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Videoausblick: Wichtigste Woche des Jahres

Heute beginnt die für die Finanzmärkte die wohl wichtigste Woche des Jahres mit Großereignisse wie dem Treffen Trump-Kim, der Fed (mit Zinsanhebung), vor allem der EZB (mit der vermutlichen Ankündigung, das QE noch in diesem Jahr zu beenden), der großer Verfall etc. All das dürfte endlich Bewegung in die zuletzt so lethargischen Märkte bringen. A propos Lethargie: die Aktienmärkte bislang mit einer unterkühlten Raektion auf den Trump-Eklat beim G7-Treffen – man glaubt scheinbar nach wie vor an den „Trump-Put“, glaubt also, dass Trump einen Abverkauf der Wall Street vor den US-Zwischenwahlen schon nicht riskieren werde. Die neuesten Tweets von Trump zeigen jedoch, dass er seinen sachlich und rational nicht begründbaren Glauben einer ungerechten Behandlung der USA von der „Restwelt“ nicht aufgeben will – koste es, was es wolle..



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3 Kommentare

  1. Trumps Verhalten auf der Weltwirtschaftsbühne mit Drohungen, Einschüchterungen und Verweigerung von Fakten, auf der Kenntnis der großen Wirtschaftsstärke der USA und mit dem Wissen die Weltleitwährung zu besitzen, birgt mittelfristig große Gefahren für den Welthandel. Aber warum hat es den Dax bisher nur „relativ wenig“ belastet? Die Zölle auf Stahl und Aluminium belasten nach ersten Berechnungen das deutsche BIP um 0,02%, die angedrohten Zölle auf die deutschen Autoexporte in die USA sollen der Autoindustrie 5 Mrd. € kosten. Aber hat denn nicht allein Vw im Rahmen den Dieselskandals 25 Mrd. $ an Strafzahlungen in den USA geleistet und ist das Unternehmen kollabiert? (auch die Strafen für die deutsche Bank waren höher, als die bisher bekannten Zollhemmnisse). Auf der Gegenseite senkt China die Zölle für Autoimporte. Branchenvertreter lamentieren häufig schon mal prophylaktisch. Zudem steht das Dax-KGV derzeit auf moderaten 13 und damit deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte. Zum Vergleich stand der Dax im April 2015 auf 12390 und seither sind die Dax-Gewinne um 50% gestiegen. Nichtsdestotrotz – für Gehabte gibts nichts, sagt ein Spruch, die Wirtschaftsaussichten haben sich in Europa deutlich eingetrübt und wenn Trump erkennt, dass seine Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg (substanzieller Abbau des Handelsbilanzdefizits) bringen, könnte er nachlegen. Bei seiner Pesonlichkeit ist dies sehr wahrscheinlich. Deshalb kann es im Falle weiterer Eskalationen an den Märkten sehr schnell abwärts gehen. Über die Dauer des laufenden Wirtschaftsaufschwungs habe ich bereits mehrfach geschrieben. Der Dax ist im „momentanen“ Umfeld aber bei weitem nicht so extrem teuer, wie er von manchem dargestellt wird.
    Wie komplex die Situation für Kapitalanleger bei den derzeitigen Nullzinsen ist, zeigt auch eine Analyse der Lage der deutschen Lebensversicherungen (immerhin 85 Mio. Verträge) vom Wochenende, die bei diesen Zinsen von Quartal zu Quartal mehr unter Wasser geraten.
    Gruß

  2. Etwas Off-Topic zur Diskussion über Rechtschreibfehler:

    Das hier schrieb eben ein Nutzer auf Spiegel Online:
    „Lektorat

    Soso, Lidl baut also ein Filiale. Ist sich der Autor sicher, dass er nicht eins Filiale meinte? Oder einem Filiale. Vielleicht meinte er aber auch tatsächlich eine Filiale und hat sich nur vertippt. Nur warum fällt das keinem Lektor mehr auf? Ach richtig, so etwas wie Qualitätssicherung (und zwangsläufig schlussfolgernd damit: Qualität) gibt es im Journalismus nicht mehr.“

    Bei den „Mainstreammedien“ ist solche Kritik offenbar legitim und sogar der Schluß, dass es sich nicht um Qualitätsjournalismus handelt, wenn solche Fehler gemacht werden. Für die „Alternativmedien“ gelten da wohl andere Regeln…

    Also mal Abseits der kleinen Frotzeleien: Es wäre wirklich prima, wenn jemand eure Artikel vor der Veröffentlichung nochmal lesen würde. Möglichst wenig Fehler sind einfach ein Zeichen für Professionalität und die wollt ihr doch liefern (und liefert ihr ja auch meist).

    1. @tm, der Unterschied zwischen Spiegel und uns ist: der Spiegel hat mindestens einhundertmal mehr Mitarbeiter und kann sich diese Mitarbeiter noch leisten von der auch finanziellen Substanz, die man in vergangenen Jahrzehnten bilden konnte; wir dagegen stemmen mit geringster Manpower mehr als viele Medien, die sehr viele Mitarbeiter haben als wir; dass da manchmal solche Dinge (Rechtschreibung) passieren, ist schwer zu verhindern, ohnehin liegt unser Fokus auf Schnelligkeit der Berichtserstattung, weil das für die Finanzmärkte ein zentrales Kriterium ist..

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