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Silberpreis: Kursverluste wahrscheinlich – aber Silber ist Inflationsschutz!

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In meiner letzten Langzeitanalyse, vom Juni 2017, hatte ich für den Silberpreis den Abverkauf bis unter 10 Dollar prognostiziert. Der mittlere Chart zeigt das bereits 2015 von mir verwendete Szenario. Ganz so kräftig war der Abverkauf dann doch nicht, andererseits ist auch noch nicht aller Tage Abend, wie sie es im Anschluss lesen können. Die zwischenzeitliche Performance hat sich dagegen deutlich anders präsentiert als von mir erwartet. Ein Aspekt welcher mich immer wieder in Bedrängnis bugsiert hat.

Ausblick:

Wie der Langzeitchart es eindrucksvoll vermittelt, bewegt sich Silber seit gut 40 Jahren seitwärts. Die immer höher werdenden Tiefs geben dieser Performance die Gestalt eines Triangles (A-B-C-D-E). Und genau in diesem befindet sich Silber, um es auf den Punkt zu bringen, in der finalen Welle (E) dieser Korrekturformation. Diese für sich genommen dreiteilige (A-B-C) Welle befindet sich ebenfalls mit der Ausbildung der kleineren (C) in der finalen Phase. Dieser Umstand schließt zwar weitere Kursverluste ein, doch sollte der größte Teil der Wegstrecke bereits absolviert sein.

Der Silberpreis im Langfristchart

Mit der sehr großen Unterstützung bei 10.49 $ liegt das idealtypische Ziel für den Silberpreis in absolut überschaubarer sowohl auch realistischer Entfernung. Ein eventueller Bruch dieser Linie würde den Trend bis zur unteren Trendlinie fallen lassen. Wie immer liefert das unterhalb liegende Zeitlineal Anhaltspunkte über den temporären Verlauf von (C) und demzufolge auch von (E). Demzufolge sollte sich der Abschluss des Triangles erst in der zweiten Jahreshälfte einstellen. Die darauffolgende Rallye wird denn Silberpeis zu neuen Ufern tragen, aber dazu in einer späteren Ausgabe mehr.

Die mittlfristige Perspektive für den Silberpreis

Fazit:

Der Silberpreis bildet innerhalb eines sehr langfristigen Aufwärtstrends eine Korrektur aus. Aktuell stehen neue Kursverluste auf der Agenda, weshalb ich von einer Positionierung zurzeit noch abrate. Sichern sie spätestens bei 10.49 $ (0.62 Retracement) ab.

Anmerkungen zu Silber und dem Silberpreis

In Zeiten einer sehr hohen Arbeitslosigkeit; einer sehr starken Inflation aller Voraussicht nach auch einer Währungsreform, blühen, wie immer in der Menschheitsgeschichte, Schwarzmärkte auf. Stellen Sie sich vor, sie möchten für 200 € (wie immer dann auch die Währung heißt) Waren kaufen. Sie haben aber nur eine Goldmünze im Wert von dann vielleicht 3.000 €.

Selbst wenn sie einen Händler finden, welcher ihnen diese Münze wechselt, fällt dieser Deal immer zu ihrem Nachteil aus. Anders verhält es sich beim Silberpreis, dessen Wert dann vielleicht bei 200 -220 € liegt. Die erlittene Handelsdifferenz nimmt sich gegenüber dem Goldhandel bescheiden aus. Aktuell können sich die meisten Menschen ein derartiges Szenario noch nicht vorstellen, doch haben die letzten Wochen und speziell die Corona-Krise auch hier einen Umdenkprozess hervorgerufen, jedenfalls bei den aufgeschlossenen Zeitgenossen. Silber hat aber auch noch mehr zu bieten. Denn anders als Gold versteht sich das in Industriemetall. Die Förderung erfolgt zumeist in Verbindung mit anderen Metallen, sodass der reine Grenzwert der Förderung relativ gering ist.

Einem drohenden Goldbesitzverbot, wie es zu erwarten ist, kann das ca. 20-mal häufiger auf der Erde vorkommende Silber daher gelassen entgegensehen. Dieser Schritt ist aller Voraussicht nach nicht zu erwarten. Silber bietet sich daher als „Inflationswährung“, als „Schattenwährung“ geradezu an. Viel realistischer als ein drohendes Silberbesitzverbot ist dagegen das Eintreten einer gewaltigen Inflation.

Der Silberpreis hat derzeit nicht viel Potential nach oben - aber Silber könnte dennoch absehbar sehr wichtig werden in einer Inflation

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Gold/Silber

Goldpreis steigt spürbar – warum man weiter vorsichtig sein sollte

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt nun den zweiten Tag in Folge spürbar an. Das ist ein gutes Zeichen für die Bullen. Aber es ist keine autarke Bewegung. Auch andere Preise von Edelmetallen steigen gleichzeitig. Es kann sein, dass (nun endlich?) der immer weiter fallende US-Dollar positiv auf die vorwiegend in US-Dollar gehandelten Edelmetalle durchgeschlagen ist in Form steigender Kurse. Also, kann der Gold-Bulle nun wieder einsteigen und auf absehbarer Zeit auf Kurse über 1.900 Dollar hoffen?

Goldpreis steigt, mehrere positive Signale

In den letzten Wochen war der Goldpreis übel abgestürzt um fast 200 Dollar, aufgrund zahlreicher positiver Corona-Impfstoff-Meldungen. Die bringen Hoffnung für eine besser laufende Konjunktur und somit gut laufende Aktienmärkte, was schlecht für den sicheren Hafen Gold ist. Gestern ging Markus Fugmann der Frage nach, ob der Abverkauf der letzten Wochen bei Gold als Vorbote für einen Crash an den Aktienmärkten anzusehen ist – mehr dazu hier. Aber zurück zur Aktualität. Der Goldpreis steigt seit seinem Tief am Montag bei 1.764 Dollar auf aktuell 1.824 Dollar. Damit hat er die Marke von 1.820 Dollar überschritten, und damit mehrere Verlaufshochs aus letzter Woche, aber auch die wichtige 200 Tage-Linie. Das sind gute Signale für die Gold-Bullen. Im Chart sieht man den Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

Blick auf die Geldflüsse bei Gold-ETF

Gestern sprachen wir bereits über die Wichtigkeit der Geldflüsse in und aus den Gold-ETF (Begriffserklärung hier). Immer mehr Profi- und Privatanleger stecken zunehmend mehr Geld in ETFs, sei es auf Indizes, Gold oder sonstige Anlageklassen. Die ganze letzte Woche liefen die Geldflüsse raus aus den ETFs. Wie die Experten der Commerzbank heute erwähnen, gab es auch gestern einen Abfluss aus Gold-ETF im Umfang von 9 Tonnen. Bevor es zu einer Trendwende im Goldpreis kommen könne, müsse es auch bei dem ETF-Geldfluss einen Trendwende geben. Und ja, so möchten wir anmerken. Neben dem US-Dollar werden auch diese ETF-Zuflüsse und Abflüsse für den Goldpreis immer wichtiger.

Nicht nur dass man als Bulle weiter auf einen Dreh bei den ETF-Geldflüssen warten sollte (dies ist keine Handelsempfehlung). Auch kann man den Anstieg der letzten 48 Stunden im Goldpreis immer noch als technische Reaktion in einem überverkauften Markt ansehen. Gestern erlebte der US-Dollar einen sehr klaren Absturz, der Dollar-Index (Währungskorb) fiel von 91,79 auf 91,11 Punkte heute Nacht. Bis jetzt ist er wieder auf 91,33 Punkte gestiegen. Dies half Gold wie gesagt beim Ansteigen. Ob der jüngste Anstieg im Goldpreis schon die große Kehrtwende darstellt, darauf sollte man noch nicht blind vertrauen!

Unsicherheiten in den USA

Donald Trump blockiert aktuell neue Stimulus-Pakete in den USA, was zu einer politischen Lähmung bis zur Amtsübergabe am 20. Januar führen könnte (mehr dazu hier). Dennoch gab es gestern einen Vorschlag aus beiden Parteien für ein neues Rettungspaket für die US-Konjunktur. Auch von der Fed hörte man Aussagen über die Dringlichkeit eines weiteren Konjunkturpakets. Die designierte US-Finanzministerin und ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen warnte vor einem sich selbst verstärkenden Abschwung in den USA. Zahlreiche politische Unsicherheiten lasten derzeit auf dem US-Dollar. Dies könnte die nächsten Tage positiv für den Goldpreis wirken. Also, die Hoffnung für die Gold-Bullen ist vorhanden, aber man muss jetzt noch schauen, ob sich die seit 48 Stunden laufende kleine Hausse verfestigt.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Goldpreis steigt – nicht zu früh freuen – ETF erst Segen und jetzt Fluch?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold
Der Goldpreis ist seit dem 9. November bis gestern dramatisch gefallen, nämlich von 1.960 bis auf 1.765 Dollar. Also fast 200 Dollar Verlust in gerade mal drei Wochen. Es ist zeitlich sehr gut in Zusammenhang zu bringen. Der Absturz begann und setzte sich fort, als die letzten Wochen verschiedene Pharmaunternehmen ihre Corona-Impfstoff-Meldungen veröffentlichten. Dies schürte zügig die Hoffnung auf eine schnelle konjunkturelle Erholung, und pushte die Euphorie an den Aktienmärkten.

Der Risikohunger der Anleger stieg seit Wochen an (Risk On Trade), und Gold wurde weniger attraktiv. Und so verlor der Goldpreis immer weiter. Und jetzt seit gestern Abend legt Gold ein klein wenig zu. Nach 195 Dollar Verlust in 3 Wochen kann das Edelmetall von 1.780 Dollar heute Nacht bis auf aktuell 1.792 Dollar zulegen. Dies kann man kurzfristig als technische Reaktion eines überverkauften Marktes ansehen. Vielleicht müssten im Sinne der Bullen Niveaus von 1.820 Dollar überschritten werden, um im Chartbild die Verlaufhochs der letzten Woche zu überlaufen? Für eine echte Euphorie bei den Gold-Bullen scheint es noch verfrüht zu sein.

ETF erst Segen und jetzt Fluch für den Goldpreis?

Die ETFs (Exchange Traded Funds, hier die Begriffserklärung) sind Fluch und Segen zugleich. Seit Jahren investieren Profis und Privatanleger weltweit immer gigantischere Summen in ETF auf alle möglichen Produkte, so auch Gold. So beeinflussen die Geldströme in und aus den ETF auch immer stärker den Goldpreis. Der November war für Gold laut aktueller Aussage der Commerzbank ein denkbar schlechter Monat. Mit einem Minus von 5,4 Prozent verzeichnete Gold die schlechteste Preisentwicklung seit November 2016. Dies ging einher mit einer regelrechten Verkaufswelle bei den Gold-ETFs.

Deren Bestände seien um fast 100 Tonnen gefallen, was der erste Monatsabfluss seit einem Jahr und der stärkste seit fast vier Jahren war. Dabei gab es zuletzt an 14 von 16 Handelstagen Abflüsse. Gestern seien erneut 12 Tonnen an Abflüssen hinzu gekommen. Die ETF-Anleger haben sich somit zu einem Belastungsfaktor für den Goldpreis entwickelt, nachdem ihre Käufe den Preis zwischen April und August nach oben getrieben hatten. Dabei dürfte sicher eine Rolle spielen, dass unter den ETF-Anlegern in diesem Jahr ungewöhnlich viele kurzfristig orientierte Anleger sind, die sich zuvor am Terminmarkt engagiert hatten, so die Commerzbank.

Negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar

Im Chart sehen wir im Verlauf der letzten zwölf Monate den Goldpreis in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Während der gesamten Coronakrise gab es eine klare negative Korrelation. Der US-Dollar stieg, der Goldpreis fiel – und umgekehrt. Nur die letzten Tage sieht man, wie der Goldpreis fällt, während der US-Dollar fällt. Dabei müsste Gold jetzt eigentlich ansteigen. Diese Thematik hatten wir gestern auch schon mit dem hochinteressanten Kommentar des Experten Carsten Fritsch besprochen (hier nachzulesen). Nicht mal der fallende US-Dollar könne Gold derzeit helfen, so seine Headline-Aussage.
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Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar seit einem Jahr

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