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Videoausblick: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Von Markus Fugmann

Die Hoffnung stirbt zuletzt – und diese Hoffnung ruht heute auf einer älteren Dame mit Brooklyner Akzent. Kann Janet Yellen diese Hoffnungen erfüllen? Sie ist in einer schweren Ausgangssituation: ist sie zu pessimistisch für die Wirtschaft, wäre das schlecht für die Märkte, selbst wenn sie eine Zinsanhebung im März heute bei ihrer Anhörung praktisch ausschließen würde. Also wird sie sich, im Versuch den Märkten zu helfen, auf die schwache Weltwirtschaft berufen und die wegen der Rohstoffpreise niedrige Inflation beklagen.
Aber reicht das, um den Absturz vor allem der Finanzwerte an den Märkte zu stoppen? In Japan setzt sich der Absturz heute fort, der Yen wieder stark, Öl schwach, Banken schwach..



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7 Kommentare

  1. Guten Morgen, Herr Fugmann.

    Starker Yen, weil angeblich sicherer Hafen. Gleichzeitig aber einbrechende Aktienkurse, weil die Wirtschaft (auch ) darunter leidet.

    -Was machen die Käufer des Yen mit den japanischen Devisen? Aktien kaufen sie zumindest nicht.
    -Was ist so „sicher“ an einem Land, wo man für die Wirtschaft nichts Gutes erwartet und wo die Staatverschuldung auch nicht gerade gering ist.
    Ich muss fast annehmen, das es sich um ein psychologisches Massenphänomen handelt. Irgendwann hat mal vor vielen Jahren jemand angemerkt, dass der Yen in Krisenzeiten eine gute Fluchtwährung ist. (Vielleicht war Japan damals wirklich solider und sicher als die meisten anderen Staaten).
    Und nun bleibt es einfach bei der sich jedesmal weiter verstärkenden sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Da würden wohl auch Erdbeben, Tsunamis und Fukushimas nichts dran ändern.

    Nebenbei zolle ich Ihnen, außer für Ihre fachlichen Aussagen immer meinen Respekt dafür, dass Sie morgens schon so früh aktiv sein können und dieses offensichtlich auch über gut zwölf Stunden durchhalten. Ich hoffe, dass Sie immerhin dazwischen ausgiebige regenerierende Pausen machen können. Wobei es gerade in Zeiten wie diesen schwer fallen dürfte, die Märkte und die Nachrichtenlage
    mal zwei Stunden ganz außer Acht zu lassen.

    Einen guten Tag wünscht
    Gerd

    1. @Gerd, haben Sie vielen Dank für Ihre Worte! Mit den Pausen ist es so eine Sache, weil die Familie mit zwei präpubertären Söhnen auch Ihre Zeit beansprucht :)
      Der Yen ist vorwiegend eine Carry-Trade-Währung – einen sicheren Hafen stelle ich mir jedenfalls anders vor..

      Viele herzliche Grüsse!

  2. Auch von mir an diese Stelle mal ein großes Lob für Ihren täglichen Einsatz und die sehr guten Analysen. Leider bin ich mittlerweile finanzmarktweltsüchtig, ab damit muß ich nun leben.

    Jetzt aber mal eine vielleicht nicht so helle Frage von mir, ich fühle mich jedoch ohnehin von den Märkten komplett hinter’s Licht geführt:

    Monatelang Panik: Oh, die FED hebt die Zinsen an. Dadurch steigt dann der USD und gleichzeitig fallen Euro und Gold. Hat ja auch Logik: Zinsen in USA steigen ==> man engagiert sich mehr in US-Anleihen ==> Euro und Gold erleben einen Abfluss.

    Dann hebt die FED am 16.12. tatsächlich die Zinsen an. Und punktgenau fangen Euro und Gold an zu steigen. Bin ich doof oder die anderen, oder alle?

    1. @Christian, vielen Dank für Ihr Lob! Das freut uns sehr!!
      Historisch ist es fast immer so gewesen, dass der Dollar schwächer wird in Zinsanhebungszyklen – nach dem Motto „Buy the rumor, sell the fact“. Das ist also durchaus innerhalb des „Normalbereichs“..daher Gold und Euro stark, weil das Damoklesschwert „Oh Gott, die Fed wird die Zinsen anheben“ nicht mehr schreckt..

      Viele Grüsse!

  3. Hallo
    das ist der Drehpunkt. Lustig…

    Fällt die Deutsche Bank unter 10 Eur, der Ölpreis fällt auf 20 USD (Goldman Sachs) usw…
    langweillig… wir sind nicht in einer Rezession… aber der Markt sagt das, siehe Bufu

    schaun mer mal… ;)

  4. Herr Fugmann, Frau Wellen wird sicher über Negativzins nachdenken.

  5. Sorry! Meinte Frau Yellen

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