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Schweinepest in China – mit globalen Folgen

In China tobt eine bisher in dieser Dimension noch nie dagewesene Schweinepest – nun will Peking vor allem amerikanisches Schweinefleisch kaufen. Wie hatte Donald Trump erst kürzlich noch gejubelt über das Landwirtschaftsabkommen mit China – welches eigentlich noch gar nicht in trockenen Tüchern ist, Stichwort Phase-1-Deal? Wie sich aber immer mehr herausstellt, ist diese wirtschaftliche Vereinbarung für China aus der Not geboren, quasi aus extremen Versorgungszwängen.

 

Die Dimensionen der Afrikanischen Schweinepest

Bereits seit einem Jahr tobt die Schweinepest in China, im Land des größten Schweineproduzenten- wie auch -konsumenten der Welt.

„Es ist die gefährlichste Krankheit, die die Schweineindustrie je erlebt hat“, sagte hierzu ein Sprecher vom Unternehmensberater Gavekal Dragonomics in Peking. Die Hälfte des Schweinebestandes sei bereits vernichtet – vermutlich ist das Ausmaß der Schweinepest aber noch größer:

„Die Regierung sichert betroffenen Bauern pro gekeultem Schwein zwar umgerechnet 155 Euro Entschädigung zu. Doch erkrankt auch nur ein Tier, wird die gesamte Provinz für die Schweineausfuhr gesperrt. Selbst Betriebe, die nicht von der Seuche befallen sind, werden in die Existenzkrise getrieben. Lokalkader versuchen darum, die Ausbrüche zu verschweigen.“

Auch der Weltmarkt kann die entstandene Lücke nicht schließen. Deshalb kaufen chinesische Importeure von überall Schweinefleisch ein: aus Brasilien, Europa und eben auch aus den USA. Eine Folge davon ist, dass die Preise für Schweinefleisch steigen, auch in Deutschland.

Das ist positiv für die Produzenten aber schlecht für den Konsumenten. So wurde erst am Mittwoch für Deutschland ein Preisanstieg für Schweinefleisch in September um 8,3 % zum Vormonat gemeldet.

 

Die Folgen

Man erwartet, dass es fünf Jahre und mehr dauern könnte, bis sich China von den Folgen der intensiven Schweinehaltung erholen wird. Die wirtschaftlichen Schäden, die bereits entstanden sind, schätzt Li Defa von Chinas Landwirtschaftsuniversität bereits auf umgerechnet 127 Milliarden Euro – eine Zahl, die man eigentlich geheim halten wollte. Die Lage ist damit schlimmer als erwartet. Und was bedeutet das für den ominösen Phase-1-Deal zwischen den USA und China? In diesem speziellen Fall scheint Donald Trump gerade die besseren Karten zu besitzen.

 

Die Schweinepest in China hat ca. die Hälfte des Bestands vernichtet



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3 Kommentare

  1. Wenn alle Schweine diese Pest bekommen haben wir bald keine Politiker u.Manager mehr.

  2. Der kleine Mann ist genauso ein Schwein. Gerade diese Primitivhaltung (Alle da oben sind Schweine) ist eine überallgrassierende linke Schweinerei!

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