder der Minenindex klar die Nase mit +172 gegenüber +135 Prozent vorn.

Erhellend ist auch ein Vergleich der Marktkapitalisierung zwischen einem einzelnen Vertreter der Tech-Aktien und allen börsengelisteten Aktiengesellschaften der Edelmetallindustrie. Aus den Renditevergleichen, den Bewertungen sowie den Zukunftsperspektiven, die im Bereich der Tech-Aktien von Zerschlagungsintentionen überschattet werden, ergibt sich auch durch die extrem asymmetrische Kapitalallokation enormes Umschichtungspotenzial zugunsten des Minensektors.

Grafik zeigt Apple Marktwert gegenüber Edelmetallen

Fazit

Umso tiefer die Welt unaufhaltsam in den Schuldenstrudel gerät, umso interessanter wird eine Branche: die Geldproduzenten. Und damit sind nicht etwa die Zauberlehrlinge aus den Notenbankzentralen gemeint, sondern die Bergbauunternehmen, die das bewährte Geld der Vergangenheit und das verlässliche Geld der Zukunft aus der Erde schürfen. Gäbe es diese Branche nicht, würden den Anlegern eine interessante Investmentopportunität entgehen und die Möglichkeit, hart erarbeiteten Wohlstand auch in unsicheren Zeiten zu sichern, schwieriger. Auch die Weltwirtschaft und das Weltfinanzsystem können sich über das oft zu Unrecht verteufelte kosmische Geschenk der Edelmetalle freuen, genauso wie unsere Vorfahren, denen Gold und Silber durch unzählige Krisen half.

Dieser Megatrend, der seit Jahrtausenden funktioniert, verdient seinen Namen und die Unternehmen aus diesem Sektor verdienen trotz aller bekannten Risken zumindest einen Platz auf der Watchlist der Anleger. Wie interessierte Investoren ein Startportfolio in diesem Sektor aufbauen können, hatten wir bereits vor gut einem Jahr erläutert.

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

weiterlesen

Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen