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Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Naphtan

    10. Juli 2020 19:33 at 19:33

    Hallo,
    mit dem Nasdaq ist schon echt krank.
    Besonders Tesla , von 18:00 an mal eben 85 USD hoch
    Da frag ich mich echt wie das geht ,
    Auch die Futures kennen nur eine Richtung (Kopfschüttel)
    Ob da Heute alle Zentralbanken auf Einkaufstour waren 😂
    Grüße

    • Avatar

      Marcus

      10. Juli 2020 20:50 at 20:50

      Dieser Markt ist so gemacht.Eine Range von 600 Punkten im Dow Future, der Markt dreht kompletz nach oben aufgrund von Nichts. Es war von Beginn an klar dass der Dow über26k schliessen wird, weil das so sein soll. Kein 2 Minus -Tag, korrupt bis ins Mark.

  2. Avatar

    Torsten

    10. Juli 2020 21:15 at 21:15

    DOT COM Blase 2.0 ?? Nein

    das ist schon Dot-Com Blase 5.0

    Nichts gegen die Unternehmen und deren Produkte. Aber die Bewertung ist jeseits von fair.

    Stoppt die Notenbanken in ihrem zerstörerischen Treiben!

    Die Amis brauchen 200.000 Corona Fälle am Tag sonst kapieren die es nicht.

  3. Avatar

    Claudia

    10. Juli 2020 21:41 at 21:41

    Es ist ja nicht nur diese Technologie-Blase, es sind auch zig weitere Blasen. Die Frage ist nach wie vor, wann fliegt die Kiste auseinander?

  4. Avatar

    Scheer

    10. Juli 2020 21:48 at 21:48

    Normalerweise heißt es, dass die Korrektur entsprechend der Euphorie sein muss. Bei Tesla und den anderen Werten (Amazon, FB, etc.) ist die Kursentwicklung komplett irrational.
    Das schreit geradezu nach einem Blutbad. Ob das die Notenbanken mit Ihrem virtuellen Geld aufhalten können?
    P.S. Fällt es nur mir auf, oder sind die Euphoriefasen immer kürzer?

  5. Avatar

    Torsten

    11. Juli 2020 09:48 at 09:48

    Corona ist das beste was der Menschheit passieren konnte um sich ihrer zerstörerischen Wirtschaft bewusst zu werden. Wir haben die Wirtschaft soweit heruntergefahren wie es für einen sinnvollen Umwelt erforderlich wäre.

    Die Abfederung der Folgen, speziell Wegfall von Arbeitsplätzen kann nur durch Förderung von gemeinnütziger Arbeit ausgeglichen werden. Finazierung muss über gerechte Steuern und Verringerung von Vermögensungleichgewichten ausgegluchen werden.

    Wir haben großen Bedarf an Pflegern, Lehrern etc. – gleichzeitig haben wir demnächst genug freie Kapazitäten aus der Flug und Reisebranche, Industrie, Büroskräften usw.

    Schneller, höher, weiter bringt uns nicht zu einem besseren Leben

  6. Avatar

    Torsten

    11. Juli 2020 09:49 at 09:49

    zu letztem Post

    Wir haben die Wirtschaft soweit heruntergefahren wie es für einen sinnvollen Umweltschutz erforderlich wäre.

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Auch Corona kann Apple nicht bremsen – Werbung

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Lieber Börsianer,

das zweite Quartal 2020 wird als eines der paradoxesten in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Obwohl nahezu alle Unternehmen rote Zahlen schreiben, stiegen die Kurse an den Börsen nach der März-Korrektur beinahe unaufhaltsam nach oben. Da ist es doch um so erfreulicher, wenn man Aktien im Depot hat, bei denen die Kursentwicklung tatsächlich auf einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung basiert.

Fakt ist: die Tech-Branche ist der größte Profiteur der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Branchen wurden die Geschäftsmodelle von Digitalkonzernen nicht von Corona beeinträchtigt. Vielmehr befeuerte die Pandemie das Geschäft. Die Stichworte sind: Online-Shopping, Streaming, Homeoffice. In einer Zeit, in der viele andere Dinge nicht möglich sind, schlägt die Stunde der Digitalanbieter.

Trotzdem befinden wir uns inmitten der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Weltweit sind viele Menschen zur Sparsamkeit gezwungen. Natürlich wird nun niemand wegen Corona sein Netflix-Abo kündigen. Aber große Ausgaben, die nicht zwingen notwendig sind, werden in Zeiten von Corona überlegter und häufig auch später getätigt.

Vor diesem Hintergrund finde ich die Quartalszahlen von Apple einfach nur beeindruckend. Das Unternehmen macht 78% seines Umsatzes mit dem Verkauf von hochpreisiger Hardware. Anscheinend trifft die Annahme der Corona-bedingten-Sparsamkeit nicht auf die Kunden des Unternehmens zu.

Obwohl der gesamte Smartphone-Markt im zweiten Quartal um 16% eingebrochen ist, konnte Apple den iPhone-Absatz um 11% steigern. Hierbei half vor allem die extrem günstige Neuauflage des iPhone SE. Kurz vor Corona präsentierte Apple dieses…..

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