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Tesla-Aktie: The Big Short? Diesmal aber wirklich?

Claudio Kummerfeld

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am

Tesla-Auto

Sollte man die Tesla-Aktie shorten? Diesmal aber wirklich? Ist es dieses mal nun endlich „The Big Short“? Sie kennen vielleicht den Film „The Big Short“ über die Immobilienblase, die letztlich zur Finanzkrise ab 2008 führte? Alle Welt glaube an die endlos himmlischen Zeiten am US-Häusermarkt. Nur ein paar verrückte Trottel wetteten dagegen, und verdienten durch den Crash Milliarden. Die gesamte Bankenbranche lag falsch, und verlor Milliarden.

Die Börse jubelt die Tesla-Aktie in den Himmel

Nun, bei Tesla haben die Short-Seller die letzten Jahre und vor allem Monate brutal daneben gelegen. Durch immer weiter steigende Kurse verloren sie viel Geld, mussten wohl oft Sicherheiten bei ihren Banken und Brokern nachschießen um den Short offen zu halten, für die Aktienleihe für Zinsbelastung abdrücken usw. Was für ein Desaster bei einem derart explodierenden Aktienkurs. Wer short wettet, kann unbegrenzt viel Geld verlieren! Tesla-Chef Elon Musk macht sich regelmäßig über die Shorties lustig. Aber jetzt, wo die Aktie von unter 500 Dollar Ende 2019 bis auf 1.7934 Dollar am 13. Juli gestiegen war (aktuell 1.546 Dollar), wer von den Shorties hat das überlebt?

Wohl kaum jemand. Die meisten haben wohl aufgegeben, ihre Shorts glattgestellt, und mit diesen Kauforders wohl die jüngsten Kursanstiege in der Tesla-Aktie nur noch weiter angefacht. Aber jetzt, wo die Aktie so hochgeklettert ist, jetzt wo Tesla einen Börsenwert von 286 Milliarden Dollar hat, ist die Aktie da „The Big Short“? Je höher die Aktie, desto höher die Short-Chance? Je mehr nun wirklich alle an den endlosen, totalen Tesla-Hype glauben, desto mehr kann man nun als einziger, trauriger, ausgelachter Shortie verdienen, wenn man ab jetzt auf fallende Kurse in der Tesla-Aktie wettet? Wir wissen es auch nicht. Das müssen Sie natürlich ganz alleine entscheiden in dieser Zocker-Aktie. Denn mal ehrlich: Ist Tesla fundamental betrachtet wirklich so viel wert?

Massive Absatzprobleme in Kalifornien

Wer aktuell ernsthaft über einen Short in der Tesla-Aktie nachdenkt, dem könnte folgende Nachricht Mut geben. Denn wie Berichte zeigen (siehe hier bei investing.com), sind die Zulassungen für Tesla-Autos in Kalifornien im zweiten Quartal um 48 Prozent auf 9.774 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Die Zulassungen für das Model 3 in Kalifornien, die mehr als die Hälfte der gesamten Tesla-Zulassungen ausmachten, sollen sogar um 63,6 Prozent auf 5.951 Fahrzeuge zurückgegangen sein.

Die Gesamtzahl der Tesla-Fahrzeugzulassungen in den 23 Bundesstaaten, in denen die Daten erhoben wurden, fiel um fast 49 Prozent auf 18.702 Fahrzeuge. Und Tesla soll sein Stammwerk in Kalifornien Berichten zufolge vorübergehend geschlossen haben. Angeblich gehe es um Modernisierungsarbeiten. Geht es aber tatsächlich eher um eine zu geringe Nachfrage der Konsumenten nach Autos von Tesla? Falls ja, kann das Unternehmen dies im Finanzbericht für das zweite Quartal noch irgendwie kaschieren, und das böse Erwachen kommt erst im dritten Quartal? Ist die Tesla-Aktie jetzt reif für The Big Short? Man wird ja wohl noch fragen dürfen!

Zu Tesla gibt es bei unseren Kommentatoren und Autoren wie auch da draußen bei den Börsianern positive und negative Meinungen. Hier eine Positive, und hier eine Negative.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf der Tesla-Aktie seit dem Jahr 2011
Verlauf der Tesla-Aktie seit dem Jahr 2011.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Hesterbär

    16. Juli 2020 13:22 at 13:22

    Mit einem „Big Short“ kann man reich, aber eben leider auch arm werden. Jeder, der einen „Big Short“ setzen möchte, sollte sich vorher über das Schicksal des Milliardärs
    Adolf Merckle informieren, wenn er es nicht kennt. Er hatte mit Short-Positionen auf VW eine Milliarde EUR verloren und sich anschließend auf die Gleise gelegt und Selbstmord verübt, weil er den Verlust nicht ertragen konnte.

    Wer keine Kursverdopplung locker aushalten kann, wenn seine Shortposition in die falsche Richtung läuft, sollte sie erst gar nicht eingehen. Insbesondere recht knappe Stopps werden fast immer „abgegriffen“. Das kann man sich sparen und genau deshalb verlieren auch die meisten Shorties bei Tesla Geld. Man muss die verrückten Kursanstiege bei Tesla aushalten. Die Aktie wird früher oder später abstürzen.

    Ich hatte am 13.07. noch einmal zu Höchstkursen nachgekauft. Mache ich normalerweise nicht, aber Kurse von knapp 1.800 USD sind für einen Shortseller natürlich ein echter Leckerbissen.

    • Avatar

      Müller

      16. Juli 2020 14:33 at 14:33

      Ja richtig, beim Shorten kann man über -100% kommen und wenn man auf steigende Kurse setzt halt eben nicht. Für mich sind shorts für kleine Gewinne und Longs für grosse Gewinne. Bei welchem Tesla Kurs nimmst du deinen Gewinn mit?

    • Avatar

      Scheer

      16. Juli 2020 22:20 at 22:20

      Hallo Hesterbär, wie Sie bereits wissen, sind wir gleich im Geiste der Erkenntnis. Dennoch gebe ich zu bedenken, dass die Aufnahme in den S&P durchaus noch höhere Kurse geben könnte und Musk wird alles erdenkliche (legal, illegal, scheißegal) dafür tun das die Zahlen positiv ausfallen werden.
      Auch die Short Quote ist eher rückläufig (Quelle: https://fintel.io/ss/us/tsla)
      Charttechnisch (Eod) ist der Kursanstieg nach wie vor intakt. Ich bin mit weiteren Investitionen erstmal vorsichtig aber auf der Lauer.

  2. Avatar

    Müller

    16. Juli 2020 14:29 at 14:29

    oha, Hut ab, viel gelernt von meinem letzten Kommentar. Und jetzt ist es doch auch wirklich ein gut ausgewogener Bericht geworden!

  3. Avatar

    Hesterbär

    17. Juli 2020 11:03 at 11:03

    @Scheer
    Objektiv ist Tesla völlig überbewertet. Das allein reicht mir schon als Argument, in einer Aktie short zu gehen. Ich sehe bei Tesla aber langfristig auch keine Marktführerschaft. Während Amazon z. B. (noch) keine ernstzunehmenden Konkurrenten hat, hat Tesla gegen eine übermächtige Konkurrenz keine Chance, sich dauerhaft am Markt durchzusetzen. Tesla fehlt das Geld, die Verkaufsstrukturen und vor allem können die großen und finanzstarken Autobauer Tesla preislich immer unterbieten. Wenn Tesla dann wenigstens durch bessere Verarbeitung, Qualität und Kundenservice glänzen könnte, aber auch das scheint nicht der Fall zu sein.

    Die Börse hat die Angewohnheit, Übertreibungen nach unten und oben früher oder später wieder auf ein angemessenes Niveau zurückzufahren. Darauf ist nicht immer, aber doch meistens Verlass. Man sollte sich nur nicht übernehmen, vor allem nicht bei Shortpositionen. Man sieht ja bei Tesla am besten, wohin eine verrückte Herde Kurse treiben kann.

  4. Avatar

    Hesterbär

    17. Juli 2020 11:04 at 11:04

    @Müller
    450!

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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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