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New York Times: Jetzt ist die Commerzbank dran..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Nachdem BNP Paribas die Rekordstrafe von 8,9 Milliarden Dollar zahlen musste, ist nun scheinbar auch die Commerzbank ins Visier der US-Behörden geraten. Dies berichtet die New York Times.

Demnach wird auch die Commerzbank mit einer Strafe rechnen müssen – wegen Geschäften mit dem Iran und anderen Ländern, die auf der schwarzen Liste der USA stehen. Offenkundig hat die Commerzbank über die USA Gelder in den Iran und nach Sudan transferiert. Gespräche zwischen der US-Administration und der Commerzbank könnten schon in diesem Sommer zu einem Ergebnis führen, berichtet die NY Times unter Berufung auf einen Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Commerzbank muss jedoch offensichtlich mit einer deutlich geringeren Strafe als BNP Paribas rechnen – mindestens aber 500 Millionen Dollar. Dafür aber dürfte die US-Behörden dann die Commerzbank eine „Persilschein“ erteilen – sie also vor weiterer Strafverfolgung schützen.

In den Fokus aber wird wohl auch die Deutsche Bank kommen – allerdings wohl erst nach Abschluss der Untersuchung in der causa Commerzbank. Da der deutsche Staat eine Beteiligung von 17% an der Commerzbank hält, könnten sich so die diplomatischen Spannungen zwischen Deutschland und den USA aufgrund der NSA-Affäre noch weiter verschärfen..

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Gregor

    8. Juli 2014 10:30 at 10:30

    Der Fall würde sich sehr schnell in Luft auflösen,wenn die europäischen Banken sich vom Finanzplatz New York zurück ziehen würden und ihre gesamten Geschäft in anderen Währungen als den Dollar abschließen würden.China,Rußland und Frankreich machen es uns vor,warum dauert es bei deutschen Politikern solange bis sie reagieren?

  2. Avatar

    Lachender

    8. Juli 2014 10:31 at 10:31

    Wer bekommt eigentlich das Geld ?

    • Avatar

      Broadarrow

      8. Juli 2014 12:57 at 12:57

      Zu wenig Steuereinnahmen? Geld drucken ist auch nicht mehr so wirkungsvoll? Banken abstrafen! Die Lösung für den strapazierten Steuersäckel! Trifft nicht die breite Masse, also keine Demonstationen und keine abgefackelten Autos auf der Straße und bringt satt was ein. Die neue Lösung für jeden modernen Staat. Sollte man monatlich durchführen können!

  3. Avatar

    Livia

    8. Juli 2014 10:59 at 10:59

    Genau so!
    Die Commerzbank sollte sich schnellstens vom Dollar verabschieden! Wir brauchen Dein Geld nicht – lieber Ami – und schon garnicht uns von Dir Vorschriften machen zu lassen – erpressen schon garnicht, ausspionieren lassen muß auch nicht sein!!!
    Ich weis nicht welcher Teufel die Franzosen geritten hat, der NATO beizutreten nachdem DeGaulle das vermeiden konnte aber inzwischen bereuen sie es sicherlich schon und wickeln zunehmend ihre Geschäfte in Euro und Remimbi ab; dann kann der Ami sie mal – kreuzweise!
    Nato und Dollar raus aus Europa! Neutralität für ganz Europa nach schweizer Muster – so sichert man Frieden und Prosperität!

  4. Avatar

    Martin1

    8. Juli 2014 12:42 at 12:42

    Die BNP Paribas musste das nur zahlen, weil Frankreich gegen USA-Willen Mistrals an Russland liefert.

    Aber die Commerzbank soll Geld über die USA (!) transferiert haben? Das ist lachhaft, das würden die nie tun, da sie von dem USA-Boykott Bescheid wissen.

    Nach den ganzen Rekordstrafen in den USA scheint eine wichtige USA-Einnahmequelle das Abkassieren ausländischer Unternehmen zu sein. :-/

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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