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Ölpreis steigt spürbar – drei aktuelle Gründe – Vorsicht bitte!

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Ölpreis steigt wegen angeblichem Angriff auf iranischen Öltanker - Beispielfoto

Der Ölpreis steigt seit gestern Mittag um 12 Uhr bis jetzt um genau 2 Dollar an. Dafür gibt es drei konkrete Gründe. Die arbeiten wir jetzt mal nacheinander ab. Der Markt ist hauptsächlich natürlich voll fokussiert auf den Handelskrieg und die Anwesenheit der chinesischen Delegation in Washington DC. Also kümmern wir uns als Erstes um dieses Thema.

Trump macht Hoffnung

Die Hoffnung stieg gestern im Tagesverlauf schon leicht an. Die Anzeichen waren vorsichtig positiv, dass es zu irgendeiner Art Deal kommen könnte. Dann gestern Abend nachbörslich sagte Donald Trump vereinfacht ausgedrückt, dass es doch ganz gut aussehe (bitte hier den aktuellen Kommentar dazu von Markus Fugmann anschauen). Er werde morgen (also heute am Freitag) um 20:45 Uhr deutscher Zeit mit dem chinesischen Verhandler Liu He zusammentreffen. Nur so ein paar lauwarme Worte reichen schon für eine schöne Euphorie bei den Aktienindizes, und auch für einen steigenden Ölpreis! Aber nochmal unsere Warnung wie schon mehrmals diese Woche.

Was dann heute Abend bei diesen Gesprächen rauskommt, weiß niemand. So oft ging es schon hin und her in den letzten Monaten. Eine Enttäuschung kann den Ölpreis ab Montag früh dann wieder deutlich fallen lassen. Wer also heute noch Long in den Markt geht, kann dann nach den ersten Aussagen spät heute Abend vielleicht kaum noch reagieren, und hat Montag früh womöglich kräftige Verluste – wenn die Gespräche denn negativ verlaufen. Aber wer sind wir bei FMW, dass wir irgendjemanden von Tradingchancen fern halten. Also entscheiden Sie doch bitte ganz alleine, ob sie in diesen Markt reingehen oder nicht.

OPEC-Hoffnung hilft Ölpreis beim Steigen

Und ja, auch die OPEC unterstützt seit gestern den steigenden Ölpreis. Denn der Generalsekretär des Kartells Barkindo sagte laut Berichten, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen würden (um den Ölpreis zum Steigen zu bekommen). Dazu gehöre nach seinen Worten auch eine mögliche Ausweitung der Menge der Fördermengenkürzung, die ja schon längst läuft. Eine Entscheidung werde beim Dezember-Meeting der OPEC in Wien gefällt. Unsere Meinung: Dass Barkindo diese Möglichkeit explizit anspricht, zeigt klar, dass es eine realistische Chance dafür gibt. Denn nur zeitliche Verlängerungen der Kürzungen (-1,2 Mio Barrels pro Tag) scheinen den Markt nicht mehr wirklich stimulieren zu können.

Iran Tanker Explosion

Nahe der saudischen Küste soll es nach ganz aktuellen übereinstimmenden Berichten eine Explosion auf einem iranischen Tanker gegeben haben. Heizt das die Kriegsgefahr zwischen den beiden Ländern wieder an? Knappheit an Öl? Lieferprobleme aus der Region? Diese Angst pusht reflexartig ganz aktuell den WTI-Ölpreis rauf auf 54,63 Dollar. Um 7 Uhr lag er noch bei 53,80 Dollar.

Preisverlauf im WTI-Ölpreis seit Dienstag
Preisverlauf im WTI-Öl seit Dienstag dieser Woche.

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Aktien

Walmart-Quartalszahlen (sehr wichtig): Gewinn besser, Erwartung angehoben

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Walmart als größter Einzelhändler der USA hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 128,0 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 124,9/erwartet 128,6).

Der Gewinn liegt bei 1,16 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,08/erwartet 1,09).

Die Aktie notiert in der frühen Vorbörse mit +3,7%.

Hier die Headline-Aussage von Walmart

„We’re pleased with our performance for the quarter. Our associates are responding to change in an inspiring way, and we’re proud of them. The Walmart U.S. business saw strong comp sales and expense leverage, and operating income grew for the sixth consecutive quarter. We also celebrated the first anniversary of Flipkart and PhonePe as part of the Walmart family. It was great to see record sales in India during The Big Billion Days event. Looking ahead, we’re prepared for a good holiday season. Our integrated offering with stores and eCommerce delivers value and convenience for our customers. Our associates are working hard to ensure we succeed — one customer, one interaction at a time.“
Doug McMillon
President and CEO, Walmart

Aussichten:

Gesamtjahresgewinn soll etwas besser ausfallen. Zitat:

• FY20 Adjusted EPS is now expected to increase slightly compared to FY19 adjusted EPS, including Flipkart, and is expected to increase by a high single-digit percentage range, excluding Flipkart.
• Expectations for the dilution from Flipkart remain unchanged, excluding a non-cash impairment charge.
• The effective tax rate is now expected to range between 25% and 25.5%

Walmart Quartalszahlen

Walmart Logo
Foto: MikeMozartJeepersMedia CC BY-SA 3.0

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Aktien

E-Mobilität: Jetzt kommt der Durchbruch

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Lieber Börsianer,

Autoaktien sind gegenwärtig nicht unbedingt der Liebling der Anleger. Der Diesel-Skandal stürzte die Unternehmen der Branche in eine veritable Sinnkrise. VW, Daimler und Co. lebten lange in der Welt von gestern. Man wollte den heißgeliebten Diesel nicht verabschieden und stand der Elektro -Mobilität skeptisch gegenüber. Die Kritikpunkte sind bekannt: Zu teuer, zu wenig Reichweite, keine Lade-Infrastruktur. Nun, die Zeiten ändern sich. Mittlerweile haben alle großen deutschen Autobauer ihre Chefs in die Wüste geschickt, und die neue Führungsgeneration glaubt an die Stromer. Man hat wieder einen klaren Kompass und gibt nun richtig Gas. Tesla, der aktuelle Marktführer, wird sich warm anziehen müssen.

Keine Frage: Die Angebotspalette für den interessierten Kunden ist mittlerweile groß. Im Kleinwagen-Segment tummeln sich besonders die Franzosen etwa mit den Modellen Renault Zoe oder dem neuen Peugeot iOn. BMW wiederum hat zuletzt den bewährten i3 optisch aufgehübscht und neu aufgelegt. Allen vorweg wird allerdings in den kommenden Monaten der neue ID.3 aus dem Hause Volkswagen fahren. Tatsächlich sind die Kunden aus dem Häuschen. Derzeit liegen dem norddeutschen Autobauer 30.000…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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Indizes

USA: Die Politik der alten, weißen Politiker

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Erstaunlich: eine so dynamische Macht wie die USA wird fast ausschlielich von alten Politikern regiert! Ich habe es diese Woche schon einmal in einem Artikel angedeutet, der sich mit der Frage des Kampfes um die Weltwirtschaft zwischen den USA und China abspielt: Die jetzige Politikergarde befindet sich in einem Alter, in dem sie die Wachablösung gar nicht mehr recht aktiv verfolgen kann. Ein Artikel des Reporters der „Welt“ Hannes Stein in New York setzt dieser Aussage noch einen drauf und wirft zudem ein schlechtes Licht auf die kommenden Präsidentschaftswahlen am 3. November 2020.

 

USA: Regierung und die Opposition – kein Aufbruch in die Zukunft

Wie bereits angedeutet hat der 73-jährige Donald Trump sehr „erfahrene“ Kabinettsmitglieder um sich geschart: Vom 81-jährigen Handelsminister über die auch über 70 Jahre zählenden Politiker Robert Lightizer, Larry Kudlow, Peter Navarro – alles Herren, die gerade an der künftigen Ausrichtung der Wirtschaftpolitik beteiligt sind. Die Ausnahme ist US-Finanzminister Mnuchin, ein Mittfünfziger, der aber, von Goldman Sachs kommend, die Tradition des Geldhauses fortsetzt, zu diese Wall Street-Bank  anscheinend ein uraltes Vorrecht besitzt: die Steuerreform lässt grüßen.

Aber auch sehr wichtige Republikaner im Senat sind bereit 86 beziehungsweise 77 Jahre alt, so etwa Chuck Grassley und Mitch McConnell.

Seltsamerweise folgt auch die Opposition diesem Beispiel. Die aussichtsreichsten Kandidaten der Demokraten Joe Biden (76), Elisabeth Warren (70) und Bernie Sanders (78) zählen bereit addiert 224 Lenze und wollen Donald Trump 2020 das Amt streitig machen.

Zur Erinnerung: Die letzten drei US-Präsidenten Obama, Bush und Clinton waren alles Endvierziger bzw. Mittfünfziger, als sie ihre Amtszeit begannen. Und da gibt es noch den ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg 77-jährig, der sich gerade erst zu einer Kandidatur für das Präsidentenamt bekannt hat sowie die 79-jährige Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, die in punkto Amtsenthebungsverfahren zur großen Gegnerin für Trump avanciert ist.

USA: Das fehlende Interesse der Jungen an der Politik

Hannes Stein stellt eine berechtigte Frage: „Sollten die berüchtigten amerikanischen Wahlfinanzierungsgesetze schuld sein, die unkontrollierte Wahlwerbung durch Firmen und Gewerkschaften erlauben? Vielleicht. Aber warum sollten die Großkapitalisten unserer Zeit, die allesamt eher junge Leute sind Sergey Brin 46 (Google) Jeff Bezos 55 (Amazon), Tim Cook 59 (Apple), Mark Zuckerberg 35 (Facebook) und Jack Dorsey 42 (Twitter) ausgerechnet eine Herrschaft der Alten bevorzugen und finanzieren?“

Aber auch die Senatoren in den USA sind nicht gerade die Jüngsten – das ist immer wieder schön zu beobachten, wenn Manager wie zum Beispiel Mark Zuckerberg bei Befragungen vor Ausschüssen „gegrillt“ werden.

Ein wichtiger Grund scheint das Interesse der jungen Amerikaner an den Wahlen zu sein. Bei Präsidentschaftswahlen liegt die Wahlbeteiligung dieses Personenkreises unter 40 Prozent, bei Wahlen zum Repräsentantenhaus und zum Senat sogar nur halb so hoch.

Auf die Frage, warum junge Amerikaner nicht zur Wahl gehen, kommt Stein auf zwei Antworten: Zum einen läge es am amerikanischen Wahlsystem, wo man sich zur Wahl registrieren müsse. Das sei kompliziert, wenn man häufig umziehen müsse, wie es die jungen Leute tun. Dann fänden amerikanische Wahlen immer am Dienstag statt, und dieser Dienstag ist ein normaler Arbeitstag.

Als zweiten Grund sieht Stein: „Viele junge Amerikaner haben jeden Glauben an das System verloren. Sie halten Amerika für unrettbar korrupt. Und erstaunliche 20 Prozent der jungen Amerikaner erklären, sie seien zu ungebildet. Sie verstünden zu wenig von Politik und wollten sich deshalb nicht an Wahlen beteiligen.“ Eigentlich unglaubliche Erkenntnisse zu der Nation, die schon ein ganzes Jahrhundert die Führungsmacht auf dieser Erde (gewesen) ist.

 

Fazit

Es scheint sich in dieser Form schon um eine spezifische Entwicklung in den USA zu handeln, wenn man andere demokratische Regierungen betrachtet, von Kanada, über Großbritannien, Frankreich bis hin zum Extrembeispiel Österreich. Selbst der auf Lebenszeit gewählte chinesische Regierungschef Xi Jinping erscheint aus US-Sicht fast wie ein jüngerer Vertreter.

Aber vielleicht ergibt sich aus globaler Sicht gerade eine Gegenbewegung in Gestalt von Greta Thunberg, die mit 16 Jahren fast noch ein Kind ist, aber eine riesige Bewegung angefacht hat. So etwas wäre auch in der Politik wünschenswert, nicht nur in den USA. Diese ist angesichts der Probleme mit dem demokratischen Umbruch, zumindest in den Industriestaaten, doch sehr auf Besitzstandswahrung fixiert, natürlich im Interesse der Alten.

 

Die führenden Politker der USA sind fast alles Greise

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