Folgen Sie uns

Aktien

Warum Apple, Amazon und Co gerade besonders unter Trump leiden

Google (Alphabet), Facebook, und vor allem Amazon und Apple leiden derzeit gefühlt, aber auch real im Aktienkurs unter dem Wahlsieg von Donald Trump. Zu aller erst ist sein Sieg ein Schlag ins…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Google (Alphabet), Facebook, und vor allem Amazon und Apple leiden derzeit gefühlt, aber auch real im Aktienkurs unter dem Wahlsieg von Donald Trump. Zu aller erst ist sein Sieg ein Schlag ins Gesicht des gesamten Silicon Valley. Dort lebt man von einem konstanten Zustrom der „besten Köpfe“ aus dem Ausland. Junge Programmierer, Studenten etc werden von überall aus dem Ausland wie durch einen Staubsauger angezogen, um dort das große Geld zu verdienen und Innovationen weiter voranzutreiben.

Donald Trump hat bereits angekündigt sämtliche Einwanderungsgesetze überprüfen zu wollen. Es ist durchaus möglich, dass es auch für das Valley negative Auswirkungen hat, in dem eben nicht mehr jeder Top-Student und nicht mehr jedes kluge Hirn einreisen darf. Die Devise wird lauten „dann holt euch doch amerikanische Studenten und bildet die zu den klügsten Köpfen aus“.

Das Valley will aber das beste, was es weltweit gibt! Sonst gehen die irgendwann nach Taiwan, Singapur oder sonst wo hin. Die Facebook-Aktie hat seit der Trump-Wahl von 123 auf 115 Dollar verloren. Google (Alphabet) verlor richtig kräftig von 805 auf 753 Dollar. Amazon verliert von 771 auf 719 Dollar. Apple verliert nur von 110 auf 105 Dollar – das geht ja sogar noch. Hier betonen wir wie so oft: Der noch moderate Rückgang bei Apple mag daran liegen, dass die Aktie einfach mit 11 bereits ein spottbilliges KGV hat.

Neben der Einwanderungspolitik dürfte gerade Apple wenig gefallen, dass Donald Trump immer wieder China als Dieb amerikanischer Arbeitsplätze ins Spiel gebracht hat. Durchaus möglich sind, wie von Trump angekündigt, Importzölle für in China gefertigte Produkte. Das wäre ein Problem für Apple, da man seine gesamte Produktpalette komplett in China fertigen lässt. Das Resultat: Steigende Preise für US-Konsumenten. Mit den Importzöllen will Trump erreichen, dass US-Hersteller ihre Produktion zurück nach Hause holen. Aber auch das würde mit deutlich höheren Löhnen in der Produktion zu deutlich steigenden Preisen für die Konsumenten führen. Da ist Apple nur das prominenteste Beispiel.

Ein ganz konkretes Problem könnte Amazon mit dem neuen Präsidenten bekommen. Dessen Chef Jeff Bezos, der Eigentümer der Zeitung „Washington Post“ ist, hatte über dieses Vehikel im Wahlkampf gegen Trump trommeln lassen. Trump hatte bereits darauf reagiert und gesagt Bezos versuche hierüber politischen Einfluss zu erlangen um kartellrechtliche Prüfungen gegen Amazon zu verhindern. Und Trump hat bereits durchblicken lassen, dass er vorhabe gegen Firmen wie Amazon genau solche Prüfungen einleiten zu lassen. Das könnte für die Erfolgsstory von Amazon ein ganz reales Problem werden.

Man denke zurück in die Geschichte. Aufgrund von zu großen und zu mächtigen Firmen mit Monopolstellungen hatten die USA schon in der Vergangenheit nicht davor zurückgeschreckt die größten Konzerne des Landes zu zerschlagen (Telekom/Öl). Das könnte auch Amazon blühen. Wenn man vor allem an Trumps aufbrausendes Temparament denkt: Kaum vorstellbar, dass er solche Aktionen wie von Bezos mit seinem Hausblatt einfach so vergisst. Kurz zurück zu den aktuellen Aktien-Einbrüchen der großen Tech-Konzerne: Es mag sein, dass die aktuellen Verluste seit letzten Mittwoch übertrieben sind. Die Auswirkungen werden wohl erst langfristig negativ auf die Ergebnisse der Tech-Konzerne wirken. Gerade für Apple kann es schneller gehen, wenn wirklich Importzölle auf Elektronikartikel aus China eingeführt werden.

google
Die Alphabet (Google)-Aktie seit Ende Oktober. Der blaue Pfeil markiert die Trump-Wahl.

facebook
Die Facebook-Aktie seit Ende Oktober. Der blaue Pfeil markiert die Trump-Wahl.

amazon
Die Amazon-Aktie seit Ende Oktober. Der blaue Pfeil markiert die Trump-Wahl.

apple
Die Apple-Aktie seit Ende Oktober. Der blaue Pfeil markiert die Trump-Wahl.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    15. November 2016 13:56 at 13:56

    Das Silicon Valley fordert offene Grenzen und befürwortet Masseneinwanderung und ignoriert dabei alle Folgeprobleme (Konkurrenz auf Arbeits- und Wohnungsmarkt, Kriminalität, Kulturzerstörung usw.). Dabei absorbiert das Silicon Valley nur einen minimal-kleinen Teil der Migranten. Vermutlich sind es weniger als 0,1% der Migranten die in Silicon Valley arbeiten können. Um die 99,9% soll sich dann die „dumme“ Gesellschaft kümmern.

    Bezüglich den ganz großen wie Alphabet (Google), Facebook und Amazon kann man nur hoffen das Trump ein neues Anti Trust Gesetz verabschiedet und die marktbeherrschenden Monopole zerschlägt. Diese drei Unternehmen allein haben mehr Kapital und Macht als die meisten Staaten. Ein unhaltbarer Zustand.

    • Avatar

      rote_pille

      16. November 2016 13:07 at 13:07

      Es stehen sowohl alternative Suchmaschinen als auch alternative soziale Medien zur Verfügung. Was ist ihr Problem mit diesen Firmen?

  2. Avatar

    gerd

    15. November 2016 16:15 at 16:15

    Früher mal, ja, das waren noch Zeiten. Obwohl das war gar nicht früher – sondern noch in diesem Frühjahr (oder im weiteren Jahresverlauf).
    Ich m e i n e , hier gelesen zu haben, dass die im Artikel genannten Aktien (sowieso) ziemlich überteuert wären.
    Trump hin oder her.

    Und Apple hatte den Rückkauf eigener Aktien angekündigt (oder nur in Erwägung gezogen?).
    Das hatte FMW als besonders schlimmes Omen angesehen.
    Ich habe nur den Kursverlauf der Apple-Aktie einigermaßen grob im Kopf, die anderen gar nicht. Aber Apple steht heute nicht tiefer als im besagten Zeitraum.

    Vielleicht hat man ja nur auf einen Anlass gewartet, um irrationale Kursbewegungen zu nivellieren.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

weiterlesen

Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

Avatar

Veröffentlicht

am

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

weiterlesen

Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen