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Tesla mies, EZB-Zinsen unverändert, Fed killt Banken-Arbitrage! Videoausblick

Drei Themen sind zum Start in den heutigen Handelstag relevant: erstens die ziemlich miesen Zahlen von Tesla, zweitens beendet die Fed überraschend mit sofortiger Wirkung die Zins-Arbitrage für Banken, und drittens wird die EZB versuchen, die Hoffnung auf bald schnell sinkende Zinsen auf der heutigen Sitzung zurück zu weisen. Dazu kommen heute wichtige US-Konjunkturdaten, vor allem die erste Veröffentlichung des US-BIP. An der Wall Street dürfte darüber hinaus die Frage im Vordergrund stehen, ob Tesla nun den Kreis der Magnificent 7-Aktien endgültig verläßt. Und wie werden vor allem die Aktien der US-Regional-Banken auf die doch überraschenden Maßnahmen der Fed reagieren? Wichtig heute auch die Reaktion auf die EZB-Aussagen mit Blick auf die Zinsen: werden die Märkte Lagarde und Co wirklich glauben?

Hinweise aus Video:

1. EZB dürfte Zinsen halten – Lagarde schlägt Wetten auf Zinssenkung zurück

2. Tesla-Aktie fällt 6%: Musk kann die Wachstumsängste nicht dämpfen

3. Der Finanz-Talk: Markus Fugmann mit Giovanni Cicivelli und Jens Chrzanowski – Anmeldung



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17 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Tesla – Aktie ist völlig überbewertet. Für Autohersteller ist ein 10er KGV normal und eine Dividendenrendite von mindestens 3,5 Prozent.

  2. Apropos Talkshows: Bei Markus Lanz war gestern Markus Söder.
    Eine Wohltat im Vergleich zu Olaf Scholz.
    Er plädierte für Neuwahlen.

    1. Hallo @Columbo

      Söder bzw. die CSU plädiert immer für Neuwahlen, egal wer an der Macht ist. Davor ist auch die CDU nicht gefeit. Erst wenn ein bayerischer christsozialer Despokrat das ganze Land anführt, läuft alles rund, ist die Welt wieder in den Fugen.
      Seltsam ist nur, dass der Wohltäter nicht einmal mehr in der Lage ist, sein eigenes kleines Bundeslanderl on top zu halten, ganz im Gegenteil.
      Ich vermute mal, Schuld ist der Habeck, die Energiewende, die Abkehr von der Atomkraft, für die er sich selbst massiv eingesetzt hatte, und dann doch wieder nicht, und überhaupt.

  3. Nach dem heute zu erwartenden Rücksetzer bei der Tesla-Aktie, könnte es aber auch kurzfristig zu einer Gegenreaktion nach kommen. Ziemlich spannende Konstellation und ich werde das heute genau beobachten ob sich eine Einstiegschance bietet – wohlgemerkt kurzfristig!

  4. Auch interessant, Nachricht auf Investing.com de: Dieser Chip Aktie droht Absturz von 44%.
    Wegen befürchteten Lieferstopps kaufen die Chinesen tonnenweise Chips auf Vorrat. Es wird dann lustig wenn später die Bestellungen in der Rezession total einbrechen. Der KI – Hype macht die Bären glücklich, ein so sicherer Rückgang mit Rekordfallhöhe gibts nicht alle Tage.Goldilöckchen und Co. sollen tüchtig Aktien kaufen, BÄREN LIEBEN GROSSE FALLHÖHEN.
    Was jetzt 20Jahre nach Dotcom passiert beweist ,dass der Mensch Nichts lernt, auf jeden Fall dominiert die natürliche Dummheit die künstliche Intelligenz immer noch.

  5. „statt mit irgendwelchen Philosophen, die immer nur Verteilung wollen wie Kühnert und Herrmann.“
    Das Precht schon als Philosoph tituliert wird ist ja schon gewagt, aber diese beiden Personen in Zuhammenhang mit Philosophen zu nennen.

  6. Die Tesla Aktie als Weltbester im E- Autobau? ist ja volatiler als die Kryptoscheisse. kam von 350 auf 100 ( 70% Verlust ) dann wieder auf über 250 ( =plus 60% ,typisches Spiel der Charttechniker) ,nun wieder der Fall, Da gehe ich lieber ins Casino und muss mich nicht vom Gangster- Genie abzocken lassen.
    Alte Weisheit – Börsen steigen immer ? ?

    1. @Tricksi-Boy. Warum zieht FMW immer mehr Bären und Ahnungslose an, die mit der Börse überhaupt nicht zurechtkommen? Tesla ist in den letzten 10 Jahren um 2000 Prozent gestiegen, hat sich also verneunzehnfacht. Jetzt ist es eben vorbei mit der Wachstumsstory. Und da kommt einer und bringt in Fäkalsprache irgendwelche Belanglosigkeiten. Hat vermutlich also weder am Bitcoin-, als auch am Anstieg der Tesla-Aktie teilgenommen.

  7. @Too late,ich nehme generell an keinem Ponzi System teil auch wenn mir jemand Gewinne garantieren würde, denn ich weiss, dass die Gewinne immer zulasten von verarschten Teilnehmern geht.Ich kenne genug Leute,die mit Schneeballsystemen alles verloren haben.
    Gerade weil auf FMW viele nicht ahnungslos und naiv sind und den Durchblick haben, haben die Ponzianer Mühe damit.

    1. @Tricksi Boy, es geht im Aktienhandel nicht um das „garantieren von Gewinnen“. Sie versuchen nur billig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Das Maß für billig und teuer ist dabei subjektiv. Irgendjemandem müssen natürlich auch die Händler vertrauen und im Zweifelsfall sind das die Börsen bzw. die Broker und die Banken, die das Aktiendepot verwalten. Oder eben Ponzi und Maddoff, wenn Sie solche Leute unbedingt zwischen schalten wollen. Das alles hat nur nichts mit einer Aktie und deren Bewertung zu tun. Sie handeln ja nicht Aktien mit Tesla.

      Gerade weil auf FMW viele nicht ahnungslos und naiv sind und den Durchblick haben, haben die Ponzianer Mühe damit.

      Klar, es gibt hier auch Prepper, aber die haben ihr Gold auch nicht am ATH gekauft, sondern als der Preis noch im Keller war.

    2. @Tricksi Boy. Die Börse ist kein Ponzi-Schema. Die Börse ist ein regulierter Finanzmarkt, auf dem Wertpapiere gehandelt werden. Ein Ponzi-Schema hingegen ist eine betrügerische Anlageform, bei der Renditen aus den Einzahlungen neuer Investoren an die älteren ausgezahlt werden, ohne dass tatsächlich Gewinne erwirtschaftet werden.
      Wer mit der Börse nicht zurecht kommt, sollte sich von ihr fernhalten. Aber so schwierig ist es dann auch nicht, wenn man wirklich langfristiger Anleger mit breit gestreutem Portfolio ist und nicht gerade in die waghalsigsten Unternehmen investiert, dann profitiert man praktisch immer. Geduld und Ausdauer, sich nicht verrückt machen lassen von professionellen Angstmachern, auch wenn sich die Indizes mal halbieren, sind natürlich persönliche Voraussetzungen, die man mitbringen sollte.

  8. Alles wird gut, aber nicht für Alle

    Zusatz zu Fallhöhe passt :Das Märchen von der vorausschauenden Börse galt früher wo Optionen noch mindestens 3Monate liefen und nicht nur 1Tag. Die Nachricht ,dass vorgezogene Bestellungen die Quartalszahlen total aufblähten, hätten demnach die Aktie der Chip – Firma eher belasten müssen.Kommt Zeit, kommt Rat, bei Tesla dauerte es auch lange bis das Aktienwunder entzaubert wurde.

  9. Jung,dynamisch und erfolglos

    @Permanix, sie reden von früher wo Firmen noch mehrere Generationen überlebten und nicht von Managern geplündert wurden. Einer der Weltbesten ( Oswald Grübel) sagt „ BUY AND HOLD „ ist vorbei. das machen nur alte konservative Knochen.Wer kann eine 50% Korrektur noch aussitzen in einer Zeit wo viel gehebelt wird und viele Firmen 30Jahre nicht überleben. ( Zitat von Amazon Chef) und wer möchte eine 10jährige Abwärts- Querbewegung mit Verlust aussitzen?

    1. @Jung,dynamisch und erfolglos. Es sieht im Moment ganz danach so aus, dass die Märkte überkauft sind und ich würde deswegen die Cashquote derzeit schon entsprechend dimensionieren, aber das Prinzip des Gewinnstrebens einer Firma hat sich doch nicht geändert und daran wird man doch als Aktionär beteiligt. Ich bin fast 40 Jahren vor allem in international operierende Chemie- und Pharmafirmen investiert (die Mischung hat sich mehr oder weniger durch meine berufliche Tätigkeit so ergeben) und habe dort praktisch über die ganze Zeit immer eine Dividendenrendite zwischen 2.5…5, zeitweise bis zu 7% erhalten – Jahr für Jahr. D.h., der Kurs dieser Blue-Chips steht doch in einem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag. Solche Firmen hat es gegeben und wird es auch immer geben. Je länger Sie solche Firmen besitzen die Ihnen regelmässige Dividenden und ein solides Geschäftsmodell liefern, desto mehr ist Ihnen egal wie gerade der Kurs steht. Ich lebe inzwischen ganz locker von den Dividenden und werde die Aktien vermutlich nie verkaufen müssen. Ich habe Aktien im Depot, die haben sich seit Kauf sogar verfünzigfacht. Da erhalte ich die 50-fache Dividende auf mein damals eingesetztes Kapital. Habe auch Aktien mit „nur“ 5-fachem Wert, aber auch wenn der Kurs sich halbieren würde seit Kauf, dann würden sie immer noch die Hälfte der Dividenderendite erzielen und wenn Sie nach wie vor von der Firma überzeugt sind, dann kaufen Sie zu diesen Zeitpunkten einfach nach. Nehmen Sie den Dax, da hätte man auch schon im Jahr 2000 und den Folgejahren sagen können „Buy und hold“ ist vorbei. Da hat sich der Wert ca. gedrittelt. Schauen Sie das heute rückblickend an, sieht das zwar wie eine signifikante Delle aus, aber an heutigen Kursen gemessen, war es doch gut verkraftbar. Und was das Verschwinden von Firmen anbetrifft, damit muss man leben und man kann sich davor nur mit einer guten Mischung wappnen. Das Ergebnis im Durchschnitt ist entscheidend.

      Wenn Sie natürlich auf schnelle Kurssteigerungen und weniger oder gar nicht auf Dividenden spekulieren, dann sind Sie ein ganz anderer Anlegertyp und müssen verdammt gut agieren, um einen Gewinn zu erwirtschaften und die Gefahr ist sehr sehr gross, dass Sie richtig viel verlieren. Ich mache das ja auch als Hobby mit etwa 10% meines Vermögens und weiss von was ich spreche. Es braucht sehr viel Übung, nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften.

  10. Fazit von @permanix Rede an die Jugend von heute: @JungDynamisch kann entweder Trader werden, also jung und dynamisch sein und dann vermutich arm oder ein konservativer Knochen mit Dividendentiteln und einer Hypothek, mit der er seine Reihenhaushälfte abbezahlt.

    Aber gibt es nicht noch eine dritte Option, die sich für die jugendlichen aber eher passiven Typen eignet? Vielleicht ist die Slacker-Existenz mit Bürgergeld, Riesenansprüchen an „die Gesellschaft“ und wenn nix kommt, dann Demo und Volksaufstand machen und natürlich irgendwas mit Moral und Politik „gegen Rechts und für die Schwachen“ zur Unterfütterung der eigenen wirtschaftichen Existenz, ganz einfach das beste Modell, sofern es von seiner Generation akzeptiert wird, statt ihn darin zum Außenseiter zu machen. Es ist ein wenig, wie das Leben eines Ruheständlers und Privatiers, nur Low-End und kollektivistisch.

    Komplementär dazu noch etwas, dass weder konservative Knochen, noch typische Angestellte mit regelmäßigen Einnahmen aus unselbständiger Arbeit, noch quirlige Unternehmer, noch Nerds und Systematiker, die endlos an ihren Skills herumverbessern unbedingt tun: auf der Lauer liegen nach dem nächsten Hype, um sich von ihm nach oben tragen zu lassen. Hypes kommen alle paar Jahre wieder und sie dauern oft länger an, als die Vorsichtigen glauben, die meinen, dass es für sie zu spät ist, wenn sie davon erfahren, weil der Fugmann Markus in seiner Rolle als Chefaufklärer der Finanzmärkte, gerade über sie ablästert, ganz zur Freude seiner spießigen „der Ehliche ist der Dumme“ Leser, die ohnehin alles für einen Scam halten. Dann geht FOMO und die Aufwärtspanik meist erst richtig los.

    Zugleich Slacker und Hype-Surfer sein ist eine Möglichkeit die Mitte auszusparen: schlaffer als die Arbeitssklaven und enthusiastischer als die Experten, aber auch zynischer.

  11. Jung dynamisch und erfolgloser Knochen

    @ Nividianer, zur Ehrrettung des geschätzten Herr Grübel möchte ich sagen, dass der Ausdruck des konservativen Knochens nicht von ihm kommt, aber folgende Aussagen sind von ihm.
    – Buy and hold hat meistens mit Firmen funktioniert, die 70 Jahre überlebt haben, bei Veränderungen müsste aber umgeschichtet werden.
    – Ein Verlust von 50% erfordert einen nachträglichen Gewinn von 100% um den Verlust zu kompensieren.
    -Wer in 2007 gekauft hat, musste bis 2013 warten bis der Einstand erreicht wurde. ( BÖRSEN STEIGEN IMMER? )
    -Leute die behaupten langfristig investiert zu sein benutzen das Argument als Ausrede den Trendwechsel verpasst zu haben.
    -Ohne Rezession würde die Inflation nochlange anhalten.
    -Die jetzige Situation ( Bericht Januar 23) muss zu höheren Zinsen führen,eine weitere Krise kann nicht mit mehr Geldumlauf bekämpft werden ohne zusätzliche Inflation.

    1. @JungDynamisch, die Leute, die heute „passiv“ investieren, kaufen meist Indextracker-ETFs oder Sachen wie MSCI-World. Das Stockpicking für den jeweiligen Index erfolgt nach bestimmten Regeln, weswegen sie als nicht aktiv gemanaged gelten. Heute werden die Indizes so gesteuert, dass Firmen, die platzen, den Index rasch verlassen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/DAX

      Passive Anleger, um die es hier geht, müssen also nicht damit rechnen, dass sie am Ende ihres Lebens auf lauter Schrottpapieren sitzen. Im großen und ganzen ist die romantische Ära der Investmentbanker und Fondmanager vorbei. Mediokre Fonds sind gut genug. Leute wie Cathy Wood sind eher zu unserer Unterhaltung da.

      Dass Börsen langfristig immer steigen, liegt einfach an der Erhöhung der Geldmenge über die Zeit, wobei die Aktienmärkte mit Anleihen und Edelmetallen und neuerdings auch mit Kryptos konkurrieren. Dass die Zentralbanken die Geldmenge reduzieren, kommt allerdings auch vor, speziell nach Krisen und das ist aktuell auch ein Risiko für die Aktienmärkte ( letzter Punkt Ihrer Liste ).

      Man kann die Idee des „passiven Investments“ auch grundsätzlich hinterfragen und das bezieht das Problem von Drawdowns / Volatilität mit ein, die Sie umtreibt und das natürlich nicht neu ist: was erwarten die Leute von der Börse? Wer eine Staatsanleihe mit fester Rendite und Laufzeit kauft, hat, modulo Inflation, einen festen Erwartungshorizont – es ist per se eine mediokre Kapitalanlage – aber Leute, die sagen wir, einen Aktiensparvertrag abschließen, haben nur Einstiegspunkte. Wer etwas kauft, ohne Verkaufsziel, der ist Sammler. Wer etwas kauft, mit einem bestimmten Verkaufsziel, der ist Händler. Die meisten Menschen wollen keine Händler sein, sondern nur „an der Börse reich werden“ und das heißt irgendwann mal ihre Sammlung auflösen und dann mit fantastischen Gewinnen verkaufen, aber sie wissen nicht, was das für sie selbst bedeutet und was sie realistisch erwarten können.

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