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Die 2 Ebenen, die jetzt wichtig sind! Nasdaq: Abwärts – Bärenmarktrally gestoppt, aber..! Videoausblick

Der Nasdaq dürfte nach den Zahlen von Alphabet und Microsoft seine Bärenmarktrally beenden, denn es zeigt sich, dass steigende (Energie-)Kosten, starker Dollar und der Abschwung der Wirtschaft auch an den großen US-Tech-Konzernen nicht vorbeigehen. Die Wall Street bekommt also Gegenwind durch die US-Berichtssaison, das dürfte heute auch für die Zahlen von Meta und morgen für Amazon und Apple gelten. Aber das geldpolitische Umfeld verbessert sich nun, sprich der Druck auf die Fed, das Tempo bei Zinsanhebungen deutlich zu verlangsamen, wird aufgrund einer immer schwächer werdenden US-Wirtschaft immer größer. Wie schwach die US-Wirtschaft ist, haben gestern auch die Zahlen von Microsoft und Alphabet gezeigt. Daher sinken die Anleiherenditen und der Dollar – und das ist perspektivisch gut für die Aktienmärkte. Daher ist nach einem Rücksetzer, der sich auch charttechnisch ankündigt, durchaus die Chance auf eine Jahresendrally intakt..

Hinweise aus Video:

1. Plötzlich zu viel Gas – überraschende Wende in Europas Energiekrise

2. Warum passieren Crashs so häufig im Herbst – stehen wir kurz davor?



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9 Kommentare

  1. Wer lässt sich denn jetzt immer noch Angst machen durch ein paar Zahlen?
    Jeder Sturm zieht auch mal vorüber.
    Von nun an wird jeder Rücksetzer als willkommene Gelegenheit genutzt, einzusteigen.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Rallye kommt auch dadurch zustande, weil die FED, entgegen ihrer Ankündigung, kaum Staatsanleihen aktiv am Markt verkauft.
    Das sind alles nur homöopathische Dosen die sie da macht. Hier mal ne Milliarde, da mal ne Milliarde, aber kein richtiger Wums.
    Ursprünglich war vereinbart das sie die Bilanzsumme um monatlich stolze 95 Milliarden US-DOLLAR reduziert.
    Stattdessen ist ein Viertel dessen erfolgt. Das sehen natürlich auch die Märkte und treiben dementsprechend die Kurse nach oben.
    Und wie war es zur Corona Krise. Da trieb die FED mit 150 Milliarden US-DOLLAR an Ankäufen, wöchentlich, die Kurse über viele Monate nach oben, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Das das Geld drucken, im ungedecktem Papiergeldsystem,irgendwann zur Inflation führen musste, war doch abzusehen, zumal sie auch vorher immer wieder mit Geld drucken alles zu lösen versuchte.
    Die Krönung war dann das sogenannte Helikopter- Geld.
    Das trieb die Märkte auf immer neue Höhen.
    Natürlich spekulieren die Märkte auf ein Einknicken der Notenbanken und zwar weltweit. Aber die Inflation wird so nicht bekämpft, dass steht schon mal fest.
    Denn die Preise steigen bei einer lockeren Geldpolitik umso stärker, wenn sie schon oben sind. Wir sind nicht mehr im März 2009,wo alles am Boden lag.

  3. Besten Dank für deine tollen Analysen, Markus und vor allem auch deine sehr interessanten Empfehlungen.

  4. Kein vernunftbegabter Mensch ist mehr der Meinung, dass die Lockdowns in China auch nur IRGENDWAS mit Corona zu tun haben…

  5. Ich halte die ganzen Überlegungen zu einer Kehrtwende der Zentralbanken für hochspekulativ und mehr von verzweifelter Hoffnung getragen als durch Fakten gestützt.

    Die Äußerungen aus der Fed deuten allenfalls eine Verlangsamung der Straffung der Geldpolitik an, evtl. auch ihren Möglichen Endpunkt. Beides ist nicht wirklich überraschend. es war ja nie geplant, die Leitzinsen in Richtung Unendlich anzuheben. Es gibt explizite Aussagen aus der Fed, dass das erreichte Plateau eine Weile gehalten werden soll. Im Ergebnis: kein Hinweis auf eine geplante Lockerug.

