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Was wollen Krugman, Soros und Co eigentlich? Europa macht doch Schulden!

Es ist die grundlegende Forderung der meisten angelsächsischen Ökonomen, allen voran Paul Krugman, aber zuletzt auch geäußert vom Spekulanten George Soros: Eine Volkswirtschaft mit Wachstumsproblemen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist die grundlegende Forderung der meisten angelsächsischen Ökonomen, allen voran Paul Krugman, aber zuletzt auch geäußert vom Spekulanten George Soros: Eine Volkswirtschaft mit Wachstumsproblemen muss sich solange hemmungslos verschulden, bis irgendwann irgendwie die Konjunktur anspringt. Und dann, eines fernen Tages, sollen gemäß dieser Grundannahmen die völlig überschuldeten Staaten in der Lage sein im Rahmen einer wieder funktionierenden Konjunktur die Schulden abzubauen – bezahlt werden soll das dann aus höheren Steuereinnahmen. Dass das in der Praxis noch nie funktioniert hat, egal. Natürlich möchten wir nicht verschweigen, dass konsequentes Totsparen in der Krise wohl auch nicht zum Erfolg führt (Griechenland). Der Mix aus solidem Haushalten und gleichzeitig gezielten sinnvollen Investitionen wird wohl der Königsweg sein?

Aber auch wir wissen es ja nicht besser. Daher sagen wir heute mal: Paul Krugman, Joseph Stiglitz, George Soros und Co, bitte macht mal eine Atempause. Europa tut doch bereits, was ihr wollt. Trotz ständiger Beteuerungen der EU-Staaten und der EU-Bürokratie stíeg die Gesamtverschuldung der EU-Staaten in kurzer Zeit schnell an, wie die aktuellen Zahlen zum Stichtag 31. März zeigen.  So steigt die durchschnittliche Staatsverschuldung in der EU nach aktuellsten Zahlen auf 91,7% des BIP nach 90,7% Ende Dezember 2015. Ein ganzer Prozentpunkt in nur einem Quartal, das ist ein verdammt kräftiger Zuwachs.

Allerdings lag die Quote vor genau einem Jahr noch bei 93%. Also ist der Anstieg der aktuellen Verschuldung noch ausbaufähig, würde George Soros wohl sagen. Der hatte nämlich vor Kurzem gesagt Europa werde untergehen, wenn man jetzt nicht schleunigst und in großem Ausmaß Schulden macht.

EU 1
Die Staatsverschuldung der EU-Staaten zum Ende des 1. Quartals 2016 in prozentualer Relation zum Bruttoinlandsprodukt.

Wie diese folgende Grafik zeigt, hat seit einem Jahr die Verschuldung Griechenlands und auch Finnlands weiter kräftig zugenommen im Vergleich zum BIP. Extrem positiv fällt hingegen Irland auf.

EU 3

Diese letzte Grafik zeigt, wie sich die Haushaltsdefizite in Europa erfreulicherweise immer weiter der Null-Linie nähern. Aber immer noch werden neue Schulden gemacht. Wie die Grafik zeigt: Mit weniger als 2% Defizit immer noch „eine verdammt laue Neuverschuldung“, oder Herr Krugman?

eu 4

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    leser

    22. Juli 2016 17:50 at 17:50

    Es reicht, wenn die genannten Herren sich um ihre private Haushaltskasse kümmern. Die hat keiner gewählt. Und auf die ungebetenen Ratschläge kann verzichtet werden.

  2. Avatar

    AlterSchwede

    22. Juli 2016 18:02 at 18:02

    Dieses Amipack vertritt doch wie immer nur die eigenen Interessen. Kommt es so wie es sie wollen, kann man in ein paar Jahren wieder schön mit dem Finger auf Europa zeigen und gnadenlos gegen einzelne Staaten spekulieren.

  3. Avatar

    Das musste raus

    23. Juli 2016 00:11 at 00:11

    Die betrachten alle Menschen als Tiere. Das mag ja für einen Teil zutreffen. Insbesondere die, die sie instrumentalisieren. So mancher aber macht sich Gedanken darüber, ob das eingesperrt sein und gemästet werden wirklich einen Lebensinhalt darstellt.
    Dass solche Kreaturen von den angeblichen Weltverbesserer (vulgo Eliten bzw. gemeinhin auch bekannt als WK III-Verhinderer ;-) alias Europäische Politiker ) so hofiert werden, gibt einem zu denken. Das sind keine Misanthropen. Das sind. … (will ich hier nicht aussprechen).
    In grauer Vorzeit gab es ein Motto, dass lautete: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein“.
    Lange her. ;)

  4. Avatar

    Steven

    24. Juli 2016 10:13 at 10:13

    Hm die Annäherung an die null Verschuldung ist beängstigend .

    Wenn Europa im schnitt ausgeglichene Haushalte hat und keine Schulden mehr machen …muss ..müsste .

    Dann brauchen wir bis dahin noch einen Krieg …am besten einen der bis dahin schon reichlich Zerstörung gebracht hat. Dann kann man wieder aufbauen …auf pump .

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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