    Die Märkte scheinen aber Hinweise auf ein Ende der Straffung (oder ihre Verlangsamung) als Anzeichen einer kommenden Kehrtwende in Richtung Lockerung zu nehmen. Das kann ich im Augenblick nur mit Verzeifelung erklären (man klammert sich an jeden Strohhalm) und natürlich durch die jahrelange Konditionierung, wo die Fed sich ja ein entsprechend verhalten hat.

    Aber es sollte ganz klar sein: Eine Lockerung ist momentan nicht beabsichtigt und würde eine Entscheidung der Fed erfordern. Das ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht klar absehbar.

    Eine solche Entscheidung fiele vermutlich auch nicht vom Himmel, bloß weil J. Powell beim Frühstück eine Eingebung hat. Da müsste es schon zu massiven Problemen am Finanzmarkt kommen, um eine solche Entscheidung auf die Tagesordnung zu setzen. Ob das ein bullisches Szenario ist, kann ja jeder selbst überlegen.

    Und dann stellt sich noch die Frage, ob eine hypothetische Kehrtwende in Richtung massives QE überhaupt bullisch wäre. Zum einen würde sie vermutlich durch massive Probleme getriggert, zum anderen ist das Umfeld ein ganz anderes als zwischen 2010 und 2020. Damals war Inflation kein Problem und die Wirtschaft wuchs, zwar eher bescheiden, aber insgesamt halbwegs stabil. Heute haben wir Inflation, die durch erneutes QE vermutlich wieder verstärkt würde. Und die Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind eher durchwachsen. Eine Kehrtwende zu erneutem QE würde vermutlich einen massiven Kursanstieg auslösen, gerade wenn es vorher Angst vor einem Totalzusammenbruch des Finanzsystems gab. Aber ich glaube, dass selbst so eine Ralley nicht mit dem nachhaltigen Kursanstieg nach der Finanzkrise vergleichbar wäre, weil sich auf Dauer die strukturellen Probleme der Wirtschaft und die Nebenwirkungen des QE zeigen würden.

    Mein Szenario für einen Fed-Pivot in Kurzassung: Massive Probleme im Finanzsystem (vermutlich eher Kredit- als Aktienmarkt), damit einhergehend masiver Abverkauf am Aktienmarkt. Dann Krisen“bewätigung“ durch die Fed, QE zumindest kurzfristig. Als Ergebnis eine gigantische Ralley. Und schließlich entweder die Entscheidung der Fed, das QE wegen der Risiken und Nebenwirkungen nicht endlos und unbegrenzt fortzusetzen (nicht bullisch…) oder massive wirtschaftliche Probleme trotz (und teilweise – Inflation! – wegen) QE. Auch kein dauerhafter Bull-Case.

  6. Mich würde mal interessieren, warum die Microsoft/Alphabet Zahlen zeigen das die US Wirtschaft schwach ist?

    1. @Stiller User: bei Alphabet: weniger Ausgaben der Werbeindustrie, bei Microsoft schwache PC-Nachfrage – simple!

      1. Ich frage ja nur, weil ich das nicht so verfolgt habe gestern. War nicht der ultimative Konjunkturindikator immer die Old Economy wie 3M und Caterpillar?

  7. Stammtisch - Ökognom

    Die Home -Offices sind jetzt ausgerüstet und in den Firmenbüros gibt es weniger Arbeitsplätze. Corona hat auch in der IT Branche einen Boom ausgelöst der sich jetzt abschwächt. Auch die vielzitierten Aktienrückkäufe halte ich für fragwürdig.Die Bosse sehen doch am ehesten ,dass die Zeiten schwieriger werden und Aktien auch noch billiger werden könnten.Man könnte auch US- Anleihen kaufen mit über 4% Rendite und todsicherem Kursgewinn, welcher …..iot kauft da noch Aktien einige Tage vor der grössten Rezession und einem Finanzsystem das weltweit fast täglich gestützt werden muss?

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